Zwiesprache

Ein authentischer Dialog von und mit Andreas

Kerstin, meine Frau, hat am 9. Februar 1997 um 3.05 Uhr die Welten gewechselt.
Ein neuer Abschnitt in meinem Leben beginnt. Wie es dazu kam?

Am Morgen des 9. Februars 1997 fand ich Kerstin tot in unserem Gartenteich.
Die ganze Abwicklung mit der Polizei ist hier nicht wichtig und spielt auch keine Rolle mehr - auch nicht die Reaktion der Leute sowie die von Kerstins Eltern.
Viele Freunde waren eine Woche später bei der Urnenbeisetzung im Garten dabei - und nur das zählt.

Heute ahne bzw. weisst ich, wie es zu diesem Schritt kommen konnte.

Kerstin hatte schon immer eine gewisse Todessehnsucht.
Viele Gedichte und Tagebuch-aufzeichnungen beweisen das.
Die erste Niederschrift in dieser Richtung, machte sie im Alter von neun Jahren.
Ihre Hoch- und Tiefpunkte, die oft sehr nahe beieinander lagen, habe ich selbst acht Jahre lang miterlebt.

Also, was geschah nun wirklich?

Wir waren für drei Wochen nach Teneriffa gefahren. Sie liebte die Wärme, die Sonne - von der wir allerdings nicht sehr viel hatten - das Meer, die Wellen, das Glitzern des Lichtes und vor allem die Weite....

Am Donnerstag vor unserem Rückflug ging sie mit Gabi, einer Frau, die sie im Urlaub kennengelernt hatte, ans Meer. Ich hatte keine Lust sie zu begleiten, ich wollte lesen und meinen Gedanken nachhängen. Sie fragte mich wiederholt, ob ich nicht doch mitkommen wollte und sie fände es sehr schade, wenn ich keine Lust hätte. Ich habe leider nicht darauf gehört.
Zu diesem Zeitpunkt musste sie den Entschluss gefasst haben, aus dem Leben zu scheiden.

Am Abend fragte sie mich, ob denn Selbsttötung feige sei. Wir sprachen darüber, dass es viele Gründe gäbe, sich so zu entscheiden. Sie hatte sich in den Ferien intensiv mit den Büchern "Gespräche mit Claudius, Jenseitsdurchgaben von hohem Wert" befasst.

Dann, auf dem Rückflug am Freitag, war sie sehr still. Kurz vor unserer Landung, drehte sie sich zu mir um und machte mir eine sehr intensive Liebeserklärung. Ihr Gesicht, ihre Augen leuchteten wie die Sonne. Am Samstag kochte ich dann ein feines Menü für uns. Mir war aufgefallen, dass sie schon am Nachmittag Weisswein trank, machte mir aber keine weiteren Gedanken darüber. Später alberte Sie noch mit ihrem Sohn im Badezimmer herum, nachdem sie vorher noch ein langes Telefongespräch mit ihrem Vater geführt hatte, was ungewöhnlich für sie war. Ihr Kommentar war meist:
"Mit Vater kann man nicht am Telefon reden."

Am Abend sassen wir noch bis nach Mitternacht am Tisch, redeten aber nicht sehr viel, denn jeder hing so seinen Gedanken nach. Fotos von den Ferien lagen vor uns und sie nahm das eine oder andere in die Hand und schaute es lange an. Ich ging ins Bett und sie folgte einige Minuten später nach. Wir redeten noch ein wenig und bald darauf schlief ich ein.

Darauf muss sie gewartet haben. Sie stand auf und zog sich das grüne Nachthemd und die Jacke an. Sie muss noch ziemlich viel Wein getrunken haben, denn 2,5 Promille Alkohol wurden später in ihrem Blut gefunden. Sie ging zur Balkontür hinaus, schloss diese hinter sich, zog zuerst die Jacke, danach das Nachthemd aus, warf ihre Schuhe fort und ging um die Feuerstelle herum ins Wasser......

Gelitten hat sie nicht, denn sie lag ruhig auf dem Rücken im Teich, eine feine Eisschicht über ihr - wie in einem gläsernen Sarg. Ich habe Tage gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu kommen - aber sie dürfte den Tatsachen entsprechen.

LIEBE KERSTIN, WIR SEHEN UNS WIEDER !

Mir jetzt Vorwürfe zu machen, ist sinnlos. Wichtig ist, was ich daraus lernen soll, nur das zählt. Wenn ich rückblickend unsere acht Jahre Zusammensein betrachte, fällt mir heute auf, wie wenig zärtlich wir zueinander waren, obwohl wir alles gemeinsam gemacht haben. Ich meine damit, die wirklichen Zärtlichkeiten, nicht das sogenannte Liebemachen - als wenn man Liebe machen könnte! Gelebt werden soll sie!
Wieso habe ich das nicht früher erkannt?

Ist meine lieblose Kindheit etwa der Grund dafür? Ich habe soviel Zärtlichkeit in mir, die ich fast nur in meinen Skulpturen zum Ausdruck bringen, aber nicht den Menschen geben konnte, aus Angst, verletzt zu werden - wieder verletzt zu werden, wie in meiner Kindheit. Damals wollte ich meine Mutter umarmen und von ihr gehalten werden - einfach so. Doch sie hat mich weggeschoben. Wollten andere Menschen mich später halten oder umarmen, habe ich sie weggestossen, ich fühlte mich nicht wohl dabei. dass dieses Halten, Umarmen, das Beste ist, was die Menschen sich gegenseitig geben können, weisst ich heute. Diese Mauer ist in diesen Tagen gefallen. Diesen heilenden Schock, der mir fast das Herz zerreisst, werde ich niemals mehr vergessen. Ich habe meine Gefühle immer wieder im Alkohol ersäuft und dann konnte die Zärtlichkeit schnell ins Gegenteil umschlagen, wurde zur Aggression gegen die Menschen, die ich liebte. Völlig ungerecht konnte ich diese Lieben mit Worten attackieren. Das soll mir nicht mehr passieren, ich bin geheilt. Die Wunden bleiben, aber sie werden vernarben. In nüchternem Zustand bin ich aufmerksamer. Ob ich mich wohl ganz öffnen kann? Offene Herzen sind zwar verwundbarer, verletzlicher, aber ich kann lernen, damit umzugehen.

Es ist Abend geworden - Stille im Haus und eine tiefe Wehmut in mir. Ist dies nur, weil Kerstin mir fehlt, oder doch ein Gefühl, versagt zu haben? Ich weisst es nicht genau. Ich weisst nur, dass mein Leben nie mehr so sein wird wie früher...

Wie viele Stunden sind dahingegangen, die unbenutzt blieben? Doch was heisst schon "Zeit nutzen", wenn die Aufgaben nicht klar sind, wenn ich auf etwas warte, was mir Freude macht?
Ich will ja nicht einfach meine Zeit vertun und Möbel bauen, die keiner will oder Skulpturen auf Halden hämmern... Als Bildhauer ist mir bis jetzt kein Erfolg beschieden gewesen. Eines ist mir jedoch klar geworden: fast alles, was ich bis heute getan habe, hatte damit zu tun, mich in der Öffentlichkeit darzustellen, um mein mangelndes Selbstvertrauen zu kompensieren. Beispiele sind die Veranstaltungen "Kunst 94" und "Visual 96". Für solche Unternehmungen stehe ich nicht mehr zur Verfügung, es sei denn, meine Erfahrungen werden gebraucht. Schluss auch mit dem Buhlen um die Presse, nur um den Lesern zu zeigen, dass ich etwas kann und jemand bin. Weil ich so viel Kraft in diese Imagepflege investiert habe, ist mir wesentliches entgangen. Kerstin hatte davon nichts an sich und ich habe nichts von ihr gelernt. Heute weisst ich, dass ich etwas kann - doch das sollen meine Werke ausdrücken.

Ich habe grossartige Dinge geschrieben, aber gelebt habe ich nur wenig davon. Ich habe viel Wissen - aber wo bleibt das Herz? Wissen und doch nicht erkennen, das Dasein deuten und nicht blind an den wichtigen, wertvollen Dingen des Lebens vorbeigehen, so wie ich es oft getan habe, das macht mich traurig... Ich will meine Seele spüren und die Vielfalt leben - ja das will ich. Gefühle leben, das Tor zum Allsein !!!

Ich glaube, dass ich keine grossen irdischen Wünsche mehr habe, ausser, sinnvoll zu leben, glücklich und frei zu werden und zu dienen. Alleine bleiben möchte ich nicht, teilen will ich schon, ein Miteinander nicht missen, aber in welcher Form das stattfinden soll, weisst ich noch nicht. Liebe, Ursprung allen Seins, lasse mich erkennen, dass ich geliebt werde!

Mir fällt beim Durchsehen der Tagebücher von Kerstin etwas wichtiges auf: Ihr vorhergehender Lebenspartner wollte sie besitzen und ich habe dasselbe getan ohne es zu wollen. Dem anderen seinen Willen - seine Wünsche aufzuzwingen, tötet ihn. Nur wenn jeder frei bleiben kann, ist Harmonie möglich. In Freiheit zusammenkommen - und jeder bringt ein, was er geben will - schafft Glück. Diese alten Strukturen in mir sollen absterben, nur so kann eine Beziehung leben. Ich denke, ich habe etwas sehr wichtiges gelernt, denn ich spüre ein Aufatmen meiner Seele.

Ich habe auch in Kerstin meine Bestätigung gesucht, obwohl ich jetzt weisst dass dies allein meine Aufgabe ist.

Welche Erkenntnisse tauchen heute wohl noch auf?

Die Nacht war ruhig.


21. Februar 97

Wer nur sich selbst verwirklichen will, begräbt sein Gegenüber, ausser es ist sehr stark… Selbstverwirklichung, Selbstdarstellung, schliesst ein Miteinander aus. Ich wollte ein Miteinander, habe aber oft das Gegenteil davon gelebt. Ein wahres Miteinander lässt den anderen seine eigene Kreativität mit einbringen, ohne dass einer den Ton angibt. Will einer jedoch den Ton angeben, muss er Solist bleiben. So habe ich die einfachste Grundregel einer Gemeinschaft nicht beachtet, bzw. nicht erkannt. Das ist wohl auch der Grund, warum viele meiner Aktionen, bei denen wohl auch andere beteiligt waren, erfolglos blieben... Ich habe viele Beispiele erlebt, wo andere sich einbrachten und doch sie selber blieben. Für mich war das oft störend, ich war ja dann nicht mehr im Mittelpunkt. So bin ich zusehends vereinsamt. Jeder Herrschende vereinsamt letztlich.
Der längste Weg auf dieser Erde ist der Weg vom Kopf ins Herz.

Jetzt bin ich wirklich auf diesem Weg...Ich bin zutiefst gerührt, wenn ich die Aussagen von Kerstin lese, wie wahrhaftig wollte sie die Gemeinschaft und ich? Doch ist es müssig, jetzt den Kopf zu schütteln und zu denken "was bin ich doch für ein Trottel gewesen."
Wichtiger ist daraus zu lernen und es besser zu machen, aufmerksamer zu sein, zuhören zu lernen, die anderen kommen zu lassen, auch wenn man es vermeintlich besser weisst.


29. Februar 97

Gestorbene Kerstin, wo bist Du jetzt? Hilf mir, Antwort zu finden auf das stumme Weinen meiner Seele! Was habe ich alles versäumt mit dir zu erleben? Jetzt weisst ich es und das tut weh. Das Leben hier ist trostlos geworden, Du fehlst überall. Warum habe ich es nicht früher erkannt? Durch Trauer ist eines besiegelt, ich LIEBE Dich! Diese Liebe gebe mir die Kraft, mein Leben wieder sinnen- und farbenfroh werden zu lassen. Am liebsten käme ich zu dir!

Die Samen, die wir gesät haben, sollen aufgehen und Früchte bringen. Unser Ringen um einander darf nicht verblassen. Die Zärtlichkeit, die Du gesucht hast, soll Raum gewinnen. Dir und Deiner Aufgabe wünsche ich allen Segen. Kerstin, ich liebe Dich !


3. März 97

Habe zum ersten mal wieder einige Arbeiten ums Haus herum verrichtet. In mir ist noch alles verschwommen. Der Verstand stellt Fragen um Fragen und gibt Antworten darauf. Ob diese mit meiner Seele übereinstimmen, kann ich nicht erkennen. Der Zugang zu meiner Seele sollte doch jetzt offen sein und doch nehme ich sie nicht wahr. Seele hilf mir, dich zu erkennen, dich zu fühlen und beachten zu lernen. Ich habe so viele Worte und Gedanken in mir, aber es fehlt der Zusammenhang.


Am Abend:

Ich habe Fotos angeschaut und damit Erinnerungen wachgerufen. Ich bin gespannt, welche Überraschungen das Leben noch bereithält. Diese Schatten, Nebelschwaden in mir müssen dem Licht weichen.

Neues Zeitalter, Schwingungserhöhung der Erde - darüber weisst ich ja Bescheid, doch dass es mich selber in dieser Wucht treffen könnte, damit habe ich nicht gerechnet. Ich weisst wohl viel, aber dieses Wissen auf mich zu beziehen, habe ich schlicht versäumt. Aber auch das gehört nun der Vergangenheit an. Jetzt lerne ich die Praxis kennen!

Wer war Kerstin wirklich und was wollte sie? Ich hab` keine rechte Antwort darauf. Ich weisst nur, dass ich meine Frau so angenommen habe, wie ich sie fühlte, wie ich sie verstand. Sie hatte so viele Seiten, Farben, Nuancen, Wünsche und Träume. Diese Vielfalt sprach mich an, weil sie auch ein Echo in mir fand. Es waren nur Momente, in denen sie ihre Gefühle mir gegenüber ausdrückte, sie sichtbar machte. Ich glaube, ihre Innenwelten waren ihr selber ein Rätsel. Aber können diese Innenwelten überhaupt zum Ausdruck gebracht werden hier auf Erden? Ist es nicht so, dass wir ja doch nur einen Teil unseres wirklichen geistigen Seins hier leben. Sie war diesen vielen Daseinsformen und seinen Äusserungen oft hilflos ausgesetzt. Ihre Gedichte drücken dies aus: Hoch- und Tiefpunkte, Licht und Schatten und immer wieder ihre Fragen:
Was soll ich hier?"

Sie kam mit diesem Erdenleben nie wirklich zurecht, auch schon als Kind nicht. Ich denke, sie hat das Rad der Wiedergeburten abgeschlossen. Ihr Suchen und Fliehen ist zu Ende, weil sie jetzt dort in ihrem wahren Dasein alle Antworten findet. Hier auf Erden war es nicht mehr möglich, weil zu viele Einflüsse sie verwirrten. Doch aus meiner Sicht hat sie ihren Auftrag erfüllt, z.B. auch dadurch, dass ich jetzt den Durchbruch geschafft habe. Uns verbindet mehr als nur unsere Ehe. Sie ist in ihr Dasein eingegangen, um wirklich als Schmetterling im Sonnenwind zu fliegen!

Kerstin, vielen Dank für Dein Dasein, für Deine Liebe und Deinen Wunsch, meine Seele zu öffnen - es ist Dir gelungen, auf Deine Art.


4. März 97

Den Schmerzen auf den Grund gehen, um sich selbst darin zu spiegeln... Menschen begegnen sich und dienen sich als Spiegel, als gegenseitige Projektionsflächen. Jeder bleibt aber letztlich er selbst. Geht nun der andere fort, empfindet man dies als Verlust. Man bräuchte eigentlich nur wieder zu sich selbst zurückzukehren und der Verlust wäre keiner mehr.

Ich verliere einen Menschen - doch kann ich nur verlieren, was ich besitzen wollte oder besessen habe. Kerstin liess sich aber nie besitzen, also warum kann ich sie dann überhaupt verlieren?!

Ich habe noch nie erlebt, dass zwei Menschen eins wurden, ich meine, zu einem Wesen. Sie haben wohl ein drittes gezeugt, aber selber wurden sie nicht zu einer Einheit. dass sich die Seele und der Geist innig verbinden können, sich einig sind, das ist möglich. "Ich und der Vater sind eins", sagte Christus, er meinte sicher, ich und der Vater sind derselben Meinung, wollen dasselbe. Das ist jetzt sehr irdisch ausgedrückt. Jedes Orchester stellt im besten Falle eine Ganzheit dar, obwohl die Instrumente von verschiedenen Menschen gespielt werden. Das ist Harmonie, wenn aus vielen eine Einheit wird. Langsam begreife ich diese Dualität, die letztlich gar keine ist. Ich sitze rein körperlich alleine hier am Tisch, habe aber jederzeit die Möglichkeit, eine Verbindung im Geiste herzustellen - was soll dann der Gedanke vom Alleinsein? All - eins - sein klingt bedeutend besser. Geschrieben habe ich es, ob ich es umsetzen kann - ich möchte es zumindest versuchen.

Was trifft mich also am Weggehen von Kerstin?

Mir fehlt die Kommunikation mit ihr - das ihr in die Augen schauen können. Ich vermisse die Berührungen, ihre Ideen, den Spiegel, der mir half, mich selber besser und klarer zu sehen, ihre direkte und indirekte LIEBE.

Die Möglichkeit, sich zusammen zu entfalten im irdischen Dasein ist ein für alle mal zu Ende. Ein Vakuum, eine Leere ist entstanden, die es neu zu füllen gilt. Wenn ich zu diesem Auffüllen selbst beitragen kann, indem ich begreife, dass ich ein Ganzes bin, mit allen Möglichkeiten, Fähigkeiten, aller Liebe und Erfüllung, dann bin ich ja ganz. Das heisst: "ICH BIN".

In mir tauchen immer neue Fragen, Bilder, Ideen und Vorstellungen auf - doch für heute möchte ich sie ruhen lassen und zuerst einmal darüber schlafen.


10.März 97

draussen ist so schönes Wetter, doch in mir immer wieder diese tiefe Traurigkeit. Es gibt soviel Arbeit ums Haus herum, doch ich mag nichts anpacken. Ich will mit der Arbeit nichts verdrängen, alles soll emporkommen können. Manchmal denke ich, ich halte es nicht mehr aus..... Dann dieser Weinkonsum, der so gar nichts bringt. Wie schön wäre es jetzt, einen lieben Menschen in der Nähe zu haben, mich bei ihm anlehnen zu können und ein wenig glücklich zu sein.

Ich habe zu nichts Lust. Die Gedanken kreisen und kreisen. Einsamkeit und ein Gefühl der Verlorenheit hat mich im Griff, und ich sehe keinen Weg, um da herauszukommen.

Wenn das Leben schon solche Überraschungen für mich bereithält - der Werkstattbrand im Sommer, der Kaminbrand im Februar und jetzt Kerstins Abschied - sollte es da nicht auch noch erfreulichere Dinge für mich geben. Aber sich im Haus zu verkriechen bringt auch nichts. Morgen werde ich mit dem Aufräumen beginnen. Ich wünsche mir etwas, das mir Mut macht, das mich aufrichtet, einen Lichtblick auf meinem Weg.


11. März 97:

Ich habe wieder nichts getan. Es fehlt mir jeglicher Antrieb, ausser bei der Trauerarbeit. Heute habe ich Kerstins Foto, das im Gang hing, ins Album geklebt. Mit dem Alkohol habe ich ganz aufgehört, denn er war der Auslöser für manches Versagen in meinem Leben und hat letztlich Kerstin den Stoss versetzt. Aber daran lässt sich nichts mehr ändern.

Es tauchen so viele alte Bilder aus meinem Leben auf, die nicht nur mit Kerstin zu tun haben. Wie hätte ich wohl mein Leben gelebt, wenn ich diese Erkenntnisse, die ich jetzt besitze, schon vor Jahren gehabt hätte? Aber solche Fragen sind müssig, denn die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen.

Ich habe auf ein Zeitungsinserat geantwortet, in dem eine Frau mit Kindern eine Teilzeitarbeit sucht. Kleine Kinder will ich nicht mehr im Haus haben, ausser zu Besuch. Diese Wiederholungen hatte ich schon - nur um dann alles wieder kindgerecht zu machen - nein danke. Irgend etwas liegt in der Luft, ich spüre es, hoffentlich etwas aufbauendes.

Kerstin, Du bist jetzt bei Deiner Grossmutter und bei Cornelia und wer sonst noch alles ?drüben' ist. Sie erklären Dir sicherlich, was Du hier nicht verstanden hast oder verstehen wolltest. Jetzt erkennst Du die Tatsachen, über die wir oft geredet haben. Es mag nicht alles so stimmen, wie ich es ausgedrückt habe, aber vieles schon....... Ich gehe neuen Erfahrungen entgegen, an denen Du und die anderen sicher ihren Anteil haben werden, dafür danke ich Euch schon jetzt.


Abend

Kerstin, das Verwirrspiel Deiner Gefühle, Dein wiederholtes Hinterfragen, ob es denn recht sei, wie Du handelst, fühlst, empfindest, liebst, usw., Deine Unfähigkeit alles stehen zu lassen, wie es nun mal ist, Dein Dich Ergeben, daran bist Du hier zerbrochen. Das alles hattest Du schon als kleines Mädchen in Dir, Deine Tagebücher und Gedichte zeigen es deutlich. Wenn ich in meinem Leben einen Schlussstrich gezogen habe, war das meistens endgültig - und so habe ich es stehen lassen. Viele Menschen fanden mich gefühllos, doch das bin ich nicht. Ich konnte mich einfach besser schützen vor den vielen unverständlichen Dingen, die hier auf dieser Erde geschehen. Du hast mitgeholfen, dieses Schutzschild zu durchbrechen. Du bist bisher der einzige Mensch, dem ich mich langsam geöffnet habe. Und nun bist Du einfach gegangen und lässt mich mit dieser Öffnung bzw. Verletzlichkeit, und Sensibilität zurück. Ich werde mich jedoch nicht mehr verschliessen, fühle ich doch, dass dieses sich Öffnen wunderbare Wege aufzeigt. Ich werde mich geistig zu schützen wissen, indem ich u.a. den Alkohol weglasse. Wir haben diesen Weg gemeinsam begonnen, ich werde ihn weitergehen.

Es sind noch einige Fragen offen, etwa was passiert mit dem Geschäft, der Werbung dafür, den Grabsteinen...... Ich möchte eigentlich nur noch das machen, was mir gefällt und woran ich Freude habe - kein muss mehr. Im Kampf ums tägliche Brot haben wir soviel Energie eingesetzt, die wir besser hätten verwenden können - das sehe ich jetzt. Nun, auch das sind Erfahrungen, die mich weiterbringen, warum also sie wiederholen?

Was hat uns z.B. die Werbung eingebracht?
Ausser Kosten und Zeitverschwendung praktisch nichts. Also weg damit. Mit den vorhandenen Grabsteinaufträgen, habe ich weniger Mühe. Das Geschäft will ich behalten, denn es lassen sich dort herrliche Arbeiten kreieren und der Platz gefällt mir auch. Jetzt muss ich diese Entscheidungen nur noch umsetzen. Die dazu notwendige Kraft und Gewissheit wünsche ich mir aus ganzer Seele...


12. März 97

Es ist Morgen, ich höre ?Die vier Jahreszeiten? von Vivaldi und es geht mir gut. Die Nacht war durchzogen von Träumen, an die ich mich nicht mehr erinnere. Sie waren aber eher positiv, denn ich fühlte mich sehr stark beim Aufstehen. Ich bin frei, ich kann tun und lassen was ich will, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Heute weisst ich, dass trotz meines Wunsches, alles mit Kerstin zusammen machen zu wollen, vieles nicht so harmonisch war, wie ich es mir eingebildet hatte. Nach aussen waren wir wohl ein Team, aber nach innen kamen oft Zweifel auf ob dieser meiner Täuschung. Doch möchte ich keine Stunde im Zusammenleben mit Kerstin missen. Wir waren schicksalhaft aneinander gebunden, doch auf dem guten Weg der Befreiung.

Kerstin hat sich auf ihre Art frei gemacht. Ich weisst, dass ich nie mehr an sie gebunden sein werde. Ich fühle, dass wir voneinander befreit sind und damit auch von jeglichem Karma. Bleiben noch Esther und Linda, zu denen ich noch eine Verbindung spüre. Ich denke wir werden uns noch begegnen. Mein Leben hatte immer wieder mit der Befreiung von Menschen zu tun, mit denen mich eine über Jahrtausende hindurch zurückreichende karmische Verstrickung verband. Ich werde mich von diesen irdischen Illusionen befreien, um in das wahre Sein einzugehen.

Liebe Seele: Ich weisst, Du willst mir wichtige Dinge mitteilen, doch ich höre Dir noch zu wenig zu, ich will aber hören. Ich will mich ganz öffnen, ich will befolgen was Du sagst, weil ich weisst, das ist der einzige Weg der Befreiung. Liebe Seele, ich danke dir...!

Kerstin, ich will versuchen, unser Zusammenleben besser zu erfassen. Wir haben uns 1988 kennengelernt. Du wolltest Dich von Jakob lösen und ich hatte mich gerade von Karin getrennt. Wir beide verstanden uns in vielen Dingen, nicht nur aus der ähnlichen Situation heraus, in der wir uns befanden. Wir beide hatten ein grosses Potential an unerfüllter Liebe, Sehnsucht und Zärtlichkeit in uns, das nach Erfüllung rief. Wir arbeiteten auf diese Erfüllung hin - und es wurde wahr.

Am 24. Dezember 1989 zogst Du mit Deinem Sohn bei mir ins Haus. Es war mein schönstes Weihnachtsgeschenk. Du arbeitetest noch drei Monate im Spital und dann kamst Du ins Geschäft. Du hast Dich überall nützlich gemacht, doch in manchen Bereichen fehlte es Dir an Selbstvertrauen. War es doch nicht die richtige Arbeit, das richtige Leben für Dich?
Du hattest oft fixe Ideen, die Dich hinderten, Neuland zu betreten. Ich sah über viele Dinge hinweg, weil ich dachte: Das kommt schon noch. Uns fing der Alltag ein, der Lebenskampf, der uns beiden mehr zu schaffen machte als wir zugeben wollten. Wir hatten ja uns, LUFT UND LIEBE !

Streitereien über Geschäftliches begannen, weil ich glaubte, hier eine grössere Erfahrung zu haben, was in vielen Fällen sicherlich richtig war. Ich hätte besser getan, auch mal auf dich zu hören und uns wäre so einiges erspart geblieben. Der Alltag schwächte, untergrub so manches von dem, was wir verwirklichen wollten. Rückblickend kann ich sagen: Deine Ideen, Deine Kraft, Dein Sein wurde oft nicht voll von mir wahrgenommen, weil ich zu bestimmend war, auch in unserem Zusammenleben. Du warst wieder einmal in einer ähnlichen Struktur wie mit Deinem früheren Partner. Es begann wieder dasselbe Hinterfragen, aus dem Du doch ausbrechen wolltest. Wir zogen uns gegenseitig an, als wir im selben Spital lagen. Wir haben kleine Schritte unternommen, um uns gegenseitig von alten Strukturen zu befreien, was uns auch zunehmend besser gelang. Die Streitereien, oft um sinnlose Dinge, wurden weniger. Unsere alten Muster wurden uns immer stärker bewusst - und wir gingen sie an. Es war also noch lange nicht unsere HOCH - ZEIT, als Du aus diesem Leben schiedst.
Für Dich ging es aber nicht mehr weiter, Deine HOCH - ZEIT war nach Teneriffa zu Ende.
Kerstin, ich habe unseren kurzen, gemeinsamen - einsamen - Weg nur in groben Zügen beschrieben. Ich werde mich nicht mehr auf diesen Weg begeben, der doch nur der Auflösung von Strukturen diente, sondern möchte für Neues offen bleiben. Ich strebe weiterhin ein Zusammenleben an, aber eines, bei dem sich jeder einbringen kann, aus freien Stücken und sich ebenso wieder zurückziehen kann, ohne Vorwürfe zu ernten. Kerstin, der Alkohol hat uns so manche Freude, aber auch so manchen Schmerz bereitet, weil er die Tatsachen verzerrt hat. Oft war das gut für uns, weil wir es so wollten. Oft waren aber auch die Übergänge zum Beleidigen und Verletzen fliessend. Der Alkohol hat unsere Wachsamkeit getrübt. Seien wir ehrlich, liebe Kerstin, wir wären heute woanders ohne ihn. Dir hat er das Leben genommen und mir fast den Verstand. Und wenn ich jetzt nicht auf meine innere Stimme höre, bin ich auch bald bei Dir drüben. Ob wir dann zusammen sein könnten, ist eine andere Frage. Ich hoffe nur dass Du deshalb nicht zu sehr leiden musst. Ich bitte die Lichte Welt aus tiefster Seele,
Dir beizustehen!


Nachmittags:

Habe mir einen Selleriesalat gemacht. Es ist schönes Wetter und eine Stimme in mir sagt, ich sollte etwas tun. Ich empfinde diese Stimme wie einen Zwang, da ich keine Lust verspüre, zu arbeiten. Ich möchte schreiben, lesen, einfach da sein, mich fühlen und nachdenken. Ich will Ordnung schaffen in mir. Und da ist auch noch einiges Unerledigtes, nicht nur im Garten. Ich kann sowieso nicht viel alleine bewerkstelligen. Zum Aufbau der Pergola bedarf es mindestens zweier Personen, weil die Rundhölzer für mich allein zu schwer sind. Und einfach mit dem Laubrechen spazieren gehen, mag ich nicht. Nein, ich bleibe, bis jemand kommt, der mir hilft, den Anfang zu machen. Das Haus ist in Ordnung und sauber. Das Geschäft ist mir im Moment gleichgültig, es fehlen ja sowieso die Steine, die ich bestellt habe. Der Ofenbauer, der am Montag hätte kommen sollen, ist selbst heute am Mittwoch noch nicht da und dies ohne eine Nachricht zu geben. Es liegt zuviel in der Luft, von dem ich nichts verpassen möchte.

Wenn mir zwei oder drei Leute helfen, ist der Garten, die Galerie und die Pergola in ein paar Stunden in Ordnung gebracht. Meine frühere Einstellung, die nur die Arbeit kannte, ist verschwunden. Ich will in die Tiefe meines Herzens, meiner Seele gehen. Das kann ich jetzt tun, ohne dass Kerstin mich dabei stört. Sie hat es zwar nicht oft getan, manchmal in Gedanken - und ich sollte dann ihre unausgesprochenen Wünsche erraten.

Warum hat sie ihre Wünsche nicht einfach geäussert? Wenn ich jemals wieder eine Beziehung eingehen sollte, dann nur noch mit klaren Absprachen. Denn es gibt es immer noch genug Gefühle, die nicht ausgesprochen werden können. Ich würde auch keiner Partnerin mehr die Hand reichen, bei der ich vergangene Parallelen entdecken würde, ausser sie sind verarbeitet.

Nun zu meiner Sexualität, die so abrupt beendet wurde. Nein - das ist nicht ganz richtig, die gemeinsame Sexualität wurde beendet, nicht meine. Eine Frau nur fürs Bett zu suchen, möchte ich nicht. Und mich auf die Dauer mit oder ohne Vorlage selbst zu befriedigen, bringt keine wirkliche Befriedigung. Ich kann mir vorstellen, dass diese Energie in Kreativität umgewandelt werden kann. Ich spüre davon aber noch nichts in mir. Ich kann mir vorstellen, eine Nacht mit Linda oder Esther zu verbringen. Ich habe keine Vorstellung davon, wie diese Nächte aussehen würden, ich lasse es auf mich zukommen. Wenn es eine geistige Form der Sexualität gibt - und ich bin sicher, es gibt sie - so möchte ich sie kennenlernen. Der Himmel ist sicher nicht mit lauter geschlechtslosen Wesen bevölkert. Ich weisst, dass es den irdischen Geschlechtstrieb in den Lichten Welten nicht mehr gibt, aber eine allumfassende Liebe ist ja auch viel beglückender als diese Bumserei, die hier so häufig praktiziert wird. Nach dem Orgasmus läuft ja meistens nicht mehr viel zwischen den Partnern.

Mit Kerstin konnte ich beides erleben, das tiefe anhaltende Glück oder nur eine schnelle Entspannung. Gerade im Geschäft haben wir uns oft gegenseitig Lust verschafft, um dann zufrieden weiter zu arbeiten. Gerade wenn wir Spannungen hatten, konnten wir sie auf diese Art auflösen, das war gut so. Denn wenn Kerstin unter sexueller Spannung stand, konnte sie richtig ekelhaft werden. Bei mir war das früher auch der Fall, aber inzwischen habe ich gelernt, mir selber zu helfen, das ist ja keine Sünde. Die liebe Religion und ihre Erziehung.....

Zur Lebensfreude gehört für mich auch die Lust und damit verbunden alles Schöne. Wir hatten viel Berauschendes und Neues zusammen entdeckt. Vieles ausprobiert, das weder sie noch ich vorher je mit einem anderen getan hatten. Als bei uns die Hemmungen wegfielen, haben wir oft gestaunt, wieviel Freude wir uns geben konnten. Kerstin, Du fehlst mir auch hier sehr.

Das ist sicherlich ein Grund, weshalb ich nicht mit irgendeiner Frau ins Bett gehen kann - aus purer Lust sicher nicht mehr. Wenn Seelen miteinander erwachen, lässt es sich nicht so einfach wegstecken, wenn der Partner nicht mehr da ist. Also kommen nur solche Frauen künftig für mich in Frage, die etwas ähnliches erlebt haben, sonst ist das Chaos vorprogrammiert.

Ein Grund für viele Scheidungen und Trennungen ist, dass der eine Partner die Ebene wechselt, obwohl beide auf der selben Ebene begonnen haben und der andere versteht das nicht mehr. Erstrebenswert wäre es, mit aller Kraft zu versuchen, mit dem anderen zusammen wieder in einen Gleichklang zu kommen. Der
Partner, der die höhere Ebene erklommen hat - das ist meistens die Frau - sollte geduldig versuchen, dem anderen diese Ebene verständlich zu machen, um ihm die Möglichkeit zum Folgen zu geben - aber keinesfalls wieder eine Stufe zurückgehen.

Heute weisst ich, dass die meisten viel zu früh aufgeben. Oder besser noch, sie sollten erst gar nicht beginnen. Für mich kommt eine solche Schicksalsgemeinschaft gar nicht mehr in Frage, dafür habe ich zuviel erlebt und gesehen. Gut, Alter schützt vor Torheit nicht, aber gebrannte Kinder gehen mit dem Feuer vorsichtiger um.

Die Liebe macht nicht blind - höchstens die Verliebtheit. Auf welcher Stufe standen Kerstin und ich, als wir beschlossen, zusammen weiterzugehen? Wir haben uns in vielen Dingen ergänzt. Ich mit meinem Drang nach Erkenntnissen und sie mit ihrem tiefen Empfinden der menschlichen Sehnsucht. Hätten wir uns darin besser verstanden, wäre es nie so gekommen.

Ich spüre immer wieder diese grosse Angst, die sie vor Auseinandersetzungen hatte. Sie sah darin fast immer das Ende einer Beziehung und das wollte sie ja nicht. Eine Beziehung wächst aber gerade an solchen Auseinandersetzungen, vorausgesetzt sie werden fair geführt. Sie schaffen Klarheit für die nächsten Schritte. Konstruktiv streiten muss jedoch gelernt sein und es ist umso schwieriger je mehr Emotionen ins Spiel kommen. Ich hatte auch Angst verletzt zu werden. Obwohl Verletzungen dazugehören, wenn man sich dem anderen gegenüber öffnet. Wichtig ist das Vergeben und Vergessen können, sonst stauen sich die Probleme zu Bergen. Wenn dann, wie bei uns, noch Alkohol ins Spiel kommt, wird das Verhalten oft unnötigerweise verletzend.

Im Verdrängen war ich wohl besser. Aber wehe, wenn es dann mal aus mir herausbrach, dann wurden Dinge gesagt, die mit Kerstin gar nichts zu tun hatten. Anderntags hatte ich dann alles längst vergessen, weil ich es ja losgeworden war, aber sie hat gelitten. Ich traf sie meistens an ihren wunden Stellen. Wenn sie das tat habe ich mich für Tage von ihr zurückgezogen - ich konnte nicht verzeihen. Trotz, Scham und meine Sturheit ergaben zusammen ein unverdauliches Menü.

Ich erschrecke, mit welcher Klarheit ich das heute sehe. Konnte es nur diesen Weg zu dieser Erkenntnis geben? Nein, wir hätten es auch anders geschafft. Dies ist kein Vorwurf, Kerstin, nur eine Erkenntnis.

Kerstin, ich möchte mit Dir in Kontakt treten, das Wie überlasse ich der Geistigen Welt. Du hast sicher die Möglichkeit, meine Texte oder meine Gedanken zu lesen.

Wenn ich zurückdenke, kommt es mir immer wieder in den Sinn, dass wir eigentlich an einem Neuanfang standen. Erinnerungen an unsere ersten Begegnungen tauchen auf:

- das Messias-Konzert am Bodensee
- die Heimfahrt im Zug
- der Besuch in Schaffhausen und ihr Gespräch über Selbstmord.

Es sind so viele Eindrücke und Bilder vorhanden. Die Ausflüge nach Florenz und Venedig, das durch die Städte ziehen, Wein trinken, Pizza essen ....

Dann wieder Abende am selben Tisch, ruhig und friedlich. Ihr Stricken und Lesen, ihr Lachen und Ausrufen, ihr Gang, ihre Bewegungen. Ihr Jäten im Garten, bei dem ich ihren Busen betrachten konnte. Die Badewanne und sie im Schaumbad lesend. Im Flugzeug nach Teneriffa. Auf dem Berg oben im Schnee. Das Laufen durch die Lavawüste. Ihre Lust dann im Bett, das so lustig knarrte. Am Strand, dem schwarzen, beim Lesen. Und das letzte Bild, friedlich schlafend im Teich am Sonntagmorgen.

Es werden noch viele Bilder und Erinnerungen auftauchen, ich lasse sie einfach zu.

Das erste Heft ist zu Ende, es beginnt ein neues. Die Tränen werden versiegen, ein Wiedersehen steht uns noch bevor. Wenn es zugelassen wird und Du willst, liebe Kerstin, kann unser Dialog weitergeführt werden. Gespräche mit Dir wären fein. Also bis später, ich bin ja jetzt auf einem neuen Weg in eine neue Zeit, ich gehe ihn gerne!


12. März 97:

Ein doppelt belichtetes Foto von Kerstin scheint mir ein guter Anfang für mein neues Tagebuch zu sein. Kerstin hat der Erde den Rücken gekehrt, ihre Farben und Formen zurücklassend. Doch sie lebt weiter. Dir, liebe Kerstin, alles Edle und Feine in deiner neuen Welt !!!


Abend mit Vivaldi-Klängen

Gedanken der Eifersucht gehen mir durch den Kopf. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich schon viel getrunken hatte und Kerstin angegriffen habe wegen ihrer verflossenen Liebhaber. Meine habe ich völlig vergessen. Wir hatten Streit und ich habe ihn dumm begonnen. Der Spruch, dass Eifersucht Leiden schafft, ist ja wohlbekannt und wahr. Warum also diese Sucht? Weil wir einen Menschen ganz besitzen wollen. Das ist aber völlig unmöglich. In jeder Begegnung liegt doch etwas Einzigartiges, etwas Einmaliges. Es gibt niemals dieselbe Begegnung zweimal, auch wenn ich mit einem Menschen - und nur mit diesem einen - 100 Jahre zusammen lebe. So wie es niemals zweimal den selben Sonnenuntergang gibt.

In dieser Einmaligkeit liegt doch der tiefere Sinn. Wir sind letztlich ja alle Huren, wenn wir alle intimen Begegnungen, die wir in den vielen Jahren, die wir schon auf Erden verbringen zusammenzählen. Alleine in meinem jetzigen Leben kommt da einiges zusammen. Es kommt doch auf das Herz an! Die Liebe bleibt unabänderlich, aber wieviele Facetten hat sie!

Betrachten ist nicht Forschung oder Kritik, es ist nichts als Liebe. Es ist der höchste und wünschenswerteste Zustand unserer Seele: „Begierdenlose Liebe“ (Hermann Hesse).

Wenn ich mich mit Wein betäube, entgeht mir ein grosser Teil des Lebens. Ich will aber das Leben in seiner ganzen Fülle betrachten.


13. März 97:

Telemann-Musik am Morgen tut gut. Ich mag immer noch nicht ins Geschäft gehen.

Kerstin, höre auf, Dich zu fragen, was Du gemacht hast. Es ist sinnlos. Gehe den Weg ins Licht und wirke dort weiter, es ist gut so! Die Liebe zu Dir bleibt tief in mir! ?Nur ein grosser Künstler vermag das Einfache, Unzerlegbare, naiv Urtümliche weiterzugeben? schreibt Hermann Hesse .

Am Abend: Ich lese "Kleine Freuden" von Hesse. Das Buch tut mir gut und vielleicht inspiriert es mich, wieder zu malen.

Ich erwäge, zu einem Medium zu gehen, um nach Kerstin zu fragen oder mit ihr reden zu können. Ich bin deshalb heute mit einer Astrologin verabredet. Ich möchte gerne mehr über die Todeszeit von Kerstin erfahren. Sie erwähnte mir gegenüber auch, dass sie guten Kontakt zu Medien hätte. Ich werde sie darauf ansprechen.

Ich komme gerade wieder von diesem Treffen zurück. Sie sagte mir, dass der Tod um 3.05 Uhr bei Kerstin eingetreten ist, wie ich es so ungefähr vermutet hatte. Nun, es ist geschehen, sie hätte auch die Möglichkeit gehabt, ihre übergrosse Sehnsucht im Leben umzusetzen, zu grossen Taten, nicht nur materieller Art. Sie hat den anderen Weg gewählt, der für sie sicher nicht einfacher ist, weil sie jetzt Zusammenhänge sehen kann, die sie vorher nur geahnt hatte.

Wenn wir drüben sind, sind wir nicht automatisch erlöst von allem. Sicher, der Existenzkampf ist zu Ende, aber es gibt ja noch andere Kämpfe auszutragen und es sind derer nicht wenige. Die Stufenleiter geht weiter...

Die Bewährungen auf dieser Erde sind härter, schwerer, schonungsloser, mit mannigfaltigen Versuchungen. Aber wer auf steinigen Wegen laufen lernt und wieder aufzustehen vermag wenn er stolpert, der erringt grössere Sicherheit, als derjenige, der auf feinem Sand und weicher Wiese seine ersten Gehversuche startet. Das soll keine Anspielung auf Dein Weggehen sein, Kerstin, das sind Tatsachen, wie Du sicher inzwischen auch erkannt hast.

Kerstin, ich werde in zwei Monaten gemeinsam mit dieser Astrologin ein Medium besuchen, das Durchgaben von Verstorbenen channelt. Ich hoffe, Du hast mir etwas zu sagen. Ich glaube daran, nein, ich weisst es, dass wir zusammen noch einiges bewirken werden hier auf Erden. Unsere Aufgabe ist noch nicht zu Ende. Bis dahin habe ich es wahrscheinlich geschafft, bewusst in der Nacht nach drüben zu kommen, bewusst in dem Sinne, dass ich es anderntags noch weisst und es verwenden kann. Vorausgesetzt es ist auch Dein Wunsch und Wille.

Der Erde entschweben, die Hölle bleibt zurück.
Neue Bilder weben, zu einem andern Glück.
Die Schatten sind gewichen, dem leisen feinen Licht.
Kein Tag und Nacht dazwischen, kein Zweifel Dich anficht.
Jetzt hast Du, was Du suchtest, jetzt fliegst Du fort im Wind.
Dem Schmetterling, dem feinen, im Wolkenspiel als Kind.

Ja, Du hast mit deinem Weggehen mehr bewirkt als Du ahnen kannst und dies nicht nur bei mir. Wenn jemand eine solche Entscheidung trifft, horchen viele Menschen auf und besinnen sich auf ihr eigenes zerbrechliches Dasein. Du hast also doch Spuren hinterlassen, obwohl Du das niemals wolltest.


14. März?97

Ein neuer Tag, entstiegen dem Traum, dem Schlaf, der Nacht.
Wirst immer weiter fliegen zu Orten, die Du gedacht.
Du wolltest nur das eine, im Frieden glücklich sein.
Hast gesponnen Fäden, feine, zu Flügel im hellen Scheine.
Flieg Schmetterling, flieg, ich wünsche dir den Sieg!

Ich staune, was ein wundes Herz zu schreiben vermag. Liebe macht frei, Liebe lässt alles zu. Kerstin, meine Liebe gehört dir! Mein Herz wird froh und frei, wenn ich in Liebe an Dich denke. Nach diesem Vorfall kann ich mir nichts mehr vormachen.

Ist das der Übergang in die Vierte Dimension? Diese Pforte kann nur auf der Gefühlsebene durchschritten werden, die eben diese Liebe zu allem und allen zulässt. Ich werde dieses Haus pflegen, weil es noch andere Menschen gibt, die diese Umgebung brauchen. Ich fühle diese Vierte Dimension sehr stark in mir, es sind Glücksgefühle, es ist Weite, Schönheit und Frieden - ein farbenprächtiges, wunderbares Dasein.

Es hat sich gelohnt für dieses Stück Erde, auf dem ich lebe, einzustehen und ich werde es in ein Blumenparadies verwandeln, wie Kerstin und ich das vor drei Jahren begonnen haben. Ich denke, dass dieser Ort bei der grossen Umwälzung bestehen bleibt als Ort der Begegnung. Ich merke, dass mich nichts mehr so schnell erschüttern kann. Durch diesen Verlust habe ich viel gewonnen. Durch Leid zum Licht!


Abends

Die Pergola ist fertig, ein Freund hat mir geholfen.

Händel, Theresienmesse...

Ein Tag voller Aktivitäten ist zu Ende. Ich danke allen Kräften, die mir zur Seite stehen und mich lehren, dass ich von der Liebe getragen bin!!! Es ist viel ruhiger geworden in mir. Klarheit kommt auf. Ich möchte diese Gelassenheit, die ich jetzt fühle, behalten und die Aufmerksamkeit für die Mitmenschen schärfen, denn diese Liebe, die ich zu fühlen beginne, will ich gerne mit anderen teilen.

Nun, Kerstin, verschwendest Du noch immer Deine Kraft für sinnlose Gedanken der Selbstzerfleischung? Ich habe damit aufgehört. Meine Trauer ist der Freude gewichen.

Du hast mir von "einer alten Wunde" erzählt, darüber möchte ich gerne mehr wissen, obwohl ich ahne, wie das gemeint war. Wurde Dein Schoss wundgeschlagen oder hast Du damit Schläge ausgeteilt? Wohl beides. Verführen und verführt werden, ein sehr beliebtes Spiel der Menschen. Da sagt man oft, die Frauen seien machtlos. Nein, sie haben sehr viel Macht und wissen diese auch zu nutzen. Kerstin, Du hast diese Macht bei mir nicht ausgespielt, das war wohl früher. Liebe Kerstin, ich liebe dich, Du weisst das und diese Liebe soll Dir Kraft und Mut geben. Ich wünsche mir, dass Du glücklich bist!


15. März 97 - 1.20 Uhr - Kerzen und Palestrina-Musik

Welche Aspekte habe ich wohl ausgesucht, um sie in diesem Erdenleben zu verwirklichen? Da ist sicher einmal der Aspekt der Liebe. Lieben zu lernen und dies auch in den grössten Stürmen zu manifestieren, wie dem Ableben von Kerstin...

Als zweites Ausgeglichenheit, an der ich arbeite - allerdings nicht mehr wie ein Wilder...

Dann Wahrheit, die ich noch nicht ganz begreife, aber sie ist sehr wichtig für mich.

Glauben - was für mich noch nicht wissen heisst. Es hat mit Annehmen zu tun, nicht mit Abwerten meiner selbst, wie ich es oft noch tue. Da ist dieser Zwiespalt in mir: Einerseits habe ich fast alles unternommen, um mir zu beweisen, dass ich jemand bin und etwas kann, andererseits, wenn es dann erwiesen ist, lehne ich es als Detail ab. Ich nehme mich nicht ernst, d.h., ich liebe mich zu wenig und damit auch den Gottesfunken in mir. Das kommt einer Beleidigung Gottes gleich. Den Fähigkeiten, die mir gegeben wurden, lasse ich, obwohl ich sie ständig weiterentwickle, letztendlich zu wenig Raum.

Meine Zweifel an mir sind nicht angebracht, ich sollte sie beiseite legen. Zweifel entstehen nur durch den Vergleich mit anderen. Unsere unselige Konkurrenzgesellschaft ist darauf aufgebaut. Jedes Wesen besitzt jedoch etwas Einzigartiges, das nur ihm alleine gehört und es deshalb so wertvoll macht. Bei einem harmonischen Blumenstrauss sticht keine einzige Blume separat hervor. Und wenn mir die eine oder andere Blume besser gefällt, so ist das rein subjektiv. Dieses Werten ist lieblos.

Toleranz ist eine Gabe der Liebe, Toleranz ist, etwas einfach stehen zu lassen.
Zur Achtsamkeit gehört Aufmerksamkeit, beobachten, hinfühlen und dies ohne zu werten.

Wiedereinmal so herzhaft lachen können über mich selbst, käme fast einer Abmagerungskur gleich und die wäre bei mir wirklich nötig. Ich sollte meine 100 Kilo Lebendgewicht lieben - ich kann es aber nicht.

Ich habe Sehnsucht nach einem Du, nach einem neuen Spiegel. Ich will nicht alleine durch dieses Erdenleben gehen. Ich suche nicht eine neue Bürde, einen neuen ?Problemhaufen?, sondern ein Du, ebenbürtig und auf demselben Weg wie ich, mit denselben Erkenntnissen wie ich, aber eben die weibliche Seite davon. Es ist doch sinnlos, die Dualität zu verleugnen, solange sie noch Gesetz ist hier. Eine Alternative wäre, all die Fähigkeiten selbst zu entwickeln, die einen direkten Kontakt ins Licht ermöglichen. Anerkennung, Geborgenheit, Verständnis usw.- all das, was ich benötige, um mich nicht alleine zu fühlen.

Was nützen mir Worte, die sagen: "Alles ist in Dir"?
Das stimmt sicher, doch wer öffnet diese Türen zu mir?
Ich stehe davor und suche wie ein Idiot.
Helft mir bitte!!!


Morgen

Habe eben Feuer gemacht - draussen regnets. Ich hab? versucht, mich auf eine Astralreise vorzubereiten aber es geht einfach nicht. Meine Gedanken schweifen unkontrolliert ab. Dann höre ich immer wieder eine Stimme die sagt: Was willst Du denn mit einer Astralreise? Gebe Dich nicht mit solchen Kleinigkeiten ab. Warum nur die Eierschale essen, wenn Du den ganzen Inhalt haben kannst."

Das Ableben von Kerstin hat soviel in Bewegung gebracht wie noch nie etwas zuvor in meinem Leben. Ich spüre immer mehr Ruhe in mir und wünsche mir, in allen Situationen ruhig bleiben zu können.

Eben komme ich vom Einkaufen aus dem Städtchen zurück. Warum ging ich nicht früher dahin? Ich konnte und wollte mich wohl nicht den Blicken und dem Getuschel der Leute aussetzen. Wenn ich solche Sprüche hörte wie, ich hätte Kerstin umgebracht, stieg mir schon manches mal die Galle hoch. Inzwischen versuche ich damit etwas gelassener umzugehen.

Ist meine Erwartung, dass bald etwas geschehen oder jemand vorbeikommen wird wohl berechtigt? Wird sie von meiner Ungeduld ausgelöst? Diese Erwartung wirkt ja auch fixierend, obwohl ich nicht so genau definieren kann in welcher Form. Eines erkenne ich jedoch: Ich möchte gerne den Bewusstseinsstand, den ich jetzt habe, mit einer Frau leben.

Es ist schon so, dass ich mich zu zweit völlig "ganz" fühle und daher stärker bin. Es könnte auch sein, dass ich mit einer Partnerin wieder anfangen würde, Aufträge zu erteilen, was ich aber nicht mehr möchte. Der Gedanke, meine Geschäftstätigkeit wieder aufnehmen zu müssen, erfüllt mich mit Widerwillen. Nicht die freie Bildhauerei, aber dieses ?da sein müssen?, damit die Kundschaft nicht immer eine geschlossene Türe vorfindet... Ein Geschäftspartner, der Freude an solcher Arbeit hat, das wäre das Richtige.

Ich möchte den Schmetterling von Kerstin vollenden. Darauf freue ich mich - und auf das Einfärben der Steine auch. Aber ich will frei sein und nicht einen Stundenplan einhalten müssen, um zu überleben. Ich will LEBEN und nicht mehr überleben. Diese Chance, die ich jetzt habe, will ich voll nutzen. Auch eine neue Partnerschaft soll auf Freiwilligkeit basieren und nicht auf Bindung.


Abend

Habe gerade im Buch ?Zurück in die Zukunft' von Bob Frissell gelesen. Ich habe keine Mühe, die darin enthaltenen Informationen anzunehmen. Es ist schon gewaltig, was unsere Sternengeschwister für uns getan haben und immer noch tun. Allerdings fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass sich zahlreiche höhere Lebensformen darum reissen sollen, jetzt auf dieser Erde zu inkarnieren. Warum haben sie es nicht schon früher getan, als der Ausgang dieses Abenteuers noch nicht klar war? An einem Apfelbaum die reifen Früchte zu ernten, erscheint mir nicht schwer. Den Baum aber zu pflanzen, zu hegen und zu pflegen, mit Unwetter und Ungeziefer fertig zu werden.....haben sie sich davor gescheut? Es mag sein, dass in anderen Dimensionen dieses Erdenleben ein Nichts ist, was die Zeitspanne betrifft, aber für diejenigen, die jede Stunde hier ausharren und den dunklen Kräften ausgesetzt sind und doch den Glauben nicht aufgegeben haben ist es etwas anderes.

Ich bin stolz, dass ich es bis hierher geschafft habe. Auch Dank der Hilfe vieler, das ist mir wohl bewusst. Waren wir Geistwesen damals, vor der letzten Inkarnation, besonders mutig oder hat uns die Abenteuerlust gepackt, dass wir dieses Erdenleben wollten? wussten wir, dass ein solches Spektakel stattfinden wird? Oder hofften wir nur, so unseren Aufstieg zu beschleunigen? Ich bin weit davon entfernt, überheblich zu sein. Gerade ich habe wohl einige Geister auf Trab gehalten mit meiner Lebensführung. Ich war wohl von den Göttern bevorzugt und ich habe viel zu erzählen, auch über schmerzhafte Erfahrungen. Ohne die Mithilfe der Sternen - Geschwister werde ich wohl nicht bis zum Übergang durchhalten. Aber sie haben mich bis jetzt getragen, warum sollten sie mich jetzt aufgeben?

Ich versuche mir vorzustellen, wie die Erde in der Vierten Dimension ausschauen könnte. Keine künstlichen Gebilde und Bauten mehr, statt dessen viel Platz. Die Bäume blau, die Wiesen violett mit hellen Tupfen, eine richtige Märchenlandschaft - und wir völlig nackt darin. Alle falsche Scham erloschen. Es kann eigentlich nur besser, vielgestaltiger und schöner werden. Wenn ich könnte, würden meine Bauwerke ganz anders aussehen als das meiste hier. Ein Haus sollte zum Lachen reizen und nicht so klotzig ernst in die Gegend schauen, wie das häufig hier der Fall ist. Doch schaut man ihre Erbauer an ? wen wundert?s. Ja, die Phantasie ist etwas wunderbares und keiner kann sie dir wegnehmen.


Abend, allein, Mandolinen - Musik...

Der Griff zur Flasche wäre so einfach, doch ich lasse es sein. Ohne Alkohol wäre Kerstin bestimmt noch hier. Er gab ihr den Stoss in die entscheidende Richtung, ohne ihn hätte sie das Leben hier gewählt!? Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr für sie, für mich jedoch schon. Mit Alkohol biete ich wieder eine Angriffsfläche für die dunklen Mächte, und diese haben hier nichts mehr verloren. Mich aushalten, mit mir sein und den Abend gestalten und dann auch geniessen zu können, darauf kommt es jetzt an.

Ich habe Fotos von der Urnenversenkung erhalten und sie auch gleich eingeordnet. Die Kerze aus dem Garten habe ich auch ins Haus geholt, sie soll hier zu Ende brennen. Ich will abschliessen und mich wieder ganz dem Leben widmen. Der Gedankenaustausch mit Kerstin geht ja weiter. Mit Toten zu sprechen liegt mir nicht, aber Kerstin! Den Fernseher einschalten will ich nicht, es wird ja sowieso nichts Sehenswertes gezeigt. Wie wäre es mit einem Video. Oder kommt noch jemand vorbei? Oder ruft jemand an? Wie wäre es mit einer Idee von drüben? Ich frage ja nur...

Habe noch schnell Briefmarken und die Post für?s Büro geholt. Habe zudem auf ein Inserat in einem Bulletin geantwortet, darin sucht eine 26 Jahre alte Frau Briefkontakt. Dafür bin ich zu haben, ich schreibe gerne. Sie könnte zwar meine Tochter sein, aber das heisst ja nichts.


Bald Mitternacht

Und ich habe wirklich Ameisen in den Nervenbahnen. Unruhig wie selten. Entzugserscheinungen können das aber nicht sein, denn ich habe seit über einer Woche schon keinen Wein mehr getrunken. Mein Weinkonsum ist nach dem Weggang von Kerstin zuerst einmal angestiegen und die Gefahr, Alkoholiker zu werden, war so gross wie selten zuvor. Darum habe ich die Notbremse gezogen. Das Letzte, was ich jetzt gebrauchen kann, ist selber abzustürzen.

In meiner linken Hand habe ich Muskelkrämpfe, die wahrscheinlich vom Pergolabau herrühren. Seit Wochen habe ich ja nicht mehr am Stein gearbeitet. Aber ich las, dass während des Dimensionswechsels Menschen häufig mit Unruhe, Schlaflosigkeit usw. zu kämpfen haben, bis die Strukturen angepasst sind.


16. März 97 - Samstag Morgen

Fünf Wochen sind jetzt schon seit Kerstin?s Ableben vergangen. Was werde ich wohl bis zum Abend geschrieben haben? Langeweile ? so sie aufkommen sollte - möchte ich nicht mit Aktionen zudecken. Heute morgen musste ich an Kerstins?s Eltern denken, sie lassen einfach nichts von sich hören. Ich hatte schon einmal versucht, ihnen entgegenzukommen, ich werde mich nicht mehr melden.


Mittag.

Ich habe in der Zeitschrift Esotera ein Inserat zur Partnersuche aufgegeben. Wenn die Lichte Welt etwas anderes vorhaben sollte - ich bin auch dafür offen. Aber untätig herumsitzen kann ich nicht. Kerstin, Du hast bestimmt nichts gegen diese Anzeige, weil Du mich ja kennst. Alles, was ich erlebt und begriffen habe, werde ich nicht mehr vergessen und ich lerne viel daraus. Vielleicht hast ja auch Du mich veranlasst, diese Zeitschrift zu holen? Ich würde es Dir zutrauen.

Wieviele Frauen mag es wohl geben, die wie ich alleine und auf ihrem Weg sind? Ich habe dieser Frau, die das Inserat aufgegeben hat: „Suche das Wunder der Zweisamkeit“, die auf einer bedingungsloser Liebe aufbauen will und bereit ist, 155 cm Weiblichkeit für alternatives Leben zu verschenken, geschrieben. Mal sehen, wie es weitergeht.

Was mag diese Frau hinter sich haben? Sie ist 46 Jahre alt, ist also kein Backfisch mehr. Und was bedeutet „alternatives Leben“ Wird sie überhaupt schreiben?
Ein alternatives Leben habe ich wohl zu bieten, denn ich habe nie ein anderes geführt. Ich weisst, was es heisst, von der Hand in den Mund zu leben, jeden Tag.

155 cm - Kerstin war 156 cm gross. Soll ich ihre Kleider behalten oder doch weggeben? Ich denke schon wieder praktisch. Eigentlich seltsam, ich kenne ja diese Frau überhaupt nicht. Wie wird mir wohl zumute sein, wenn ich später einmal auf mein Leben zurückschau? Werde ich lachen, den Kopf schütteln oder staunen? Wie wäre es, wenn Kerstin jetzt hereinspazieren, mir einen Kuss geben und sagen würde: "Es war alles nur ein Traum." Kerstin, Du hättest einen völlig anderen Mann. Wie wäre es hingegen, wenn eine Frau hereinkommen und sagen würde: "Ich wurde von oben zu dir geschickt, um mit dir deinen Weg weiterzugehen." Wenn sie tatsächlich von oben geschickt wäre, müsste sie auch Zugang zu dieser Region haben. Sie wäre vorbereitet auf denjenigen, den sie antrifft und hätte sich trotzdem bereit erklärt. Also wären die Bedingungen optimal und der Rest unsere Sache. Ich weisst, dass es diese Frau sein könnte, der ich heute geschrieben habe.


Abend

Heute kam ein Freund vorbei und was ist noch so alles geschehen? Eigentlich nicht viel - ein Tag geht dem Ende entgegen. Ich brauche Visionen, z. B. die einer neuen Welt, ohne Schutt und ohne Tränen der Last und des Unrechts. Es ist genug Unrecht, genug Leid, genug Lieblosigkeit, genug Qual, genug Hass, genug Macht, genug Friedlosigkeit auf der Erde. Ich sehne mich nach dem Licht, möchte es spüren und darin tanzen.

Ich gehe ins Bett in der Hoffnung, auf meine vielfältigen Fragen Antworten zu erhalten, um weiterzukommen, wieder Kraft zum Leben zu erlangen - denn ich mag nicht mehr.


17. März 97 - 1.20 Uhr

Musik der Erde von H. Deuter

Ich bin schon wieder voller Unruhe: im Bett kann ich nicht bleiben und auch Selbstbefriedigung bringt nur kurze Entspannung. Ich fühle mich wie im Nichts.


Morgen, 7.00 Uhr

Ich habe dann doch noch tief und fest geschlafen und später dann folgendes Gedicht vom Januar 1984 gefunden.

Weil die Dunkelheit der Menschenverachtung überhand nimmt,
wollen wir Signale setzen, so darf es nicht weitergehen.
Die Sonne scheint über alles, die Nacht ist allen ein Traumbegleiter.
Der Liebe Flügel streift jeden, ob dunkel oder hell, ob rot oder gelb.
Kein Mensch kann es sich leisten, über anderen zu stehen,
weil der Boden allen Nahrung bringt.
Weder Boden noch Sonne schauen auf der Menschen Geburt.
Darum halten wir die Hände aller, so wird grosses entstehen.

Ich bin dabei meinen Haushalt in Ordnung zu halten: Bett beziehen, Wäsche waschen, Füsse baden, usw. Ich versuche, meine Gedanken zu ordnen. Wie Blitze tauchen Bilder auf und verschwinden wieder, bevor ich sie noch genauer betrachten konnte. In den letzten Stunden geistert mir Esther durch den Kopf. Meine erste unerreichbare grosse Liebe. Unerreichbar deshalb, weil sie nicht mit mir ins Bett wollte. Obwohl sechs Jahre älter, war sie noch Jungfrau. Wir haben ?das Bett? vor elf Jahren nachgeholt. Aber nach einer einmaligen Übung wollte ich keine Wiederholung mehr. Jetzt wird sie in ein paar Tagen vorbeikommen.

Diese Begegnungen, aus denen nie etwas wurde - Linda, Esther - ich versuche immer wieder, herauszufinden, was für eine Bedeutung sie für mich haben könnten. Sind es einfach alte Bekannte, die einen Teil meines Lebens begleiteten und ich einen Teil des ihrigen? Ist es die Unerfülltheit dieser Begegnungen, die sie solange wachhält? Müssen sie noch erfüllt werden, bleiben sie so bestehen, oder sind sie in der Auflösung begriffen?

Kerstin, Dein Ableben hat mich in Bewegung gebracht. Wir hätten wahrscheinlich noch lange so weitergewurstelt, bis wir es bemerkt hätten. Es frustriert mich, dass da Dinge wie hinter einem Vorhang ablaufen, man sieht, spürt Bewegungen durch den Vorhang. Aber den Vorhang einfach zur Seite schieben, schaffe ich nicht. Nur Ahnungen, alles vage und unbestimmt.

Es ist eine tiefe, echte Bitte von mir: Ich will sehen und begreifen!!! Ich will all das Versäumte nachholen und ich hab? mir die Zeit dazu genommen. Nach Ostern werde ich wieder ins Geschäft gehen und dann wieder abgelenkt sein. Also will ich die verbleibenden zwei Wochen dazu nutzen, sehend zu werden. Und doch wird die Welt mich nicht mehr in dem Masse einfangen und beschäftigen können wie früher. Es sollte doch möglich sein, den grossen Schritt zu tun. Ich werde mir zumindest alle Mühe geben.


Nachmittag, 16.00 Uhr

Ich höre schon den ganzen Tag Deuter - Musik.

Ich wollte Fotos anschauen, doch es schmerzt zu sehr, Kerstin zu sehen und mit all den Erinnerungen konfrontiert zu werden. Ob ich je einmal diese Sachlichkeit aufbringen kann, um ein Buch über Kerstin zu schreiben, oder einen Gedichtband zusammenzustellen. Wir waren uns so nahe, fast zu nahe, darum auch manchmal diese Fremdheit, diese Ferne. Aber warum auch ein Buch schreiben, sie hat es ja selber geschrieben mit ihrem Leben und es auch damit bezahlt.

Ich muss in puncto Kerstin auf eine andere Ebene gelangen, auf der ein Austausch, ein Gespräch, eine Begegnung wieder möglich ist, ohne sie an die Erde zu binden. Mit meinen Gedanken ziehe ich sie nur wieder an und das will ich auf keinen Fall. Nein, Kerstin soll ihren Weg in ihrer Welt ohne Fesseln und ohne Behinderungen gehen, sie soll frei sein.


Abend

Einen Gedankensplitter aufgefangen zum Thema Vertrauen: Jemandem zu vertrauen heisst doch, sich mit ihm einlassen, sich auf ihn verlassen, sich überlassen. Geht das überhaupt? muss ich nicht an diesen Menschen bedingungslos glauben, um mich hinzugeben. Der Mensch ist doch immer in irgend einer Art unberechenbar. Gott kann ich trauen. Aber einem Menschen?


18. März 97:

Soeben habe ich ein paar Sexfilme erhalten. Ich habe mal kurz reinge-schaut, aber es rührt sich nichts mehr. Die Filme sind Turnübungen, schal, ohne Liebe, ohne Zärtlichkeit, nur Lust und Frust. Früher wurde ich geil, aber das ist vorbei. Zärtlich mit mir selber sein löst Spannungen - ohne Bildmaterial.
Wenn schon, dann live!

Eben höre, fühle ich eine Stimme, die sagt: Es wird jemand vorbeikommen und Dir helfen, den Rest aufzuräumen, jemand, den Du überhaupt nicht vermuten würdest. Ja, noch vor Ostern. Narren mich meine eigenen Gedanken? Wir werden ja sehen.

Ein Sexfilm hat doch noch Erfolg gezeigt. Ein nacktes weibliches Geschlecht ist eben doch etwas sehr schönes.


Abend

Schon seit einer Stunde träume ich von Marika und schaue Fotos an, die ich vor Jahren gemacht habe. Marika und Kerstin, die beiden Schwestern im Geiste und in Natura - sie sind jedoch keine leiblichen Schwestern. Ja, ich könnte mir Marika an meiner Seite vorstellen. Heute habe ich ihre neue Adresse gefunden und ihr geschrieben. Kerstin, hast Du Deine Hände im Spiel?

Ich muss immer noch an Marika denken. Wurde hier ein Same gepflanzt? Marika hat sich schon lange nicht mehr blicken lassen. Habe ich sie das letzte Mal vor drei Jahren etwa verscheucht? Ich hatte blöde Witze gemacht und Menschen wie sie und Kerstin ertragen das nicht. Mal sehen, ob ich von ihr träume. Ob sie wohl meinen Brief beantwortet? Oder mich anruft? Wahrscheinlich bilde ich mir alles nur ein. Aber die Gedanken sind nun einmal da und ein Gespräch habe ich auch schon im Geiste mit ihr geführt. In ein paar Tagen werde ich mehr wissen. Habe ich mich in Marika verliebt oder war ich das immer schon? Irgendwie hab? ich so eine Vorstellung, wie wenn Marika auf Kerstin eifersüchtig gewesen sei. War es, weil sie alleine lebte oder doch noch etwas anderes. Liebe Marika, gib mir eine Antwort.


19. März 97

Jetzt habe ich doch einige Zeit mit Marika im Bett verbracht! Ich spürte sie so deutlich, dass ich beim Aufwachen zuerst mit der Hand herumtastete bis ich merkte, dass ich geträumt hatte. Wir hatten keine Sexübung, nein, etwas wunderbares, mit grosser Zärtlichkeit und körperlicher Nähe. Jede Berührung, jeder Kuss, ach, es gibt keine Worte für solches Glück und solche Wonne.

Kerstin, es tut mir leid, dass ich jetzt erst erkenne, welche Gefühle auch in mir sind. Der Genuss gehört eigentlich Dir, denn Du hast das in mir wachgerufen. Vielleicht übertrage ich dies auf Marika, weil sie noch hier lebt, obwohl unerreichbar für mich, aber eben nicht in Gedanken. Du meinst, ich werde mich noch wundern? Kerstin, das tue ich gerne, obwohl schon einiges zusammenkommen muss, damit ich mich überhaupt noch wundere. Ich will diese wonnigen Gedanken noch ein wenig weiterspinnen - Realität hin oder her.


Morgen, 6.40 Uhr (nach einer etwas unruhigen Nacht)

Die Gedanken an Marika sind immer noch da. Ich werde mit Birgit, die bald kommen wird, darüber reden, wenn sie mag.

Stört mich der Gedanke an Marika? Eigentlich nicht. Ich, weisst nur, dass ich keinen Vorstoss in dieser Richtung unternehmen werde. Ich habe diesen Brief geschrieben und wenn ich eine Antwort bekomme, werde ich auch wieder schreiben. Kerstin solltest Du etwas im Sinn haben, nur zu, wenn Du Marika erreichen kannst und sie darauf hört... Doch so wie ich sie kenne, wird das gar nicht einfach sein.


ERSTER KONTAKT ZU KERSTIN DIREKT !!!

Kerstin: Ja, Andreas, Du wirst noch wunderbares erleben dürfen. Die ersten Schritte dazu hast Du getan und weitere werden folgen. Du wirst Dein Leben so erfahren, wie es Dir zusteht, wie es Dein Wunsch ist. Es ist gut, dass Du keinen Zwang mehr auf dich ausübst. Es ist gut, wie Du Dich lieben und achten lernst. Ich freue mich, dass Du diesen Weg gehst. Andreas, Du wirst Wunder erleben!

Vielen Dank für Deine Begleitung!


16.00 Uhr

Andreas: Es ist schön, zuhause zu sein und das zu tun, was ansteht und Spass macht. Heute morgen haben Birgit und ich den Rechnungsordner auf Vordermann gebracht und mehrere Einzahlungen getätigt. Die Schulden sind mächtig geschrumpft und ich denke, so Ende April werden sie auf Null sein. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen! Ich fühle frei und das ist ein gutes Gefühl.

Abend bei Musik von Johann Adolf Hasse 1699--1783 Te Deum, Gloria, ReGisela Coeli.

Ich sitze im Raum und lasse meiner Fantasie freien Lauf. Ich sehe mich, wie ich dabei bin, mich mit Marika neu einzurichten. Aber ob es dann letztendlich Marika ist oder jemand anderes, bleibt offen. Das sieht so aus, als ob ich über sie verfügte, aber dem ist nicht so. Sie ist halt in meinem Kopf und es wird sich sehr bald herausstellen, ob zurecht oder zu unrecht.

Friedrich der grosse, Flötenkonzert. Da ist in Tönen umgesetzt, was ein Paar, also Mann und Frau - sein kann. Immer wieder diese Echos, harmonisch, einfach wunderbar. Das Andante espressivo, ja, so soll es sein zwischen zwei Liebenden. Nur noch so will ich zusammenleben mit einem Gegenüber. Ich mag wohl ein Träumer sein, doch träumen ist so wertvoll.


20. März 97 - 02.00 Uhr

muss einen ziemlich schweren Schlaf oder eine harte Schulung hinter mir haben. Hart im Sinne von loslassen, aufgeben von Widerständen, überwinden von Sturheit...

Die Gedanken an Marika, mit denen ich eingeschlafen bin, sind etwas in die Ferne gerückt.

Ich habe beschlossen, alle meine Gedanken niederzuschreiben, so auch diese: meiner Tendenz, mich an etwas festhalten zu wollen, mich auf etwas zu fixieren, wurde entgegengewirkt, hin zu mehr Offenheit. Will man mir eine erneute Enttäuschung ersparen? Ich fühle mich immer noch als Halbblinder oder Halbsehender. Ich will doch aber vollständig sehend werden. Mein tiefer Wunsch nach Harmonie wird dadurch nur verstärkt. Ist denn dieser Gedanke nach totaler Harmonie so unmöglich auf dieser Erde? Ich glaube es nicht! Ist dies nur mit einem anderen Menschen unmöglich, nicht aber mit mir selbst? muss ich zuerst in Harmonie mit mir leben können, bevor ich reif dazu bin, dies auch mit einem anderen Menschen zu tun? Bedingt es denn, dass der andere denselben Wunsch hegt, oder kann ich mit ihm auch im Einklang sein, wenn er gar nichts von meinem Anliegen weisst?

Ein interessanter Gedanke. Wenn ich dem anderen gegenüber Harmonie empfinde, muss es ja noch nicht heissen, dass er zwangsläufig dasselbe empfindet. Das war doch oft bei Kerstin so. So empfand ich, z.B. einen Abend als harmonisch, sie aber nicht. Ist also Harmonie nur möglich, wenn ich mit mir im Einklang stehe? Das würde den logischen Schluss nach sich ziehen, Harmonie ist ein subjektives Empfinden. Wenn beide gleichzeitig ein solches Empfinden haben, dann ist das der Himmel auf Erden!?


Morgen, 6.30 Uhr

Andreas: Der Alkohol hat dem Harmoniebestreben immer wieder ein Ende gesetzt, weil er sich disharmonisch bei mir auswirkte. Im Wein liegt die Wahrheit, sagt man. Wenn der Verstand, seine Kontrolle verliert, dringt eben das Wahre ungehindert durch und wird auch noch verstärkt. Durch den Umstand, dass ich keinen Alkohol mehr konsumiere, sehe ich besser was in mir schlummert. Was ich früher, verdrängt habe, darf jetzt ans Licht. Da gibt es so viel in mir zu entdecken, so viele Gefühle und Zärtlichkeit, die es mir einfach machen, mich zu lieben. Diese Selbstverurteilung, auf die ich einst so stolz war, hat sich aufgelöst.

Kerstin, Du warst nicht nur eine Wundertüte, sondern Du bist auch ein Wundermärchen - Mädchen!

Kerstin: Andreas, es tut mir so weh, wenn Du solche Dinge schreibst. Ich habe Dir unendliche Schmerzen bereitet - das wollte ich nicht. Ich habe nur an mich gedacht, ich wollte Glück, Frieden und Ruhe. Aber jetzt sehe ich, dies ist nur mit dem anderen möglich.

Andreas: Kerstin, mache Dir keine Vorwürfe mehr. Du hast etwas bewirkt mit deinem selbstbezogenen Handeln und nur das zählt. Ich liebe Dich, vergiss alles andere. Wir hatten es doch auch wunderschön, dafür vielen lieben Dank! Das ist es, was letztlich bleibt, die Schatten weichen immer dem Licht. Hilf mir, dass ich Glück, Frieden und Liebe leben kann und das auch mit einem Du.

Kerstin: Ja, Andreas, ich habe Dir gesagt: Du wirst Dich noch wundern!

Andreas: Kerstin, Grüsse alle, die drüben sind, herzlich von mir. Hast Du meinen Vater gesehen?

Kerstin: Ja, ich bin ihm kurz begegnet, aber er ist sehr traurig, weil er jetzt erkennen kann… Du weisst schon.

Andreas: Kerstin, stehe ihm bei und sage ihm, der Andreas sei ihm nicht böse, sondern möchte ihn im hellen Lichte der Liebe und Fröhlichkeit wissen!

Kerstin: Ich versuche es. Noch etwas, weisst Du, dass Dein Haus bis hierher leuchtet und strahlt - und es wird von vielen wahrgenommen. "City of Light" - Stätte des Lichts. Es werden sich immer mehr Lichtwesen bei Dir, bald bei Euch, versammeln und die Auswirkungen werden nicht nur Deine nächste Umgebung berühren sondern weit ins Land hinausreichen.

dass Du die Droge Alkohol aufgegeben hast, erfüllt mich mit Stolz für Dich. Deine Rauchopfer werden sich auch verlieren, aber sie stören viel weniger als das Verdrängen des wahren Andreas, dem Mannhaften. Andreas, ich liebe Dich mehr als ich mit Worten ausdrücken kann, spüre es einfach. Dir einen gesegneten Tag. Gott zum Gruss und einen Kuss.


17.00 Uhr:

Andreas: Kerstin, können wir den Dialog weiterführen?

Stimme: Andreas, Du sollst noch warten, sie wird sich bei Dir melden.

Andreas: Ist sie bei Marika?

Stimme: Ich weisst es nicht. Meine Aufgabe ist es, hier zu bleiben um zu lernen, wie Du als Mensch mit uns umgehst und wie Du Deinen Verlust verarbeitest. Ich habe nur die Aufgabe, zu beobachten.

Andreas: Du scheinst ein Kind zu sein.

Stimme: Ja, ich bin noch sehr jung und erst seit kurzer Zeit hier. Ich war sehr krank und bin gestorben. Nun möchte ich lernen, wie ich meine Eltern trösten kann.

Andreas: Sind Deine Eltern denn offen für die geistigen Welten?

Stimme: Nicht sehr, sie gehen zur Kirche, aber da lernt man dies leider noch nicht.

Andreas: Du hast recht, aber es wird sich ändern. Schon bald. Wenn die Menschen lernen, selbständig zu denken und Zweifel bekommen, an dem was die Kirchen tun oder auch unterlassen zu tun.
Ja, ich verstehe Dich, ich werde, wenn diese Musik zu Ende ist, „City of Light“ von H. Deuter spielen. Gefällt Dir das Stück?

Stimme: Ja, sehr. Ich wurde heute morgen von dieser Musik angezogen, aber ich bin nicht alleine hier.

Andreas: Seid ihr alle Kinder?

Stimme: Nein, es sind auch andere da und auch solche, die weiter weg stehen. Sie dürfen nicht ins Haus kommen.

Andreas: Soll ich die Musik nach draussen stellen?

Stimme: Ja, tue das. Sie werden Freude haben oder eben weggehen. Andreas, danke, dass Du Kerzen angezündet hast.

Andreas: Ich spürte, dass Dir das gefällt, darum habe ich es getan. Himmlische Lichte, die wie Tropfen zur Erde fallen, meinst Du nicht?

(Gemeint ist die Musik City of Light)

Stimme: Das ist ein schönes Bild. Hier ist alles sehr hell und leuchtet weit hinaus.

Andreas: Wo Gedanken der Liebe gedacht werden, wird es immer hell. Versuche, solche Gedanken Deinen Eltern zu schicken und Du wirst sehen, dass ihre Trauer abnehmen wird, denn dann wissen sie, dass es Dir gut geht und Du nicht mehr leiden musst.

Stimme: Ja, das tue ich. Ich gehe jetzt, aber ich komme wieder. Ruth heisse ich.

Andreas: Du kannst jederzeit kommen, Ruth.

Kerstin: Lieber, ich bin hier - Kerstin.

Andreas: Mein Liebes, schön. Habe ich Dich mit meinen Gedanken hergezaubert?

Kerstin: Nicht gerade, obwohl Deine Gedanken bezaubernd sind.

Andreas: Warst Du bei Marika!?

Kerstin: Ja und nein, aber davon später. Es gefällt mir, was Du Ruth gesagt hast. Ich habe es Dir ja bereits mitgeteilt: Du wirst Dich noch wundern und dies nicht nur auf Marika bezogen. Es ist im übrigen nicht leicht, an sie heranzukommen. Du hattest schon recht.

Hast Du spezielle Fragen?

Andreas: Ja, ich habe viele Fragen, aber wo beginnen? Zuerst zu meiner Finanzlage, die sieht ja sehr gut aus. Habe ich richtig gehandelt, wenn ich keine Todesanzeigen mehr sammle?

Kerstin: Ja, das war richtig, denn Grabsteine braucht es bald sehr viele oder gar keine mehr.

Andreas: Werden demnach meine anderen, bildnerischen Arbeiten mehr Gewicht bekommen?

Kerstin: Ja, diese Arbeiten leuchten auch noch in weiter Entfernung und werden langsam wahrgenommen. Ich staune immer wieder über Deinen Mut, so etwas in dieser Zeit zu schaffen.

*** Ich bin noch nicht fertig mit meiner Antwort ***

Der Pater Vinzens wird noch eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang, höre und achte auf ihn.

Andreas: Hast Du Zugang zu meinen Gedankenbildern?

Kerstin: Ja, ich kann alle Deine Gedanken wahrnehmen. Wenn Du dies aber nicht willst, so werde ich mich zurückziehen müssen.

Andreas: Nein, Kerstin. Du sollst sie alle lesen können, denn ich habe keine Geheimnisse vor Dir, jetzt erst recht nicht mehr, also bleibe da.

Kerstin: Andreas, Lieber, ich bleibe da, denn es ist meine Aufgabe, Dich zu begleiten bis Du bei mir, bei uns bist. Und ich bin nicht alleine mit dieser Aufgabe, es sind viele bei Dir und dies in nächster Nähe, die Dir beistehen und auch von Dir lernen. Dein Wissen ist wahrlich enorm und jetzt, wo Du dieses Wissen umzusetzen beginnst, ist es ein Naturereignis.

Andreas: Du hast ein blaues Kleid an?

Kerstin: Stimmt. Darum behalte das Kleid, das noch in der Garderobe hängt, es wird bald jemandem besser stehen als mir.

Andreas: Wem wohl? Diese Frage stelle ich jetzt besser nicht, ich werde ja selber sehen, wer es sein wird.

Kerstin: Stimmt.

Andreas: Bereitet Dir so eine Zwiesprache mit mir Schwierigkeiten?

Kerstin: Nein, wenn Du so ruhig bist wie jetzt und bei dieser Musik, ist es sehr einfach für mich.

Andreas: Du verstehst meinen Wunsch, mich weiter mit Dir auszutauschen?

Kerstin: Ja, und ich finde es bewundernswert, wie Du das machst, wie Du mich weiter akzeptierst, obwohl...nein Kerstin, nicht mehr.

Andreas: Wie weit reicht Dein Blick über diese Erde?

Kerstin: Noch nicht sehr weit, aber ich will es auch gar nicht. Es würde mich nur von meiner Aufgabe ablenken. Diese Erde ist in guten Händen und die, welche ihre Aufgaben darin haben, tun wahrlich ihr bestes. Du wirst aber auf dem Laufenden gehalten, das übernehmen andere, die besser Bescheid wissen als ich. Ich habe ja gesagt, es sind noch viele hier für Dich und Deine Umgebung.

Andreas: Konntest Du mit Vater reden?

Kerstin: Ja, ich habe ihm Deinen Wunsch mitgeteilt und es hat ihm gut getan.
Er lässt Dich Grüssen.

Andreas: Den Gruss und allen Segen zurück an ihn.

Kerstin: Ich weisst, was Du sagen willst, Lieber. Ja, Dein Herz blüht und Deine Seele lächelt Dich an. Sie ist froh, dass sie es doch geschafft hat, den Zugang zu öffnen.

Andreas: Hast Du keine Probleme mit dem Rauchen?

Kerstin: Etwas schon, aber bei Dir kann ich ja ein wenig Tabakluft schnuppern. Das soll aber kein Hinderungsgrund sein,
wenn Du aufhören willst.

Andreas: Ich habe doch auf ein Inserat in Esotera geantwortet, Du weisst, 155 cm und... Zudem habe ich selbst ein Inserat aufgegeben.

Kerstin: Ja, ich weisst es, aber es kommt sowieso, wie es soll. Falls Du Antwort bekommst, gehe die Sache ruhig an und lasse Dich ob Deiner Sehnsucht nicht blenden. Aber ich sehe keine Gefahr. Auch ist nicht sicher, ob Dein Inserat überhaupt erscheint.

Andreas: Wärest Du zur Eifersucht fähig?

Kerstin: Nein Andreas, wieso auch? Ich liebe Dich und will doch nur, dass es Dir gut geht.

Andreas: Du hättest mich ja auch freigegeben, als Du noch hier warst, so wie ich Dich auch freigelassen hätte.

Kerstin: Waren wir denn gegenseitig gefangen? Das waren wir nie, auch wenn ich manchmal solche Gefühle hegte, aber das ist die Blindheit dieser Erde.

Andreas: Bist Du einverstanden, wenn ich Dein Sommervogel-Relief vollende?

Kerstin: Ja, und ich weisst, er wird wunderschön werden. Stelle es auf, wo Du es für richtig hältst.

Andreas: Kerstin, im Moment habe ich keine Fragen mehr. Ich bin einfach froh und glücklich mit Dir und mit unserem Austausch. Doch eine Frage steigt noch auf: Sind diese Ruth und die anderen in Deinem Aufgabenbereich?

Kerstin: Ja, ich kümmere mich um sie, aber nicht alleine. Es sind mehrere, die diese Aufgabe erfüllen.

Übrigens, ich habe Lene getroffen und ich soll Dich Grüssen und Dir ihre Liebe ausdrücken. Sie ist ein so wunderbares, schönes Wesen und reine Liebe. Du hast mehr Kontakte und Freunde hier, als Du ahnst, es sind so viele. Auch Dein Haus hier durfte ich besuchen, aber davon ein andermal. Wahrscheinlich wird bald Dein Telefon läuten, ich weisst es aber nicht sicher, denn jeder soll seinen Willen haben. Keine Fragen mehr?

Andreas: Nein im Moment nicht. Kerstin, ich liebe Dich! Und wirklich alles Edle und Feine für Dich. Grüsse diese vielen von mir.

Kerstin: Das werde ich tun, aber einige haben es selber gehört und winken Dir in aller Liebe zu. Ich gehe jetzt und umarme Dich aus tiefstem Herzen! Dein Du.


19.50 Uhr, weitere Fragen an Kerstin.

Andreas: Hast Du Kontakt zu Deinen Eltern?

Kerstin: Ja, ich versuche es, aber sie sind sehr verschlossen. Zu Deiner anderen Frage, ob sie dächten, Du hättest mich umgebracht... ein Gefühl spüre ich bei ihnen in dieser Richtung....sie meinen vielleicht nicht umgebracht, aber zuwenig aufgepasst. weisst Du, Andreas, sie wissen sehr wenig von mir und haben zu wenig auf mich geachtet, d.h. ich wollte es auch gar nicht so wie sie. Sie werden Dir fernbleiben, denn Du bist ihnen nicht geheuer, weil sie fast nichts von Dir wissen. Doch das ist ihr Problem und nicht Deines.

Andreas: Wie siehst Du Deinen Sohn?

Kerstin: Ich sehe wie er leidet. Aber Du hast recht, er hätte die Möglichkeit gehabt, sich bei Dir schon früher eingehender über ?unsere Welt? zu informieren. Aber es kann ja noch kommen. Sonst stehen die Dinge gut um ihn, auch Deinen Kontakt zu seinem Vater finde ich optimal, einfach wieder der Andreas, wie er leibt und lebt.

Andreas: Gibt es Fragen, die ich Dir nicht stellen darf?

Kerstin: Nein, eigentlich nicht, nur kann ich möglicherweise nicht alle beantworten, weil mir das Wissen fehlt, aber ich habe gute Hilfen.

Andreas: Lebst Du in der Astral- oder der Mentalwelt?

Kerstin: Ich lebe mental in der Astralwelt, aber mehrere Obertöne weit oben, die Stufen vermag ich noch nicht zu unterscheiden. Aber es ist sehr hell und klar hier.

Andreas: Bist Du den Weg bewusst gegangen oder in Trance - 2,5 Promille...?!

Kerstin: Du warst doch bei der Astrologin - und es ist schon so, wie sie es dargestellt hat mit den Einstrahlungen. Ein Teil von mir ging bewusst und ein anderer Teil in Trance. Ich habe also die Kälte nicht mehr gespürt und war auch sehr schnell weg. Du nennst den Leuten Herzstillstand als Todesursache. Ja, so könnte man es nennen, es ging sehr schnell. Die Brille legte ich auf den Tisch und die Flaschen habe ich entsorgt. Ohne Alkohol wäre ich wahrscheinlich den Erdenweg weitergegangen. Tut mir leid, aber Du willst ja einen Schlussstrich ziehen.

Andreas: Wie lange dauerte Dein Erwachen drüben?

Kerstin: Ich würde sagen, ich war so etwa zwei Wochen lang im Halbschlaf, um dann langsam zu realisieren, wo ich mich befand. Aber jetzt bin ich hellwach und bei Dir.

Andreas: Soll ich die Blütenmischungen behalten oder verkaufen?

Kerstin: Behalte sie noch, ich sehe da noch nicht klar. Moment - behalte sie, sie werden gebraucht, Du bekommst noch Informationen dazu.

Andreas: Wird dieses Haus zum Spital oder zum Ort der Begegnung?

Kerstin: Beides. Spital würde ich es aber nicht nennen, es werden viele Menschen kommen und viele werden gesunden oder eine Antwort auf ihre Fragen bekommen. Also beides, Begegnung und Gesundung.
Andreas: Wie siehst Du Esther und Linda?

Kerstin: Esther ist krank - nicht äusserlich, aber im Innern stirbt etwas. Du wirst es erkennen, wenn sie kommt. Vielleicht kannst Du ihr helfen. Ja, Du kannst es, aber nicht mit einer festen Beziehung, die würde sie und Dich nur belasten. Bei Linda liegen die Dinge anders, sie ist auf einem guten „Weg nach Innen“, lass sie diesen gehen. Schreibe ihr und erzähle ihr von Dir, das tut ihr gut. Eine feste Beziehung sehe ich bis jetzt aber keine ist auch besser so.

Andreas: Ist es gut wenn ich die Fragen aufschreibe?

Kerstin: Ja, wir können uns dann besprechen, um Dir eine gute Antwort zu geben. Ich werde Dir mitteilen, wann ich frei bin. Du wirst es erkennen, achte auf Dein Kopf-Chakra, Du spürst es jetzt.

(Die Einstrahlung über meinem Kopf-Chakra ist unser Zeichen, wenn Kerstin bereit ist.)

Andreas: Ist es möglich, Dich zu sehen?

Kerstin: Du siehst mich ja bereits, denk? an das blaue Kleid. Deine Sinne bzw. Chakren, werden geöffnet, dies ist bereits in vollem Gange, lass? Dich einfach überraschen.

Andreas: Hast Du Kontakt zu den Sternengeschwistern?

Kerstin: Ja natürlich, ich gehöre auch dazu, so wie Du auch, Lieber. Das mit den Obertönen verstehe ich selber noch nicht recht, aber wie schon gesagt, unternimm nichts zusätzliches, es kommt von selbst, wenn die Zeit reif dafür ist.

Andreas: Ist dies Erdenleben mein letztes?

Kerstin: Willst Du denn nochmals auf diese Erde? Andreas, diese Erde wird erhöht werden in die vierte Dimension und damit bist Du so nahe bei uns, dass sich diese Frage erübrigt. ausserdem wirst Du selbst schon bald in der vierten Dimension sein, es geht jetzt sehr schnell bei Dir. Die wichtigsten Prüfungen hast Du alle mit Bravour bestanden, besonders die letzte. Du bist auf dem Weg zu uns, bleibst aber noch mit dieser Erde verbunden. Ja, es ist richtig, dass Du nicht mehr an diese Erde gebunden bist. Alle Tore stehen Dir offen und bald wirst Du Dich an Deine Träume anderntags noch erinnern. Es wird Dir immer leichter zumute sein und Du wirst sehend werden, wissend, nach Deinem Willen.

Ich weisst, es ist nicht einfach, durch - wie Du es nennst Milchglasscheiben zu schauen, aber sie werden immer klarer werden.

Noch etwas - aber Du weisst das schon - erzähle niemandem von unseren Gesprächen, dies ist nur eine Sache unter uns. Wenn Du gefragt wirst, so sage einfach: Ich habe Kontakt zu Kerstin - mehr nicht. Viele werden es sowieso nicht verstehen, also lasse es. Du wirst die Menschen erkennen, denen Du mehr sagen kannst. Aber es bleibt unser privates Gespräch. Hier bei uns ist alles sichtbar und doch werden wir geachtet in unserem ureigenen Sein und niemand mischt sich ein.

Hast Du noch Fragen?

Andreas: Ja, wie sieht es mit der Hilfe aus für Haus und Geschäft?

Kerstin: Ich kann nur sagen, wir tun unser Möglichstes und es sind viele Wege offen. Einen Namen kann ich Dir aber noch nicht nennen, so wie ich es sehe, wird diese Person bei Dir wohnen und mithelfen, so wie ich das getan habe. Mehr dazu später. Ich glaube Marika ist dabei zu schreiben.

Andreas, ich wünsche Dir eine gute, lebendige Nacht!
Lieber, schlafe gut, bis bald!


6.50 Uhr

Kerstin: Guten Morgen, Lieber, ich bin da und weisst um Deine Fragen. Aber gräme Dich nicht, wenn Du noch keine Antworten hast, Du bist in einer Schulung und alles was Du brauchst, kommt auf Dich zu, wenn es nötig ist. Habe Geduld mit Dir, es geht alles einen guten Weg.

Andreas: Meine Frage betrifft meine finanzielle Lage. Du kennst mein Bedürfnis nach Sicherheit.

Kerstin: Ja, ich kenne es noch sehr gut. Wir kennen das Spiel hier nicht mehr, aber Du stehst ja noch mitten drin. Du brauchst Dir aber keine Sorgen zu machen. In dieser Richtung bist Du abgesichert und es dauert auch nicht mehr lange, bis das Geld, seine Macht völlig verlieren wird. Deine Stärke ist die Kunst des Überlebens, baue sie aus und nutze sie, sie bringt Dich und viele andere weiter. Vorher fallen alle Banken auseinander, bevor Du Dein Haus verlierst. Der Schutz darüber ist mächtig.

Andreas: Kannst Du mir von drüben berichten.
Warum kennen mich so viele?

Kerstin: Also, Du bist nun mal bekannt, weil Du ein Unikum bist und seltsame Wege gehst, eben nicht so die üblichen, zum Teil üblen, wie die meisten Menschen. Bevor Du auszogst um die Erde kennenzulernen, hattest Du eine hohe Stellung inne hier und lange nicht alle sind mit Dir in den Krieg auf Erden mitgegangen. Ramtha, den ich von weitem gesehen habe - eine sehr stattliche Gestalt - ist Dir ja nicht unbekannt und Du ihm auch nicht. Also diese und noch einige mehr verfolgen sehr genau, wie Du diese letzten Schritte auf Erden tust. Es ist ein Schauspiel von besonderer Art und sehr spannend, überaus lehrreich für viele, gerade für die, die diese Erde und ihre Dualität nicht kennen. Wenn sich ein Mensch, so wie Du, aus der Verstrickung Erde löst, ist das so etwas grosses - Du kannst Dir nicht vorstellen, wie gewaltig dies für alle hier ist. Unversehrt aus der Asche der Täuschung aufzustehen, den Kopf oben und ein Strahlen um Deine ganze Gestalt, das muss man einfach gesehen haben. Da hält schon manchmal das All den Atem an. Diese Lichtblitze, die von den verschiedenen Orten der Welt aufsteigen, um sich zu einem Feuerstrahl zu vereinigen.....

Andreas, ich kann es nicht beschreiben. Du wirst die Bilder aber wahrnehmen können und sie fühlen. Diese „Cities of Light“ fliessen alle zusammen zu einem gewaltigen Licht. Das Rad der Wiedergeburt ist beendet für Dich, Du selber hast alles aufgelöst und Dein Wunsch, noch möglichst viele Menschen mitzunehmen auf diese Lichtstrasse, das ist Liebe und Du wirst mit übervollen Händen zu uns kommen.

Auch wenn Du Dich jetzt noch alleine fühlst - wärst Du hier, so wärst Du manchmal froh darüber. Du hast mehr Freunde als Du Dir vorstellen kannst, auch auf Erden. Die haben nur gewartet, bis Du Dich gelöst hast von dem Medium, das Dich unten halten wollte. Diese Neigung in dir, die dieses Medium suchte, löst sich auf, es kann Dich nicht mehr beeinträchtigen. Die Löcher in Deiner Schutzhülle sind beinahe geschlossen.

Dein Heft ist voll und Du willst ja noch ein neues kaufen. Ich gehe wieder und umarme Dich mit der ganzen Fülle von Licht und Liebe!


Etwas später

Andreas: Guten Morgen Ruth, Du bist es doch?

Ruth: Ja, lieber Andreas, ich bin schon eine ganze Weile hier und höre die Musik.

Andreas: Warst Du bei Deinen Eltern?

Ruth: Ja und sie haben geträumt von mir, d.h. meine Mutter. Sie ist ganz froh aufgewacht heute, Deine Idee war sehr gut, danke.

Andreas: Ich gehe demnächst zum Arzt, lasse aber die Musik weiterspielen.

Ruth: Wenn ich darf, komme ich mit Dir zum Arzt. Ich warte dann in der Nähe und komme wieder mit Dir zurück, ich fahre so gerne Auto.

Andreas: Ruth, es ist schön, nicht alleine im Auto sitzen zu müssen. Wir können dann reden oder Musik hören.

Ruth: Du bist nicht alleine im Auto, Du bist es niemals. Immer sind Freunde bei oder über Dir. Wir lassen Dich nicht mehr alleine, ausser Du willst es so.

Andreas: Stört es Dich, wenn ich rauche?

Ruth: Nein, ich merke das gar nicht. Mache es so, wie es gut für Dich ist, mich stört es nicht.

Andreas: Du hast doch eine Frage, oder?

Ruth: Ja. Wer ist diese Frau, die am Nachmittag kommen wird? Ich habe sie gesehen, aber sie ist gar nicht froh. Ein grauer Schleier hängt ihr um, ist sie krank?

Andreas: Ruth, es geht ihr nicht gut, aber es ist nicht nur die Gesundheit, sondern auch ihr Mann, der sie belastet. Es scheint eine alte Beziehung zu sein, die eigentlich aufgelöst werden sollte, aber die Heike mag sich nicht mehr mit ihm auseinandersetzen.

Ruth: Sie tut mir leid, denn sie ist ein gutes Wesen und man sollte ihr helfen.
Andreas Du kannst das doch, auf Dich hört sie, sprich mit ihr heute.

Andreas: Ruth, ich werde mit ihr sprechen.

Ruth: Ich möchte ihr einen Blumenstrauss schenken,
hilfst Du mir dabei?

Andreas: Ja, sicher helfe ich Dir, es macht mir Freude. Suche Du die Blumen aus und ich werde sie dann in eine Vase stellen, gut so?

Ruth: Ja, sehr fein, Dankeschön!

Andreas: Ruth, ist es gut so?

Ruth: Wunderbar! Und diese Worte sind genau das Richtige für sie, sie soll gesegnet werden, ich werde es allen sagen, auch meiner Geist-Mutter Lene, Du kennst sie. Sie reicht Dir ihre Hände zum grossen Tanz im Licht, wie sie sagt. Du seist gesegnet Andreas!

Andreas: Vielen Dank. Sag Lene, ich danke ihr aus tiefstem Herzen.

Ruth: Sie ist hier und hat es gehört, sie freut sich und ...
mach weiter so....


11.25 Uhr:

Kerstin: Ja Lieber, ich bin da, stelle Deine Fragen...

Andreas: Soll ich Heike von unserem Kontakt erzählen und darf sie auch Fragen an Dich stellen, schriftlich?

Kerstin: Ja, erzähle ihr soviel, wie Du für richtig hältst und sie darf auch schriftliche Fragen stellen. Ich werde sie dann heute Nacht beantworten.

Andreas: Geht Euch diese Musik nicht auf die Nerven?

Kerstin: Nein, sie lässt ein stetes Licht leuchten. Aber der Messias von Händel kommt als nächstes, oder?

Andreas: Ja, das habe ich im Sinn. Kerstin, es ist schön und tut mir so gut, dieser Kontakt.

Kerstin: Trotz der Zweifel, die Du noch manchmal hast, Andreas? Du bist meditativ und zwar in einer sehr reinen Form.

Andreas: Was meinst Du mit reiner Form?

Kerstin: Du bist selbstlos im Aufschreiben meiner Gedanken und meinen Antworten, das nennen wir hier: Eine reine Form.

Andreas: Hast Du die Telefongespräche mit meiner Mutter und meiner Schwester mitbekommen?

Kerstin: Ja, aber lass uns zuerst konkrete Zeiten für unseren Dialog festlegen. Bis Ostern haben wir sicher einen Weg gefunden, dann bist Du frei in Deinen Terminen. Ich mache Dir dann einen Vorschlag, wenn Du es möchtest.

Nun zu Deinem Vater, ich werde ihm die Grüsse von Mutter ausrichten, doch sie soll den Dingen in die Augen schauen, es geht ihr nicht gut. Doch um sie kümmern sich andere Wesen.

Andreas: Wie lange muss er noch an diesem Ort - von dem ich ahne wie er beschaffen ist - bleiben?

Kerstin: Es kommt alleine auf ihn an, wie bereit er ist, den Dingen ins Gesicht zu blicken kann. Sein Selbstmitleid hilft ihm da wenig. Aus dem Loch, in dem er sich zeitlebens verkrochen hat, muss er selber herausfinden.

Andreas: Konntest Du Dich schon kreativ betätigen? Ich meine z.B. ein Haus einzurichten oder in mein/unser Haus zu gehen?

Kerstin: Ich durfte meine Wohnung selber gestalten, d.h., ich tue es immer noch. Ich wohne nicht alleine, es sind noch andere Frauen hier und Kinder auch, es ist sehr schön. In Dein/unser Haus darf ich erst, wenn Du zurück bist. Es ist verschlossen und nur die Pfleger von Haus, Park und Atelier dürfen ein- und ausgehen. Das ist meine Strafe, aber es ist eigentlich gar keine, es ist einfach so angeordnet.

Andreas: Heute trägst Du ein anderes Kleid?

Kerstin: Du siehst es richtig, ist es nicht schön! Stell Dir vor, das nächste mache ich selber. Wir haben hier grosse Künstlerinnen, Du hättest Deine wahre Freude an ihnen.

Übrigens, Deine Rückschauen, meine vergangenen Leben betreffend, stimmen fast alle. Das Töpferleben, Kinder, Schloss, Dirne, ja es war so, doch gibt es noch einige zum Teil kurze Erdenleben, mit denen Du nichts zu tun hattest. Auch Dein Indianerleben habe ich mir angeschaut und festgestellt, dass Deine Vermutung bzgl. Danielle ebenso stimmt. Ich wollte es Dir nur bestätigen, auch wenn es Dich nicht mehr so interessiert.

dass Deine Gedanken nicht mehr nur um Marika kreisen ist gut. Wie es weitergehen wird, kann ich noch nicht sehen. Sicher wäre es optimal, wenn Marika mitziehen würde, ansonsten vergessen wir es besser. Du willst ja nicht nochmals einen ?Problemhaufen?, nehme ich an. Aber es liegt noch so manches Eisen im Feuer. Du, Lieber, ich werde gerufen und gehe jetzt, aber ich komme wieder.

Andreas: Noch schnell eine Frage: Bist Du hier in der Nähe oder gar im Haus?

Kerstin: Ich bin mit den Gedanken, Gefühlen bei Dir, aber mein "Körper" ist nicht am selben Ort, das ist so ähnlich wie beim Fernsehen. Nein, nicht ganz, aber ähnlich. Wenn ich einen Brief schreibe, sind meine Gedanken und Gefühle auch beim Empfänger, doch den Brief schreibe ich irgendwo, Du verstehst mich? Also, Lieber, bis bald, ich freue mich!


17.45 Uhr:

Andreas: Ich habe heute mit dem Bezirksbeamten telefoniert. Er sagt, Du seist ertrunken. Hattest Du also doch noch einen Kampf?

Kerstin: Nein Lieber. Es spielt ja auch keine Rolle mehr, ob Herz oder Wasser, es ging sehr schnell und ich habe nicht gelitten, ich merkte es eigentlich gar nicht mehr, schon wegen dem Alkohol. Ich weisst, Du hast noch Mühe damit, ich auch - sehr sogar. Andreas, was soll ich denn tun? Ich bin traurig und es tut so weh, dass ich Dich so verlassen habe und Dir so wenig Vertrauen schenkte.

Andreas: Kerstin, es soll damit beendet sein. Ich bin Dir in keiner Weise böse und trage Dir auch nichts nach. Es war Dein Weg, den Du gehen wolltest. Was gibt es da noch zu sagen? Die Töne sind verklungen, es sollen neue entstehen, darauf sollten wir unsere Kraft und Energie richten. Wir haben längst noch nicht den optimalen Punkt zwischen uns erreicht, das weisst ich auch und mich trifft dieselbe Schuld wie Dich. Aber was soll diese Schuld, sie ist vergeben von drüben und von mir, ich darf auch mir selber vergeben und es besser machen, das ist der Weg des Lernens. Wenden wir uns jetzt dem Aufbau, der Harmonie zu, einverstanden?

Kerstin: Ja, Andreas, danke, dass Du so nach vorne gerichtet bist. Du bist ein wunderbarer Mensch mit einer grossen Seele und ich habe soviel verpasst, aber wie Du sagst, schauen wir nach vorn und nicht zurück, es ist vorbei, die Töne sind verklungen.

weisst Du, ich werde hier in einem viel grösseren Mass mit dem Vergangenen konfrontiert, weil hier alles sichtbar ist. Ich sehe diesen Film immer wieder vor mir und er zerreisst mir fast das Herz. Nur dank Deiner Vergebung und Offenheit mir gegenüber, darf ich überhaupt hier sein. Du als Zurückgebliebener, als derjenige der im Stich gelassen wurde, zeigst mir den Weg, hilfst mir aus meiner Dunkelheit heraus. Andreas, nur dank Dir geht diese Zwiesprache weiter und wurde sie überhaupt erst möglich. Dank Deinem grossen Herz, Deiner Liebe und Deinem Wollen. Du kannst mir glauben, es sind viele hier, die nicht verstehen können, dass ein Mensch auf Erden zu so etwas fähig ist. Sie staunen, wie Du damit umgehst.

Ich bin etwas beschämt, dass ich diejenige bin, der diese Liebe gilt. Auch hier „menschelt“ es noch stark, aber es wird alles sofort sichtbar. Auf Erden würde ich wahrscheinlich in einem Kerker schmachten. Aber hier darf ich mich völlig frei - mit Ausnahme Deines Hauses - bewegen und darf diese Aufgabe erfüllen, in die ich all meine Kraft setze, weil mir solche Freiheit gewährt wird. Nochmals, dank Dir, werde ich sehr erfinderisch und keiner, der mir zur Seite steht, hat je einen Vorwurf geäussert wegen meiner Tat. Die, die das tun, mit denen habe ich nichts zu tun, sie sind Zuschauer um zu lernen. In mir ist immer noch ein Schuldgefühl vorhanden und ich weisst jetzt auch, dass ich es ablegen darf, damit dieses Gefühl umgewandelt wird. Auch ich arbeite hart daran, mich und mein Handeln zu akzeptieren und zu verstehen, ohne Ausflüchte zu benutzen.

Hier kann man nicht mehr ausweichen, ich muss mich den Tatsachen stellen. Und weil Du mir keine Schuld zumisst, wird auch mir keine zugemessen. Die Richterengel beobachten sehr genau, wie Du Dich verhältst und haben Deine Gesinnung sehr genau studiert. Nur weil diese als wahr erkannt wurde, gaben sie mir freie Hand. Es ist kein Sühnen einer Schuld, vielmehr prüfen sie mich, wie ich mit dieser Liebe von Dir umgehe und was ich mache, um diese Liebe wieder zurückfliessen zu lassen. Würde ich nur einen Teil für mich beanspruchen, würde meine Freiheit eingeengt - und das zurecht. Es ist keine Drohung damit verbunden, aber die geistigen Gesetzmässigkeiten müssen eingehalten werden und ich sehe das vollkommen ein. Jetzt kann ich verstehen, was Du bei der Erwähnung dieser Gesetzmässigkeiten immer wieder sagen wolltest. Es sind keine Gesetze, die einengen, niemals, sie schaffen erst Freiheit. Ich sehe das jetzt sehr deutlich.

Mein Herz lodert vor Feuer und es werden Kräfte frei, von denen ich keine Ahnung hatte, dass sie überhaupt in meinem Sein sind und sie sind in jedem Sein vorhanden. In jedem Wesen lodert dieses Feuer, man nennt es LIEBE. Du hast mir gegenüber einen Liebesbeweis erbracht, der alles in den Schatten stellt, was ich je erlebt habe. Und alleine das Wissen darum, dass ich diese Liebe wert bin, setzt Kräfte frei, die sprichwörtlich nicht nur Berge versetzen können, nein, ganze Welten werden durch diese Kraft neu geschaffen. Ohne diese Kraft, wäre Leben völlig sinnlos bzw. gar nicht möglich.

Du, Andreas, hast mit Deiner Liebe etwas in Bewegung gesetzt, wovon bis in ferne Zeiten hinein die Engel singen werden...Es ist Deine selbstlose Liebe, die dies bewirkt!!!

Das, Lieber, solltest Du wissen, auch wenn Du abwinkst, es als selbstverständliche Tat abtun willst. Du gehst einen Weg voraus und viele werden in Dir ein Beispiel sehen, auch wenn Du das nicht magst, es ist so.

Ich bin noch nicht fertig.

Diese, Deine Tat - ja ich weisst, Du bist nicht der einzige, aber für mich zählt Deine Tat - ermöglicht erst, dass alle den Weg zurück ins Licht finden. Christus und noch viele andere haben diese Tat vollbracht, nur darum ist diese Erde nicht in Flammen aufgegangen und wird es auch in Zukunft nicht. Die dunklen Kräfte müssen weichen vor solcher Liebe, vor solchem Licht. Nein Andreas, bitte keine falsche Bescheidenheit. Ohne Liebe würden wir gar nicht existieren. Der Gott der Liebe vernimmt jedes Echo, das zurückkommt und vergisst es niemals, ein Geben und Nehmen ist der Atem allen Seins. Ich weisst, dass seit ich dies erkannt habe, ist die Unendlichkeit kein Fremdwort mehr für mich.

Hast Du noch Fragen, ausser denen, die ich sehe?

Andreas: Nein Kerstin. Zuerst lese ich Deine Worte, die haben es in sich und ich will sie in mein Herz fliessen lassen, damit es dort hell und klar wird. Danke!

Kerstin: Du weisst jetzt zu was ich fähig bin und welcher Segen bei Dir ist. Andreas, das ist Christusbewusstsein!!! Ich Grüsse Dich, Du hast einen festen Platz in meinem Herzen.


21.30 Uhr:

Andreas: Ich muss mich zuerst daran gewöhnen, dass ich medial bin, d.h. dass ich den Durchbruch geschafft habe. Es tauchen Zweifel auf, aber andererseits sprechen die Texte, die durchkommen, eine deutliche Sprache. Kein leeres, nichtssagendes Gerede, sondern verständliche Ausführungen, die Sinn und Tiefe haben. Ich lasse doch am besten das Zweifeln. Mir ist völlig klar, dass wir erst begonnen haben - die ersten Tage, die ersten Fragen. Für Kerstin ist das auch neu, wenn sie selber Sprecherin ist. Bis alles rund läuft und diejenigen, die über das Wissen verfügen ihr voll beistehen werden, wird es noch eine Weile dauern.

Wenn hier ein neues Sprachrohr, eine neue Verbindung, zum Nutzen vieler, entstehen soll, so wird dies geschehen, davon bin ich überzeugt. Kein oberflächliches Gerede sondern ein echter, direkter Kanal mit Schutz und klaren Durchgaben. Ursprung allen Seins, Du siehst mein Herz und verstehst, wie ich es meine. Prüfe mich und leite mich Deinen Weg. Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe zum Wohl der Menschen, die gewillt sind, ins Licht zu gehen, um darin zu wandeln.


22. März 97 - 0.50 Uhr:

Kerstin: Andreas, Liebster, frage - ich bin da.

Andreas: Kannst Du alle meine Fragen erkennen?

Kerstin: Nein, ich sehe einige, aber nicht alle, weil sie noch nicht formuliert sind. Weil Du selber noch nicht weisst, wie Du sie ausdrücken sollst bzw. ob Du sie überhaupt stellen willst. Ich darf da nicht vorgreifen, weil sich Deine Seele noch kein Wortbild schuf, dies vermag nur der, der alle Sprachen kennt und spricht. Aber selbst Gott würde da nicht eingreifen, weil Er will, dass wir verstehen und erfassen. Wir sollen mit klaren und offenen Augen - es sind alle Formen der Augen gemeint - seine Schöpfung wahrnehmen. Gehen wir doch den Weg der kleinen Schritte, ja?

Andreas: Gut, ich versuche es. Beginnen wir bei den Richterengeln. Für mich gibt es kein Gericht, das über unsere Vergehen urteilt oder darüber, dass wir noch nicht verstehen.

Kerstin: Du hast natürlich recht, es gibt letztlich kein Gericht. Nennen wir diese Engel „Hüter der Göttlichen Gesetze“. Jeder, der gegen diese Gesetze verstösst, meist aus Unwissenheit, wird daran gehindert, es weiter zu tun, bis er einsieht, dass er gegen sie handelt. Es wird hier nicht zugelassen, dass jemandem Schaden zugefügt wird. Diejenigen, die das tun, werden solange zur Seite genommen, bis sie begreifen, was sie bewirken. Dafür gibt es separate Orte, an denen alle die zusammen leben, die im selben Spital krank, also unwissend sind. Es wird so zu keinem Schaden ausserhalb dieser Orte kommen, sie erziehen sich sozusagen selbst.

Aber das weisst Du ja. Unrecht kann ja erst dann als solches erkannt werden, wenn es am eigenen Leib erfahren wird. Es wird Karma, das Gesetz des Ausgleichs genannt und es gilt überall, wo Leben existiert.

Andreas: Du hast ja vor ihnen gestanden, haben sie Dich auf Dein Tun aufmerksam gemacht?

Kerstin: Ja, so ungefähr, d.h. sie haben kein Urteil gefällt, sondern mir die Augen geöffnet und mir die ganze Tragweite, soweit ich sie verstehen konnte, vorgeführt. Es war ja ein Akt der Verzweiflung, der mich in den Teich trieb und dazu noch die Droge. Sie haben mich zu Dir geführt, um mir restlos die Augen zu öffnen. Ich erkannte auf einmal und ich erschrak zutiefst, doch sah ich auch, wie Du damit umgingst und nochmals wurden meine Augen geöffnet, doch diesmal für die wahre Liebe. Darum habe ich es Dir zu verdanken - und gerichtet musste ich ja nicht mehr werden, ich war es schon.

Andreas: Diese Zweifel, die bei mir aufsteigen, womit haben sie zu tun?

Kerstin: Du bist ein Wesen, das sich lieber tausendmal hinterfrägt in geistigen Belangen, bevor es etwas falsches macht. Du hast eine grosse Vorsicht entwickelt, ja niemandem mehr Schaden zuzufügen, denn Du hast Dich schon sehr oft verbrannt und willst das auf keinen Fall mehr erleben. Doch diese Angst kannst Du ablegen, Lieber, Dein Gewissen ist so geläutert, dass Du gar nicht mehr zu schaden vermagst, ausser im Zustand der Droge, weil da vieles verwischt und unklar wird. Öffne Dich dem Leben, Andreas, Deine Seele ist geläutert. Du bist schon lange auf dem Weg der Wahrheit, werde Du selbst und lebe das, es ist zum Segen, auch wenn viele das Gegenteil behaupten.

Andreas: Du meinst, ich soll fröhlich drauflos leben, so wie mir das mein Herz vorgibt?

Kerstin: Ja, genau so, denn ein Herz, das alles kennt, lässt sich auf keine Täuschung mehr ein. Es kennt ja beide Seiten. Der einzige Dorn ist die Droge - und da ist Vorsicht am Platz.

Andreas: Diese Droge Alkohol, hat ja so manches in meinem Leben behindert. Wie werde ich diesen Dorn restlos los?

Kerstin: Indem Du den Dorn als solchen erkennst und um die Verletzungs-Gefahr weisst, genau so, wie Du um die Schärfe Deiner Werkzeuge weisst und deshalb Vorsicht walten lässt. Diese Droge bleibt so lange ein Dorn, wie Du ihr Raum gibst. Verdränge nichts, lass? sie einfach verhungern - und der Dorn ist verschwunden.

Andreas: Er hat mir ja u.a. eine neue Werkstatt gebracht, aber lassen wir das. Was mache ich mit dieser ungestillten Sehnsucht nach einem Du hier auf Erden?

Kerstin: Ich muss schmunzeln, ob der neuen Werkstatt. Öffne Dich dieser Sehnsucht und sie wird gestillt. Sie wird in einer Weise gestillt, dass Du Dich nur wundern wirst. Denn wenn Du Dich nur in einer Richtung öffnest, bleiben andere geschlossen. Öffne Dich aber nach allen Richtungen, so kann und wird alles zu Dir fliessen, es herrscht dann Überfluss, der nicht nur Dir das Glück bringt.

Andreas: Du hast das Christus -bewusstsein angesprochen. Wie meinst Du das genau?

Kerstin: Du bist im Christus -bewusstsein, sobald nicht nur Du wichtig bist, sondern alles umfasst wird, was Dir begegnet. Den Liebesbeweis hast Du erbracht, indem Du nicht auf Deinen eigenen Schmerz geachtet hast, sondern im Schmerz Liebe gelebt hast für andere. Du hast Dich nicht beiseite geschoben, aber auch nicht als einzig wichtig erachtet. Du hattest Platz für das Leiden anderer und so wurdest Du vom eigenen Leiden befreit. Das ist Liebe, deren Wurzeln tief im Christus -bewusstsein verankert sind. Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!

Andreas: Schöpfst Du dieses Wissen, das Du an mich weitergibst, aus Dir selber?
Kerstin: Letztlich ja, aber ich bin noch nicht soweit, dass das alles schon in meinem Bewusstsein ist. Ich gehe in die Schule und darf dort Fragen stellen. Unsere Lehrer kennen Dich und wissen in etwa, was für Fragen Du mir stellen könntest. So werde ich mit Hilfe Deiner Fragen gezielt ausgebildet. Du siehst also, alles dient dem einen Zweck, zur vollen Erkenntnis zu kommen, zum Christus -bewusstsein. Aber Dir ist der direkte Zugang ebenso offen wie mir, Du brauchst mich nicht, um weiter zu wachsen.

Andreas: Ich möchte aber mit Dir zusammen weiterwachsen und Dich auch an meinem Dasein, an meinen Erfahrungen, Teil haben lassen, damit Du nicht ins Hintertreffen kommst. Denn gewisse Erfahrungen können nur hier auf Erden gemacht werden und von denen sollst Du soviel wie möglich mitbekommen, das ist mein Wunsch.

Kerstin: Das ist ja mit ein Grund, warum ich soviel Freiheit erfahren darf. Die wissen um Dein Ansinnen und wollen mir dieses Erleben in keiner Weise schmälern. Verstehst Du, was Du für mich tust?!

Andreas, Du hast eine sehr wache Schülerin, glaube es mir, sehr wach und aufmerksam...

Andreas: Liebes, es beruht doch auf Gegenseitigkeit, was mir noch fehlt, lerne ich von Dir, als meiner Vermittlerin.

Kerstin: Ja, so soll es sein. Ich sehe, Du bist müde, gehe schlafen, ich bin bei Dir und werde Dich auf den gewünschten Ausflug mitnehmen. Hand in Hand, ich freue mich...... bis bald und eine gute Nacht, Lieber.


7.30 Uhr:

Kerstin: Guten Morgen, Lieber. Doch, es war ein Ausflug, nur weisst Du es nicht mehr, denn eine Stunde bei euch kann bei uns einem Monat oder länger entsprechen. Wir kennen diesen Zeitbegriff nicht mehr.

Wenn Du diese Anfechtungen so klar wie heute morgen von Dir weist, verlieren sie sehr schnell an Kraft und verschwinden ganz. Denke an Jesus im Garten von Gethsemane, auch Er wurde nicht verschont. Das wird zugelassen, um die Gesinnung zu festigen. Windfahnen, wie Du sie nennst, können da nicht lange standhalten und auf sie ist auch kein Verlass. Auf Dich ist aber Verlass und das, was Du über die Droge gesagt hast, stimmt. Nur, jetzt kennst Du die Angriffsflächen, die Du bieten könntest. Durch Deinen Eintritt ins Christus -bewusstsein vollziehen sich Veränderungen in Dir, die sonst viele, viele Erdenleben dauern würden.

Andreas: Werden die Schwingungsveränderungen bei mir auch Krankheiten hervorbringen, basierend auf Verdrängtem aus der Vergangenheit?

Kerstin: Nein. Du nennst es Übergewicht, doch es ist die Reserve, die Dich gesund bleiben lässt. Diese wird verbrannt, aufgezehrt werden, doch bis dahin hast Du die höheren Schwingungen „verdaut“. Nur eines solltest Du wissen, Du wirst immer mehr zum Fremdling in dieser Welt. Lass? Dich nicht beeinträchtigen von den Menschen, die das nicht verstehen, sondern gehe einfach Deinen Weg und lass? sie lachen. Doch willst du es besser machen, gib ein lächelndes Verstehen, als milde Gabe, im Vorübergehn. Und lehre sie, usw. (Ephides Gedicht)

Andreas, ich bleibe da, bis Du wieder zurückkommst vom Einkaufen. Einen lieben Gruss von Ruth, sie hat den Ausflug gestern sehr genossen. Bis bald, lieber Andreas, ich freue mich an Dir und auf Dich!

(Wieder zurück)
Lieber, hast Du die Scheiben über der Wasserfluh gesehen?

Andreas: Ja, kurz habe ich sie wahrgenommen, ich glaube, drei Stück. Doch beim Autofahren gehören meine Augen und Sinne noch der Strasse. Haben sie eine besondere Aufgabe?

Kerstin: Ja sicher, sie sind für Dein Haus dort stationiert. Deine Sinne werden beim Autofahren nicht abgelenkt, ansonsten werden sie jedoch erwachen, der Vorhang wird zur Seite gezogen. Die Sternengeschwister wollen ja niemanden erschrecken und kein Aufsehen erregen, darum bleiben sie einen Oberton über der Erde, aber für Dich sind sie bald sichtbar.

Andreas, ich bin heute überwiegend bei Dir. Schreibe Deine Fragen auf - es werden schon noch welche auftauchen. Du meinst, ich sollte mich mal umhören, welche Überraschungen in den nächsten Tagen auf Dich warten.

Andreas: Bremst mich meine Einstellung, nicht alles alleine machen zu wollen, in der Entwicklung, oder besteht sie zurecht? Soll ich Solist bleiben, um quasi keine Rücksicht mehr nehmen zu müssen oder laufe ich dann Gefahr zum Einsiedler zu werden?

Kerstin: dass Du nicht mehr alleine arbeiten und leben willst, ist ganz in Ordnung, die Gefahr besteht ja nicht mehr, dass Du die nächstbeste Frau zu Dir nimmst, denn das könnte eine Bremswirkung haben. Es sollte eine Frau auf derselben Ebene sein, mit Schwingungen wie Du und mit demselben klaren Ziel vor Augen. Solche Frauen sind noch dünn gesät, aber wir finden sie.

Was Marika betrifft, so heisst es jetzt einfach abzuwarten, was sie tut. Aber Du solltest Du selbst bleiben können - unbedingt. Alles was Dich aufhält, schiebe beiseite, Deine Prüfungen auf diesem Gebiet sind abgeschlossen. Lade Dir also nichts zusätzliches mehr auf. Andreas, uns, ist dies ein grosses Anliegen! Der Eremit liegt Dir nicht und es ist auch sinnlos, ein Klosterleben zu führen. Das Miteinander wird bei uns gross geschrieben und auch gelebt. Nur der ständige Austausch - nicht in Form von Dualität, sondern der Einheit, dem Einssein - bringt Wachstum und Frucht hervor. Auch bei uns gibt es Reibungsflächen. Diese dienen dazu, verstehen zu lernen und sich in der Liebe zu üben.

Kurze Pause

Kerstin: Ich habe Dich auf Erden auch gebremst, weil ich das, was ich jetzt erkenne, noch nicht wusste oder nicht zugelassen habe. Ich hatte einfach Angst davor. Mir fehlte der Mut, den Du immer hattest. Ja ich fand sogar viele Dinge, die Du tatest verantwortungslos. Angst bewirkt Flucht und ein Verstecken, ein Verdrängen von Tatsachen. Ich war da schon eine kleine Meisterin.

Marika ist in diesen Dingen anders veranlagt.

Du wirst nicht alleine bleiben, denn es gibt Menschen, Frauen, die auf so eine Gelegenheit, wie sie sich jetzt bei Dir bietet, schon lange warten und sich in Geduld üben. Andreas, ich kann Dir im Moment nicht mehr dazu sagen, denn ich möchte keine falschen Hoffnungen wecken. ausserdem haben auf diesem Gebiet noch andere liebevolle Wesen mitzureden. Das überschreitet meine Kompetenz, nicht weil ich Dir nichts sagen wollte, vielmehr bin ich Dir einfach zu nahe und sehe alles noch zu subjektiv, das ist aber hier nicht angebracht. Da sind mir Wesen lieber, die der ganzen Sache neutral gegenüberstehen. Du verstehst mich?

Andreas: Ja, ich verstehe sehr gut.

Kerstin: Das ist fein. Wenn es nach mir ginge, wäre schon längst eine Frau in Deinem Bett. Du siehst, ich kenne keine Eifersucht mehr. Aber meine Wünsche sind in Deinem Fall nicht erwünscht, denn mir fehlt einfach die Übersicht und damit das, auf was es letztlich ankommt. Eine Frau, die über den Dingen steht und Dich begleiten will und die all die unerweckten Seiten in Dir zum Erwachen bringen kann, ohne speziellen Dank dafür zu fordern. Selbstlos soll sie sein und in sich ruhend, eben mit demselben Ziel vor Augen.

Andreas: Machen wir eine Pause?

Kerstin: Ja, Lieber, es ist gut so!

Ruth: Ich möchte Dich etwas fragen.

Andreas: Ja, Ruth, frage nur.

Ruth: Ich bin ja nicht bei allen Gesprächen dabei, aber das, was ich bis jetzt beobachtet habe, sagt mir, dass diese Gespräche dazu dienen, Dir das Weggehen von Kerstin zu erleichtern und Kerstin hilft es, alles Erlebte besser zu verstehen. Ist das richtig so?

Andreas: Ja, Ruth, das ist richtig, denn unser Gespräch auf Erden wurde ja durch den Wechsel der Welten von Kerstin unterbrochen. Aber wir haben uns noch vieles zu sagen, um in eine Einheit hineinwachsen zu können. Darum findet jetzt eben unsere Zwiesprache auf diese Art statt.

Ruth: Also könnt ihr, auch wenn ihr nicht mehr direkt zusammenlebt, doch eure Gemeinschaft weiterführen, wenn auch getrennt. So wie am Telefon oder in Briefen?

Andreas: Ja, getrennt sind wir nur räumlich, das Beispiel mit dem Telefon ist gut, aber das mit dem Schreiben ist noch besser, weil ich so immer nachlesen kann, was gesagt wurde. Am Telefon vergisst man so manches, was vielleicht sehr wichtig ist.

Ruth: Wenn Du jetzt von einer anderen Frau redest, mit der Du zusammenleben möchtest, weil Du nicht allein auf der Erde sein willst, so werdet ihr euch dennoch nicht untreu?

Andreas: Nein, denn Untreue setzt voraus, dass ich mit Kerstin nichts mehr zu tun haben will. Das ist aber nicht der Fall. Ich liebe Kerstin, doch ich bin noch nicht in der glücklichen Lage, bei Euch zu leben. Und hier auf Erden ist es besser, nicht alleine zu sein. Ich verrate Kerstin ja nicht. Und wenn ich mit einer anderen Frau lebe, so teile ich wohl meinen Körper, die Arbeit und das Haus mit ihr, aber sie bleibt ja sie selber und
will ja auch einfach teilen. Was unsere Körper sich geben können, ist ja nur ein Hauch von Liebe, aber reicht aus, um uns nicht einsam zu fühlen.

Ruth: Ich verstehe es nicht ganz, aber ich werde darüber nachdenken und kann ja mit Kerstin darüber reden. Danke Andreas.

Kerstin: Ein aufgewecktes Mädchen, diese Ruth. Sie ist so, wie ich mir immer ein Mädchen vorgestellt habe und ich werde versuchen, es ihr zu erklären. Andreas, Du weisst, ich bin da.


16.50 Uhr

Andreas: Liebes, konntest Du Dich etwas umhören?

Kerstin: Ja, Lieber, hier ist Kerstin. Ich weisst, dass etwas in Vorbereitung ist, aber ich habe noch keinen Zugang dazu. Sie schmunzeln, sind sehr lieb, aber sie lassen mich im Ungewissen. Ich ahne jedoch, dass es eine grosse Überraschung sein wird, die Du nie mehr vergessen wirst. Ich kann Dir leider im Moment nicht weiterhelfen.
Es erinnert mich ein wenig an Weihnachten.

Andreas: Ich fühle mich im Moment so leer, so verlassen, obwohl ich keinen Grund dazu habe.

Kerstin: Andreas, das hat mit dem Abschiednehmen vom alten Andreas zu tun. Alte Prioritäten lösen sich auf, um Neuem Platz zu machen. Das, was Du kennst, löst sich auf, weil Du es nicht mehr brauchst. Du betrittst Neuland, obwohl es Dir nicht gänzlich fremd ist. Aber Du kommst mit völlig neuen Erfahrungen in ein Dir einst bekanntes Land und fühlst Dich als Fremder. Deine Sichtweise ist eine andere geworden. Die Unschuld ist den Erfahrungen, die Du in der Fremde gemacht hast, gewichen.

Ich habe mich sehr verlassen gefühlt als ich da erwachte, obwohl ich ja nicht alleine war. Aber ich habe all die Freunde, Bekannte und Helfer nicht einmal gesehen, geschweige denn erkannt. Ich wusste zuerst nicht einmal, wo ich war. Nur dieser tiefe Schmerz in mir war real. Doch jetzt lassen diese Erinnerungen nach und all das Schöne, das ich mit Dir erleben durfte, kommt hervor. Das Hässliche verliert sehr schnell an Gewicht - es ist für mich längst Vergangenheit. Du kannst es ja auch sehr gut loslassen.

Lieber, gehe in die Werkstatt, mache diese Arbeit heute fertig, damit Du morgen frei bist. Ich bleibe weiter in Deiner Nähe und sperre Augen und Ohren weit auf. Andreas, ich liebe Dich und danke Dir nochmals für Dein Dasein und Dein grosses Herz!

Andreas: Kerstin, sei umarmt!


17.50 Uhr

Andreas: So, morgen bin ich frei, das ging ja bestens und sieht auch noch gut aus. (Ein paar Jahreszahlen gehauen von Hand in eine Ofenplatte)

Kerstin: Ich war dabei, Du bist einfach genial.

Andreas: Hast Du mein Atelier drüben von weitem gesehen oder konntest Du hineingehen?

Kerstin: Hineingehen konnte ich nicht. Aber ich war in der Nähe. Es sieht toll, aber verlassen aus, auch der Park und erst das Haus, ich freue mich, da mal hineinzugehen.

Andreas: Nützt es nichts, wenn ich Dir offiziell die Erlaubnis gebe?

Kerstin: Nein Andreas. Erstens will ich das nicht und zweitens kommst nur Du als erster da rein, weil Du es auch als letzter verlassen hast um den, wie wir heute wissen, etwas unseligen Weg der Erfahrungen zu gehen. Die Idee dieses Erfahrungsweges war nicht unselig, aber das, was daraus geworden ist.

Aber ich bezweifle, ob Du je wieder in diesem Atelier arbeiten wirst, Du baust Dir bzw. uns, sicher ein neues, ein anderes Atelier. Denn wenn Du alle Erfahrungen in Bilder, Skulpturen usw. umsetzen willst, ist es viel zu klein. Ich selber wohne nicht auf dieser Ebene, auf der sich Dein Haus befindet, diese ist noch einige Töne über der Ebene wo ich jetzt zuhause bin. Der Zugang zur Vergangenheit ist noch verschlossen für mich, und das ist im Moment sicher gut so.

Andreas: Ist diese Zwiesprache so gedacht, dass sie in erster Linie für unserer beider Erbauung dient? Ich weisst wohl um die Auswirkungen auf meine Umgebung. Oder wird die Zwiesprache auch für andere Menschen zugänglich gemacht werden?

Kerstin: In erster Linie dient diese Zwiesprache uns beiden - so wurde es eingerichtet. dass das nicht ohne Folgen bleiben wird, ist mir klar. Darum bemühe ich mich ja auch um klare Antworten, da Du ja alles aufschreibst. Die intimen Dinge flüstere ich Dir ohnehin ins Ohr, die müssen ja auch nicht aufgeschrieben werden, denn sie betreffen nur uns. Aber wenn Deine Medialität weiter so rein bleibt, ist es gut möglich, dass sich ein Kreis um Dich bilden wird. Nur denke ich, dass ich dann als Sprachrohr weniger geeignet bin, weil mir das Wissen und die Erfahrung fehlen, um allgemeine Fragen kompetent zu beantworten.

Andreas: Hast Du einen Kontrollgeist, der darauf achtet, dass sich nicht ungebetene Gäste einschleichen?

Kerstin: Ich brauche keinen Kontrollgeist, Du brauchst ihn. Hier schleicht sich niemand ein, der nicht auf diese Ebene gehört. Der Zugang zu jeder Ebene wird kontrolliert. Du kennst ja das Gesetz der Schwingungen besser als ich. Bei Dir ist eine Kontrolle, doch Du würdest es schnell merken, wenn da plötzlich falsche Töne zu hören wären. Dein Musikgehör ist dazu viel zu fein ausgebildet und Du würdest auf der Stelle die Feder aus der Hand legen. Da Du kein Tieftrance-Medium bist, geschieht es nach dem Gesetz der Selbstkontrolle. Wenn Du jetzt unter Drogeneinfluss stehen würdest, dürfte ich mich solange nicht mehr melden, bis Du wieder Du selber bist. Also hast Du es in der Hand, wer sprechen soll. Wenn sich ein Wesen bei Dir melden sollte von unserer Ebene, weil es etwas besser formulieren kann als ich, werde ich Dir das melden und den/die, Betreffende Dir vorstellen. Nimm zum Beispiel Ruth - Solange Du Dich so wie jetzt ihr gegenüber verhältst, wird es keinerlei Probleme geben.

Andreas: Kerstin, beschreibe Dich, wie Du jetzt aussiehst, ich habe nur eine Milchglasscheibenahnung.

Kerstin: Lieber, was soll ich denn beschreiben von mir? Gut ich versuche es. Also ich hab? keine Brille mehr. Meine Haare sind noch lang, jedoch feiner geworden, d.h. sie leuchten in Rot-Braun-Blondtönen, je nach Licht. Meine Grösse scheint die gleiche geblieben zu sein, nur etwas schlanker bin ich geworden. Ach, Andreas, ich weisst, ich würde Dir gefallen. Das andere, was Du sonst noch wissen willst, flüstere ich Dir ins Ohr.

Sexuelle Lust, wie ich sie von der Erde her kenne, empfinde ich nicht mehr. Es gibt wohl Ebenen, wo dieser Lust noch viel Gewicht beigemessen wird, aber hier, wo ich mich befinde, sind diese Kräfte verwandelt in reine Energie. Sexuelle Lust ist hier z.B. Kreativität. Eitelkeit wird hier zur Besinnlichkeit. Fliehen wollen wird zum Anschauungsunterricht, usw. Negative Gedanken werden sofort sichtbar und vergehen einem sehr schnell, weil sie sich wie ein Schlag ins eigene Gesicht auswirken. Es ist auch leichter, Gewohnheiten oder Laster abzulegen, sie haben kein Gewicht mehr, sie verblassen einfach.

Andreas: Hast Du einen Musikwunsch?

Kerstin: Ja, das Picolo-Konzert von Vivaldi. Vielen Dank!

Ich sehe Deine Gedanken bzgl. des Hauses und des Geschäfts. Andreas, Du musst nicht mehr hinter den Grabsteinaufträgen herlaufen, das ist endgültig vorbei. Du hast schon bald keine Schulden mehr, ausser bei der Bank. Du wirst die Arbeit bekommen, die Dir Freude und Genugtuung bereitet. Mache diese Arbeiten, solange Du Lust dazu hast, es reicht, um zu leben, nicht wie bisher, um zu überleben. Für alles andere wird gesorgt. Kümmere Dich nicht mehr um solche Kleinigkeiten. Alle Tiefs hast Du durchgestanden, es geht also nur noch aufwärts, dem Licht entgegen. Mühsal und Plage hast Du genug kennengelernt, das ist nun effektiv vorbei. Wenn dann die Erde zu taumeln anfängt, hast Du den Kopf oben und somit die Übersicht, denn die ist nötig. Es reicht, wenn über die Hälfte der Menschheit den Kopf verliert und damit die Übersicht. Du behältst beides. Wie ein Fels in der Brandung. Ja das ist ein vieldeutiges Bild, aber ein gutes. Es liegt viel bei Dir und in Deinen Händen, doch ich brauche keine Angst zu haben um Dich, Du schaffst das spielend.

Andreas machen wir eine Pause bis sich alles gesetzt hat, gut so?

Andreas: Ja, es ist gut so.

Kerstin: Also bis - wie sagtest Du häufig - demnächst in diesem Theater.


21.25 Uhr:

Andreas: Ich steige wieder auf die Bühne, weil sich das Marika-Schauspiel wieder in meiner Fantasie dreht.

Kerstin: Ja, Lieber, ich bin die ganze Zeit anwesend als Zuschauerin, wenn es Dich stört, musst Du es mir sagen.

Andreas: Nein, Kerstin, ich habe doch keine Geheimnisse mehr vor Dir. Ich will Dir einfach nicht wehtun.

Kerstin: Das kannst Du nicht, ich habe mich ja ausgeschlossen aus einem Leben mit Dir. Nun soll eine andere Frau in den Genuss kommen, das ist doch gut so. Einen Menschen besitzen zu wollen war mir immer fremd, obwohl ich die Eifersucht auch kannte, doch das ist vorbei. Ich gönne Dir eine solche Partnerschaft wie Du sie Dir ausmalst wirklich von ganzem Herzen. Träume ruhig weiter davon. Es tut Dir gut.

Andreas: Ist es Dir nicht langweilig, hier zu sein und ich tue etwas anderes?

Kerstin: Nein, es ist doch alles so anders, wenn ich es mir von hier drüben anschaue. Alles ist viel bunter und farbiger, die Lichtspiele sind eine Augenweide, die Naturgeister... überhaupt, der ganze Betrieb hier, den habe ich früher nur selten wahrgenommen und all? die Gespräche, mit denjenigen, die hier sind. Langeweile ist da weit entfernt.

Andreas: Sind alle meine Gedanken und Vorstellungen wie ein offenes Buch für alle die hier sind ?

Kerstin: Nein, Andreas, es ist Dein Buch und deshalb nur offen für die, denen Du Dich offenbaren willst. Und es können auch nicht alle in diesem Buch lesen, selbst dann nicht, wenn Du es ihnen hinhalten würdest. Lesen können es nur die, die denken wie Du und diese haben kein Interesse an Intimitäten. Die Privatsphäre wird geachtet und diejenigen, die sich darüber hinwegsetzen würden haben keinen Zugang. Also denke ruhig so frei und offen wie Du willst.

Andreas: Kerstin, ich muss ins Bett. Ich bin nicht mehr aufnahmefähig und brauche Schlaf.

Kerstin: Lieber, ich begleite Dich, wenn Du magst. Leider kann ich Dir nicht mehr helfen - Du weisst schon, das ist mir nicht mehr möglich, leider. Ich würde gerne mit Dir kuscheln. Du hast ja eine grosse Phantasie, benutze sie. Alles Liebe und ich wünsche Dir eine baldige Lösung. Ich liebe Dich! Gute Nacht, mein Goldstern.


7.35 Uhr

Andreas: Guten Tag, allen die ihr hier seid. Ich Grüsse Euch im Namen der Liebe!

Kerstin: Guten Morgen, Lieber! Du scheinst ja sehr guter Laune zu sein. In dieser Nacht war einiges los in und mit Dir. Es wurden verschüttete Chakren freigeschaufelt, anders kann ich es nicht ausdrücken und Du bist bester Laune. Wieder so ein geniales Phänomen bei Dir. Die meisten, bei denen dasselbe gemacht wird, fühlen sich zerschlagen, mutlos oder krank, und Du...!

Andreas: Kerstin, wenn ich aus meinem Kerker befreit werde, blinzle ich in die Sonne. Befreiung heisst für mich Zugang zur Freude, zum Licht zu haben. Und das soll mich krank machen? Im Gegenteil - es ist Anlass zur Freude, zum Singen und Lachen.

Ja, meine Dimensionen sind verschoben, d.h. verändert worden und das ertrage ich bestens, weil ich das ja schon lange wollte. Gewogen und nicht für zu leicht befunden. Aber ich bin erleichtert, frei von Ballast, der mir jahrelang die Schultern niedergedrückt hat.

Erkennt ihr, ob mein Gehirn mit mehr als nur einem Drittel arbeitet?

Kerstin: Ja, es arbeitet mit einigem mehr als diesem berühmten Drittel, das Ramtha den Affenverstand nennt. Du fühlst es am Scheitelchakra, unserem Signal. Es ist fast immer offen und empfängt laufend Daten.

Wie Du Deine Befreiung schilderst, ist toll, genau so sollte es sein. Deine Kompromisslosigkeit wird hier und jetzt zum Segen für Dich. Ich bezeichnete sie oft als Sturheit, aber bitte verzeihe mir, es ist der einzige Weg, wirklich Freiheit zu erlangen. In solch lebenswichtigen Dingen darf es keine Kompromisse geben. Du wirst viele Becher füllen, und sie werden angenommen, so wie Du angenommen und geliebt wirst!

Ich staune immer wieder über Dich, Andreas, mit welcher Leichtigkeit Du die grossen Stufen nimmst, wo Du doch an den kleinen oft gestolpert bist. Aber dieser seltene Zug, alles bis zum Ende völlig auszukosten, befähigt Dich zu solcher Leichtigkeit. Ich verstehe jetzt auch Deinen Spruch: Alles muss auf dem Tisch verrecken. Ja, jetzt verstehe ich, wie Du das gemeint hast. Alles offen darlegen, anschauen und dann weg damit, was nicht auf den Tisch gehört.

Mein Gott, ich verstehe immer mehr, was Du oft so nebenbei gesagt hast.

Andreas: Ja, Kerstin, ich sagte oft Dinge so daher, von denen ich selbst nicht einmal die Hälfte begriffen habe. Sorry, es geht mir wie Dir..

Kerstin: Diese Schranken zwischen der Erde und hier, die fallen unaufhörlich, uns trennt bald nichts mehr, abgesehen vom Körper. Zu Deinem Körper will ich noch weiter ausholen, ich darf Dir darüber berichten, ja ich soll es sogar. Du hast doch immer wieder erwähnt, dass Du das Gefühl hättest, nicht normal zu sterben, sondern Deinen Körper zu transformieren, also mitzunehmen wie das Christus und noch viele andere getan haben. Einfach eines Tages spurlos zu verschwinden. Wenn Du Dich in diesem Tempo weiterentwickelst, wird das tatsächlich der Fall sein. Ein Bürger beider Welten, ohne den etwas langwierigen Vorgang der Zeugung und Geburt. Ich sehe Fragen aufblitzen, Fragen zur Transformation, zu Planetenleben usw., doch bin ich nicht befugt, Dir darüber Auskunft zu geben.

Andreas: Ist es denn so wichtig, woher ich gekommen bin oder wo ich schon
überall war? Ich bin jetzt da und das reicht doch, oder?

Kerstin: Ja, Lieber. In Deiner ganzen Grösse, die bewirkte, dass es dunkel wurde, wenn Du damals in meine Küche eingetreten bist. Nein, Andreas, ich raufe mir nicht die Haare, das ist zwecklos. Ich sehe Deine Gedanken und finde es selber nicht gut, wie ich davongeschlichen bin. Was hätte alles noch werden können? Ich weisst sehr wohl, was ich alles verpasse mit Dir, doch bin ich mir nicht sicher, ob ich es auch gepackt hätte. Ich wäre Dir noch oft zur Last gefallen, das weisst ich sehr genau.

Wäre es nicht vorgesehen gewesen, dass ich diesen Weg gehen könnte, wäre ich nicht im Teich schlafen gegangen. Mein Schutzgeist musste sich zurückziehen und mir alleine die Entscheidung überlassen. Ich habe mich entschieden - und es jetzt bereuen zu wollen, ist Dummheit.

Andreas: Kerstin, genau das sage ich schon die ganze Zeit. Du siehst ja, was Deine Entscheidung, die ich voll akzeptiere, nun alles bewirkt. Das soll Dich von der Last der Reue befreien. Es gibt nichts zu bereuen, es ist jetzt so...

Kerstin: Ja, ich war in mir selber gefangen und fand keine offene Türe mehr, wo ich ausbüchsen konnte. Es war alles grau und tot. Aber das ist jetzt zum Glück anders. Es wären offene Türen da gewesen, aber blind wie ich war, sah ich nicht einmal die Hand, die sich hilfreich mir entgegenstreckte, um mich aus meinem nassen Grab herauszuholen.

Andreas: Kerstin, willst Du weiter beim Thema bleiben?

Kerstin: Nein Andreas. Es ist eine tiefe Erfahrung, die eingebrannt ist und die einmal umgewandelt, mich befähigen wird, Menschen in ähnlichen Situationen wirklich beizustehen. Ich tue es jetzt schon. Es sind ja so viele, die keinen Sinn mehr erkennen können, kein Ziel mehr vor Augen haben, kein Licht mehr sehen. Die Selbsttötungen werden sprunghaft ansteigen, es werden viele Tausende sein, die diesen, für sie einzigen Ausweg, gehen werden. Ich arbeite an einer Stätte, die speziell für solche Flüchtlinge eingerichtet wird. Und glaube mir, es wird hart werden, ständig damit konfrontiert zu werden. Ich bin versucht, es als eine Sühnearbeit zu bezeichnen. Ich bin froh, mit Dir in solch engem Kontakt zu stehen, denn Du siehst diese Dinge viel lockerer. Du hast ja auch Deine Erfahrungen in dieser Richtung gemacht. Nur war Dein Schutzengel immer etwas schneller als Du.

Ja, Andreas, hole Deine Brötchen, ich bin sowieso da. Wir werden einen tiefen, lehrreichen Tag zusammen haben.

Andreas: Du willst mich etwas fragen?

Kerstin: Ja Andreas. Wie fühlte sich diese Ohnmacht an, als Du meine Hülle gefunden hast und verzweifelt warst? Ich habe es mir sagen lassen, denn ich war ja noch im Dämmerschlaf, auch bei der Beisetzung war ich noch nicht ganz wach.

Andreas: Kerstin, diese Ohnmacht äussert als tiefer, inniger alles umfassender Schmerz, den zu beschreiben mir nicht gelingt. Es ist ja auch nicht möglich, inniges Glück mit Worten zu beschreiben. Diese Tatsache musste zuerst mein Hirn und dann mein Herz verdauen. Doch dadurch, dass ich sehr bald wusste, was geschehen ist, wurde mir wohler und ich konnte endlich diese Liebe erfassen, die ich Dir gegenüber empfinde.

Das war der nächste, sehr wichtige Schritt. Nicht abstürzen, kein Selbstmitleid. Das Beste daraus machen und mir Zeit nehmen, damit klarzukommen. Ich wusste, ein Kapitel ist mit Deinem Weggehen abgeschlossen, unwiderruflich, endgültig. Ein neues wird aufgeschlagen und es wird nie mehr so sein wie vorher.

Die Urnenbeisetzung war ein Trauma. Ich wollte nicht ausflippen, tat es aber trotzdem. Die Droge half mir, meinen Schmerz hinauszuschreien, sollten es doch alle hören, das war mir völlig egal. Deine Eltern - ach, lassen wir das - einzig Gisela und Benno hielten zu mir. Und natürlich all unsere Freunde, die halfen, den Schmerz etwas zu mildern und die mir den Mut gaben, weiterzugehen. Ich habe mich noch nie so tief wahrgenommen und das gereicht mir jetzt zum Segen.

Alles wird in Licht umgewandelt, auch das letzte Drama. Es ist ja nur eines, wenn wir nur uns selber sehen wollen. Ich erkannte den Egoisten in mir und habe ihn angenommen. Ja, angenommen und deshalb kann ich ihn jetzt loslassen. Endlich begreife ich Ramtha`s Worte. Ich wurde in meinem Fundament erschüttert, ein emotionales Erdbeben, aber die Fundamente sind nicht zerborsten, sie sind fest und stark und darauf kann ich jetzt aufbauen. Verstehst Du das, Kerstin?

Kerstin: Ich versuche es...

Andreas: Ich habe zu meiner eigenen Mitte gefunden und weisst jetzt, dass sie existiert. Diese Mitte suche ich seit ich da bin und ich habe alles Mögliche unternommen, um sie zu finden. Gesucht habe ich über die Anerkennung von aussen. Aber diese Mitte ist in mir - nicht aussen. Alles ist in mir, alles. Dieser Donnerschlag hat mich aufgeweckt. Ich bin aufgewacht und all die Sorgen, die mit dem täglichen Existenzkampf zu tun haben und sich um Geld und Schulden drehen, kann ich jetzt gelassen zur Seite legen. Es ist tatsächlich Täuschung. Jetzt kann ich der Welt begegnen wie ich es will. Ich bin souverän und eigenständig geworden und dies in einem einzigen Augenblick.

Ramtha hat gut reden, waren oft meine Gedanken, jetzt weisst ich, dass es tatsächlich so ist. Du siehst, Kerstin, Deine Tat war alles andere als sinnlos und darum wurde sie zugelassen. Du hast wohl recht, wärst Du hier geblieben, hätte es noch lange bis zu dieser Erkenntnis dauern können. Also ist alles gut und wertvoll. Deine Eltern haben andere Ansichten, aber das soll mich nicht kümmern.

Kerstin: Danke, Andreas, das war sehr aufschlussreich - ich werde darüber nachdenken. Das ist der Schlüssel zum Durchbruch: In seiner Mitte auf die Göttlichkeit stossen und sie annehmen, dann sind wir wieder da, wo unser wahres Zuhause ist - in uns mit allem.

Ein grosser Gedanke. Und noch viel grösser, wenn es als Wahrheit erkannt und gelebt wird. Ich verstehe, Du konntest gar nicht anders, als mir in Liebe vergeben. Du bist der Liebe begegnet, also bist Du dem Leben schlechthin begegnet und Leben lässt sich`s nur in der Liebe. Ich verstehe es so gut. Oftmals bewegen wir uns um Haaresbreite daran vorbei, aber eben doch vorbei.......

Dann ist Selbstlosigkeit nichts anderes, als uns selbst loszulassen. Wir können die eigene Mitte gar nicht mehr verlieren, wenn wir aus ihr leben, sie gehört uns und wird Gottesfunken genannt. Mensch, Andreas, das ist ja so einfach zu verstehen. Was sind wir doch für Idioten mit einem echten Affenverstand. Es liegt vor aller Augen, doch wir fragen und fragen...

Was habe ich gesagt?
Es wird ein lehrreicher Tag für uns. Wir haben die Lehre vom Leben begriffen, was gibt es denn noch Grösseres!?

Andreas: Diese Lehre anzuwenden zum Wohle der Menschheit.

Kerstin: Machen wir eine Pause, das muss ich zuerst verdauen. Warum schauen unsere Zuhörer so verdattert drein? Ich muss lachen, weil ich weisst warum. Bis später, Lieber!


16.45 Uhr

Kerstin: Lieber, ich bin wieder da. Komm? wieder zur Ruhe, das war blinder Alarm. Wir hatten ein sehr intensives Gespräch über Deine Aussage. Sie wurde sehr gut aufgenommen, Du kannst die Dinge wirklich beim Namen nennen, auf eine klare, einfache Art.

Ja, Du bist voll in Deiner Mitte gelandet. Ich freue mich - und nicht nur ich - dass Dir der Durchbruch gelungen ist. Du kommst aus dieser Mitte nicht mehr heraus, ausser mit Drogen oder Gewalt, was ja beinahe dasselbe ist. Ein zwischenmenschlicher Austausch würde Dir jetzt guttun. weisst Du, ich bin so erfüllt von Deinen Gedanken, Deinen Worten, ich vermag es gar nicht zu beschreiben. Auch vermag ich sie noch nicht voll zu erfassen, es ist so gewaltig einfach!

Andreas, gehe doch wieder nach oben und schau? Dir weiter Tabaluga an, das tut Dir jetzt gut. Du Lieber, ich umarme Dich mit allem was ich habe!


18.00 Uhr

Andreas: Liebe Kerstin, diese Musik von Tabaluga baut einfach auf und bringt so einen Schwung in mein sonst eher ruhiges Leben.

Kerstin: Andreas, das ruhige Leben, das Du im Moment führst, hat doch auch einiges bewirkt - Du fandest zu Dir selbst. dass diese Energie bei Dir wieder nach aussen geht, ist normal und soll so sein. Doch sie wird gezielt eingesetzt, um, wie Du selber sagtest, diese Lehre, bzw. Erkenntnis anzuwenden zum Wohle der Menschheit.

Das wird in Zukunft Deine Aufgabe werden, Du wirst Stück für Stück eingeweiht in das Wie, Was und Wo. Wie schriebst Du einmal in Deinem Buch „Goldhonig“: Erkenntnis wird nicht mit Ruhebett belohnt, sondern mit Aufgaben. Du bekommst Helfer an Deine Seite, sie kommen von überall her - fast wie zufällig, achte darauf. Du musst Dir über diese Helfer nicht zu viele Gedanken machen, die Auswahl wird von denen getroffen, die wirklich Bescheid wissen. Deine Tage der Ruhe gehen langsam zu Ende. Es wird Betrieb geben, aber unsere Gespräche bleiben und sollen eine Möglichkeit der Ruhe sein. Bis Ostern bist Du noch frei in der Zeitgestaltung, danach werden wir einen oder auch zwei Zeitpunkte pro Tag festlegen. Es kann auch in der Nacht sein. Doch ich denke, dass Dein Schlaf wieder ruhiger wird, der erste Sturm des Dimensionswechsels ist vorüber und die Weichen sind gestellt.

Es will Dir niemand Deine Selbständigkeit nehmen, denn sie ist von grossem Vorteil, ebenso wie Deine Verlässlichkeit - darauf wird aufgebaut. Auch ich bekomme meine Aufgabe zugeteilt: die Arbeit mit den Lebensflüchtlingen. Wenn Du einmal dringend Auskunft brauchst, stehen auch noch andere Wesen zur Verfügung. In der nächsten Woche werde ich Dir einige von ihnen vorstellen, damit Du weisst, mit wem Du es zu tun hast. Alles hat hier seine Ordnung. Ich ziehe mich jetzt zurück, um zu lernen. Du bleibst nicht alleine, der Schutzring ist vollständig geschlossen.

Lieber Andreas, alles Edle und Feine für Dich und wenn in dieser Nacht Dein Bedürfnis nach einer Zwiesprache erwacht, bin ich da - also bitte keine falsche Rücksichtnahme. Ich umarme Dich innig und weine vor Freude, bei Dir sein zu dürfen. Lieber Andreas, Liebes Du!

Ramtha: Wenn Du sinnvoll Gutes siehst, vollständig Gutes in allen Dingen, und Dich selbst in allen Handlungen, Gedanken und Taten sinnvoll gut siehst, dann bist Du gut in allem, was Du tust.

Dann gibt es kein Versagen mehr, da Du in Deinen Augen niemals versagen kannst und da ist es letztendlich, wo es zählt.

Sobald Du loslässt, werden Dinge auf ganz natürliche Weise zu Dir herangezogen, nicht auf Grund von Mangel.


24. März 1997 - 1.40 Uhr

Andreas: Ich kann nicht so recht schlafen. Gedanken und Bilder huschen mir ohne Unterlass durch den Kopf. Ich erwarte Veränderungen noch von aussen, aber sie finden innen statt. Was lasse ich noch nicht zu? Wo ist der Durchfluss verstopft? Werde ich zum Sesselhocker, statt mich am Leben aktiv zu beteiligen? Wie löse ich die alten Strukturen auf, um leicht-füssig am Leben teilnehmen zu können?

Ich bringe 105 kg auf die Waage und soll mich lieben? Ich komme mir vor wie eine schwangere Bergente im Wattenmeer. Wo finde ich den Knopf, um den Befreiungsmechanismus auszulösen? Ich versteife mich darauf, etwas zu suchen, von dem ich mich befreien kann, statt einfach nur loszulassen, mich ins Leben fallen zu lassen und nur zu leben. Der Kontakt zu Kerstin bewirkt viel, aber sie fehlt mir dennoch. Ramtha sagt: Alle Dinge sind vergänglich. Die grösste Lektion ist zu lernen, freudigen Herzens zu leben.

Genau das ist es, was ich will: Freudigen Herzens leben! So sei es -


6.40 Uhr:

Kerstin: Liebster, ich habe Dir einiges mitzuteilen, Du brauchst keine Fragen zu stellen, ich habe mir alles notiert, was ich erkennen konnte.

Zuerst Deine Zweifel, ob die Worte von Deinem Selbst stammen oder von mir. Ich bin da, Andreas, aber seit Deinem Eintreten ins Christus -bewusstsein sind Deine und meine Gedanken- und Erlebnisbilder transparenter geworden. Es gibt nicht mehr nur Dein und Mein, es fliesst zusammen. Du hast einen immer besseren und klareren Zugang zu uns und deshalb kommen wir ohne Tieftrance bei Dir aus. dass sich daher diese Bilder gleichen, ja gar vermischen können, ist nicht weiter schlimm, im Gegenteil. Deine Ausrichtung ist ja dieselbe wie unsere bzw. meine. Du willst erkennen, wissen, erfahren, das wollen wir alle auch. Nur die Ausrichtung ist wichtig und die ist bei uns wie bei Dir die LIEBE.

Es gibt keine verschiedenen Versionen des Christus -bewusstseins. Der Gedanke vom Loslassen ist Dir selbst gekommen und Du hast ihn sofort in die Tat umgesetzt, darin bist Du ein Meister. Das ist das Wertvolle an Dir, wenn Du etwas erkennst, setzt Du es sofort in die Tat um. Es werden sich keine Abhängigkeiten ergeben durch unseren Kontakt, Du musst ihn also nicht beenden, aber Du kannst es tun, wenn Du es willst. Ich wäre wohl traurig, aber ich darf Dich in nichts beeinflussen, nur Rede und Antwort stehen, auf Deine Fragen.

Du hast denselben Gott in Dir, Du bist ER, wie ich auch. dass daraus Harmonie entsteht, ist nur logisch. Auch Du würdest mich nicht mehr so einfach erkennen, wenn ich Dir auf Erden begegnen würde, auch ich bin nicht mehr dieselbe Kerstin wie zuvor. Du hättest Deine Freude an mir, das darf ich Dir sagen.

Zu deinen Träumen in der Nacht, von denen Dir nur der letzte in der Erinnerung geblieben ist, ist zu sagen: Dein Verstand kann noch zuwenig mit dem Neuen, ihm Unbekannten umgehen und schützt sich durch Vergessen. Er vergisst nicht wirklich, aber das Einrichten eines neuen WCs, wie es in diesem Traum vorkam, ist ihm bekannt, also beruft es sich darauf. Aber erinnere Dich, Du wolltest das WC nicht für Dich, sondern damit es jemand anderer leichter haben sollte. Dein Verstand wehrt sich nicht Grundsätzlich, es ist diese Erde, die ihn Vorsicht gelehrt hat. Sobald er sich daran gewöhnt hat, in einem Fremdling auf Erden zu funktionieren, wird er mehr und mehr zulassen, durchlassen, damit es in Dein Tagesbewusstsein treten kann. Dein Unterbewusstsein weisst sowieso alles, es geht nichts verloren. Wenn also plötzlich komische Geschehnisse, Bilder, usw. auftauchen, mit denen Du nichts anzufangen weisst zuerst, so ist das deshalb, weil Dein Unterbewusstsein langsam seine Tore öffnet. Da können sich schon mal Vergangenheit und Gegenwart vermischen, doch das ist nicht weiter schlimm.

Deine Einsamkeit tut mir weh, aber dieser Zustand wird sich bald ändern, u.a. indem Du einen besseren Zugang zu Dir selber findest und damit Kontakte hergestellt werden können, die diese Einsamkeit verblassen lassen. Einsam bist Du nur, wenn Du dieses Gefühl in Dir förderst. Da sich Gedanken sehr schnell manifestieren können, versuche im DU zu denken, dann ist diese Einsamkeit vorbei.

Wieviele Menschen sind einsam, obwohl sie einen Partner haben. Auch Du warst es oft, auch wenn ich an Deiner Seite war. Verstehst Du, Einsamkeit ist ein Mangel an Vertrauen in Dich selbst, in den Gott in Dir. Wir fixieren uns sehr schnell auf eine Person, die unsere Einsamkeit zerstreuen soll. Aber keine andere Person vermag das. Vielleicht für eine gewisse Zeit, aber danach wird man wieder auf sich selbst aufmerksam gemacht und vorbei ist die Zweisamkeit. Wenn wir die unendlichen Kräfte aktivieren, die in uns schlummern, die uns vom Affenverstand abheben, der im Geschlechtsverkehr die Zweisamkeit sieht - was ja eine der grössten Täuschungen ist - um in Zwiesprache mit uns selber zu gelangen, dann merken wir sehr schnell, dass wir nie alleine sind, wir sind All-Eins, eins mit allem was lebt. Wo hat da noch Einsamkeit Platz?

All das Leben, das Dich umgibt, die Tiere, Pflanzen, usw. will mit Dir in Kontakt kommen, will sich austauschen mit Dir und sie alle sind keineswegs dumm oder stumm. Du fixierst dich noch zu sehr auf den Menschen. Sicher helfen Dir die Hühner nicht holzen und die Galerie aufräumen, obwohl es auch menschliche Hühner und Hähne gibt. Du brauchst menschliche Helfer, das ist völlig in Ordnung. Diese werden auch da sein.

Jetzt wird es heikel, doch ich soll es Dir sagen. Du brauchst nicht unbedingt eine Frau, die bei Dir lebt, ausser sie ist die ideale Partnerin für Dich. Du brauchst keine neue Bindung, verstehe mich richtig, eine Ver-Bindung ja, aber keine Bindung. Das bindet Dich wieder und Deine Freiheit wird eingeschränkt, dies muss nicht zwangsläufig sein, aber es besteht die Möglichkeit. Eine selbstlose ideale Frau würde das nie tun, aber die sind eben sehr selten.

Zu der Zwiespältigkeit in Dir möchte ich Dir folgendes sagen: Einfach ausgedrückt sind da Dein Unterbewusstsein, Dein Verstand, Deine Wünsche, Deine Vorstellungen, Deine Träume, Dein Dasein, die sich noch nicht eins sind untereinander. Sie bekämpfen sich nicht direkt, stehen aber auch nicht in Harmonie zueinander. Diese verschiedenen Reibungsflächen, die letztlich alle dieselben sind und den Andreas ausmachen, passen noch nicht so genau zueinander, schleifen sich also gegenseitig, bis das Mosaik Andreas ein harmonisches ist. Das Erkennen eines ganzheitlichen Bewusstseins wird dem ein Ende setzen. Das ist dann der Punkt, an dem Du problemlos die Dimensionen wechseln kannst, ganz wie es Dir beliebt.

Das Gröbste hast Du hinter Dir, die Form ist ausgehauen, jetzt kommt die Feinarbeit - und die kann dauern. Aber wenn Du wirklich los- und zulassen kannst, geht es erstens schmerzlos - und zweitens sehr aufregend vor sich.

Ich weisst, Dir liegt die Formgebung mehr als das Ausschleifen, aber es gehört beides dazu und überlasse die Feinarbeit bitte nicht anderen, wie bei den Skulpturen. Du bist Deine Skulptur und niemand hat das Recht, nach eigenem Gutdünken daran Veränderungen vorzunehmen. Du müsstest es später wieder ändern und das ist viel schwieriger, als es von Anfang an selber zu machen.

Ich überlasse Dich jetzt dem Gott, der Du bist. Du stehst unter seinem Segen, alles ist in Dir, werde Dir dessen bewusst, nehme es an, dann wird Dir nur Gutes widerfahren.

Gott zum Gruss! Ich liebe Dich und umarme Dich und danke Dir für Deine Hilfe. Deine Kerstin, die glücklich ist wie noch nie !!!

Ramtha: Alles, was Du möchtest, ist das Deine, doch Du musst die Illusionen, die Daseinskämpfe und die Spiele aus dem Weg räumen, die Dich davon abhalten, es zu erhalten!
Du wirst erkannt werden an dem, was Du lebst, als ein Wesen, das weisst, was es ist. Du wirst der Mittelsmann sein, all dies ist ein Vorrang und in ein erhabenes Muster gesetzt worden!


23.25 Uhr

Kerstin: Ja, Lieber, diese Worte von Ramtha treffen den Nagel auf den Kopf. Ich habe Deine Selbstgespräche belauscht - wie recht Du hast. Viele Male kam nur der Körper zum Zuge, aber die Seele, der Geist blieb abseits. Aber nicht nur bei Dir, auch bei mir war das oft der Fall. Wir konnten uns nicht das geben - bis auf Ausnahmen - was wir eigentlich wollten. Wir waren zu sehr in uns gefangen. Unser Austausch jetzt, geht weit über das hinaus, was wir zusammen auf Erden erreichten,
obwohl das unser beider Wunsch war.

Jetzt fehlt uns das Körperliche, aber alles andere entwickelt sich optimal. Du konntest Deine Zärtlichkeit nicht ausleben, weil ich sie forderte. Ich konnte nicht frei geben, weil ich mich in Besitz genommen fühlte von Dir. Aber Du wolltest nie besitzen, das weisst ich jetzt. Auch was Du über Deine Frauen gedacht hast, stimmt. Wenn eine Frau ihren Körper hingibt, ist es dasselbe, wie wenn ein Mann in sie eindringt. Ich hätte nie mehr einen anderen Mann lieben können nach Dir auch rein körperlich nicht. Du bist in einer ähnlichen Lage. Ist denn eine tiefe Beziehung überhaupt noch möglich? Wenn Du es vermagst, die Sexualkräfte in Kreativität umzuwandeln, werden sie Dir nicht mehr zur Last fallen. Aber wohin mit der Zärtlichkeit? Ohne verkümmerst Du, und das ist nicht gut. Es wird eine Lösung geben, aber ich sehe noch nicht welche. Viele Wesen können das nicht mehr nachvollziehen, denn sie sind entweder schon lange hier, oder waren nie auf Erden. Ich denke, wenn Esther oder Linda kommen, wirst Du spüren, wie es Dich bewegt. Beide Frauen wollen bestimmt bei Dir in der Stube schlafen. Du hast ja schon einmal mit Esther eine Nacht dort verbracht und die war für Euch beide schön - ohne direkten Verkehr. Du weisst aber, dass Du völlig frei bist. Andreas, ich lasse Dich jetzt schlafen und wünsche Dir viele Überraschungen! Ich wäre jetzt so gerne ganz bei Dir, Lieber. Ich küsse und liebe Dich.

Noch etwas Wichtiges: Versuche nicht, den starken Mann zu spielen, das würde der erwachenden Seele nur schaden. Sei einfach ehrlich zu Dir. Mir kannst du nicht untreu werden, weil ich Dich liebend loslassen kann! Gute Nacht ...


13.50

Andreas: Was bedeuten meine Daseinskämpfe?

Kerstin: Lieber, ich bin da. Ich habe Deine Fragen vernommen und sie mit Geschwistern hier besprochen. Deine Daseinskämpfe sind das, was Du die letzten Jahre erlebt hast: Die Aufmerksamkeit möglicher Kunden erregen um jeden Preis, Werbung verschicken, die nichts bringt ausser Arbeit und Kosten, zur gleichen Zeit im Geschäft sein oder Zettel aufhängen, wo Du sonst noch zu erreichen bist, das Telefon immer in Reichweite haben, jede Arbeit annehmen, auch wenn sie keine Freude bereitet, mit dem Preis heruntergehen, nur um den Auftrag zu erhalten, die Konkurrenz anschwärzen, um sie aus dem Feld zu drängen, gute Miene zum bösen Spiel machen usw. All das gehört zum Daseinskampf und entfernt Dich von Deinem wahren Sein. Du hast das gar nicht nötig, die Leute sollen froh sein, eine Arbeit von einem Meister Deines Fachs zu erhalten - von Dir, Andreas. Aber Du bist auf dem besten Weg, das zu ändern, und einiges hast Du ja bereits geändert. Also Du weisst es, mache weiter so und alles wird zum Besten und Dir zur Freude gereichen.

Andreas: Mit welchen Spielen sollte ich aufhören?

Kerstin: Vieles, was ich vorher aufgezählt habe, gehört dazu. Auch brauchst Du niemanden zu hofieren, das hast Du weisst Gott nicht nötig. Mach? Dich nicht zum Bettler. Du bist ein König, ein Gott! Dein Warten auf Frauenbescheid gehört auch zum Spiel. Lass? es sein. Deine zum Teil unechte Dankbarkeit der Geistigen Welt gegenüber - sie lässt sich nicht täuschen, sie schaut auf Dein Herz und darin ist stille Dankbarkeit, nur die zählt. Du bist ein grundsätzlich dankbares Wesen, belasse es dabei. Du fühlst, wer Du bist, lebe dies bedingungslos und schaue weder nach links oder rechts, nur nach oben. Du bist Du, egal, was die anderen an Dir auszusetzen haben, es geht Dich nichts mehr an. Diese Schwätzer werden sich entfernen müssen, wenn der Andreas in seiner vollen Grösse und Stärke daherkommt, sie werden verstummen. Lasse Dich weder von Lob noch Tadel beeinflussen und übernehme die volle Verantwortung für Dein Tun, so wie Du das bisher auch getan hast. Werde und bleibe Du selbst.

Andreas: Erkennst Du noch andere Gründe, die mich abhalten können, alles zu erhalten?

Kerstin: Das Wichtigste habe ich Dir erklärt. Es gibt da noch so ein paar Feinheiten, aber die wirst Du selber herausfinden. Auch wenn noch manchmal Frust aufsteigt, lasse ihn zu. Arbeite woran Du Lust hast und wähle den Zeitpunkt dazu selbst. Die Leute werden wohl merkwürdig darauf reagieren, aber das ist ihre Sache. Vertrete Deine Meinung und Deine Ansichten, sie sind sehr wohl vertretbar. Lasse Dich nicht aus der Ruhe bringen und gehe freudig Deinen Weg weiter, so werden Dir die Wunder begegnen, von denen du schon solange träumst. Du gehst wieder haarscharf - nein noch nicht vorbei, aber Vorsicht. Erzwinge nichts, lass? Dir lieber nochmals ein bis zwei Wochen Zeit. Du tust so mehr für Dich als mit dem Herumrennen. Wach, auf, der Erdenschlaf ist zu Ende, komm ins Licht. Andreas, merkst Du, wie mir ist?! Ich darf Dich nicht ziehen oder schubsen, hüpfe einfach drauflos. Denke, fühle, handle, träume, spinne, singe, lache, weine! Alles bist Du! Alles, Andreas, alles. Ich liebe Dich so sehr, so tief und echt, so wahr und rein, Andreas, Du bist bald angekommen. Schreibe auf, was dich bewegt, halte es fest, um es dann, weil es Dein ist, loszulassen, das meint Ramtha damit. Es ist möglich, in nur einem Augenblick, Du schaffst das, die letzten Millimeter. Du bist so sehr gesegnet, fühle und lebe diesen Segen, allen zum Wohle!


22.25 Uhr

Andreas: Kerstin, Du nimmst meine Gedanken wahr, die diese Frau beschreiben, die ich mir als Partnerin vorstelle - und diese Gedanken lösen gleichzeitig auch einen Verarbeitungsprozess aus. Es hat ja keinen Sinn zu idealisieren, was mit und zwischen uns war. Wie siehst Du das?

Kerstin: Ja, Lieber. Ich verfolge Deine Gedanken und Wünsche seit geraumer Zeit und ich kann nur sagen: Sie bestehen zurecht. Ich weisst ja, dass dieser Traum in dir ist und ich weisst es deshalb, weil ich einen anderen Überblick habe als zuvor. Ich weisst auch, dass Du ihn mit mir leben wolltest - doch dies nur teilweise möglich war. Wir sind jetzt beide viel reifer, wacher geworden und sehen die Dinge von mehreren Seiten. Wären die alten Strukturen nicht oft stärker gewesen, hätten wir es ja geschafft und ich wäre jetzt diese glückliche Frau. Ist Dir schon aufgefallen, dass Du immer wieder das Frauenbild zeichnest, das mir sehr ähnlich ist? Grösse, lange und viele Haare, anlehnungsbedürftig usw. Das Bild ändert sich, wenn es um die Art geht, wie Deine „Frau“ mit dem Alltag umgeht. Sie packt an, zögert weniger, ist lernbereiter und ohne Ängste. Sie hat also mehr Selbstvertrauen als ich es hatte, mehr Mut, ist freier, gelöster und offener für alles. Damit hast du dem Idealisieren Grenzen gesetzt, was auch völlig richtig ist. Das Gute daran ist, Du bist eher bereit, die Dinge beim Namen zu nennen, nimmst also weniger Rücksicht, als Du es bei mir tatest. Es war oft falsche Rücksicht, aber ob ich die Kritik so gut verdaut hätte, bezweifle ich. Bei Dir hat sich durch das Dulden Frust aufgebaut, der sich dann unter Drogeneinfluss sehr heftig entlud. Das ist aber ein falscher Weg, wehret den Anfängen.

Du hast auch recht, dass ich mich oft überfordert fühlte, denn ich bin wirklich kein Bildhauer wie Du. Aber ich wollte es hauptsächlich Dir zuliebe, weil Du Dir so sehr eine Gemeinschaft gewünscht hast. In anderen Tätigkeiten wie, stricken, häkeln, malen, schreiben usw. konnte ich wirklich aufgehen. Aber die Bildhauerei blieb mir doch irgendwo fremd. Ich fand den Zugang nie so richtig. Ich bin eben kein Vollblut wie Du. Aber das ganze Drumherum, etwa die Werbung, das Eintragen von Todesanzeigen usw., ging mir oft gegen den Strich und darum hat das alles auch so wenig gebracht. Deine Daseinskämpfe zerrten mehr an mir, als ich zugeben wollte. Doch jetzt ist das vorbei und Du hast ja den ganzen Kram entsorgt. Mit meinem heutigen Erkenntnisstand würde ich auch anders an die Materie Stein herangehen, denn diese Arbeit gefiel mir wohl. Du warst mir oft einfach zu schnell, ich konnte nicht mehr folgen und so ist mir das Ganze verleidet, mit der Folge, dass ich mir bald gar nichts mehr zutraute. Dies ärgerte Dich wiederum, schaffte Dir ein schlechtes Gewissen und die Bremswirkung, die dadurch ausgelöst wurde, liess erneut Frust entstehen - ein unseliger Kreislauf. Der Wein deckte uns dann beide zu, es kam zu Streitigkeiten.....

Das Frauenbild, das du jetzt pflegst, steuert diesem Kreislauf entgegen. Du erkennst also früher, ob es wieder zu den selben Abläufen kommt und dann kannst Du sehr schnell reagieren - nur diesmal mit klaren Worten und Zeichen und nicht mit aufgestauter Wut. Andreas, dieser Weg hat viel mehr Aussichten auf Erfolg. Du wirst die Möglichkeit erhalten zu beweisen, dass Dein Traum realisierbar ist - er ist es wirklich. Aber nur mit völlig klaren Voraussetzungen und einer einfachen, aber verständlichen Sprache. Egal, ob es um die Bildhauerei, Dein Büro oder sonst etwas geht, es ist immer wieder dasselbe. Erst wenn sich die Partner einig sind über das Vorgehen, die Ziele und die Wege dahin, soll ein gemeinsames Werk begonnen werden, der Erfolg ist der Beweis dafür, gerade auch bei uns.

Im „Lebensflucht-Spital“ arbeiten viele verschiedene Wesen und jedes von ihnen wird entsprechend seiner Begabungen eingesetzt. Es herrscht eine klare Ordnung, darum läuft es auch harmonisch ab. Stur seine Arbeit tun, ohne zu denken, das gibt es hier nicht. Jede neue Idee wird aufgenommen, auf ihre Durchführbarkeit geprüft und soweit möglich noch verbessert, um optimal auf die Flüchtlinge eingehen zu können.

Du kannst hier wirklich alles haben und der Humor kommt nie zu kurz. Was wir auf Erden nicht ernst genommen oder ausgelacht haben, bekommt hier eine völlig neue Bedeutung. Die Lichtwesen, die das Ganze leiten, kennen nun mal jeden Trick und Kniff, den die Zurückgekommenen anwenden. Aber sie begegnen ihnen, wie auch mir zuvor, nur mit Liebe. Eine Liebe die jede Vorstellung sprengt. Andreas, da ich in dieser Liebe baden und mich umfangen lassen darf, sie stetig spüre, kann ich gar nicht anders, als Dir diese Frau zu wünschen und die Möglichkeit, Deinen Traum mit ihr zu leben. Ich umarme Dich und sende Dir Strahlen der Liebe!

Ramtha: Wenn Du Dich selbst liebst und verstehst und Dir in einer vollkommeneren Art dienst, dann wende es bei anderen an. Niemand kommt durch Zufall zu Dir. Jeder kommt aus einem Grund. Wenn du dich selbst durch Freundlichkeit und Verständnis - nicht durch Kompliziertheiten Deines Intellekts, sondern durch die Freiheit der Einfachheit Deiner eigenen Schönheit erweitert hast und Dir selbst endlos gegeben hast, ziehst Du jene zu Dir, die auf einfache Weise gelehrt werden können. Liebe und verstehe dich selbst und hilf Dir selbst!

Lebe das Leben, indem Du zum Ausdruck bringst, wer Du bist, Deine Wahrheit, Dein Licht. Zeige dies nicht, indem Du es lauthals verkündest, sondern indem Du es lebst, und so wirst Du ein Licht sein für viele!

Du bist das Beispiel, das in der Welt lebt, um diese Dinge zu tun, damit das Ideal in denen verwirklicht werden kann, die Dich wahrnehmen!

Du bist auserwählt, Dein Licht in einer Welt zu leben, die ausser Helden der Fiktion und der Phantasie keine Ideale hat. Du bist auserwählt, Dein Licht zu leben, nicht als ein Retter, sondern als ein eindeutiger Gott, der Du bist: Brillant, strahlend, freudig, glücklich und ohne Zweifel manifestierend, da Du einfach BIST!

Andreas: Ist in meiner Aura hauptsächlich die sexuelle Komponente Rot vertreten, oder auch die Zärtlichkeit?

Kerstin: Guten Morgen, liebes Du. Deine Aura, soweit ich sie sehen und deuten kann, ist nicht rot. Der ganze Regenbogen ist darin vertreten und ganz besonders intensiv die hellen Farben, die gelbweissen Töne. Du empfindest ja nicht einfach nur Lustgefühle. Du fühlst ja selbst, dass dies für Dich so nicht mehr in Frage kommt. Du möchtest ja eine Frau nicht einfach nur ins Bett bekommen, sondern sie umfassen, mit ihr reden, ihr zuhören, auf sie eingehen usw. dass dies mit der körperlichen Zweisamkeit einher geht, ist doch völlig natürlich und gut so. Die Einseitigkeit birgt jedoch Gefahren in sich, aber Du bist ja vielseitig und versuchst, alles einzubeziehen.

Andreas: Bedeuten meine Träume bzgl. dieser Frau dass ich fixiert bin und dass ich das besser beenden sollte?

Kerstin: Nein, so sehe ich das nicht. Wie schon gesagt, wenn Du alles miteinbeziehst, die ganze Persönlichkeit dieser Frau, so ist das erbaulich und lehrreich für Dich.

Andreas: Was machst Du mit Deiner Zärtlichkeit?

Kerstin: Mein Bedürfnis danach gehört Dir, lieber Andreas! Ich werde hier geliebt, umarmt und gestreichelt. Die Energien fliessen zu denen, die zurückkommen und das erfüllt mich vollkommen, so dass von Mangel keine Rede sein kann. Der Wunsch nach Entspannung besteht nicht mehr. Auf Erden wird dem Orgasmus viel zuviel Gewicht beigemessen und so viel Energie verschleudert. Diese allumfassende, alles umschliessende Liebe birgt Kräfte, Möglichkeiten und völlig andere Dimensionen in sich. Einen Menschen zu umarmen ohne Hintergedanken, heisst lieben, ihn ganz anzunehmen und ihm beizustehen, wo er noch schwach ist, ihm alles zu geben und alle Kräfte fliessen zu lassen! Sicher gibt es auch eine Intimsphäre hier, doch für mich lebt ein Teil von mir noch an einem anderen Ort, als lege ich alle Gefühle der Liebe in meinen Dienst, meine Arbeit. Doch wenn ich bei Dir bin, darf ich den anderen intimen Teil wohl fühlen und darf mich austauschen, nicht nur in Worten. Es strömt sehr viel Energien hin und her, das solltest Du einmal sehen können. Andreas, schreibe auf, träume und lebe Dich, pflege Dich und sei lieb zu Dir!

Andreas: Warum meldet sich niemand bei mir. Die Handwerker kommen nicht, kein Brief, kein Telefonat, es ist wie verhext - was soll mir das sagen? Gehört mein Warten zum Spiel? Was soll ich tun? Einfach zuwarten? Ist das die Ruhe vor dem Sturm, die ich geniessen soll?

Kerstin: Einen ruhigen Abend brauche ich Dir ja nicht zu wünschen, denn den hast Du schon seit Tagen - aber einen guten Abend.

Also zuerst einmal möchte ich von Dir folgendes wissen: Dein Warten ist eine stille Forderung an wen? Von wem willst Du etwas erhalten? Frage Dich das einmal. Eine Prüfung, warum? Was soll denn geprüft werden? dass die Handwerker nicht kommen, ist ja nicht Deine Schuld, es ist einfach nicht anständig Dir gegenüber, ohne Nachricht fern zu bleiben, rede mit ihnen.

dass Du noch keine Antwort bekommen hast auf Deine Briefe, ist ebenso nicht Deine Schuld. Es sind keine Prüfungen mit all diesen Dingen verbunden - im Gegenteil. Es werden viele Dinge verknüpft - man könnte es am besten die Ruhe vor der Bewegung nennen, es gibt keinen Sturm. Aber wenn du an die Grenzen des Alleinseins stösst, ist das weiter doch nicht schlimm - im Gegenteil, Du gibst Dich mit Dir ab, Du fühlst und spürst Dich, auch wenn Du nicht immer lächeln kannst, aber das ist doch wertvoll, sich wahrzunehmen, ohne Ablenkungen von aussen. Lieber, versuche es doch mal von dieser Seite zu betrachten. Es stört Dich niemand in Deinen Gedankengängen. Du wolltest doch früher auch oft alleine sein, jetzt bist Du es. Das ist nicht zynisch gemeint, sondern einfach eine Tatsache.
Dir fehlt der Betrieb im Hintergrund. Du kannst nicht einfach aufstehen, und zu uns ins Esszimmer kommen, wenn Du Lust dazu hast. Da ist niemand mehr. Auch keine störende Radiomusik. Nein, Andreas, das sind keine Vorwürfe, sondern Deine Worte. Soll denn die Geistige Welt jemanden dazu bewegen, Dich anzurufen? Nur Dein Alleinsein ist kein Grund, Wesen in Bewegung zu setzen. Diese Wesenheiten betrachten Dich im grösseren Zusammenhang und arbeiten daran, dass Du zu Deinem Recht kommst, im Sinne dessen, was Dir zusteht. Diese Tage der einsamen Ruhe bewirken mehr in Dir, als Du wahrnehmen kannst. Priorität hat Dein eigens Wachstum, das Wahrnehmen von Dir selbst, ob Du Lust oder Schmerz empfindest, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist nur, dass Du Du selbst wirst. Lasse doch Deine Gedanken in den Ufos mitfliegen. Gehe zu Birgit, nimm sie mit nach Hause und erlebe die erste Nacht in aller Offenheit mir ihr. Male Dir ein Leben, einen Alltag aus... Trainiere Deine Vorstellung, bis sie real wird, das ist Manifestation, indem Du zu dieser Vorstellung wirst. Du wolltest doch schon lange manifestieren, die Vollmacht haben, jetzt bist Du auf dem Weg dazu und stellst mir solche Fragen? Du brauchst nicht um Verzeihung bitten, ich nehme sie nicht an, weil es nichts zu verzeihen gibt. Verstehe doch, Andreas, Deine Träume werden wahr, was ist schlecht daran? Überhaupt nichts! Vergiss Deine Zweifel und Deine Fragen und geniesse diesen Zustand. Es braucht sie nicht mehr. Dein Weg ist frei und offen, also folge ihm und Deinem Herzen! Lasse Dich einfach fallen, gebe Dich ganz dem Sein hin, alles ist gut! Ich weisst, Du hast mich verstanden. Ich sehe wie eine Blume erblüht, ich liebe Dich, Du bist nie alleine. Wenn Du meinen Kuss auch noch nicht direkt spürst, stelle es Dir bildlich vor, Du Bildhauer. Ich freue mich so an Dir und an allem, was Dich umgibt. Lieber, bis später, ich umarme Dich aus tiefster Seele!

Andreas: Idealisiere ich Kerstin wie sie auf Erden war? Nein ? ich denke ich nehme das einigermassen real wahr. Wie sie jetzt ist, kann ich aus ihren Antworten erkennen. Diese Antworten schöpft sie aber nicht aus sich alleine, sondern es wird ihr dabei geholfen. Sie sind für mich im Moment ideal und sie verändern sich in dem Masse, wie Kerstin und ich weiterwachsen. Die Anstösse, die ich von ihr erhalte und ihre Überlegungen tun mir gut. Ich wachse daran und verliere immer mehr meine festgefahrenen Ansichten. Alles wird lebendiger, farbiger, auch wenn ich manchmal, wie vor diesem Gespräch heute Abend, frustriert war.
Das ist jetzt vorbei, also weiter so ...

Ramtha: Was immer Du auch willst, Du wirst es erhalten. Du kannst den Vorrat niemals erschöpfen. Du musst dem Wunsch treu sein, um ihn zu manifestieren. In dem Moment, in dem Du ihn wünschst, IST er schon, denn das ideale Muster ist damit gesetzt worden. Ihn innerlich durch und durch anzunehmen, ist es, was ihn in die Manifestation bringt. Ihn innerlich anzunehmen, ist es, was FRIEDEN bringt!


Andreas: Ich wünsche mir eine Frau, die innerlich auf demselben Weg ist wie ich - Christus -bewusstsein. Die bereit ist, Neues zu erforschen, nicht mehr in alten Strukturen verstrickt ist, frei und offen ihre Gedanken äussert, Freude an den Dingen hat, die auch mich erfreuen. Die mit mir Neuland betreten möchte, ohne sich ständig zu hinterfragen: Kann ich das, darf ich das? Die den Wunsch zu einem Miteinander hat und sich mit Leib und Seele und mit Lust hineinbegeben kann.

Körpergrösse etwa wie Kerstin, vielleicht auch etwas grösser. Freude am Frausein in allen Bereichen. Lange Haare und eine sehr anmutige Bewegung - die in meinem Traum durch ein langes, feines Kleid betont wurde. Eine sehr liebliche Frau - eher ein Engel. ...Wir tanzten in liebevoller Herrlichkeit durchs Leben... Jegliche Unstimmigkeiten sollen sofort bereinigt werden, das bedeutet völlig offen sein zueinander, bereit, zu akzeptieren oder es wenigstens zu versuchen. Ich weisst, dass es diese Frau gibt und zwar auf dieser Erde.

Ramtha: Wenn Du inmitten anderer stehen kannst und zu Deinem Wort stehen und Dein Wort bestätigen kannst, dann wirst Du das Denken Deiner Zeit und die Einstellung Deiner Zeit in das verwandeln, was sich das Fortschreiten in den FRIEDEN nennt!

FRIEDEN ist ein Zustand der Totalität der Gottesexistenz. FRIEDEN erlaubt, in ALLEM frei zu sein. EHRE erlaubt, dass dies geschieht, Ehre erlaubt jeder Person die Wirklichkeit, zu ihrem eigenen Wort zu stehen!


Andreas:

Guten Morgen Leben, ich liebe dich!
Guten Morgen Andreas, ich achte dich!
Guten Morgen Frieden, ich verehre dich!


6.25 Uhr

Kerstin: Guten Morgen, Andreas, ich freue mich, dass es Dir gut geht und Du frohen Herzens bist. Du hattest recht, was meine Kleider betrifft, ich möchte dazu etwas sagen: Du hast meinen Körper als schön weiblich empfunden und es mir immer wieder gesagt und mich spüren lassen. Ich dagegen fand mich oft unmöglich, das hielt mich auch davon ab, mit einem Kleid meinen Körper hervorzuheben, obwohl Du das so sehr
liebtest. Es stimmt, der Körper ist nicht schön nur wegen seiner Gestalt, seiner Figur, sondern er ist schön wegen seiner Ausstrahlung, seinem Licht und seiner Wärme, die er verbreitet. Darum war mir ja oft kalt. Mein Leben mit Dir hat auch meinen Körper verändert, er ist straffer, schöner, weiblicher geworden, doch ich habe zuwenig darauf geachtet, es war mir nicht wichtig. dass Du bei einer neuen Partnerin gerade so sehr darauf achtest, ist wichtig, denn eine Frau, die ihren Körper annimmt, ihn liebt und achtet, die sich ihres Wertes bewusst ist, eine solche Frau steht auch anders im Leben und dem Partner freier zur Seite.

Nun ein Vorschlag zu unserer Zwiesprache: Was hältst Du davon, sie am Morgen nach dem Aufstehen und am Abend vor dem Zubettgehen zu halten? Es muss ja nicht jeden Tag sein. Bist Du damit einverstanden?

Andreas: Ja, liebe Kerstin, wenn ich tagsüber Fragen habe, werde ich sie aufschreiben.

Kerstin: Eine neue Partnerin würde ich von Anfang an in unsere Gespräche, einweihen und mit ihr darüber sprechen. Die Fragen nach drüben werden ihr Hauptgewicht sowieso auf Deiner Entwicklung haben, also Dich betreffen. Ich bin ja nur für Dich da, weil ich mich nicht einmischen und niemandem im Wege sein will. Mein innigster Wunsch ist es ja, Dich zu begleiten, um Dir das zufliessen zu lassen, was ich an Deiner Seite vernachlässigt habe, weil ich es nicht wichtig fand.


Andreas: Gedicht von Kerstin, März 1988, bevor wir uns näher kannten:

Ruhe finden in mir.
Zuhause sein in mir.
Die Sehnsucht spüren
die mich zieht.
Leben, wach sein,
tief sinken,
in die Abgründe meiner Schwärze,
um irgendwann empor zu steigen,
um Ruhe zu finden,
um die Harmonie zu spüren,
die mich ganz selten umarmt.

Kerstin: Das Gedicht von mir sagt deutlich aus, was ich suchte und nicht fand. Ich drehte mich oft nur um mich selber, ohne zu versuchen, mich auch im anderen zu entdecken. Da sah ich oft meinen Spiegel, mein Bild, und das wollte ich zertrümmern. Ich habe mein Lebensglas zerschmettert, ehe ich`s zu Ende trank. Was jetzt daraus geworden ist, erfüllt mich mit hoher Achtung vor dem Leben, vor all den Möglichkeiten, die es bietet, denn Schmerz und Traurigkeit sind genauso viel wert, wie Glück und Wonne, Schönheit und geliebt zu werden. Andreas, etwas darf ich Dir noch sagen: Deine Manifestationen haben begonnen, sich zu realisieren, achte auf jede Kleinigkeit, die Dir begegnet, achte darauf und reagiere nicht vorschnell. Es wird noch zu komischen Situationen kommen, aber nimm sie, wie sie sich Dir zeigen, interpretiere nichts hinein, was nicht da ist, sondern beobachte und lass alles fliessen.

Andreas, was Du mit meinen Gedichten und Tagebüchern machen willst, überlasse ich Dir, ich würde sie entsorgen, denn dieses Wesen war einmal und wird so nie mehr sein. Wenn sie zum besseren Verständnis dienen können, ist es auch recht. Ich würde sie aber nicht aus den Händen geben, weil die Gefahr von Missverständnissen zu gross ist. Du bist der Einzige, der sie wirklich verstehen kann. Du bist überhaupt der einzige Mensch, der mich versteht, nur ich habe das nicht begriffen. Mein Ich war zu sehr auf das eigene Glück fixiert. Aber das ist zum Glück vorbei. Doch kehren wir wieder in die Gegenwart zurück, in der so viel Schönes, Edles und Heiteres ist, dass die düsteren Gedanken daneben verblassen. Ich kehre wieder zurück an meine Arbeit. Lieber, sei umarmt und gesegnet mit dem Hauch der Liebe!


21.50 Uhr

Andreas: Ich habe mir Gedanken gemacht über die Aussage: Sobald Du loslässt, werden Dinge auf ganz natürliche Weise zu Dir herangezogen, nicht aufgrund von Mangel.

Wenn ich einen Mangel verspürte, wollte ich diesen immer beheben - ich forderte. Jede Forderung ist ein Festhalten statt ein Loslassen. Wenn ich loslasse, brauche ich das Losgelassene nicht mehr? Oder heisst loslassen auch zulassen? Ich habe mir eine Frau vorgestellt und lasse es doch offen, fordere nichts. Also ist es ganz natürlich, wenn es zu einer Begegnung kommt. Ich schaue in mich, ob da nicht auf raffinierte Weise doch ein Trick angewendet wird. Ich sehe keinen. Ich habe die vielen Tricks satt und will keine mehr gebrauchen. Wir bitten um etwas und sind sauer, wenn wir es nicht bekommen. Ich bitte nur noch um Weisheit, Klarheit und Ehrlichkeit in allen Bereichen.

Andreas: Kerstin, hast Du mir etwas mitzuteilen?

Unbekanntes Wesen: Nimm das Heft mit nach oben - ich bin nicht Kerstin, aber ich hab den Auftrag, Dir dies auszurichten. Gott zum Gruss.

Ramtha: Nimmt dir Zeit, deines kostbaren Wesens willen, um dich selbst in all dem Wirrwarr zu finden, und liebe was du bist, sammle dich wieder in dir. Wenn du dich dann schliesslich schön findest, denke tief über dich selbst nach und über das, was Du in der Ewigkeit sein wirst!


7.30 Uhr

Andreas: Guten Morgen, Kerstin. letzte Nacht bin ich weggetaucht.

Kerstin: Das macht doch nichts, der Schlaf und die damit verbundene Loslösung des Geistes vom Körper ist notwendig und gut. Ich habe Dir etwas zu sagen, Andreas: Eine alte Struktur versucht sich wieder Gehör zu verschaffen. Du löst Dich innerlich von mir, weil Du weisst, dass Esther am Montag kommen wird. Warum diese Trennung? Warum hast Du ein schlechtes Gewissen deswegen? Du kannst mir nicht untreu werden, nicht nur, weil ich nicht mehr bei Dir lebe, nein, es ist gar nicht möglich. Du denkst und fühlst noch zu alt-irdisch. Du bist frei zu tun und zu lassen, was Dir gefällt. Nur eine Bitte habe ich, bleibe Dir treu! Du brauchst keinerlei Rücksicht auf mich zu nehmen. Ich kann nicht mehr verletzt werden, ausser von mir selber. Meine Augen, meine Sinne sind nicht mehr irdischer Natur. Freue Dich auf Esther, tut miteinander, was euch gefällt, ohne schlechtes Gewissen. Freue Dich an Dir, an Deinem Empfinden, lasse keinerlei Schatten aufkommen, rings um Dich ist es hell, ist Licht.

Ich möchte es Dir nochmals in aller Liebe ans Herz legen, sei wachsam, beobachte alles, was um Dich und in Dir geschieht und handle nicht voreilig, sondern ruhig und gelassen. Denke über den Satz nach, den Du heute Nacht aufgeschrieben hast.
Nimm Dir Zeit...

Und nochmals, Andreas, wir werden nicht mehr getrennt. Wenn Du mit einer anderen Frau leben willst, so trennt uns das nicht. Deine Seele lässt sich wohl zurückdrängen, aber sie trennt sich deshalb nicht von Dir, weil sie es gar nicht will. Mein innigster Wunsch ist es ja, dass Du froh und glücklich wirst. Wenn dazu eine Partnerin gehört, ist das völlig in Ordnung. Die Bedeutung, die ihr auf Erden der Körperlichkeit beimesst, ist bei uns nicht mehr gegeben. Die Liebe, die hier praktiziert wird, ist über alle Schatten erhaben und steht in niemandes Gewalt. Lese doch das Kapitel im Goldhonig über das Geben nochmals durch, Du hast es damals selber geschrieben. Wir leben es und Du bist auf dem Weg, das zu verstehen. Auch Esther ist ein feines, edles Wesen, vom Leben wohl gebeutelt und enttäuscht worden. Dein feines Empfinden lässt Dich Sorge tragen für ihre verwundete Seele, damit sie genährt wird und erstarken kann. Schenke ihr die Liebe, die sie braucht, aber lasse Dich in nichts hineinziehen. Binde Dich nicht an sie, Du hast es selber in der Hand. Fühle Dich auch mir gegenüber in keiner Weise verpflichtet. Unser Kontakt, unsere Zwiesprache soll nicht dazu dienen, uns aneinander zu binden. Er soll vielmehr dazu dienen, Deinem Wesen, Deinem Sein die Aufmerksamkeit zu geben, die Du brauchst, um verstehend ins Licht zu schreiten. All? die Feinheiten hervorzuholen, sicht- und spürbar zu machen, damit Du im vollen Umfang sehend wirst. Wir zwei sind eins, auch wenn Du noch in der Dualität lebst. Doch ist sie bei Dir längst in der Auflösung begriffen. Der Weg der kleinen Schritte zeigt jeden Tag mehr Erfolg, weil Du konsequent alles zur Seite legst, was Du nicht mehr benötigst. Merkst Du, wie Du Dich langsam verwandelst? Was noch vor ein paar Tagen wichtig für Dich war, ist es heute nicht mehr. Denk nur mal an Marika oder an Dein Pflichtgefühl möglicher Kundschaft gegenüber.

Lieber, lebe Deinen Tag in wunderbarer Weise, lasse alles zu und beobachte alles. Auch heute wirst Du wieder grosse Schritte auf das Leben zu tun. Habe keine Bedenken, es geht nichts verloren, Du wirst nichts vergessen.

Zum neuen Ofen im Esszimmer, Du nennst ihn Kerstin-Ofen, nenne ihn doch besser Lebens-Ofen. Wenn Du Deine Gedanken an mich da hineinlegen willst, tue es, aber ich brauche keine Gedenkstätte, ich lebe und bin für Dich da, nicht nur in Gedanken. Als Symbol, ja, das lasse ich gelten. So wie Du den Ofen gestalten willst, ist ja alles vereint. Feuer - Keramik - Erde - Steine- Ton - Eisen - Luft - Wärme - Wasser. Du weisst, es wird ein Harmonie-Ofen werden. Wie so vieles, das Du gestaltest, wird es wieder ein völlig einzigartiges Werk. Andreas, ich ziehe mich zurück und überlasse Dich Deinen Gedanken und lasse meine Liebe fliessen, Du bist gesegnet!

Ramtha: Wenn Du beginnst, Dich selbst zu lieben, dann ist das der Anfang von allem Guten. Dich selbst zu lieben bringt dich mit dir selbst in Einklang. Liebe dich selbst, damit du mit dir in Einklang bist, damit du dich nach dir selber ausrichtest. Liebe den Gott, der du bist. Liebe dich!

Segne das Feuer, durch das du gehst, denn Christus verlängert Karma nicht, er gleicht es im Jetzt aus!

Das Feuer ist ein grosser Lehrer, denn du bist in Händen deiner eigenen Gedanken. Wenn du Gott bist und du nun mit Wissen verantwortlich bist für deine eigenen Gedankengänge, deine eigenen Einstellungen, welch grösseren Lehrer gibt es dann, als dich selbst, den Christus deines Seins, den Gott deines Seins, um all jenes ins volle Licht zu bringen, so dass es in diesem Moment berichtigt werden kann, statt wie ein Verderber auf den Herrn deines Seins zu warten, um es zu einem anderen Zeitpunkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen? Der Christus bringt es in jedem Moment innerhalb des Kontinuums ins Gleichgewicht!

Andreas: Ich habe wahrlich die Zeit, alles auszugleichen in mir. Ich will ja alles begreifen, auch die Schattenspiele meines Seins. Dies sprunghafte Erkennen, das meine letzten Tage prägte und begleitete und das fortgesetzte Abgleiten in Träume und Vorstellungen. Dies engelhafte Wesen, das mir immer wieder begegnet. Wenn ich Frust empfinde, ist es da und ich fühle Freude. Mein Lebensbuch wird Seite um Seite umgeblättert, und alles Vergessene und Verdrängte kommt zum Vorschein, wird beleuchtet und ich habe dann die Möglichkeit es zu bereinigen, damit ich zur nächsten Seite übergehen kann. Es ist der einzige Weg, reinen Tisch zu machen. Nichts, aber auch gar nichts, soll unbewältigt bleiben. Behalten will ich nur das Helle, das Licht der LIEBE!!! Mein Lehrmeister bin ich mit meiner Liebe, der ich mich völlig überlassen will. Kein Rechnen mehr, kein Schauen, ob es sich lohnt. LIEBE lohnt immer.

Das Heft ist nun zu Ende und der Andreas reifer!


28. März 97

Andreas: Hier soll Kerstin das erste Wort haben ...

Kerstin: Ich soll also das erste Wort haben - gut: Ich LIEBE Dich aus tiefster Seele! Dein Visionserlebnis das Du heute Mittag über ein Treffen mit meinen Eltern und Geschwistern hattest lässt uns erstaunen. Warum - weil Dein Vorstellungsvermögen so realistisch ist. So etwas kann tatsächlich passieren. Zu welchen Ebenen hast Du noch Zugang, die ich noch nicht kenne? Ich kann ja Dein Lebensbuch nicht bis zur ersten Seite einsehen, ich würde es weder verstehen noch fassen können, so weit entwickelt bin ich noch nicht. Auch mein Lebensbuch ist noch mit sieben Siegeln versehen, weil eine solche Rückschau analog zum Wachstumsprozess stattfindet. Vieles würden wir gar nicht verstehen können, weil uns der allumfassende Blick fehlt.

Dann immer wieder die Konfrontation mit der jüngsten Vergangenheit durch meine Arbeit. Das Begreifen von Ursache, Auslöser zur Flucht, die Gründe des Nichterkennens, das Verstehen was Leben ist und was es ausmacht. Wo Kräfte verschleudert werden, wo wir uns von Mächten beeinflussen lassen und warum. Wo wir unser Sein verleugnen, in dem wir die Macht darüber bei anderen oder anderswo suchen, statt in uns selber. All? das muss vollständig durchschaut werden, um diese Zurückgekommenen verstehen zu können. Und nur Verstehen heilt!

Diesen Arkon, der in Deiner Vision als Raumschifführer in Erscheinung trat, gibt es wirklich, er ist auch derjenige, der die Überwachung Deines Hauses unter sich hat. Ich nehme an, dass dein plastisches Vorstellungsvermögen durch Deine nächtlichen Ausflüge geschult wird und auch dort die Nahrung findet, um sich weiter zu entwickeln.

Zu Deinen nächtlichen Ausflügen ist zu sagen, ich weisst längst nicht, wo es Dich überall hinzieht. Dein Wissen ist um einiges grösser als meines, aber das tut nichts zur Sache, denn in Deinem Seelenleben kenne ich mich gut aus und kann Dir noch so manchen Typ geben. Ich bin eine Frau und darf Dir bei der Entwicklung Deiner weiblichen Seite beistehen. Das ist eine Aufgabe, die ich über alles liebe! Andreas, ich gehe wieder, denn ich habe die ersten Worte im Heft ein wenig in die Länge gezogen. Aber wie sagte einst Lene: Kälte zieht zusammen, Wärme dehnt sich aus, ich rede eben mit Wärme. Es sind Lene?s Worte, aber ich schliesse mich an. Lieber, eine gute Zeit und bis bald.

Ramtha: Für jeden ist es notwendig, ohne die Bedrängnis oder Sorge des Geldes wegen zu sein. Jeder möge Geld haben, solange Geld nicht den Vorrang hat. Glücklich sein hat in jedem Fall Vorrang. Dann haben die Menschen freudevolle Freiheit, denn sie arbeiten nicht wegen des Geldes, sondern wegen des Glücklichseins. Sie tun das, was sie glücklich macht. Dann sind sie gesichert!

Kerstin: Guten Morgen, Träumer, ich bin?s, Kerstin, die wache. Du merkst, ich entschuldige mich nicht mehr wie früher, weil ich etwas falsches gesagt haben könnte, denn ich weisst, dass Du verstehst, wie es gemeint ist. Immer wieder spüre ich, wie wenig Vertrauen ich in Dich hatte, geschweige denn in die anderen. Lassen wir das. Du hast heute morgen wieder eine wichtige Lektion gelernt. Wir sind nicht grundsätzlich suchtgefährdet, weil es in unseren Händen liegt, ob wir das wollen oder nicht. Die Erfahrungen zeigen uns ja klar, wohin eine Sucht führen kann... Andreas, das nur kurz und einen lieben Gruss von Ruth und sie lässt fragen, ob du nicht das Musikstück City of Light spielen könntest. Heute wirst Du einen eher lebendigen Tag bekommen. Ich werde mich wieder melden, denn es liegen mir noch einige Dinge am Herzen. Aber ich muss sie zuerst bündeln, um nicht zu viele Worte zu machen. Lieber, eine gute Dusche und einen wachen, segensreichen Tag!


7.15 Uhr

Andreas: Ruth, wie geht es Dir?

Ruth: Mir geht es gut. Meine Mutter scheint jetzt mehr verstanden zu haben was mein Sterben anbelangt. Sie geht in einen Kreis, wo solche Themen besprochen werden und sie liest auch Bücher über diese Thema.

Andreas: Konntest Du mit Kerstin über unser Gespräch vor ein paar Tagen reden?

Ruth: Ja, aber ich verstehe es noch immer nicht so ganz, doch das kommt schon noch.

Andreas: Hast Du Fragen an mich?

Ruth: Nein, Andreas. Ich lerne, indem ich Euch zuhöre. Kerstin erklärt mir zudem manche Gedanken von Dir - ich darf mich ja nicht einmischen und will es auch nicht - ich bin zum Beobachten hier bei Dir.

Andreas: Dann eine gute Beobachtungsgabe für Dich und Deine Freunde.

Ruth: Danke, Andreas, wir geben uns Mühe, das manchmal sehr komplizierte Denken der Erwachsenen zu verstehen. Bei Dir ist das anders, Du denkst einfach und klar und ohne viele Umwege zu machen, darum bin ich ja gerne hier. Nochmals Danke.

Andreas: Das Inserat ist zurückgekommen, es soll wohl nicht sein. Es gibt doch den direkten Weg, eine Frau durch meine Gedankenkraft zu mani-festieren, ich tue es. Die Gefahr eines langen Briefwechsels, der nichts fruchtet, ist so gebannt. Für mich gilt wohl doch nicht mehr der übliche Weg? Meine Vorstellungen sind klar, ich pflege sie und lasse mich überraschen.


17.00 Uhr

Andreas: Wenn nur diese Ungeduld nicht wäre. Kerstin sagte mir mehrmals, ich sollte nicht unüberlegt handeln. Genau beobachten und ruhig bleiben. Das ist einfacher gesagt als getan wenn es einem fast das Herz zerreisst bei einem Film mit Happy End. Ich hatte jahrelang Zeit, das zu leben, habe es jedoch kaum umgesetzt, weil ich das Wissen noch nicht hatte und jetzt habe ich die Erkenntnis und keine Möglichkeit, sie auszuleben. Das Leben ist wahrlich köstlich.

Ich muss selbst den Durchbruch schaffen, sonst vergebe ich wieder eine Freiheit. Aber meistens sind die Schmerzen vor der Geburt am grössten. Andreas, singe ein Lied, weine, fluche und tobe, aber gib Dich nicht auf, lege nichts mehr in fremde Hände. Ich brauche jetzt keinen Trost, ich gehe da durch. Ich weisst, Kerstin, dass Du hier bist, aber sage jetzt bitte nichts. Ich will nicht mehr an diese Liebe glauben, nein, ich will zu dieser Liebe werden, voll und ganz. Liebe und verstehe Dich selbst und hilf Dir selbst, das ist der Weg zur Vollmacht. Einmal erreicht, wird mir nichts mehr fehlen, das weisst ich.


20.30 Uhr

Andreas: Kerstin, ich will Dich keineswegs am Sprechen hindern, aber ich habe Dinge zu verdauen, bei denen Du mir nicht viel helfen kannst, weil ich es für mich tun muss, um es in aller Tiefe zu begreifen - Du verstehst mich?

Kerstin: Ja, Lieber, ich verstehe Dich sehr gut. Ich werde mich niemals selbsttätig in etwas einmischen. Wenn du willst, habe ich Dir etwas zu sagen.

Andreas: Ja, Liebes, rede mit mir, ich bitte Dich darum.

Kerstin: Du brauchst mich um nichts zu bitten, niemals, alles, was ich Dir mitteile, tu ich aus freien Stücken, weil ich Dich liebe. Das reicht völlig aus, um mein Herz überfliessen zu lassen. Ich habe Dir gesagt, dass Du heute einen eher lebendigen Tag haben wirst. Ich wollte das Wort ?strenger? nicht benutzen. Diese, Deine offene Seele ist verwundbar und so zart, Du solltest ihr Licht sehen können, Du würdest andächtig staunen. Es ist alleine diese wunderbare Seele, die in mir Saiten anschlägt und zum Schwingen bringt. Diese Wünsche zu teilen, mitzuschwingen in einer anderen Seele, öffnet Dich einem Sein, das Dir nicht mehr vertraut ist. Du kannst den Weg zurück auch alleine gehen, wenn Du das willst, wir müssen uns dann zurückziehen. Willst du das?

Andreas: Nein, es würde ein endlos harter und trauriger Weg werden und den bin ich lang genug gegangen. Ich brauche eure Hilfe, auch wenn das nicht immer so aussieht. Mein Leben wäre alleine sinnlos und es liegt nicht in den Göttlichen Gesetzen, so zu wandeln - meine Vergangenheit bestätigt dies. Es hat nichts mit Stolz zu tun, es ist so, dass ich alles erfahren musste, um an diesen Punkt zu gelangen. Glauben nützt mir nichts, ich muss tief in mir wissen, um dann völlig frei von allem loszulassen.

Kerstin: Ja, Andreas, Du sprichst es selber aus, und genau das ist es, was von den Hütern des Karmas gesehen wird. Dein Christus -bewusstsein löst dieses Karma auf. Du brauchst keine Hilfe mehr, denn Dein Karma existiert nicht mehr. Du willst unsere Begleitung, weil Du Dich noch schwach fühlst, wie nach einer schweren Verwundung. Ramtha hat auch danach sieben Jahre lang den Felsen aufgesucht, um mit allem abzuschliessen. Aber auch er war nicht ohne Hilfe - frage ihn selbst. Das feine, zarte Pflänzchen der Seele von Andreas muss behütet und gepflegt werden. Du bist wahrlich von neuem geboren worden ins Christus -bewusstsein und jedes Neugeborene braucht Pflege und Schutz, um keinen Schaden zu nehmen. Wenn Deine volle Manneskraft erstarkt ist, dann kannst Du frei gehen, wie es Dir beliebt. weisst Du, es ist so vieles aufgebrochen, mit dem Du, von der alten Struktur her, nicht mehr umgehen kannst, weil auf dieser Ebene andere Gesetze, andere Strukturen gelten. Darum nochmals, beobachte alles, aber nicht als Krieger, der auf alles gefasst ist, nein, als staunender kleiner Junge, der nichts vom Übel der Erde kennt. Du kannst Dich völlig darauf verlassen, als unschuldiges Kind Deine Schritte zu tun, es wird Dir nur Erstaunliches begegnen. Und ich, die ich einen anderen Zugang zu Deiner Seele habe, als die meisten hier, darf mit darüber wachen, das nichts Dein Wachstum stört. Du darfst Dich wirklich in die unendliche Liebe fallen lassen. weisst Du, ich zerplatze fast vor Freude, weil Du es zulässt. Ich vermag keine Worte mehr dafür zu finden, wie mir ist!!! Lieber, ich bleibe heute Nacht und morgen bei Dir, um Dir so manches zuzuflüstern, was nur uns beide angeht. Tu, was du magst, es ist alles gut. Meine Seele ist Dir so nahe, so eins mit Dir!


30.März 97

Ramtha: Gesegnet ist das Leben, das dies zu sein erlaubt
Gesegnet ist der Ursprung allen Seins, der ewig versteht
Gesegnet ist die Seele, die aufrichtig ist
Gesegnet ist der Geist, der dich niemals vergessen lässt
Gesegnet seid ihr, die ihr die Erfahrungen eurer Illusionen macht

Denn eines Tages werdet ihr alles sehen und alles verstehen, und das sinnerfüllte Gute eueres Wesens wird mächtig zu denen vor euch reichen. Und ihr könnt euere Liebe für sie nicht leugnen oder euere Erfahrung. Gesegnet seid ihr, geliebte Geschwister, die ihr die Illusionen von Kummer und Verzweiflung und von Zeit, die dies Geschehen erlaubte, zu meistern lernen werdet. So sei es ...

Alle Dinge sind vergänglich, die grösste Lektion ist zu lernen, freudigen Herzens zu leben.


8.15 Uhr

Andreas: Guten Tag, Kerstin, hattest Du eine interessante Nacht?

Kerstin: Guten Tag, Liebster, wir hatten eine interessante Nacht. Auch wenn Du fast nichts mehr weisst, der Geist vergisst nichts. Deine Gedanken darüber, was ich hier so die ganze Zeit mache, sind irdischer Natur, für mich ist es höchst spannend und lehrreich, da zu sein, Dich zu beobachten und das zu verstehen, was für mich zu Lebzeiten oft rätselhaft war. Aber das grösste Rätsel war ich mir wohl selber. Du hattest recht, mich manchmal als stur zu bezeichnen, es war meine Mauer zum Schutz gegen aussen. Nun lege ich, so wie Du, alles zur Seite, was nur Ballast ist. Ich bleibe noch in Deiner Nähe, um Dich noch tiefer zu erfassen, um mit Dir zu sein.

Ramtha: Vom Herrn und Gott meines Seins aus rufe ich meinen Christus hervor ins Licht, ins Leben, ins Jetzt, so sei es! Vom Herrn und Gott meines Seins aus rufe ich meine Macht hervor: komme hervor. Jetzt, so sei es! Vom Herrn und Gott meines Seins aus rufe ich mein Königreich hervor: komme vollendet hervor, jetzt.
So sei es!

Andreas: Ostern ist vorbei, ab morgen wird es anders werden - mehr Betrieb sein. Ich gehe nach aussen, um so zu üben, in meiner Mitte zu bleiben. Mein inneres Königreich leuchten zu lassen, so sei es!

Kerstin: Du hast mir noch etwas zu sagen, ich bin da. Du hast recht, morgen wird es anders sein, aber nicht viel. Deine Zeit der Trauer ist vorbei, weil Du sie umgewandelt hast in Licht, Liebe und Verstehen, ich danke Dir tief dafür! Ich schäme mich für diese Gedichte von mir, die Du in den Computer eingegeben hast und doch sollte ich dazu stehen, es sind meine Erfahrungen, die sie wiedergeben. Du kannst wohl etwas abschliessen, das ist eine Sache des Willens, aber sind in der Seele immer noch Bilder der Ohnmacht vorhanden so darfst Du sie nicht einfach abstellen. Lasse sie ausklingen, bis zum letzten Ton, erst dann hast Du abgeschlossen. Ich stehe dieser Sache hilflos gegenüber, weil es Deine Seele ist, die sich den Schock eingeprägt hat. Nur Deine Liebe ist imstande, zu vergeben und den Schock in Licht zu verwandeln. Aber Du weisst, ich habe mich da nie herausgeredet, ich stehe zu allem. Ich bin versucht zu sagen: Ich stehe in Deiner Schuld. Das aber lehnst Du entschieden ab. Ich weisst auch, es würde nichts nützen. Du stehst der ganzen Begebenheit viel realistischer gegenüber als ich. Aber um etwas bitte ich Dich, verdränge nichts, Du hast den Schaden, der daraus entstehen würde, nicht verdient.

Denke nicht, dass ich in alles Einblick habe, was Dein Sein, betrifft. Du hast diesen weiblichen Schutzgeist, der Dich schon lange begleitet, doch bisher habe ich zu dieser - wahrlich edlen - Frau noch keinen Zugang. Es wird Gründe haben, die ich noch nicht verstehen kann. Ob ich im übrigen wirklich Dein Perlen-Du bin, ist mir noch immer schleierhaft, weil meine Sicht nicht weit genug zurückreicht. Aber für mich ändert das nichts, ich liebe Dich aus tiefster Seele. Ich weisst, ich klinge heute traurig. Das ist deshalb so, weil immer wieder diese Bilder von meinem Weggehen auftauchen. Deine Musik umflutet und tröstet mich. Mein Gott, wie tief muss Deine Liebe zu mir sein, wie tief .... Keine Angst, ich falle nicht mehr in meine alten Muster zurück, das ist wirklich vorbei. Andreas, Lieber, ich überlasse Dich Deinem Frieden, ich bin so unendlich dankbar, dass es dich gibt! Alles Feine und Edle soll Dir zufliessen. Gute Nacht und einen tiefen Schlaf mit allem, was dazugehört.

Ramtha: Die Entwicklung zur Göttlichkeit beginnt, indem man kenntnisreich darüber wird. Gib der Dunkelheit Licht und alles ist bekannt. Es gibt keine Unmöglichkeiten.

Es gibt nur begrenzten Gedanken, der begrenzte Kreation schafft.

Andreas: Liebe Kerstin, kannst Du mir von Deiner weiblichen Seite her noch etwas zum heutigen Tag und zu meiner Begegnung mit Esther sagen?

Kerstin: Da ist die weibliche Kerstin! Lieber, Du bist ja ein herrlicher Goldstern, hast Du Angst vor Esther, Angst, etwas falsch zu machen? Wie wenig kennt Du doch uns Frauen wirklich. Wenn Du wüsstest, wie viele weibliche Wesen es gibt, die sich vor Dir verneigen würden, weil Du so zärtlich, so rücksichtsvoll geworden bist. Wieviele Frauen sich Dir hingeben, sich Dir schenken würden, weil es ihr tiefster Wunsch ist, einem solchen Gegenüber ihre Hand und ihr Herz zu reichen. Was kannst Du denn falsch machen, sage es mir?

Bleibe Du selbst und lebe Dich, Du hast ja keine bestimmten Absichten mehr. Und dass es Dir jetzt die Schamröte ins Gesicht treibt, finde ich köstlich. Gerade die Esther ist eine tiefe, empfindsame Frau und zugänglich für einen Mann wie Du es bist. So etwas hat sie noch nie erlebt, sie freut sich und kommt offen auf Dich zu. Begegnet euch, tauscht euch aus, erlebt euch und alles andere wird sich völlig natürlich ergeben, da brauchst Du nun wirklich keine Anleitung von mir. Beobachte und bleibe bei Dir. Ja, ich sehe Deine Gedanken und weisst um Deine Gefühle mir gegenüber, obwohl es überhaupt nicht meine Absicht ist, Dich zu verpflichten. Niemals soll das geschehen. Allein Deine Seele weisst, was gut und wertvoll ist. Mache aus diesem Tag ein Fest, so wie auch aus allen noch folgenden.

Noch etwas liegt mir auf dem Herzen: wenn ich Dir meine Liebe gestehe, so will ich niemals Deine Seele an meine knüpfen und mir ist es zutiefst ernst damit. Ich teile Dir meine Liebe mit, weil es eine Tatsache ist. Würde ich schweigen, würdest Du es trotzdem spüren, denn Liebe lässt sich nicht verleugnen. Andreas, Du Goldstern, wie macht es mich glücklich, Dich so zu sehen. Kannst Du Dir das vorstellen? Ich wünsche Dir einen feinen Tag und alles, was Dir, Deiner Seele, Deinem Herzen und Deinem Körper gut tut!


1. April 97 - 6.45 Uhr Sommerzeit

Kerstin: Guten Morgen! Ich möchte es und tue es auch - Dich wirklich umarmen. Liebster, Du bist enttäuscht. Lass mich Dir, einen feinen Blumenkranz winden für Dein edles Verhalten und Beobachten, auch für Deinen Körper und seine Redaktionen. Ihr seid wieder beim Ausgangspunkt angelangt, wie vor etwa 30 Jahren, somit ist auch dieser Kreis geschlossen. Du erkennst das ganz richtig. Ich denke, dazu gibt es nichts mehr zu sagen, Du weisst alles. Andreas, seit Du die Ebenen gewechselt hast, wird es für viele Menschen und damit auch Frauen, schwieriger, Deine Welt, Deine Gedanken und Dein Fühlen nachzuvollziehen. Sie werden Deine Umgebung geniessen und sich in Deiner Nähe wohlfühlen, weil sie an etwas erinnert werden, weil etwas in ihren Seelen angesprochen wird. Esther meinte: ob Du vereinsamst. Du würdest es sehr bald merken, dass sie Deine Bilder, Deine Kontakte nicht nachvollziehen kann. Von einer Vereinsamung Deiner Seite kann gar keine Rede sein, weltlich mag es so aussehen - denn Türen schliessen sich und Herzen auch, spürt man der Wahrheit herben Hauch ...

Eh? Du die Wahrheit kündest, werde dir bewusst:
Du bist fortan allein
und deine Brust
muss Heimat dir und Zufluchtsstätte sein!
Du bist ein kreuzend Schiff, das nirgends landen darf,
der Ladung willen, die es führt an Bord.
Schon mancher, der ins Meer die Ladung warf,
um endlich anzulaufen sichern Port!

Wirst Du bestehn?
Wirst Du, ein Wandersmann, vorübergehn
an Türen, die Dir gastlich offen stehn
zu froher Menschen Runde und Verein
bringst Du die Wahrheit nur nicht mit herein!

Denn Türen schliessen sich und Herzen auch,
fühlt man an Dir der Wahrheit herben Hauch.
Sie stört Behaglichkeit und Illusion
und wird gelohnt mit Hass nur oder Hohn.

Bist Du so stark, dass Deiner Stimme Laut
die Mauern stürzend macht,
die Hass und Hohn Dir baut?
Erträgst Du es, wenn man lacht?

Dann nimm der Wahrheit köstlich schwere Last
und hüll Dich in den Mantel Einsamkeit -
und geh von Tür zu Tür als ungebetner Gast,
als Heimatloser durch die Zeit,
und lass sie lachen. -
Doch willst Du es besser machen,
dann üb und gib ein lächelndes Verstehn
als milde Gabe im Vorübergehn,
und lehr sie so, ihr Lachen umzuwandeln.
Doch lass Dein Handeln
von Lob wie Lachen unbeeinflusst sein!
Des Tuns Verantwortung trägst Du allein.

Davon nimmt Lob nichts ab
und Lachen gibt nichts zu.
Doch wisse Du:
Bringst Du mit Wahrheit nur ein Herz zur Ruh.
Ein einzig Herz, das, dürstend aufgetan,
aus Deinen Händen nimmt den Becher an,
Genesung trinkend von der Erde Wahn,
dann, Wahrheitskünder, ist Dein Werk getan.

Ephides.


Doch, Du bist noch viel stärker als ich ahnte und Du nimmst unsere Begleitung an. Es wird sowieso fast die einzige sein, die Dir echte Befriedigung geben kann. Jetzt verstehst Du sicher besser, was ich meinte als ich sagte: es sind noch wenige Menschen auf Erden, die diesen Weg wirklich gehen. Sicher, viele sind auf dem Weg, aber ihn zu gehen mit aller Konsequenz, das ist eine andere Sache. Aber vergiss nie: Du bist getragen und niemals mehr alleine. Ich wünsche Dir strahlende Liebe.

Ramtha: Kontemplativer Gedanke ist erweiterter Gedanke. Kontemplativer Gedanke nimmt einen einzigen Gedanken oder ein Objekt oder eine Wesenheit und denkt darüber nach.

Ihr mögt zwar ganz zufällig viele Dinge eueren Tag übersehen und über sie nachdenken, doch innehalten und einen speziellen Gedanken zu ergründen, erweitert erst euer Verstehen, euer Wissen und eure Schlussfolgerungen diesbezüglich. Kontemplativer Gedanke ist lernender Gedanke.

Alles Denken, aller Gedanke, alle Zeiten - alle denken immerzu, denn alle erweitern sich immerzu. Gedanke ist der Ur - Beweger.

Gedanke ist der Schöpfer.
Gedanke ist endgültig das höchste Element.
Gedanke ist der Ursprung allen Seins.

Andreas: Guten Morgen, liebe Kerstin, hast Du mir etwas mitzuteilen? Fragen habe ich keine.

Kerstin: Lieber, ich möchte Dir soviel erzählen, aber mich schmerzen die Worte, die doch nicht ausdrücken können, was ich fühle, erlebe und Dir mitteilen will. Darum umarme ich Dich einfach.

Dieser Besuch von Esther hat Dich etwas Wichtiges verstehen lassen. Es ist nicht so, dass Esther nichts von Dir wissen möchte, aber Du bist für sie unerreichbar. Du hast sie genauso behandelt, bist ihr begegnet, wie sie es wollte und doch passte es ihr nicht - ein Mann wie Du ist wohl ihr tiefster Wunsch. Diese Frau ist unendlich müde. Dein Gedanke, sie das letzte Mal gesehen zu haben, dürfte richtig sein. Aber Du hast ihr gegeben, was sie brauchte und mehr kannst Du nicht tun.

Mein Sohn geht nun seinen eigenen Weg, aber er wird wieder zu Dir kommen, wenn er enger mit der Geistigen Welt in Kontakt kommt. Auch ich habe ihn völlig loslassen müssen Zu seinem Vater fehlt mir der Draht, der ist ja so selbständig. Lassen wir das. Du merkst, da ist sehr viel in mir, und eben diese Worte können das alles nicht vermitteln. Aber ich weisst, dass Du die Sprache des Herzens verstehen kannst. Ich liebe Dich und begleite Dich!


3. April 97 - 6.35 Uhr

Andreas: Liebe Kerstin, den Vortrag von Rudolf Passian zum Thema Selbstmord hast Du sicher mitverfolgt - was meinst Du dazu?

Kerstin: Nachdenklich gestimmt hat er mich schon. Rudolf zeigt auf, wie es in den meisten Fällen wirklich ist. Was mir aber viel mehr zu denken gibt, dass es für mich anders war und ist. dass die Liebe im wahrsten Sinne erlösen kann und befreien, erlebe ich ja selbst an mir. Hier, wo ich lebe, ist weder Dunkelheit noch Schatten, weder Bedrängnis noch Traurigkeit, da ist nur Licht, Wärme, Liebe, Schönheit und lebendiges Leben. Ich bin aber häufig in diesen Sphären, die Rudolf beschreibt, um zu verstehen und um mein selbsterfahrenes Licht hinzubringen. Ich stehe ja jetzt voll in dieser Arbeit und das ist manchmal sehr hart für mich und zeigt mir, wie kleinlich, ja bedeutungslos meine Probleme, die ich zur Hauptsache werden liess, in Wahrheit sind. Ich nahm mich ja mit nach drüben und somit auch alles, was ich jahrelang, zum Teil unbewusst, gepflegt habe, wie Melancholie, Trauer, Fluchtgedanken, Wünsche, einfach alles. Ich muss noch sehr aufpassen, dass mir dies nicht wieder zur Hauptsache wird. Dann müsste ich absteigen und würde teilweise erblinden. Andreas, ich kann Dir aber versichern, dass das nicht geschehen wird. Die Schule ist hart doch gerecht. All? die dunklen Punkte auszuleuchten, die mein Leben von Kind an begleiteten, ist eine langwierige Aufgabe, die ich aber sehr gewissenhaft zu lösen versuche. Ich weisst wohl, dass mein Sterben hier nicht als reine Selbsttötung betrachtet wird, doch je mehr Überblick ich erhalte, finde ich, dass es dem doch recht nahe kommt. In unseren Seelen sind ganze Universen verborgen, von denen ich erst jetzt eine Ahnung bekomme. Doch ist es so, dass jeder Mensch auf Erden in seinem Leben einmal an diesen Punkt geführt wird, wenn er ehrlich über das Leben nachsinnt. Jeder, der den freien Willen höher einschätzt, als er in Wahrheit ist, wird mit dem Alles oder Nichts konfrontiert.

Doch wer sich aus dem Hause Gottes entfernt und nur noch sich selber sieht, den Zusammenhang mit allem in allem vergisst, für den wird eben das Ego zu allem und daraus folgen all die Möglichkeiten, die u.a. auch zu solchen Schritten führen. Darum können Engelswesen, die diese Erde noch nie durchlaufen haben, schwer verstehen, wie es zu solchen Aktionen kommen kann.

Die, die im All-Eins leben, für die ist so manches schlicht unvorstellbar, was wir, die wir den Erdenweg wählten, uns aufgehalst haben. Aber wir werden deshalb nicht mit weniger Achtung behandelt, gerade weil sie um den Gott in uns sehr genau Bescheid wissen. Da ich jetzt beide Seiten kenne - ich lerne es - verstehe ich Demut, Dank, Bosheit und Hingabe in seiner wahren Tiefe.

Ja, Andreas, all Deine Hefte würden nicht ausreichen, für das was es noch zu sagen gäbe. Vieles ist in Dir und kommt zur gegebenen Zeit ins Bewusstsein, um dann jederzeit verfügbar zu sein. Andreas, wir haben noch einiges vor uns und der Weg der kleinen Schritte wird weitergeführt, so lange Du das willst. Ich umarme Dich und wünsche Dir eine baldige Erfüllung Deines Traums. Ja, ein Engel sollte es schon sein ...! Ich liebe Dich!

Ramtha: Das neue Zeitalter wird das Zeitalter Gottes genannt, das Zeitalter des Gerichtes, das in das Zeitalter des Lichtes hinein manifestiert wird. Alle Dinge erhalten ihre Kraft durch Licht. Licht ist das, worauf aufeinanderfolgende Gedanken getragen werde. Zeiten, wie ihr sie kennt, wird es nicht mehr geben. Das Prinzip der LEBENSKRAFT wird sich durchsetzen.


4. April 97 - 22.25 Uhr

Andreas: Liebe Kerstin, ich bin mit der Eingabe meiner Tagebucheintragungen in meinen Computer jetzt an dem Punkt angelangt, wo unsere Zwiesprache beginnt und ich freue mich, das alles nochmals zu schreiben, denn ich entdecke, wie wertvoll das alles ist und freue mich, mit Dir ob der Freiheit, die Du geniessen darfst und dass Du nicht im Dunkeln darben musst.

Kerstin: Ja, Liebster, ich weisst um mein Vorrecht, das Du mir ermöglicht hast. Die Arbeit, die Du Dir machst, ist äusserst wertvoll und wird zum Segen vieler gereichen. Auch wenn Du diese Arbeit tust, ohne abzusehen, welche Folgen sie hat, bezeugst Du Deinen Willen, für das Reich des Lichtes voll einzustehen. Du treue Seele, das sind nicht meine eigenen Worte, sondern die soll ich Dir von hier aus übermitteln. All Deine Wünsche werden gesehen und kein einziger wird vergessen. Darauf kannst Du Dich verlassen. Fragen scheinst Du keine zu haben, Du wirst noch voll sein von all den Gedanken, die Du gestern und heute in den PC getippt hast. Ich meine mit Fragen haben, nicht diese, die schon länger vorhanden sind, wie Partnerin usw. Ich beobachte Dich schon länger und wundere mich, dass ich zu Lebzeiten Deine Gedankengänge nicht besser, klarer wahrgenommen habe, warum ich so wenig auf Dich eingegangen bin.

Ich war zu sehr in mich selbst verstrickt und daher oft taub und nicht aufnahmefähig für Dich. Du hast darunter gelitten und das tut mir weh. Ich erkenne immer mehr die Zusammenhänge zwischen mir und meiner Umwelt und warum es so ein Ende nehmen musste. Ich hatte nie ein volles Ja zu diesem Erdenleben. Meine Opposition war viel stärker als meine Bereitschaft, das Leben anzunehmen, wie es eigentlich mein Wunsch war, bevor ich den Weg zur Erde antrat. Ich bin mir nicht sicher, ob da nicht doch noch eine Inkarnation erfolgen wird. Solange ich meine Aufgabe erfülle, mit ganzem Herzen dabei bin, wird es so belassen. Aber ob mich die Opposition nicht doch wieder einholt - die Gefahr besteht latent. Ich arbeite hart daran, alle Zusammenhänge aufzudecken und Du kannst mir dabei helfen, mit Deiner Sicht der Dinge. Ich gäbe viel darum, nochmals an Deiner Seite zu sein, aber diesmal im wachen und annehmenden Zustand.

Ich werde darauf aufmerksam gemacht, mir keine weiteren Gedanken darüber zu machen, es gäbe zudem noch andere Wege. Und meiner ist jetzt, u.a. diese Zwiesprache weiterzuführen. Auch wird mir gesagt, dass ich hier sehr wohl die Möglichkeit habe, zur vollen Erkenntnis zu kommen mit Deiner Hilfe. Sie sind sich Deiner Hilfe gegenüber mir sehr sicher. Du siehst, Andreas, ich bin noch längst nicht befreit von meiner, wie Du es nennen würdest, Struktur. Ja, sprich...

Andreas: Liebe Kerstin, da kann ich denen, die Dich aufmerksam machen, nur beipflichten, höre auf, Dich erneut in Dein Gedankenkarussell zu setzen. Das bringt nun wirklich nichts mehr ausser Frust und zunehmende Dunkelheit, die Dir die Sicht raubt. Du brauchst aber eine klare Sicht, um die Dinge zu sehen, wie sie sind. Nimm ganz an, was geschehen ist und leuchte in jeden Winkel. Dann werden Dich die Schatten, die jetzt noch Deine Gefühle prägen, verlassen müssen. Nimm Dich wichtig, aber im Ganzen und lege nicht zuviel Gewicht auf Deine letzte Tat hier auf Erden, denn die war nur eine Folge aus vielen einzelnen Geschehnissen in Deinem Leben. Lass? das Unabänderliche ruhen und konzentriere Dich nur darauf dies zu verstehen. Dann wirst Du frei. Lebe diese tiefe unendliche Liebe in Dir. Darauf besinne Dich, daran arbeite in Geduld und Liebe mit Dir selber. Wenn diese Schauergedanken auftauchen, betrachte sie neutral und lasse sie vorbeiziehen, ohne ihnen Nahrung zu geben und ohne Dir eine neue Inkarnation auch nur vorzustellen - die gibt es nicht mehr für Dich. Dein Rad der Wiedergeburten ist abgeschlossen, es hat zu Ende gedreht, verstehst Du mich, das ist so. Alles andere lenkt Dich nur von Deiner Arbeit ab und durch diese Arbeit wirst Du genug Erkenntnisse bekommen. Achte darauf und beobachte scharf und bleibe ruhig in Dir selbst - in Deinem eigenen wahren Selbst.

Kerstin: Ja, Andreas, das stimmt alles und ich werde mich bemühen, Deine Worte in die Tat umzusetzen. Eigentlich sollte ich Dich trösten und Dir Hilfe geben, aber Du bist mir wieder einmal meilenweit voraus. Aber es macht mich froh, Dich so zu erleben, Deine Stärke zu fühlen. Dieser Schritt von Deiner zu meiner Ebene, wird immer kleiner. Eigentlich ist da gar kein Unterschied mehr. Mir wird angedeutet, dass ich Dich jetzt für Dich lassen soll. Diese Andeutung kommt von der wunderbaren Frau, die Dein Schutzengel ist, die schon einmal mit Dir eine Zwiesprache hatte, deren Inhalt Du nächste Woche in den PC eingeben wirst. Sie wird Dir in der nächsten Zeit wieder sehr nahe sein, auch mit Worten. Liebster, ich umarme Dich und danke Dir für alles!

Ramtha: Alle, die Krieger der alten Gesetze sind, alle, die Eroberer der alten Gesetze sind, die die Menschen versklavt haben, ihre Tage sind zu Ende. Siehe da, es wird ein grosser Schrei ertönen, er wird von der Seele des Menschen kommen, denn der Mensch, der unter der Tyrannei bedrohlicher Gesetze lebte, wird frei sein.


5. April 97 - 0.15 Uhr

Andreas: Du liebliches Wesen, mit dem ich vor genau zehn Jahren schon einmal Zwiesprache gehalten hatte, ich weisst, dass Du in der Nähe bist. Du weisst auch um meine letzten zehn Jahre auf dieser Erde und alles, was damit verbunden war. Mein Wunsch ist, diese Zwiesprache mit Dir weiterzuführen. Wenn Du einverstanden bist, gibt mir ein Zeichen und einen Namen,
wie ich Dich ansprechen darf.


Hier eine Wiederholung vom April 1987:

Eine lange Wanderung mit Höhen und Tiefen über langsam vertraut werdende Erde fand in einer Begegnung eine Unterbrechung, eine Ausruhphase. Aus dem Dämmerschlaf erwachend, noch nicht ganz wahrnehmend, was geschah blickte er sich um. Eine nicht direkt vertraute Umgebung erwartete ihn, er stand mitten in einer Wiese, die mit vielerlei Blumen und Gerüchen durchwoben war. Er fühlte sich wie einer, der nach langer Zeit, die er in anderen Ländern zugebracht hatte, wieder seinen Heimatboden betritt. Er betrat ihn nicht eigentlich, sondern vielmehr erwachte er auf diesem seinem Heimatboden, also musste ihn jemand schlafend hierhergebracht haben. Die Erinnerung war noch stark von jenen Orten geprägt, in denen er lange Zeit gelebt hatte. Doch war auch das tiefe Wissen um diese Heimat in ihm vorhanden. In den anderen Ländern hatte er wohl manchmal an diese Heimat hier gedacht und sich in stillen Stunden danach gesehnt. Die anderen Länder lebten in einer anderen, in einer besonderen Art und Weise. Da geschahen viele Dinge ohne Vorwarnung, sehr unsanft. Es wurde gestossen, wenn einer stehenbleiben wollte, um sich etwas näher zu betrachten. Es herrschte eine andere Stimmung. Es war grauer und schwerer. Es war auch lauter und hektischer. In den anderen Ländern war es ganz anders als hier auf dieser Wiese, in dieser Stille und der duftend schönen Blumenpracht, so ganz ohne Fremdlaute.

Sein Erwachen glich in manchen Dingen nicht dem Erwachen aus einem Schlaf wie in den anderen Ländern. Dort musste er eine gewisse Dämmerung im Dasein um sich haben, um ohne allzuviel Schaden die Strassen durchlaufen zu können.

Hier konnte er sehen, wirklich sehen, so wie er sich das oft gewünscht hatte. Hier konnte er fühlen, so wie er sich das innigst erhofft hatte. Hier fühlte er die ersehnte Freiheit, die in den anderen Ländern stets an seine Seelentür geklopft und um Einlass gebeten hatte. Der Nebel, das Vergessen, dieses unsägliche Ahnen waren hier einfach erlöst.

In der Wiese sitzend schaute er staunend dem lustigen Spiel der Blumenelfen zu. Sie begrüssten ihn mit schillerndem Blütenstaub, den sie fein über ihn hinwegbliesen, zarte Farbspuren hinterlassend. Der Blütenstaub funkelte und strahlte in der Luft wie Schneekristalle. Er bildete Formen, um gleich wieder als Tautänzerinnen durch den Raum zu schweben. Feinste Melodien begleiteten den Tanz, der eigentlich gar kein richtiger Tanz war, mehr ein Formen- und Farbenreigen, ein Rufen, mitzutun. Er fühlte sich geborgen, dem ureigenen Sein verbunden. Das Geschehen spielte sich nicht mehr ausserhalb von ihm ab, er war nicht mehr alleine nur Betrachter dieser Abläufe, mitten in seinem Innersten vibrierte all dieses Geschehen mit - mit ihm, um ihn, durch ihn. Die farbigen Töne durchwoben all seine Nerven und Lebensadern. Feine Hände berührten ihn in unsagbarer Zartheit. Sein Empfinden war offen für jegliche noch so hauchartige Berührung, aufgehend im Tanze, verbunden mit allem und allen.

"Sei gegrüsst mit dem Gruss des Lebens." Leise hörte er diese Worte, die von überall zu kommen schienen. Er spürte diese Worte um und in sich gleichermassen. "Wer bist Du, der mich grüsst?"
"Wir kennen uns," sprach ein weibliches Wesen, das jetzt vor ihm stand und ihn mit leuchtenden Goldsternaugen anblickte.

"Wir kennen uns? - Ja, möglich, ich kenne Dich, doch ich weisst nicht mehr woher," sprach er, der von den anderen Ländern kam. Das weibliche Wesen sagte nur: "Ja, seit unendlich langer Zeit. Wir woben zusammen vielgestaltige Lebenslieder und sangen der Harmonie, dass es eine Wonne war. "Was trennte uns vom eigenen Du", er stellte diese Frage leise, traurig, mehr an sich selber. Ihre Antwort: "Es war ein Dorn zwischen uns gewachsen, ein schlechter und falscher Freund liess Deinen Blick durch funkelnde Scheinbilder auf sich lenken, solange, bis wir uns nicht mehr in die Augen sehen konnten."

Wir mussten uns trennen, vor langer, langer Zeit. Das Neue zog Dich von mir weg, Du versprachst mir wohl, in den neuen, anderen Ländern eine Heimat zu schaffen, doch ich konnte Dir nicht folgen, so sehr ich auch gewollt hätte. Als stille Begleitung stand ich Dir vielmals zur Seite, doch Du konntest mich nicht wahrnehmen, nur die Ahnung schuf ab und zu eine Brücke zwischen uns."

"Nun hat diese Trennung für immer ein Ende gefunden?"
"Noch nicht, aber Du wandelst heute einen Weg, den ich vermehrt wieder mit Dir zusammen gehen kann, auf dem wir uns wieder leichter verstehen können und Kontakt miteinander haben dürfen, so wie jetzt. Du hast Dir, Kraft Deines Wollens, ein Wissen erschlossen und daraus fruchtbare und wertvolle Erfahrungen gewonnen, die Dich der Welt des Lebens näher gebracht haben. Das falsche Spiel des schlechten Freundes hat Dir unendliche Schmerzen und Qualen bereitet. Durch tausend Tode bist Du gewandert, eingeschlossen im Rad der Wiedergeburten, bis zum heutigen Tag, bis zum Jetzt. Es ist das erste Mal, dass ich Dich so direkt begrüssen durfte, mit dem Gruss des Lebens. Das erste Mal ist Dein Blick so klar, dass Du mich erkennen kannst."

"Ich kann Deine Sprache, Deine Worte, noch nicht in ihrer wahren Tiefe erfassen, doch weisst ich, dass Du die Wahrheit sprichst,"
sagte er leise.

"Durch die Gedankenbilder erkenne ich Deine Fragen, Deinen Wunsch und Deine Sehnsucht, Antworten auf viele Geschehnisse der Vergangenheit zu erhalten,"sagte das weibliche Wesen lächelnd." Wir werden gemeinsam zurückgehen, um die Antworten zu erkennen, beziehungsweise, die Zusammenhänge zu erleuchten. Sie werden auch mir helfen, Deine Wege besser zu verstehen, denn ich hatte ja jahrelang keinen Kontakt mehr zu Dir und weisst so vieles nicht."

"Wer bist Du wirklich," fragte er, der aus den anderen Ländern kam.

"Diese Frage wird sich Dir selbst beantworten, denn Du erfährst eine Gewissheit. Während Du hier verweilst, wirst Du Dein Wissen mehren können und Kraft schöpfen für Deinen nächsten Ausflug und für das zeitliche Dasein in den anderen Ländern."

Erzähle mir nun Deine Geschichte von Deinem letzten Ausflug zu den anderen Ländern, bat das liebliche Wesen.

Es begann mit meiner Umwandlung, um in den anderen Ländern geboren zu werden. Mein Elternhaus stand am Rande einer Stadt. Es ging dort nicht sehr liebevoll zu. Immer waren Spannungen da, die ich als Kind wohl spürte, aber mir nicht erklären konnte. Wir waren vier Kinder, grosse Altersunterschiede trennten uns, unter denen ich wohl am meisten von allen litt. Nach meiner heutigen Sicht war ich sehr sensibel und empfindsam. Während meiner Schulzeit wurde ich viel geplagt und mehr noch verspottet wegen der Lebensweise meines Vaters. Er galt in den Augen vieler Mitmenschen als Alkoholsüchtiger. Mir selber jedoch machte diese Sucht des Vaters wenig zu schaffen, ausser am Weihnachtsabend, da musste ich ihn immer in den Gaststätten suchen gehen. Weit mehr litt ich unter der Verhaltensweise meiner Mutter. Heute erkenne ich warum, aber als Kind empfand ich ihre Strafen als sehr hart und ungerecht. Ich weinte viel in jener Kinderzeit und war sehr einsam. Das weckte wohl mein Sehnen nach einer anderen Welt. Die mir von den Eltern aufgezwungene Ausbildung brach ich nach verschiedenen Anläufen ab und ging schon mit jungen Jahren meinen eigenen Weg. Ich wollte leben, frei sein und Verantwortung tragen. Ich habe mich dann der Kunst verschrieben und mich in der Bearbeitung von Holz und Stein ausbilden lassen. Ich wollte etwas besonderes sein - und erarbeiten! Meine grosse Liebe zur Natur erfüllte und bewegte mich innerlich dermassen, dass ich Gott und seine Schöpfung verherrlichen wollte. Es zog mich in christliche Kreise, in denen ich meine selbstgeschriebenen Lieder und Gedichte vortrug. Auch auf den Strassen war ich anzutreffen, um für Gott zu werben. Bald erkannte ich allerdings die Enge dieser Gemeinschaft und der Menschen dort, was mich erneut auf die Suche gehen liess.

Ich begegnete einer Frau, mit der ich dann zusammenlebte und vier Kinder grosszog. Wir bewohnten ein altes Haus, in dem ich meine Kreativität entfalten konnte. Meine Frau hatte aber Probleme mit mir und unserer Lebensweise und so zog sie es vor, wegzugehen. Mein Weg war wohl mit zu vielen Schwierigkeiten verbunden. Ich hatte auch zu wenig Kraft, um für diese Gemeinschaft zu kämpfen und so bejahte ich die Trennung, mir völlig bewusst, noch einige Jahre materiell für die Kinder sorgen zu müssen. Zuerst war mein Stolz - dieser schlechte Freund - verletzt, doch verschiedene Erkenntnisse halfen mir meiner einstigen Familie weiterhin beizustehen, so gut ich es vermochte.

Ich fand den Weg zu einer geistig ausgerichteten Gemeinschaft, in der ich das erste Mal Menschen traf, die einander verstanden und die in einer gewissen Harmonie lebten. Ich könnte mir vorstellen, dass Du mir den Weg dazu geebnet hast."

"Etwas habe ich schon dazu beigetragen,"
antwortete das liebliche Wesen.

Dieses Wissen half mir, die Menschen besser zu verstehen und ein wenig lieben zu lernen. So versuchte ich, diese Erkenntnisse in das tägliche Leben umzusetzen, was allerdings nicht einfach war. Es freute mich, Gedichte, die von der Geistigen Welt in die anderen Länder gebracht wurden, zu vertonen und den Menschen vorzutragen. Auch musste ich erfahren: Wenn Du die Warheitswege beschreitest, werde Dir bewusst, Du bist fortan allein.

Es traten Menschen in mein Dasein, durch die meine Entfaltung unterstützt wurde und meine Kreativität Gestalt annahm. Und wieder trat eine Frau in mein Leben und erneut ging ich eine Verbindung ein. Uns wurde ein Blumenkind gegeben. Auch hier blieben die Kämpfe nicht aus, die dieser Gemeinschaft jedoch eine ehrliche Basis gaben. Der Umstand, dass wir uns in geistigen Belangen einig waren, trug sehr dazu bei, Harmonie entstehen zu lassen. Wir öffneten unser Haus für all jene Menschen, die Hilfe suchten oder die einfach ein wenig mit uns sein wollten. Wir begannen, uns gemeinsam um kranke Menschen zu bemühen. Durch diese Arbeit wurde auch ich selber gesund an Leib und Seele."

Liebes Du, Deine Ehrlichkeit wird Dir Erkenntnisse bringen, die zum Segen für viele Wesen werden. Deinen Ausflug in die anderen Länder und die damit verbundenen Erlebnisse hast Du mir jetzt in den Dir wichtigen Worten geschildert. Den sonstigen Ablauf, die Begebenheiten, die ohne Worte blieben, kann ich sehen und mir ein klares Bild machen, war ich doch eine gewisse Zeit Dein inniger Begleiter, auf den Du zuerst und danach immer wieder gelauscht hast. Ich selber habe nie in diesen anderen Ländern gelebt und daher helfen mir Deine Schilderungen zu verstehen und gewisse Dinge, die für mich unverständlich blieben, anzunehmen. Mein Weg war ein anderer als Deiner, doch wir werden die Ruhe haben, darüber zu reden und ich werde Dir auch von meinen Erlebnissen berichten. Eines kann ich Dir sagen - und Du hast es ja am eigenen Leibe erfahren müssen - diese anderen Länder haben eine sehr schwere und langsame Schwingung. Die Atmosphäre ist durchzogen mit vielen düsteren Farbvibrationen und das helle Licht des Lebens dringt nur sehr spärlich durch. Doch es wird eine bessere Zeit kommen. Du hast den Beginn dieser Zeit noch erlebt und mitgeholfen, sie schneller voranzutreiben. Du hast Dir das letzte Mal, bevor Du in die anderen Länder niedergestiegen bist, den Weg selber ausgesucht, weil Du den Wunsch hattest, verschiedenen Wesen auf ihrem Weg zu helfen. So war die Frau, mit der Du zuerst eine Verbindung eingegangen bist, ein Wesen, das noch sehr wenig Erkenntnisse besass und erst kurze Zeit auf dem Aufstiegsweg wanderte. Weil ihr euch aber seit langem kennt, wolltest Du ihr helfen, schneller ans Licht zu gelangen. Es kam wohl anders, als Du Dir das gewünscht hattest, doch Du liessest ihr den freien Willen - und das war gut so. Du hast ihr mehr geholfen, als Du ahnen kannst. Ebenso warst Du den Kindern Begleiter und Freund und hast sie so vor viel Negativem bewahrt.
Als sich dann die Türen zu dieser geistig ausgerichteten Gemeinschaft öffneten, war ich dabei, denn es war nun viel leichter, zu den anderen Ländern zu gelangen, in diese feineren Schwingungen, die von Euch bei eurem Beisammensein ausgingen. Der Geistlehrerin, der Du so viel tiefes Empfinden entgegengebrachtest, stehe ich besonders nahe. So war ich fast immer, bei ihren Ausflügen zu den anderen Ländern, wie sie es nannte, dabei. Kannst Du Dich noch an eure Wanderung entsinnen, die euch über die Berge zu diesem Ort zog, an welchem die Meditationswoche stattfand?

"Ja, ich weisst das noch sehr gut," erwiderte er, "als wir oben auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung von den Geistwesen empfangen wurden und ich diese herrliche farbige Kuppel über der Tagungsstätte wahrnahm. Ja, dort habe ich Dich zuerst empfangen und Dich ganz fest in meine Arme genommen, dass Du beinahe gestrauchelt bist auf jenem Schneefeld."

Das liebliche Wesen strahlte bei diesen Worten einen Glanz aus, dass er die Augen schliessen musste. Die Tränen nässten sein Gesicht.

Der Weg zu Deinem Elternhaus dürfte Dich sicher auch interessieren. Du hattest bei einem früheren Verweilen in den anderen Länder eine gewisse eigenwillige Herrschsucht in Deiner Wesensart. Nach dem Gesetz von „Säen und Ernten“ musste diese Eigenschaft ihren Ausgleich finden. Da Du das als Kind erleben musstest, als Du Dich noch nicht so gut zur Wehr setzen konntest, hast Du Dich auch weniger belastet, als wenn das in späteren Jahren geschehen wäre. Du hast ja Deinen Eltern nachträglich ihr Unrecht vergeben und Dich immer wieder um sie gekümmert, gerade in der Stille.

Nun zu Deiner zweiten Frau, mit der Du eine Verbindung eingegangen bist. Deine Ahnungen waren richtig, ihr habt euch seit der Zeit von Atlantis nicht mehr getroffen, auch hier in unserer Welt nicht. Euer Zusammentreffen war eigentlich noch nicht geplant, doch es konnte im Rahmen eurer geistigen Erkenntnisse doch zustande kommen, mit dem Ziel, eure Entwicklung zu beschleunigen, was ja auch gelungen ist. Ihr habt euch aneinander wundgerieben und dann diese Wunden wieder gemeinsam gepflegt. Es war gut, dass Du diesem Wesen den freien Willen gelassen hast. Du hattest gelernt, tolerant zu sein und dabei hatte Dir ein Mensch geholfen, mit dem Du lange Zeit zusammengearbeitet hattest. Auch diesem Menschen bist Du nach langer Zeit wieder in den anderen Länder begegnet. Ihr habt früher viele Dinge zusammen gestaltet und ihr konntet diese in einer gewissen Weise wieder neu zur Entfaltung bringen.

Jetzt will ich auf das Wesen eingehen, das in einer früheren Inkarnation in den anderen Länder Deine Schwester war. In dem dortigen Dasein hattest Du ja eine grosse Aufgabe zu erfüllen. Du musstest in einer schwierigen Zeit für viele Personen Nahrung und Kleidung besorgen. Du hast Dich in jenem Dasein von den anderen Menschen abgesondert und bist Deine eigenen Wege gegangen, trotzdem hast Du nie Deine Verantwortung aufgegeben. Mit Deiner Schwester hattest Du Dich sehr gut verstanden, sie war ein stiller kleiner Freund und Helfer. Sie hat unter Deiner dicken, rauhen Schale die feine Strahlung einer verwundbaren, sensiblen Seele wahrgenommen und diese gepflegt. Als Dir dann Dein grausamer Tod bevorstand, blieb sie das letzte Bild, das Du noch wahrgenommen hattest und bis heute nicht vergessen konntest.

Warum Du den grausamen Tod des Erhängens erdulden musstest, steht wieder mit Begebenheiten im Zusammenhang, bei denen Du selber anderen Wesen dieses Sterben aufgeladen hattest, oder zumindest mitschuldig daran warst. Noch einmal musstest Du einen dunklen Weg gehen, indem Du als Kind früh auf unsinnig grausame Weise sterben musstest. Doch diese Erinnerung hast Du fast völlig aus Deiner Seele verdrängt, es blieb Dir wiederum nur eine Ahnung davon. Auch wurde Dir so die Gnade zuteil, in unserer Welt eine gewisse Zeit zu verweilen und all das Trübe zu vergessen. Deine Augen wurden daher geöffnet für das wahre Sein. Bei Deinem letzten Ausflug in die anderen Lande drang dieses Wissen durch, trotz des Vergessens, das über jedem Leben nach der Geburt liegt.

Es wurde Dir manchmal von einem gewissen Wesen gesagt, Du seist von den Göttern bevorzugt. In einer gewissen Weise stimmte das auch, nur waren es keine Götter, sondern unter anderem ich, die Dich vor soviel Unheil bewahren konnte, kraft Deines unerschütterlichen Glaubens an uns, an den Ursprung allen Seins. Ich weisst, dass Du nicht gerne an diese Geschehnisse zurückdenkst, doch sind sie geschehen und Du konntest doch einigen Wesen helfen, ihr Schicksal besser zu verstehen. Denke zum Beispiel an die Person, die freiwillig aus dem Leben scheiden wollte, obwohl Du daran auch eine gewisse Mitschuld hattest. Doch Du konntest sie davon abbringen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen und hast damit Deine Mitschuld getilgt, wieder ausgeglichen. Auch zu diesem Wesen verbindet Dich ein altes Band, eine Verwandtschaft.

Kommen wir zu Deinem alten Haus. Du hast es Dir erworben durch Dein Leben als Indianer, in dem Du treu Deine materielle Aufgabe erfüllt hast. Noch etwas ist hinzuzufügen zu dieser Aufgabe: Du musstest das letzte Mal für so viele Personen sorgen, weil Du vor noch längerer Zeit, einst viele Menschen ihrem Schicksal überlassen hattest, nur um Deine eigenen Wege zu gehen. Es war also wiederum ein Ausgleich, Du verstehst?"

"Ja, liebliches Wesen, erzähle weiter, was ist mit meinem damaligen Haus los?"

Du hattest es kraft Deiner Kreativität in eine Insel umgestaltet, auf welcher viele Wesen ihre Ruhe finden konnten für kurze Zeit. Auch ich habe sie besucht. Wenn ihr an einem ganz bestimmten Tag den Kontakt zu uns suchtet, dann war ich dort. Es war auch ein Tummelplatz für die Naturgeister, die sich dort sehr wohl fühlten und Dir ihre Gaben zur Verfügung stellten, mehr als Du erahnen kannst. Das Haus und der Ort wurden auch benutzt, um Deine Friedfertigkeit zu schulen, waren doch Deine Nachbarn und Du nicht immer derselben Meinung. Die Menschen in Deiner nächsten Umgebung hatten, bis auf eine Ausnahme, nichts mit Dir direkt zu tun. Wer dieses eine Wesen war, das kannst Du wohl selber erraten. Jener Ort, wo Dein Haus stand, war nicht immer gesegnet, haben sich doch früher sehr unschöne Dinge, über die ich nicht weiter reden will, dort abgespielt. Ich erwähne es nur, weil Du durch Deine Arbeit und Dein Gebet diese düsteren Strahlen aufgelöst hast und so dem Licht Zutritt verschafft hast. Das sei Dir auch eine Antwort, warum Du manchmal so furchtbare Kämpfe auszufechten hattest. Die Wesen, die sich dort lange Zeit breit gemacht hatten, wollten nicht freiwillig gehen. Du tatest ganz richtig, als Du ihnen immer wieder sagtest, sie sollten den Aufstiegsweg beschreiten. Auch die Musik, der ihr oft lauschtet, trug das ihre dazu bei, ebenso die geistigen Durchgaben, die ihr gehört und vorgetragen habt, wurden von diesen Wesenheiten wahrgenommen. Dadurch, dass sich die Schwingung verfeinerte, mussten die störrischen Wesen fliehen, sie hielten dieser Strahlung nicht mehr stand. So hast Du zusammen mit Deiner Frau jenen Ort, das alte Haus, gereinigt. Wir werden später gemeinsam diesen Ort nochmals besuchen gehen.

„In Deinen Gedankenbildern kann ich noch zwei weitere Fragen erkennen", fuhr das liebliche Wesen fort, "ich will sie Dir gerne klären. Du hattest mehr Kontakt zum Weiblichen. Das kommt daher, dass Deine Seelenstruktur der weiblichen Intuition näher steht als der männlichen. Gerade in Deinem letzten Leben hattest Du den starken Drang empfunden, eins zu werden mit der Erde, mit der Mutter, mit dem in sich Aufnehmenden. Du wolltest nicht mehr erobern und nach aussen treten, in Dir selber suchtest Du Deinen Sinn und Urgrund.

Selbst die Formen, die Du immer wieder gestaltet hattest, waren rund, in sich geschlossen, voller ruhender Harmonie. Dieses Bestreben, dieses Tun und Wirken war wiederum ein Ausgleich zu Deinem Leben als Indianer. Du wurdest ja auch im Zeichen des Stieres geboren und die Sonne stand im Stier bei Deiner Ankunft in den anderen Länder. Es ist, wie Du weisst, ein Zeichen der Erde - und Du hast Dir dieses Zeichen selbst gewählt, um auf der Erde zu bleiben, trotz der grossen Schwierigkeiten dort. So hast Du Dich willentlich an diese Erde gebunden, was Dir half, die Aufgabe besser zu erfüllen.

Das Materielle hatte keinen grossen Einfluss auf Dich, weil Du erkannt hattest, dass es vergänglich ist. Ebenso wolltest Du keine Macht mehr über andere Menschen ausüben, Du hast den Wesenheiten weitgehend ihren freien Willen gelassen. Das ist auch eine der Hauptursachen, dass wir uns hier nach so langer Zeit wieder direkt treffen konnten. Durch Deine gelebte Toleranz wurdest Du frei von Vorurteilen und fähig, alles anzunehmen, was das Leben Dir brachte.

Die Frau, die Dich ein Stück Weg begleitet hatte nach Deiner Trennung von Deiner ersten Verbindung, die Dir Geborgenheit schenkte, dieses Wesen war schon einmal Deine Frau, in früheren Leben in den fremden Ländern. Es war gut, dass eure Verbindung nicht von längerer Dauer war, denn sehr viel Unverarbeitetes haftete ihr an, was von ihr selbst gelöst werden muss.

Nun zu Deiner ersten grossen Liebe in den fremden Ländern. Das hoch-stehende, aber stark belastete Wesen konnte Dir sehr viel mitgeben; denke zum Beispiel an Deine Liebe zur Musik, die sie in Dir geweckt hatte. Den zarten Hauch der Liebe, den sie Dich lehren wollte, erlebtest, fühltest Du bewusst erst viel später. Diesem Wesen wirst Du wieder begegnen, wenn Deine Wege das nächste Mal in die anderen Länder führen. Ihm wirst Du auch hier begegnen, denn es ist ganz in der Nähe.

Ich denke, für den Moment ist
Dein Hunger nach Antworten gestillt, nicht wahr?"

Ja, hab vielen Dank, Du überaus feines, liebliches Wesen, jetzt habe ich etwas mehr Klarheit über das, was bisher nur Ahnungen waren.

Komm mit, wir werden jetzt an einen schönen Ort gehen, an dem eine Überraschung auf Dich wartet. Sie wandelten zusammen über die herrliche Wiese zu einem runden Gebäude, das ringsum von Wasser umgeben war. Eine nicht zu beschreibende Pracht an licht-, farben- und musikdurchfluteter Aura umgab dieses Gebäude, durchfloss es gleichzeitig von allen Seiten. Sie waren nicht die einzigen, die auf dieses Haus zugingen und in dieses Haus hineintraten. Gar wundersam gekleidete Wesen waren anwesend und sie wurden liebevoll begrüsst von allerlei Gestalten. In der Mitte dieses runden Saales war eine Art Bühne aufgebaut. Verschiedene Musiker sassen dort und auf ein Zeichen eines dieser erhabenen Wesen hin erklang eine Musik, die sie alle erfüllte, bis in die letzten Nerven ihres Seins.

Nach einer Pause stand ein feines, weisst-gewandetes Wesen auf und bat ihn, der aus den anderen Ländern kam, zu sich auf die Bühne. "Hier hast Du ein Instrument, das Dir bekannt ist und das Du gespielt hast, als Du meine Gedichte denen aus den anderen Ländern vorgetragen hast zu ihrer Erbauung. Nun bitte ich Dich, uns einige dieser vertonten Gedichte vorzutragen."

Das Instrument liess sich so leicht und frei spielen wie niemals zuvor. Auch der Gesang kam rein und frei über seine Lippen - aus seinem Herzen. Bald sangen die einen mit, bald spielten verschiedene Instrumente in wunderbarer Begleitung dazu.

Nun werde ich Dir erzählen, was meine Aufgaben waren und wie ich gelebt habe während der langen Zeit unserer Trennung." Diese Worte drangen als erstes an sein Ohr, ihm, der noch immer versunken im Musikgeschehen verweilte. Sie waren nun ganz alleine im runden Saal. "Komm mit." Sie traten nach draussen ans Wasser und setzten sich nieder. Also, als der falsche und schlechte Freund Dich soweit in seiner Gewalt hatte, dass wir uns trennen mussten, entstand in mir eine unsagbar tiefe Traurigkeit. Ich konnte Dir nicht folgen, weil ich dem Gerede und den Machtdemonstrationen dieses Wesens keinen Glauben schenken konnte. Ich wusste, dass es falsch war, ihm zu gehorchen und zog mich zurück. Dir musste ich Deinen freien Willen lassen, und so kam es zu unserer Trennung."

"So einfach war das?", fragte er das liebliche Wesen.

Nein, so einfach war es nicht, denn dieser Kampf dauerte über unendlich lange Zeit hinweg und war erst gegen das Ende in seiner Unerbittlichkeit sichtbar geworden. Du musstest gehen, der Himmel wurde für Dich und all jene, die ihr diesem falschen Freund Vertrauen geschenkt und das Göttliche Gesetz missachtet habt, verschlossen. Eine tiefe Traurigkeit zog in die Himmel ein. Es wurde still und das fröhliche Treiben schien ein Ende zu haben. Viele herrliche Gebäude wurden verschlossen, weil keine Bewohner mehr da waren. Die Trennung ging mitten durch die Familien. Fast keiner, der nicht ein liebes Mitglied seiner Familie verloren hatte. Wir alle waren niedergeschlagen, tiefer Schmerz durchflutete unser Sein, es ist nicht zu beschreiben. Doch das Leben ging weiter. Wir sannen auf eine Möglichkeit, euch wieder zurückzuholen. Der erste Versuch, schlug fehl, als wir probierten, Wesenheiten, die nur Mitläufer dieses falschen Freundes waren und daher nicht so weit von den verschlossenen Himmelstüren entfernt weilten, dafür zu gewinnen, den Geistigen Gesetzen Gehorsam zu leisten. Diese Wesenheiten waren zu schwach.

So wurde diese Umgebung hier als Ort geschaffen für euren sicheren, aber unsäglich schweren und langen Weg. Euer Wissen war euch ja genommen worden, das heisst, ihr habt euch selber des Lichtes beraubt bzw. berauben lassen. Ihr wurdet zu Unwissenden, zu geistig Toten. Ich hätte noch so laut rufen und schreien mögen, Du hättest mich auch nicht gehört, auch niemals verstanden und doch bist Du da. Du wurdest ja nicht ausgelöscht aus dem Buche des Lebens. Keiner wurde vernichtet, auch der schlechte Freund nicht. Er hatte noch Macht, aber sie war beschränkt auf eben diese anderen Länder. Doch dort durfte er unbegrenzt herrschen - und er herrschte mit Macht und Gewalt, dass alle vor ihm erzitterten. Erkannte er dennoch, dass sein Plan fehlgeschlagen, dass alles nur eitles Tun, ein Haschen nach dem Winde war, so unterdrückte er dennoch alle Menschen mit seiner unendlichen Wut und Blindheit aufs Grausamste. Und wir konnten nichts tun für euch, noch nicht. Aber wir baten den Ursprung allen Seins um Kraft und Einwirkung, um doch etwas unternehmen zu können, was euch helfen würde.

So begaben sich viele von uns freiwillig in die anderen Länder, um euch vom Licht zu künden und euch das Leben zu erleichtern. Es vergingen wieder lange, nicht zu beschreibende Zeitspannen, bis ein wenig von diesem Licht in diesen anderen Ländern leuchten konnte. Einige von euch erkannten, dass sie in die Irre gegangen waren, sie wollten wieder zurück zum Licht. Auf diese Weise sammelten sich in den höheren Sphären viele Wesenheiten an und die Macht des falschen Freundes konnte ihnen nicht mehr so viel anhaben.

Da kam eine Zeit, in der sich viele Lichter, Brüder und Schwestern, auf einer Insel in den anderen Ländern zusammenfanden und eine schöne, harmonische Schwingung aufbauten. Der falsche Freund erhielt zuerst keinen Einlass, aber mit der Zeit gelang es ihm, auch dort wieder die Saat der Macht auszusäen und dieser Idylle so den Untergang zu bereiten - wie das in Atlantis der Fall war.

Ich selber habe lange Zeit in dieser Gemeinschaft gewirkt und hatte die Aufgabe, die in eine Zwischenstufe Zurückgekehrten zu betreuen und zu belehren. Hierher konnte der Verblender nicht vordringen, das wurde ihm von grossen, erhabenen Wesen verwehrt, die mit feurigen Schwertern Wache standen. In Atlantis hast Du auch gelebt, doch Deine Machtstruktur liess es nicht zu, nach Deinem jeweiligen Sterben in unsere Sphäre zu gelangen. So musste ich eben von weitem Deinem Treiben zusehen, in der Hoffnung, dass Du die Gewalt aus eigenem Wollen ablegen würdest. In Deinem letzten Leben hast Du Dich dann mit Deiner zweiten Frau sehr zerstritten, gerade wegen Deinen Machtgelüsten, die sie nicht ertragen konnte und die sie veranlasste eigene Wege zu gehen. Sie kam zu uns und ich betreute sie, denn so konnte ich erfahren, wie es wirklich um Dich bestellt war."

Ich habe eine Frage an Dich, Du liebliches Wesen. Warst Du denn nie böse auf mich oder hattest den Gedanken, dass es sinnlos sei mit mir? Lange schaute ihn das Wesen an und antwortete schliesslich: "Wie sollte ich Dir böse sein“ Ich wusste doch den wahren Grund Deines Unvermögens, wie konnte ich da von Sinnlosigkeit reden oder derart fühlen! Nein, das kenne ich nicht. Wir lieben und werden geliebt. Die Liebe kennt keine Hoffnungs-losigkeit. Der Ursprung allen Seins liebt doch alle seine Wesen, auch den falschen Freund, wie könnte ich da etwas anderes tun als auch zu lieben? Nur aus Unwissenheit entstehen Zweifel. Ich kann wohl Schmerzen empfinden und Traurigkeit. Auch kenne ich das Gefühl des Verlorenseins, der Ohnmacht, aber das tut der Liebe keinen Abbruch. Im Gegenteil, jeder kleinste Fortschritt von Dir hat ein tiefes Glücksempfinden in mir wachgerufen, hat mich bestärkt in meinem Tun, weiter nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, weiter meinen Erfindergeist anzustrengen, meine Kräfte voll auszuschöpfen, so wie es uns erlaubt wurde, ohne den freien Willen zu schmälern.

Nach Atlantis kam dann eine andere Aufgabe auf mich zu. Es wurde in den Himmeln verkündet, dass das höchste von Gott geschaffene Wesen den Wunsch geäussert habe, selbst in die anderen Länder zu gehen, um ihren Bewohnern in allem gleich zu werden, was ihr Dasein anbelangte. So habe ich mitgeholfen, die Sphären zu bereiten, in welche die Wesenheiten, die diesem Rufe folgen würden, gelangen durften nach ihrem Ableben. Ihr habt es das Paradies genannt. Es waren aber viele Paradiese, die wir erbaut und gestaltet hatten und sie bestehen heute noch.

Dann kam eine weitere wichtige Zeit für mich, ich begab mich nämlich als Schutzgeist in die Nähe der anderen Länder, um so vertraut mit eurem Leben vertraut zu werden. Ja, ich musste mich an vieles erst gewöhnen, und es fiel mir nicht immer leicht, Dinge mitzuerleben, die ich doch nicht recht verstehen konnte. Als dann dieser Eine zu den anderen Ländern ging, um seine Aufgabe, die er freiwillig auf sich genommen hatte, zu erfüllen, kehrte eine grosse Stille in den Himmeln ein. Ganz am Schluss, als sein Ende bestimmt war, stand ich mitten unter den Scharen, die im Paradies auf ihn warteten. Seine letzten Worte: Es ist vollbracht, tönten durch die ganzen Himmel - ein Jubel erschallte.

Ich habe ihn gesehen, als er zurückkam, ein feuriges Schwert an sich nahm und mit den Himmelskämpfern zu diesem falschen Freund niederzog. Dort haben sie alle befreit, die nicht mehr bereit waren, dem Verführer zu gehorchen. Du warst auch dabei und das freute mich ungemein, doch ich konnte noch nicht in Deine Nähe treten, denn Du bist bald darauf wieder in die anderen Länder gezogen, gezwungen zu einem sehr harten Dasein. Du hattest diesen Glauben an den Wegbereiter nicht aufgegeben und es stand Dir ein schwerer Weg bevor, den Du dann durch freien Entschluss selbst beendet hast. Du bist ins Wasser gegangen.

Meine Aufgabe war es, weiterhin in den Paradiesen zu wirken, um den Ankommenden Trost und Beistand zu geben. Auch habe ich im Kinderparadies mitgewirkt, in dem ich eure liebliche Engelsschwester, wie ihr die Geistlehrerin in der Gemeinschaft genannt hattet, kennenlernte. Wir haben weiter nach Möglichkeiten gesucht, wie wir euch helfen könnten, bis dann dieser Mann, der bei euch in den anderen Ländern gelebt hatte, den Vorschlag machte, über ein Medium zu denen in den anderen Ländern reden zu dürfen. Nun kam für mich die so langersehnte Zeit, wo ich ganz in der Nähe von Dir wirken konnte.

Und glaube mir, ich habe diese Zeit sehr intensiv genutzt. Wie Du sagtest, nennen die Wesen in den anderen Ländern meinen Beistand als: Du seist von den Göttern bevorzugt. Nun, Dir wurde der Weg geebnet, damit Du mit grossen Schritten den Pfad des Lichtes beschreiten kannst."

"Wie soll ich Dir danken für Deine selbstlose Aufopferung?"
sprach der, der aus den anderen Ländern war.

"Denkst Du, es war selbstlos?"...
sinnierte das liebliche, weibliche Wesen.

(Ende der Aufzeichnung von 1987)

Evide: Sei gegrüsst mit dem Gruss des Lebens. Nenne mich, wie Du magst, der Name den Du für mich ausgesucht hast gefällt mir.

(Evidenz = anschauliche Gewissheit, unmittelbare Erkenntnis)

Gerne möchte ich Deinem Wunsch Folge leisten, denn uns trennt nicht mehr viel. Deine Entwicklung hat einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. dass Kerstin noch keinen Kontakt zu mir hatte, dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen hat sie Dir sehr viel Schmerz bereitet aus ihrer Kurzsichtigkeit heraus. dass Du sie mit Deiner Liebe zur Freiheit führst, war ja nicht abzusehen und auch ich bin erstaunt über Dich und Dein Handeln. Du hast damit mehrere Schranken auf einmal beseitigt das ist eher selten bei euch Menschen. Ich bin auf Kerstin in keiner Weise böse, niemals, aber ich lasse Vorsicht walten mit der Kontaktaufnahme. Nach Deinem Gespräch mit ihr in dieser Nacht bin ich mir aber nicht sicher, ob sie die weiteren Schritte vornehmen wird und sich wirklich vom Schatten, der sie noch umgibt, befreien kann. Sie hat auch richtig erkannt, dass Deine Liebe ihr diese Freiheit gewährt, das spricht für sie. In der kommenden Zeit bin ich sowieso ganz nahe bei Dir und es bereitet mir gar keine Mühe mehr, den Kontakt zu Dir zu vertiefen, denn Du bist nur noch offen für das Licht. Wer und was ich für Dich bin, erkennst Du spätestens, wenn Du und ich zusammen sind ohne diese anderen Länder dazwischen, es ist auch für Dich das Rad der Wiedergeburten zu Ende. Vor zehn Jahren war das noch nicht klar ersichtlich, denn Dir standen nach wie vor alle Wege offen. Die Licht-Tat der Sternengeschwister 1972* hat aber so vieles bewirkt, dass wir immer noch staunen dürfen, denn diese Meisterleistung war ja noch nie vorher erbracht worden. Das Resultat ist wahrlich einmalig - und Du hast zugegriffen und Deinen Rückweg um Äonen abgekürzt. Andreas, meine Hochachtung, mehr kann ich dazu nicht sagen.

(Mit den Sternengeschwistern sind vor allem die Sirianer gemeint, die mit besonderen Schutzmassnahmen eine Katastrophe auf der Erde, ausgelöst durch die Sonne, verhinderten. Mehr dazu im Literaturverzeichnis unter „Zurück in die Zukunft“.)

Die heutige Nacht wird uns und unserer Zwiesprache gehören, diesmal wird es nicht der Tempel der Musik sein sondern... Lasse Dich überraschen. Wenn Du Deinen Geist weiterhin so öffnest, wird uns bald nichts mehr trennen. Die Tür, die Du aufgestossen hast, führt direkt zu mir und zu der Ebene, auf der ich tätig bin, also komm. Noch eine Bitte, nenne mich einfach Evide, was ja auch Leben bedeuten kann bei euch und damit -
nur damit habe ich zu tun.

Andreas: Dann bist Du meine geistige Mutter?

Evide: Ich schweige mich vorerst aus.
Und Grüsse Dich mit dem Lebenskuss!


5. April 97 - 6.00 Uhr

Andreas: Liebe Kerstin, wie geht es Dir?

Kerstin: Sehr gut, Mein Lieber. Ich danke Dir und Evide und danke mir selber. Wir hatten unsere erste Begegnung nach eurem Gespräch. Sie hat mir ans Herz gelegt, noch nicht mit Dir darüber zu reden und ich weisst, dass Du das verstehst. Richte Deine Fragen dazu direkt an sie. Was Du mir gesagt hast, ist auf fruchtbaren Boden gefallen und keimt bereits. Nochmals tiefen Dank dafür. Wie Du merkst, liegt mir viel auf der Zunge, doch ich halte mich an das Versprechen, das ich Evide gegeben habe und Dein Geist ist ja ohnehin offen. Liebster einen wunderschönen Tag
und allen Segen von hier!


6. April 97 - 8.40 Uhr

Andreas: In dieser Nacht war einiges los, doch ich weisst praktisch nichts mehr davon. Wenn von einem Film nur einzelne Bilder bleiben, wie soll da ein Zusammenhang zu sehen sein? Kerstin, Du willst mir etwas sagen, also ich bitte Dich darum und Grüsse Dich mit dem Kuss des Lebens, den ich von Evide bekommen habe, wie noch so einiges mehr und gebe ihn Dir weiter !

Kerstin: Lieber, auch ich habe diesen Kuss des Lebens spüren dürfen, und der ist mit nichts zu vergleichen. Es sind nicht die Lippen, die sich berühren, es ist all das, was mich umfasste, alles was Leben heisst. Diese Nacht war wirklich sehr lebhaft und eine Entschädigung u.a. für Dein Dich alleine fühlen. Du erkennst es richtig, die Geistige Welt ist keine Partnervermittlung, wenn sie etwas in die Wege leitet, tut sie das sehr gründlich und das braucht seine Zeit, von der wir hier viel haben, eigentlich alle Zeit der Welt. Für Dich sind das Stunden, Tage, Wochen, Monate und für uns ein Nichts. Liebster, alles steht Dir offen, ergreife es, Du wirst Glück erfahren wie noch nie zuvor, ich weisst es. Einen feinen Tag und einen offenen Geist!


21.35 Uhr

Andreas: Liebes, ich habe fast den ganzen Tag mit Dir, Deinen und meinen Worten verbracht, es ist ein erhebender Tag gewesen. Diese Frau in meinem Computer-Zimmer, war das eine Einbildung von mir?

Kerstin: Andreas, Lieber - nicht nur, Du könntest es auch eine Vorschau nennen oder eine Vorbereitung. Es wird mit Bestimmtheit so eine Frau sein, aber mit mehr Überraschungen als Du sie Dir jetzt ausmalen kannst. Mehr weisst ich nicht.

Ich war heute längere Zeit mit Evide zusammen, es war sehr wertvoll und sie ist eine wirklich Stütze für mich. Sie will Dir noch etwas mitteilen. Ich ziehe mich zurück, aber wir treffen uns heute Nacht wieder. Gute Nacht und ach, meine Liebe zu Dir lässt mich...
Du weisst es!

Evide: Sei gegrüsst mit einer Streicheleinheit des Lebens. Ja, ich habe mich mit Kerstin unterhalten und das war gut so. Ich hätte hier schon einige Wesen, die Dir überaus gefallen würden. Ich spotte nur ein wenig, aber liebevoll. Versuche einmal, Dir meine Geduld vorzustellen und ich habe mir keinen Ersatz gesucht, weil es den schlicht nicht gibt. Ich weisst, Du suchst auch keinen, aber willst doch nicht alleine leben, was ich in Deiner Situation auch verstehen kann. Deine Ansprüche sind sehr hoch, aber berechtigt. Andreas, wenn Du wüsstest..., aber das kommt auch noch. Was ich Dir noch sagen wollte, gewisse Dinge solltest Du nur von mir persönlich zu hören bekommen, weil sie nur von mir zu Dir ausge-tauscht werden können. Kerstin versteht das und Du auch. Ich bin diejenige, die Dich weitaus am längsten begleitet. Ich brauche keine Vorrechte, denn die sind längst bei mir. Ich wünsche Dir ebenso eine gute Nacht und freue mich so an Deinem Licht, an Deiner gelebten Liebe. Einen tiefen Gruss!


7. April 97 - 21.30 Uhr

Andreas: Liebe Kerstin, ich muss ins Bett, ich bin sehr müde.

Kerstin: Liebster, ja ich komme mit in Deine Nacht, alles bleibt Dir im Gedächtnis, um es dann aufzuschreiben.
Gute Nacht, ich liebe Dich!


8. April?97 - 21.00 Uhr

Andreas: Guten Abend Kerstin, ich habe vorläufig keine Fragen, denn ich bin immer noch voller Eindrücke vom Schreiben in den PC.

Kerstin: Ja, ich weisst es und das ist auch verständlich. Aber Du hast mächtig aufgeholt. Andreas, es gibt im Moment nicht viel Neues mitzuteilen und es ist gut, wenn Du Zeit zum Vertiefen hast. Evide lässt ausrichten, Du sollst das Heft ins Bett nehmen, wer weisst heute Nacht...? Sie grüsst Dich mit ihrem speziellen Gruss! Ich ziehe mich auch zurück, wir haben noch viel Zeit, um das, was mir auf dem Herzen liegt, zu besprechen. Liebster eine gute Nacht und alles Edle für Dich.


9. April 97 - 7.20 Uhr

Andreas: Als ich aufwachte, hatte ich ein Gefühl als sei ich gerädert worden, was war heute Nacht los?

Kerstin: Was Du fühlst ist richtig - Evide ist übrigens auch in der Nähe. Letztere begrüsst Dich, Liebster, ganz fest! Deine Nacht war nicht mit Folterungen verbunden, ausser Du bezeichnest so die Öffnung Deines Geistes. Dein schwerer Kopf kommt daher, dass Du zuviel rauchst, aber es ist nicht der einzige Grund. Auch solltest Du wieder vermehrt an die frische Luft gehen und tief durchatmen - soviel zu Deinem Körper. Das Heft mit nach oben zu nehmen hatte noch einen anderen Grund, denn auch Worte, geschriebene Gedanken sind Kräfte, die sich auswirken.

Die Öffnung Deines Geistes schreitet zügig voran und sie stösst auf keinerlei Hindernisse ausser den Zweifeln, die immer noch auftauchen. Doch das legt sich, denn Du erkennst an den Aussagen und ihrer Wirkung, ihren Gehalt und ihre Tiefe. Frage nur...

Andreas: Ich habe die Idee, diese Texte als Buch zu fassen. Dafür muss aber dieser Text korrigiert werden von jemandem, der es besser kann als ich. Ist die Idee, das Birgit tun zu lassen, gut?

Kerstin: Die Idee ist gut, die Frage ist nur, ob sie das will. Frage sie und warte ihre Antwort ab.

Andreas: Soll es völlig unverändert geschehen vom Text her?

Kerstin: Ja, persönliche Dinge kannst Du ausklammern, wenn Du willst, aber die grösste Wirkung besteht bei totaler Ehrlichkeit dieser Zwiesprache!

Andreas: Kerstin, ich werde jetzt Birgit schreiben und weitere Fragen aufschreiben. Bis zum Abend möchte ich mit der Übernahme der Texte bis zu dieser Seite kommen.

Kerstin: Andreas, habe einen gesegneten Tag, wir sind in der Nähe und begleiten Dich. Alles Liebe und Feine.

Ramtha: Wenn Du bereit bist, Dein Licht scheinen zu lassen, ohne ein Publikum zu brauchen, dann bist Du wahrlich ein Stern. Alle grossen Dinge, die je vollbracht werden, werden leichten Herzens vollbracht.

Wenn es keine Antworten gibt, bedeutet das, dass Du das Offensichtliche übersehen hast.

Andreas: Ich habe eine Frage zum Thema "Loslassen und nicht aus Mangel bekommen". Wo lasse ich nicht los, weil ich auf etwas warte?

Wie behebe ich diesen Mangel?

Einfach zur Seite schieben ist doch kein Loslassen?

Was brauche ich wirklich?

Diese Fragen beschäftigen mich, wenn ich keine Antwort darauf finde, komme ich nicht weiter, das spüre ich.

Diese Fragen möchte ich gerne von Evide beantwortet haben!

Ist es doch besser, für die kommende Zeit allein zu bleiben? Helfer wohl, aber keine Partnerin. Vergebe ich eine Chance mit meiner Sucherei? Es dreht sich immer um dasselbe und ich will klar sehen und handeln können. Ich stehe auch zu meiner Unsicherheit in diesen Fragen.

Evide: Sei gegrüsst mit meinem speziellen Gruss, wie Kerstin das nennt. Leben ist etwas sehr Spezielles, das stimmt und ich befasse mich seit Äonen nur damit, Leben lebenswert zu gestalten und Menschen erkennen zu lassen, wo Mangel herrscht. Wer ich bin, Du Frager, das weisst Du, die, die Dir Deine Fragen beantworten darf, denn ich will Dich nicht hängen lassen mit Deiner Unsicherheit. Das führt nur zu Unmut und am Schluss zu... lassen wir das. Du willst es wissen wie und was Du loslassen sollst? Du weisst es eigentlich schon, dieses Warten auf etwas, sei es ein Telefonat oder einen Brief oder einen Besuch, ob vom Himmel oder durch Deine Tür. Lasse dieses Warten los, es macht Dich unfrei weil abhängig von aussen. Alles ist in Dir enthalten und was aussen ist, ist nicht für Dich bestimmt. Weil Du das aussen selber gestalten sollst, wie Du Deine Umgebung gestaltet hast, genau so sollst Du Deine Seelenumgebung gestalten, ohne fremde Hilfe, die Dir sagt, was zu tun ist. Du siehst nicht weiter? Oh doch, Du kannst wohl weitersehen, denn der Himmel steht Dir offen - also bitte, betrete ihn, nur keine falschen Hemmungen, die hattest Du doch in vielen anderen Dingen auch nicht, nur hast Du dort einfach gehandelt. Die Menschen würden sagen unüberlegt. Den Verstand nicht zu gebrauchen ist noch lange nicht unüberlegt, denn wieviele Male hat Dein Verstand trotz Überlegen versagt und Dich ins Leid getrieben, weil er es nicht besser wusste. Nein, die grossartigsten Dinge hast Du ohne zu überlegen getan und erst im Nachhinein hast Du festgestellt, es war ja reichlich frech, aber mutig. Dein Göttervorzug ist Deine Frechheit, wir bezeichnen es aber nicht so. dass all die Fragen Dein Thema sind, ist doch nur gut, weil Du nur so aus Deinem Karussell herauskommst. Das Bild habe ich von Dir, Du hast es für Kerstin verwendet, aber es ist ein gutes Bild, drehen, drehen immerzu. Die Umgebung bleibt immer dieselbe, auch wenn sie vorüberzieht. Wechsle Deine Umgebung, springe ab und gehe zu anderen Ansichten über. Das heisst nicht, dass Du Deinen Platz, wo Du zu Hause bist, verlassen sollst, sondern Deinen geistigen festgefahrenen Standort. Was soll eine Partnerin nach Deinen alten Vorstellungen denn bei Dir? Alten Kaffee aufrühren, nein, das ist dumm und sinnlos und ein Schritt zurück statt nach vorn. Diese Partnerin wird schon kommen, aber jetzt wäre der falsche Zeitpunkt, weil Dir noch eine Frau mangelt, so wirst Du dann eben eine mangelhafte Frau erhalten, denn Du willst es ja so. Ich sehe Deine Gedanken nur zu deutlich ? nein, das will ich nicht - also dann wolle es doch endlich nicht mehr. Hättest Du offene Geistes-augen, Du würdest mich solches nicht mehr fragen. Das hat mit der kommenden Zeit nichts zu tun, denn die gestaltest Du jetzt schon mit, bist quasi mittendrin. Ein Zurück gibt es nur noch mit Gewalt, doch dafür bist Du zu schwach, weil in der Liebe stark. Gewalt an Dir anwenden, das tust Du nur noch mit dem Rauchopfer,
aber das legt sich auch noch.

Was sollst Du nun loslassen - alles, was mit Deinem jetzigen Weg nicht mehr übereinstimmt. Du sagtest draussen beim Teich: auch eine Frau, wie sie Kerstin war, willst Du nicht mehr. Der Problemhaufen sind genug, das sind wiederum Deine Worte. Siehst Du, Du erkennst es ja selber. Du erkennst so vieles selber - und dann kommt Dein Verstand und das liebe Karussell dreht sich wieder. Wenn ich dürfte, würde ich Dir eine Welt zeigen, wo Du nur noch staunen könntest und all die Gedanken an Frauen wären fort. Wie soll ich Dir denn einen Engel zur Seite stellen, wenn Du diesen nicht einmal erkennen würdest? Diesen Engel gibt es und er lebt nicht irgendwo. Ob Engel Inserate lesen, das weisst ich allerdings nicht und es ist mir auch egal. Das Inserat wird erscheinen und Du wirst Deine Post bekommen und dann wieder neue Fragen, soll ich oder nicht. Das ist keine Manifestation, das ist Vorschub für neues Karussellfahren leisten. Ach, Andreas, wenn ich persönlich zu Dir kommen würde in Fleisch und Blut, würdest Du mich erkennen? Dein Wissen ist ja nicht ohne, aber bzgl. der Umsetzung, da hapert?s gewaltig. Ja Andreas, ich rede deutsch mit Dir, denn es ist die einzige Sprache, die Du verstehst. Dich muss und darf man nicht mit Samthandschuhen anfassen, das wäre falsch. Du hast immer alles bis zum Ende ausgereizt, also reize ich Dich auch bis zum endgültigen Verstehen, Annehmen und Tun. Taten sind angesagt, nicht schöne Worte. Der Ramtha hat es Dir angetan, Du bist derselbe Typ Mensch wie er, stur, aber beharrlich. Er hat es geschafft - und Du auch bald. Siehst Du, wie all das von Dir Gelesene auftaucht, bringe es in den rechten Zusammenhang und Du verstehst. Auch ich habe grosse Macht, vergiss das nicht, auch ich kann Dir Dinge manifestieren und ich werde es tun, sobald Du wieder den alten Pfad beschreitest. Deine Ungeduld straft Dich nicht mehr, dafür sorge ich und zwar mit Vollmacht, ich liebe Dich zutiefst und lasse nicht mehr zu, dass Du strauchelst. Du brauchst keine Zeichen vom Himmel, denn Du selbst bist ein Zeichen für den Himmel. Denn viele Augen schauen auf Dich. Erst wenn Du die Lebensaufgabe vollbracht hast, atmen wir auf. Sind Deine Fragen beantwortet damit oder hast Du noch welche, so stelle sie.

Andreas: Woraus resultiert meine Unsicherheit, ist es mangelndes Vertrauen oder weil ich zwischen den Welten stehe, obwohl mich der Blick zurück nicht mehr reizt?

Evide: Deine Unsicherheit hat die Gründe, die Du selbst genannt hast. Vertrauen, ja woher nehmen, wenn man wie Du zwischen den Welten steht und Du befindest Dich dazwischen im wahrsten Sinne des Wortes. Vertrauen entsteht nur, wenn man sich auch etwas zutraut, sich also traut auch Schritte zu tun, deren Folgen unabsehbar sind. Dazu gehört Mut, aber davon hast Du ja genug. Was hast Du nicht schon alles angepackt, Hauskauf, Geschäft, Skulpturen, Lichtobjekte, ohne die Folgen abzusehen? Jetzt gebrauche Deinen Mut, um die Welten zu wechseln. Nicht so wie Kerstin, nein, völlig bewusst diese Schritte tun und bei jedem Fehltritt solltest Du lachen und "Detail" sagen und weitergehen. So werden Deine Schritte immer sicherer,
denn die Bestätigung erfolgt sofort.

Andreas, für heute ist es genug, Du solltest es auch verdauen können. Deine Liebste möchte Dich auch noch begrüssen, sie steht stumm neben mir und schaut mich mit grossen Augen an. Ich verstehe sie, denn sie wusste ja nicht, welche Sprache Du verstehst. Ich Grüsse Dich in unendlicher Liebe und wache darüber, dass nichts in Vergessenheit gerät. Denke daran, ich stehe zu meinen Worten.

Kerstin: Ja ich staune und bebe ob der Worte von Evide an Dich, aber ich sehe sie zeigen Wirkung. Solche Vollmacht habe ich noch nie erlebt. Ich bin sprachlos und sehe dass es Dir gut geht. Ich hätte niemals den Mut aufgebracht, so mit Dir zu reden. Doch sie hat den Kern der Sache getroffen.

Liebster, ich umarme Dich und wünsche Dir Klarheit in allen Dingen, ich liebe Dich !

Gute Nacht.


10. April 97 - 7.45 Uhr

Andreas: In mir nimmt der Gedanke immer mehr Gestalt an, diese Durchgaben als Buch zu fassen, um es zur gegebenen Zeit unter die Menschen zu bringen, d.h. nicht ich sondern wir, wie steht ihr dazu?

Kerstin: Guten Morgen Liebster, hier ist Kerstin. Wir sehen diese Gedanken und unterstützen sie, darum verstärken wir auch Dein Ansinnen. Unternimm jedoch nichts voreiliges. Wir wollen mitreden, denn es betrifft ja auch uns und es ist so wie mit dem Beispiel "Partnerin", es werden die richtigen Menschen zur gegebenen Zeit zusammengeführt, um das Werk gemeinsam anzugehen. Denn es geht ja auch um Kosten und es sollte in einem guten Verlag erscheinen. Deine Hauptaufgabe ist und bleibt, Deine Medialität zur Verfügung zu stellen, um alles aufzuschreiben so wie bisher, wahrheitsgetreu. Um das andere brauchst Du Dich nicht zu kümmern und die Antwort von Birgit steht ja noch aus. Auch Maja käme in Frage, sie hat vor zehn Jahren diese Arbeit schon mal und gut gemacht. Ich habe Dir vorläufig nichts weiteres mitzuteilen, wünsche Dir einen freien Tag und viel Freude!
Ich umarme Dich und lasse Dich los.


21.35 Uhr

Andreas: Habt ihr mir etwas mitzuteilen, Fragen habe ich keine.

Kerstin: Ich möchte mich kurz fassen, denn Du bist müde. Auch brauchst Du Zeit, um alles zu verarbeiten und zu Deinem Sein werden zu lassen. Marika hat geschrieben und Du hast geantwortet, das ist gut so, denn jetzt ist es wieder an ihr zu reagieren. Deine Worte hast Du sehr fein bedacht, es wird sie wahrscheinlich erstaunen, so etwas von Dir zu lesen. Ich kümmere mich im Moment nicht weiter darum, denn die Gefahr, in etwas hinein-zugeraten, das Du nicht willst, ist viel kleiner geworden und Dein Licht klarer. Evide ist auch da und schmunzelt. Ja, ihre Sprache hast Du verstanden und bist jetzt bei der Umsetzung in die Tat. Liebster, für heute ist es genug. Eine feine Nacht und einen flugbereiten offenen Geist wünsche ich Dir! Alles Liebe für Dich, Andreas!


11. April 97 - 6.45 Uhr

Andreas: Guten Morgen. Warum habe ich immer noch einen totalen "Blackout", was meine Erlebnisse der letzten Nacht anbelangt - sind die nicht jugendfrei? Ich meine das im Sinne von: werdet wie die Kinder.

Kerstin: Liebster, Dein Humor wird hier geschätzt und beachtet - und Vorsicht auch darauf eingegangen. Hier ist der Sommervogel, vom Wind zu Dir geweht. Ob jugendfrei oder nicht, das spielt hier in der ehrlichen und offenen Welt keine Rolle, das sind die Spiele der Menschen. Mit diesen Spielen werden die Menschen verwirrt und missbraucht, aber sie wollen es so. Ich freue mich ob der Zusage von Birgit. Ihr Herz ist weit und offen, so dass sie viel für sich selbst bekommt und auf einige ihrer Fragen eine Antwort finden wird. Grüsse sie von mir!

Dein Nichtwissen am Morgen bezieht sich lediglich auf Dein Gehirn, wo noch einiges umgepolt werden muss, bis es das Erlebte annehmen und Dein Verstand es auch gutheissen kann. Alles Wissen bleibt Dir erhalten. Doch der Weg wurde so für Dich gewählt, dass die Erlebnisse am Tag als Visionen zum Vorschein kommen. Jede Vision, die Du erlebst, hat ihren Ursprung im Erlebten, u.a. der Nacht, des Traumes. Auf diese Weise fliesst Dir mehr zu, weil Du intuitive Wahrnehmungen gewohnt bist.

Ich kann es nur nochmals betonen, achte auf alles und beobachte alles, was rings um Dich und in Dir geschieht. Auch Evide bereitet ihren nächsten "Angriff" auf Dich vor. Mehr dazu später, Du willst die Texte noch weiter bearbeiten, also lasse ich Dich. Du bist gesegnet und Ströme lebendigen Wassers spülen alles fort, was Du nicht mehr benötigst. Ich liebe Dich und meine Seele ist überglücklich!


Abend

Andreas: Wo gehe ich an meiner Bestimmung vorbei? Es ist doch wohl nicht mein Sinn und Zweck, hier einfach zuzuwarten, bis mir meine Bestimmung klar wird. Ich meine damit nicht die grosse, den Weg ins Licht, ich meine vielmehr den Alltag. Ich sitze und warte und sehe nichts, dass ich in Bewegung setzen kann, um erfüllte Tage und Abende zu haben - nicht Lückenfüller. Ergibt es einen Sinn, mir ständig selber einen Tritt in den Hintern zu geben, damit etwas in Bewegung gerät, oder ist meine liebe Ungeduld wieder an allem schuld? Solange ich keinen Sinn in einer Arbeit sehe, tue ich sie nicht mehr. Was begreife ich denn noch immer nicht?

Wo halte ich mich immer noch fest?
Oder wird einfach nur meine Geduld gefordert?


21.25 Uhr

Evide: Versuche es mal, Dir lieber Andreas, einen Tritt in den Hintern zu geben, wenn Du das schaffst, ist Dir mein Applaus sicher. Spass muss sein, ich empfehle ihn Dir, wolltest Du nicht schon lange herzhaft über Dich lachen, dann tue es jetzt. Lachen wirkt immer befreiend, die Ernsthaftig-keit, mit der Du Deine Fragen stellst, wird brüchig und zerfällt zu Staub, wie Dein Ofen heute. Andreas - und dies wahrlich in aller Liebe - es ist Deine Ungeduld, die Dich plagt. Lasse doch einfach los, Du bekommst noch genug zu tun, so dass Du Dich nach dieser Zeit der Ruhe zurücksehnen wirst. Wo Du diese Buchstaben zu Worten zusammensuchst. Anmerkung des Autors: Gemeint sind Kreuzworträtsel). Doch auch dieses Spiel ist sinnvoll, denn Du trainierst damit Dein Gehirn. Ich stelle keine Zukunftsprognosen, weil Dich das nur vom Jetzt - Empfinden abhalten würde. Und dieses Jetzt - Empfinden ist viel wichtiger als alle Zukunft. Erstens gestaltest Du die selber und zweitens kommt sie von alleine mit all ihren Überraschungen.

Nimm Dein Leben, Deinen Alltag, Deine Stunden und Minuten selber in die Hand, gestalte sie, wie Dir Dein Herz, Deine Wünsche und Träume es Dir eingeben, tue alles, was Dir Freude macht. Wenn Dir Nachdenklichkeit oder eine saure Miene Freude bereiten, bitte, dann lebe dies aus. Du bist zwar viel schöner anzuschauen, wenn Du froh, humorvoll und versponnen bist, das blitzt dann nur so. Andreas, ich verstehe Dich gut, das Alleinsein entspricht nicht Deiner Art, obwohl sie auch darin enthalten ist. Schau, wenn nun eine Frau bei Dir lebt, hat sie auch Wünsche und Vorstellungen, die sie ausleben will. Würde Dir dies denn immer passen? Nein, der einsam tätige Indianer ist Dein Wesenszug. Dort wo Du lebst, ist die Weite zugebaut und die Bisons nicht mehr da, aber die Wälder sind rings um Dich und Dein Garten, vergiss das nicht. dass Du als Bürger zwischen den Welten stehst, vereinfacht die Sache nicht, weil Du nicht einfach wechseln kannst - noch nicht. Das ist Dein Problem, dass Du Dich sinnvoll für das Leben einsetzen willst und es noch nicht voll kannst. In Dir bewegen sich Welten, alles ist im Umbruch und das braucht seine Zeit. Du hast Jahrtausende Leben geführt, die dieser Erde galten und der Himmel war Dir fern. Doch jetzt hat Dir diese Erde ausser der Natur und einigen wenigen Menschen nichts mehr zu bieten. Du bist ihr entwachsen ihre Vergnügungen langweilen Dich. Du hast recht damit, denn sie bedeuten bei uns nichts. Aber da ist auch noch die Musik, Deine kreative Arbeit, Deine Freude am Schönen. Das ist keinesfalls nichts. Dir fehlt ein Gesprächspartner, das sehe ich sehr wohl. Aber Du brauchst ein Gegenüber, das Dir das Wasser reichen kann. Wo erbauliche Gespräche geführt werden können, solche, die in die Weite und Tiefe gehen und nicht über rein weltliche Dinge. Davon hast Du genug, ebenso von den einseitigen frommen Gesprächen, die könntest Du sicher führen, aber die bringen keine erbauliche Befriedigung für Dich.
Das ist Kinderkost, Du brauchst etwas Nahrhaftes zwischen Dein geistiges Gebiss. Ich weisst auch, dass unsere Zwiesprache eine gewisse Einseitigkeit aufweist, weil Du noch nicht meine Sicht der Dinge hast. Sie ist wohl da, aber für Dich noch nicht greifbar bzw. sichtbar, was Du jedoch brauchst. Ich werde dazu übergehen, Dir Dinge zu manifestieren, die Dich befriedigen werden. Auf die Gefahr hin, dass wieder tausend neue Fragen entstehen - aber das ist mein Risiko. Ich behandle Dich nicht wie ein Schulbube, dazu bist Du schon zu weit fortgeschritten, auch wenn Dein Los noch das Lernen ist. Bleibe weiterhin so offen wie jetzt. Du wirst sehen, ich halte Dich nicht hin, dazu gibt es keinen Grund. Was mich bis jetzt zurückgehalten hat, ist Deine zeitweilige Schreckhaftigkeit, doch die legt sich auch noch. Wenn plötzlich ein Sternengeschwister im Raum stehen würde, wie würdest Du reagieren als alter Kämpfer? (Anmerkung des Verfassers: Es war jemand an der Tür). Siehst Du, aber Du hast Mut bewiesen, indem Du die Türe öffnetest und zuerst nach einer Schlagwaffe Ausschau gehalten hast. Andreas ich beobachte Dich genau. Darum der Ausspruch: alter Krieger! Dies Urvertrauen muss zuerst wieder voll erwachen in Dir. Das ist kein Tadel, sondern einfach Tatsache. Dein Kriegerinstinkt muss dem Urvertrauen Platz machen. Überdenke das gründlich. Es war wirklich jemand an der Tür, aber einen Oberton über Dir, Du hast ihn einfach noch nicht gesehen, aber als Demonstration genügte es. Du bist sehr geschützt, aber wie Du halt bist, musst Du es ausreizen, um es begreifen zu können. Es wird zu weiteren Demonstrationen kommen, reize sie aus, daran kannst Du wachsen, bis Dich wirklich nichts mehr erschreckt. Wir brauchen solche Erdenbewohner, die stark in sich ruhen, denn alles was noch im Anflug ist, wird so manche Nerven aufs äusserste strapazieren. Andreas, ich denke für heute ist es genug, ich sehe Dich schmunzeln und das freut mich, ehrlich. Du bist gesegnet!

Kerstin: Andreas ich möchte Dir nur mitteilen, dass ich heute Nacht und morgen bei Dir bleibe, ich soll Dich halten und einfach bei Dir sein. Mir fehlen die Worte, Du merkst es. Es gibt einfach keine Worte, für das, was ich Dir geben will mit meinem ganzen Sein. Ich liebe Dich so tief, so.... Ich habe meine Sprache verloren, aber nicht mein Sein und meine Liebe. Gute Nacht bis bald. Freue Dich, es wird schön werden.


12. April 97 - 20.45 Uhr

Andreas: Hat mein Alleinsein etwas mit dem zu tun, was Ephides in seinem Gedicht anspricht? Ich habe eigentlich gar keine Lust mehr, in gastlich offene Häuser einzutreten.
Eine andere Frage, die mich bewegt ist, wie lange kann ich mir noch erlauben, Zuhause zu bleiben?

Kerstin: Lieber Töpfer, ich bin immer noch da, ich habe euch zugeschaut und es war ein sehr schöner Tag hier bei Dir. Vieles sieht so anders aus, wenn ich es von meiner jetzigen Sicht her betrachte, da sind Schwingungen von Gedanken um die Häuser, Schutzmauern und Lichteinfälle, es ist wirklich sehr interessant, sich hier umzusehen.

Ich möchte zuerst auf eine Frage eingehen, die Du jetzt nicht gestellt hast, aber sie taucht immer wieder auf. Es betrifft unsere Zwiesprache. Ich weisst, dass Du Abmachungen, die Du getroffen hast auch einhältst. Nur ist unsere Abmachung vom Morgen und Abend nicht gleich zu verstehen, wie die menschlichen. Du brauchst also kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du am Morgen oder am Abend keine Zwiesprache führen willst, egal aus welchen Gründen. Es ist, ich betone es, es ist keine Verpflichtung, dies jeden Tag einzuhalten. Du hast soviel zu verarbeiten und bist in einem Prozess des Lernens und Verstehens. Das ist mit meiner Situation überhaupt nicht zu vergleichen. Menschlich gesehen stehst Du alleine da mit allem, was zu Dir durchkommt und Du schreibst es gewissenhaft auf. Du kannst ausser mit uns, mit niemandem darüber reden. Evide sagt: Das sei gut so, nur keine Diskussionen und Zerredungen. Ich sehe, dass Du nur wenig Probleme damit hast. Was ich Dir sagen will ist, dass ich zu diesen Zeiten zur Verfügung stehe, wenn Du mich nichts fragst oder kein direkter Kontakt zustande kommt, ist das nicht weiter schlimm. Ich bin gerne in Deiner Nähe und ob ich schweige oder rede, spielt keine Rolle für mich, im Gegenteil, wenn ich schweigend bei Dir bin, kann ich vieles aufnehmen, was mir dient. Also lasse einfach Deiner Intuition freie Bahn -
das ist gut so.

Nun zu dem Ephides-Gedicht: es stimmt, dass Du damit gemeint bist. Dein Leben läuft auf diesem Kurs und das soll Dir Trost und Aufmunterung sein, diesen dürstenden Seelen den Becher zu reichen. Ich weisst, dass Du das verstehst und dass Du die Kraft dazu hast, diesen ungastlichen Weg, irdisch gesehen, zu gehen. Wie lange Du Dir erlauben kannst, Zuhause zu bleiben, fragst Du? Solange Du willst - und das Bedürfnis dazu hast. Warum denn ein schlechtes Gewissen deswegen? Andreas, mit Deiner Arbeit hier in Deinem Zuhause, tust Du mehr als Du ahnst. Ob jetzt zwei, drei Grabsteine mehr Deine Werkstatt verlassen oder ob diese Arbeit jemand anderer tut, ist nicht so wichtig, aber diese Zwiesprache, die kannst nur Du mit mir führen und sonst niemand. Diese Arbeit ist so wichtig in der Jetzt - Zeit, dass Du dafür alle Zeit der Welt hast. Der Überlebenskampf ist zu Ende für Dich, dafür ist gesorgt, also was kümmert?s Dich, ob das Geld von den Grabsteinen kommt oder von sonst woher. Es kommt und das genügt. Du fühlst es ja. Wenn es Dich wieder zu den Steinen zieht, dann gehe und Du wirst sehen, wie die Leute das spüren und sie werden kommen. Nein Andreas, geniesse diese Freiheit Du hast lange genug dafür gearbeitet und es Dir ehrlich verdient.

Was deinen Fuss anbelangt, so habe ich mich nach einem Arzt umgesehen - es wird also etwas vorbereitet in diesem Zusammenhang. Wenn Du spezielle Anweisungen brauchst, bekommst Du sie. Dieser Fuss wird noch lange seinen Dienst tun ohne Schmerzen. Evide wird sich bald bei Dir melden, um Dir weiter zur Seite zu stehen. Dir eine gute Nacht - ich bleibe weiter da bei Dir. Die letzte Nacht war wunderbar. Du bekommst es noch zu wissen und zu sehen. Liebster, ich umarme Dich und danke Dir für Dein Dasein!


13. April 97

Ramtha: Gott zu sein bedeutet, dieses Leben glücklich zu leben. GLÜCKLICH!

Um all die Illusionen, die den charakteristischen Gott in dir verbergen, wegzuschälen, braucht es Mut und den wunderbaren Willen des Wollens: ZU WOLLEN. Dann können Mauern niedergerissen werden, um Dir das Durchgehen zu gestalten und Universen können gespalten werden, um Dir eine bessere Sicht zu liefern, wenn Du willst. Doch es führt zu nichts,
wenn Du nicht willst.

Andreas: Ich möchte schon lange gerne wissen - und das ist Euch allen bekannt - auf was wird denn gewartet? Wer hat den Mut, mir darauf eine klare Antwort zu geben?


8.10 Uhr

Evide: So Andreas, bist Du endlich soweit, dass Dein Zorn zum Ausdruck kommt, dieser Ungerechtigkeit Deinem Leben gegenüber? Dir eine Antwort zu geben, dazu braucht es keinen Mut von mir. Wenn jemand Mut braucht, bist Du es. Erträgst Du es, wenn Dir liebgewordene Mauern niedergerissen werden? Du aber erst erkennen wirst, dass sie Dir lieb und teuer waren, wenn sie nicht mehr da sind - aber dann ist es zu spät. Lasse Deiner Wut nur freien Lauf, mich stört das nicht. Aber richte sie nicht gegen uns, denn der Verursacher Deiner Misere bist Du selber. Jahrtausendelang lebtest Du Dein Leben, ohne dass wir Dich kümmerten, Du lebtest Macht, Tyrannei und sonst noch so einiges aus. Jetzt, wo Du Dich verändert hast, ausgelöst unter anderem durch das Seelenbeben Kerstin?s wegen, sollen wir alle nur für Dich da sein? Andreas wir sind es schon lange, aber Du hast keine Notiz davon genommen. Das kannst Du als Vorwurf auffassen, obwohl es nicht so gemeint ist. Hast Du immer noch den Mut, mir weiter zuzuhören, denn Du weisst genau was kommt?
Du stehst nun völlig nackt vor Dir und den Trümmern Deiner Illusionen, schaue sie an und so, wie ich Dich kenne, wirst Du auch die Fähigkeit haben, aus diesen Trümmern eine neue Skulptur zu kreieren. Du hast ja auch eine Brandskulptur gestaltet, was für Deine Einstellung der Sache gegenüber spricht, im Sinne von: alles ist vergänglich. Ja, alles was Menschenhände geschaffen haben ist vergänglich. Es gibt nur eines, das unvergänglich ist und das ist die LIEBE. Ich glaube, ich muss nicht weiter auf Deine Vergangenheit und ihre Taten eingehen, Du erkennst sie wohl. Mir steht es nicht an, Dich zu richten, denn meine Aufgabe ist das LEBEN lehren und nicht das Gericht.

Bezähme Deine Wut und wandle sie um. Dein Elefanten-Gedächtnis ist Dir im Weg dabei. Ich sehe die unzähligen Bilder, die Dich durchfluten, lasse sie vorbeiziehen wie ein grosser Strom mit seinen unendlichen vielen Wassertropfen. Betrachte nur einen Wassertropfen und Du erkennst darin alle Schönheit und Vielfalt die es gibt. Nicht das gesamte Bild zählt, es sind die einzelnen Punkte, aus denen es zusammengesetzt ist. Wir gehen jetzt gemeinsam diese einzelnen Punkte an. Welche von ihnen passen nicht in dieses von Dir gewünschte Bild und stören damit den, wie Ramtha sagt „charakteristischen Gott“, der Du bist?

Entferne sie als eine Art Illusion, die sie noch sind. Du willst ja sehend werden und da stören diese Spiegelfragmente die klare Sicht. Also entferne sie, Du musst es tun! Schaue jeden Punkt an und entscheide, passt er zu Dir oder nicht. Du denkst, das ist eine Riesenarbeit - ich meine dagegen es ist ganz einfach, denn alles was mit der LIEBE nichts zu tun hat, sie in ihrer Entfaltung hindert - weg damit.

Ja, gehe an die frische Luft, wir machen danach weiter,
wenn Du willst!?

Andreas, dass Du noch Gedanken daran hegst, alles wegzuwerfen - das sind alles alte Strukturen, die Dich an der LIEBE vorbeiführen. Diese "Alles oder Nichts"-Mentalität in Dir.....versuche Dich für das "Alles" umzupolen, das Nichts musst Du ablegen, nicht verdrängen, sondern umwandeln in den Strom der Lebens. Konstruktive wie destruktive Kräfte sind beide Energien, ihr spaltet sie oder trennt sie, wie ja so vieles auf Erden. Dein Supergedächtnis solltest Du nur für alles was lebensbeglückend ist anwenden. Ich helfe Dir, Deine Tiefe auszuloten. Wenn Du Deinen Willen dazu bekundest, ist alles enthalten, nichts darf verborgen bleiben, verstehst Du. Wenn Du herausfinden willst woher Deine Zweifel an uns, an dieser Zwiesprache ihre Nahrung beziehen, musst Du sie durchleuchten. Soll ich Dir sagen woher sie kommen, ja, von Deinem zu geringen Glauben an Dich selbst. Du wertest Dich immer noch ab statt auf. Ich werde Dir nicht schmeicheln, das kannst und sollst Du selber tun. Dieses nach aussen als starker Mann dastehen wollen, stammt von Dir. Hast Du das denn nötig?

Was ihr in das Männliche und Weibliche trennt, ist eure Illusion der Dualität. Es gibt sie nicht bei uns. Wir werten nicht, wir leben und betrachten. Zerreisse doch den Vorhang, der Dich von uns trennt und Deine Wut und Deinen Frust wirst Du los sein. Andreas, Du hast wieder einen grossen Schritt getan. Wir lasen Dich scheinbar allein, weil Du dies selbst tun musst. Nur Du selbst bist imstande, den Gott deines Seins hervorzuholen, der Du bist. Wenn der Gott Deines Seins völlig nackt im Lichte steht, dann bist Du in der Manifestation, dann hast Du Vollmacht, alles zu manifestieren was Du nur willst. Ja spreche es aus, brich mit allen Illusionen, dann brichst Du durch, dann sind alle Mauern Vergangenheit und alle Wege offen. Nichts trennt Dich dann mehr vom Licht und von der LIEBE, weil Du dazu geworden bist. Meine Aufgabe ist für den Moment getan, ich bleibe aber weiter bei Dir und übersehe nichts!

Siehst Du, Deine Naivität hilft Dir, den Weg zu gehen und lass? sie lachen....usw. Nur Du bist wichtig für Dich, für Deinen Weg. Ich ziehe mich ein wenig zurück und lasse Kerstin näher zu Dir!

Kerstin: Liebster, ich Grüsse Dich und sehe Dein Leuchten. Es geht weit über diese Ebenen hinaus. Du bist so gesegnet, ich liebe Dich und darf auch heute bei Dir bleiben, um mit Dir gemeinsam das Leben zu umarmen.


21.00 Uhr

Andreas: Das war heute ein ereignisreicher Tag. Fragmente fügen sich zusammen, das Puzzle nimmt Gestalt an. Obwohl noch nicht erkennbar, was es werden soll, weisst ich doch, dass es sich um mein Lebenspuzzle handelt. Ich vermute, dass sich hier so manches aus vielen Erdenleben zusammenfügt?!
Ist damit logischerweise auch eine Rückschau in die Vergangenheit verbunden, oder gibt es andere Wege dafür?

Kerstin: Lieber, diese Fragen kann ich Dir nicht beantworten, dazu sehe und weisst ich zu wenig, denn ich habe ja nur bruchstückhafte Erlebnisse und Erkenntnisse über Deine und meine Vergangenheit. dass dieser Tag ereignisreich war und immer noch ist, steht ausser Frage. Ich habe ihn genossen und viel erkannt. Und ähnlich wie bei Dir fügen sich Bilder und Ahnungen zusammen. Auch für mich ist das Gesamtbild noch nicht erkennbar, wenn auch nicht mehr nur ein Rätsel. Liebster, ich Grüsse Dich und wünsche Dir einen edlen Abend. Evide ist bereit, Dir Deine Fragen zu beantworten. Ich liebe Dich!

Evide: Lieber Andreas, ich freue mich, dass Deine und Kerstins bruchstück-haften Bilder sich zusammenfügen und Gestalt annehmen. Zu Deinen vergangenen Leben: es ist nicht nötig diese erneut aufzurollen, weil ja immer nur das Wichtigste - seien es Versäumnisse oder Errungenschaften - im Seelenbuch bleiben, also das, was es auszugleichen gilt. Auszugleichen im Sinne von: was nicht zu Dir gehört wird wieder verabschiedet. Alles hat ja seinen Ursprung und es verflechten sich viele Dinge zu einem etwas chaotischen Gebilde, das erst wieder in Ordnung gebracht werden kann, wenn der Mensch den Weg der Liebe und Wahrheit beschreitet. Der grösste Teil eurer Probleme entsteht ja nur, weil ihr euch an Dingen vergreift, die nicht zu euch gehören, euch mit Dingen befasst, die euch gar nichts angehen. Das macht erst das Leben so kompliziert. Diese Erdenwege liessen euch alles probieren, aber nur weniges schmeckte euch wirklich. Nimm den Alkohol, er schmeckte Dir nie wirklich, aber Du hast ihn zu Dir genommen in der Meinung, das Leben würde leichter, beschwingter. Aber es wurde nur zerfahren, dumpf und ohne rechte Sicht, aber die Flasche wurde trotzdem immer wieder zum Munde geführt, trotz schwerem Kopf und einer lallenden Zunge und in einem solchen Zustand hast Du Dir das Leben gestaltet. Nicht alles, aber vieles. Unter diesem Einfluss hast Du Dir Deine grössten Probleme geschaffen. Ich mache Dir keine Vorwürfe deswegen, denn Du weisst heute, was alles daraus entstanden ist. Wenn Du einmal erlebst, trunken vor Freude zu sein, dann erkennst Du den Unterschied. Vor zehn Jahren konnte ich noch nicht mit Dir darüber reden, aber ich hätte Dir vieles ersparen können, Du wolltest es aber nicht. Ich musste Dich gewähren lassen - bis zum Ende. Jetzt hast Du das Problem gelöst, jetzt bist Du offen für die Trunkenheit des Lebens und das sind völlig andere Schwingungen. Der Alkohol ist ebenfalls eine Illusion, denn den Geist und die Seele könnt ihr niemals betäuben. Sie sind immun gegen diesen Geist, der durch Gärung und Brennen entsteht. Da aber die meisten Menschen ihr Handeln auf ihr Tagesbewusstsein abstützen, also nur darauf, was sie sehen, schmecken und riechen können, geht ihr am Wesentlichen betrunken und zugeknöpft vorbei. Es ist toll, es ist berauschend - zurück bleibt jedoch der abgestandene Geschmack von Lebensüberdruss und eine unendliche Leere. Dann versucht ihr, die Leere wieder aufzufüllen und das Karussell dreht sich wieder bis zur Ohnmacht oder gar dem Tod. Deine Rauchopfer-betäubungen gehen in dieselbe Richtung, nur sind die Auswirkungen bei weitem nicht so tragisch. Der Körper meldet sich mit Kurzatmigkeit und Husten. Andreas, verstehe mich richtig, das sind Tatsachen, die Du selber erkennst und erkannt hast. Sucht ist nichts anderes als Flucht.

Zu Deiner Frage, das Abrollen Deiner früheren Leben betreffend, habe ich schon einiges gesagt. Es nicht mehr notwendig, Dir Dein Straucheln nochmals vor Augen zu führen, weil Du ja bis zum letzten gingst und alles, wirklich alles selber ausgekostet hast. Das Aufdecken Deines wahren Seins geschieht nun stufenweise, indem Du nur die Bilder empfängst, die nötig sind, um die Zusammenhänge klar zu erfassen und Dir die Antworten selbst geben zu können, warum das so ist wie es ist, warum Du gerade erlebst was Du erlebst und wo noch Lücken sind, die es auszufüllen gilt. Darüber wache ich, das ist meine Aufgabe in Deinem Leben.

Du nennst das Aha-Erlebnisse und alle die Du als solche erkennst schaffen trunkene Freude und eine tiefe Befriedigung Deiner riesengrossen Sehnsucht. Sehnsucht ist der Pfeil der Liebe, der in jeder Seele steckt. Nur diese Sehnsucht lässt den, in der Irre herumtappenden Menschen innehalten und sich die wichtigste und grundsätzlichste Frage stellen: Was soll ich hier, was ist überhaupt mein Lebenssinn? Diese Sehnsucht bleibt solange ungestillt, bis Ihr wieder Ihr selber werdet und zum Sein und Sinn zurückfindet. Dann ist diese Sehnsucht gestillt. Es ist eine einfache Möglichkeit festzustellen, wo auf dem Weg Ihr Euch befindet. Ist die Sehnsucht noch eine Sucht, also stark, befindet ihr euch noch auf einem Weg der Suche, entfernt vom wahren Sein. Je weniger sie Euch treibt, desto näher seid Ihr dem wahren Zuhause. Andreas, siehst Du, so einfach ist die Sprache des Himmels. Und wenn Du keine Worte mehr brauchst, keine Anleitungen, wenn es in Dir schweigt, steigst Du als goldene Flamme selber himmelan, Du kennst ja das von Dir vertonte Gedicht von Ephides.

Gott hat viele Namen,
nenne?ihn wie Du magst -
wenn Du nur mit Innbrunst
aussprichst, was Du sagst

Hört nicht auch die Mutter
ihres Kindes Ruf
ehe noch sein Seelchen
sich ein Wortbild schuf?

Gott spricht alle Sprachen -
wer schweigen kann,
steigt als goldne Flamme
selber himmelan....

Ephides.

Ich Grüsse Dich und - nein das lasse ich - Du wirst selber darauf kommen, ich will Dir nichts vorsagen. Du bist geliebt und geachtet und viele Augen schauen auf Dich. Ich umfange Dich mit dem ewigen Hauch des Lebens!


14. April 97 - 6.00 Uhr

Ramtha: Wenn Du in Dir geeint wirst, beginnt sich Deine gesamte Energie zu verlagern, um die grossen Siegel zu öffnen und zu reaktivieren. Und das Gehirn wird aus seinem Traum ins Leben erweckt. Grandioseres Bewusstsein wird aufgenommen, Genius wird geboren und der Körper hört auf zu altern, weil Du aufhörst, eine Dualität zu sein, (ich kann nicht, ich weisst nicht, es ist zu schwer) und Du wirst lebendig.

Andreas: Guten Morgen wunderbares Leben! Ist es richtig, dass ich am Beginn der Freude stehe, sie also fühle? Ich will keine weltlichen Fragen stellen, doch sind sie da. Ich verdränge nichts, also stehen sie unaufgeschrieben im Raum...

Evide: Andreas, Deine Zweifel, wo sind sie geblieben? Wann hast Du einen solchen Tagesbeginn das letzte Mal erlebt? Wahrheit wird sich immer sofort beweisen, Unwahres braucht etwas länger, weil es durch den Filter der Dualität fliessen muss. Aber die Beweise kommen ungeschminkt ebenso zum Vorschein, wenn auch nicht immer sofort so klar, weil eben die Illusion der Dualität Bewertungen vornimmt - sonst wäre es ja keine Täuschung. Dein Pfad ist besiegelt, Du kannst nicht mehr zurück, ausser eben mit Gewalt. Suche nicht zu manifestieren, denn Du stehst mittendrin. Du wirst Wunder erleben, die eigentlich keine sind, ausser Du betrachtest das Leben als ein solches. Mit diesen Worten hast Du ja den Tag begrüsst, siehst Du, habe ich zuviel versprochen?!

Was Deine weltlichen Fragen betrifft, was kümmert es Dich wie es mit Deinem Geschäft weitergeht - es geht weiter, Du wirst sehen. Aber was jetzt hier geschieht, ist unendlich viel wichtiger als Deine Anwesenheit im Geschäft. Das gehört Dir und Du wirst dort noch Signale setzen, die alles in den Schatten stellen, was bisher war.

Andreas, Du hast Deinem Namen Ehre gemacht und meine Freude wächst, so wie auch Dein Erwachen zum Leben vorangeht. Freue Dich am heutigen Tag und lasse Dich überraschen. Wie steht es im übrigen mit der Sehnsucht nach einer Frau? Ich denke, einen Engel würdest Du schon bald als solchen erkennen. Kerstin will noch ihre Arme um Dich legen darum lasse ich euch jetzt allein und segne Dich mit dem Licht der Liebe! Evide.

Kerstin: Ich umarme Dich schon längst mit meiner Seele. Ich bin unsagbar glücklich und fühle mich zunehmend als Engel, aber Evide hat nicht mich gemeint. Ich darf weiter hier bei Dir bleiben und tue meine Arbeit mit zunehmender Freude, denn ich habe meine Angst überstanden. Du fragst mich wie das gehen soll, meine Arbeit zu tun und doch bei Dir zu sein? Das ist einfach. Du tust ja auch Deine Arbeit und Deine Gedanken senden Signale aus, etwa zu mir, ohne die Arbeit deswegen zu vernachlässigen. Diese Lebensflüchtlinge brauchen meine ganze Aufmerksamkeit, aber in meiner Seele ist noch soviel Platz. Du verstehst mich schon. Lieber, einen feinen Tag und allen Segen, ich freue mich so darauf, Dich bald zu sehen und dass Du mich siehst ? nein, ich habe mich nicht versprochen! Ach Andreas, siehst Du mein Gesicht, meine Augen, die übrigens blau sind nicht grün wie auf Erden.


Abend

Andreas: Hat die Gestaltung meines Alltags, bei dem ich auch die Unlust, etwas zu tun, zulasse, mit meiner immer wieder hochkommenden Unzufriedenheit zu tun? Darf alles von mir gestaltet werden oder sind nicht auch Signale von aussen wichtig? Ihr wisst, wie ich es meine.
Woher rührt meine Unlust, Neues anzupacken?

Habt ihr einen Vorschlag, wie ich meine Abende sinnvoller gestalten könnte? Die Zwiesprache ist es im höchsten Masse, aber dazwischen sind Stunden, die eben nur so zerrinnen.


20.55 Uhr

Kerstin: Liebster Andreas, meinst Du, wir lassen Dich im Stich? Niemals! Zu Deinen Fragen: schon in sehr kurzer Zeit wird sich das ändern, darum geniesse Deine Tage des Tuns nach Deinem Belieben, auch wenn Langeweile aufkommt, was ich gut begreifen kann. Doch besser Langeweile, als die Zeit mit Beschäftigungen zu verbringen, die Du dann wieder bereuen müsstest. Wenn Evide Dir sagt, dass Du mitten in den Manifestationen seist, so ist das so. Auch wenn Du noch nicht viel in Deinem Tagesbewusstsein davon merkst. Wenn Dein Geist frei ist in der Nacht, laufen sehr viele und sehr intensive Dinge ab, ich kann das bezeugen, denn ich bin ja meistens mit dabei. Einen speziellen Vorschlag, um Deine Zeit zu gestalten, habe ich nicht, denn sie ist bald so angefüllt mit Dingen, die Dir Freude machen, also hab? noch ein wenig Geduld. Dein Verstand muss noch etwas umgepolt werden, denn er weigert sich immer noch, loszulassen. Liebster, mehr habe ich im Moment nicht zu sagen, alles andere folgt dann in der Nacht. Ich bleibe da und bin mit Dir, Du bist also nicht allein.
Ich liebe Dich.


15. April 97 - 8.00 Uhr

Ramtha: Wenn das JETZT jetzt ist, dann existiert nichts anderes, da jede Vergangenheit und Zukunft im Moment verschmelzen. Gestern ist nicht gestern, es ist jetzt. Morgen ist nicht länger eine Mutmassung, sondern die Wirklichkeit des Augenblicks, jetzt. DU HÄLTST DIE ZEIT AN. Wo passt "spät" in die Ewigkeit?

Wenn Du die Zeit anhältst, dann wächst Du, öffnest Du Dich und der Vater wird in Dir. Und je grösser Du dadurch wirst, desto grösser wird Dein Licht werden. Wo immer Du gehst, kannst Du in einem Augenblick vom Herrn und Gott Deines Seins aus etwas hervorrufen und kannst in jedem Augenblick eine Manifestation in die Klarheit bringen.

Am Anfang musst Du über die Tatsache hinwegkommen, dass es einfach ist. Du musst über Dein Unwertgefühl hinwegkommen, sonst redest Du Dir all dies nur wieder aus.

Der Wunsch nach dem Manifestieren wird EINS MIT DIR werden, so dass wann immer Du den Mund öffnest, es so IST, so dass, was immer Du fühlst, es so IST.

Manifestiere, indem Du den Augenblick nimmst, um alle Zeit stillstehen zu lassen und Deinen Wunsch zu umarmen.
Er WIRD sich erfüllen.

Evide: Sei gegrüsst Andreas, das was Du jetzt geschrieben hast, das wirst Du erleben, auch wenn Du Dich noch unfähig fühlst. Du kannst es, weil Dein Licht Dich dazu bringt. Es wird nicht länger nur Dein Wunsch bleiben, sondern es wird zu Deiner Realität, im JETZT. Du empfindest Dich noch als unwürdig oder als dazu nicht befähigt, aber Du bist weder das eine noch das andere. Habe Mut und Du siehst, erlebst es jetzt. Du bist mit dem Licht, dem Ur-Licht, der Ur-Liebe gesegnet.

Andreas: Heute habe ich mit Gabriele telefoniert und ihr geschrieben. Jetzt habe ich wieder das Gefühl, voreilig gehandelt zu haben. Evide, hast Du etwas dazu zu sagen? Es sind da ja auch noch andere Dinge, bei denen ich eher voreilig reagiere, wo ich besser schweigen sollte anderen gegenüber. Es ist die Freude, die mich so handeln lässt.


20.35 Uhr

Kerstin: Liebster, ich bin da und soll Dir diese Fragen beantworten, weil ich in einer gewissen Weise daran beteiligt bin. Deine Vermutung, die Du hattest, als Du am Sonntag diese Zeitschrift holtest, das Inserat sahst und geschrieben hast, war nicht ganz falsch. Du hast bis jetzt aber nicht voreilig gehandelt. Überlasse es Gabriele, was sie weiter tun möchte. Aber Dein Gefühl ist schon richtig, sie ist eine aufgeweckte, erwachte Frau und ehrlich. Schau Andreas, wir reden Dir nicht drein, es ist Dein Leben und Du gestaltest es nach Deinen Vorstellungen. Du hast ja genügend Erkenntnisse, um Dich nicht täuschen zu lassen. Du hast ihr gegenüber nur eine Verpflichtung und das ist Ehrlichkeit. Was die anderen Dinge betrifft, so empfindest Du richtig, schweigen ist oftmals besser. Evide lässt Dich Grüssen und sie wird bald wieder mit Dir sprechen. Ich ziehe mich wieder zurück und wünsche Dir eine erbauliche Nacht. Wir sehen uns noch, ruhe Dich aus. Ich liebe Dich.


16. April 97 - 7.00 Uhr

Andreas: Ich verstehe nach nur einer Nacht, was Evide gemeint hat. Neue Fragen, neue Probleme können im Zusammenhang mit Frauen entstehen. Aber es ist auch lehrreich, mit Ihnen umzugehen und dabei die Ruhe zu bewahren. Ich suche den Engel, er soll sich manifestieren, SO SEI ES !

Evide: Guten Morgen Du Lichtblitz, diesen hast Du nämlich gerade ausgesandt, indem Du " So sei es " gesagt hast. Nur etwas solltest Du wissen, ich habe diesen Ausspruch vor ein paar Tagen gemacht, aber bei Deiner Entwicklung liegen da schon wieder Äonen dazwischen. Diese Gabriele würde ich mir ansehen. Ich habe sie mir genauer betrachtet, darum hat Kerstin gestern Abend Deine Fragen beantwortet. Dieser Geist ist auf einem ähnlichen Weg wie Du. Als Hilfe, als Unterstützung, wärest Du der Richtige, nur ist es für Dich das Richtige? Es scheint spannend zu werden, wenn sich noch einige auf Dein Inserat melden. Aus Deinem Harem - das ohne Spott - den Engel herauszufinden, wird bestimmt spannend. Aber ich sehe, Du hältst den Schlüssel dazu schon in Deinen Händen, Du bist wirklich sehr schnell. Mich freut das und in einem gewissen Sinne bin ich auch erleichtert. Deine Gedanken sind schon richtig, wenn Du meinst: Die Evide wird ungeduldig - ein wenig schon. Aber ich verliere die Übersicht keinesfalls.

Diese Horoskopbilder und -texte führen Dich eher in die Irre als zur Wahrheit, das hast Du bereits erkannt. Nur Deine Seele kann Dir Antwort geben und eine Entscheidung für oder gegen treffen. Nur über Deine Seele ist dies möglich, weil sie so sehr nach Licht, Liebe und Wahrheit strebt, dass sie nichts zulassen kann, was dem entgegen steht. Es liegt allein an Dir und ich schmunzle wieder, wenn ich sehe, dass Du mir in dieser Richtung keine Fragen mehr stellen willst - wirklich keine mehr? Mal sehen.... Andreas, ich wünsche Dir einen gesegneten Tag und alles Licht der Klarheit, die Du brauchst. Meine grosse Liebe zu Dir trägt Dich dahin, wo Du hingehörst, dem Ursprung allen Seins zur Freude!

Ramtha: Wenn Du die Schritte machst und die Kontrolle übernimmst, gibt es viele wundervolle Wesen, die in Dein Leben kommen. Sie sind da, weil sie da sein wollen, und Deine Manifestation war der Lehm, aus dem das Schloss gebaut wurde, zu dem sie kommen.

Hier bist Du, wünschst Dir Deine grosse Manifestation und lernst, wie man es macht und weit, weit entfernt von hier hat eine andere Wesenheit gerade eine Phantasie gehabt, und in dieser Phantasie liegt das, was Du zu manifestieren bemüht bist. dass der Geist Gottes der Strom ist, wird sich der Weg jener Phantasie mit dem Weg Deiner Manifestation kreuzen...

Du manifestierst es für Dich, doch es stellt für jemand anderen, der Phantasie diesbezüglich hat, eine Türe zur Verfügung, dies ist die Weise, wie es funktioniert, da alles in dem Strom und in dem Geist Gottes ist. Alles bewegt sich vorwärts. Es nennt sich Ewigkeit.

Perfektion zu manifestieren ist eine Begrenzung. Alles in der Natur entwickelt sich weiter. Sie ist niemals vollkommen gewesen und sie ist niemals unvollkommen gewesen. Sie ist in einem Zustand von Evolution, den man Ewigkeit nennt, Gott-Intelligenz. Perfektion ist eine Begrenzung, denn sie bedeutet das Ende von Evolution. Die Natur entwickelt sich, indem sie sich immerzu umstellt. Wenn Du manifestieren lernst, weil es gut für Dich sein wird oder Dich schimmern und scheinen lässt, dann ist das eine Begrenzung.

ICH WÜNSCHE ZU WISSEN, bewegt sich vorwärts. SO SEI ES!

WAS AUCH IMMER DU MANIFESTIERST WIRST DU....


Abend

Andreas: Meine Geduld ist am Ende, ich mache so nicht mehr mit. Zu dem wozu ich Lust hätte, nämlich der Arbeit am PC, fehlt mir das Gerät, was soll denn das? Was wollt ihr denn noch wissen von mir?

Dieses Warten - etwas anderes kann ich ja nicht tun - macht mich wütend. Ja ich schreibe....


20.00 Uhr

Kerstin: Andreas, es geht Dir nicht gut, weil diese Einsamkeit schwer für Dich ist. Du willst nicht die Zeit totschlagen, das wäre das einfachste, Du willst etwas grösseres. Andreas, es ist im Gange, das ist keine Ausrede von uns, nein, das ist eine Tatsache. Aber ich fühle mich auch etwas hilflos, weil ich nicht weisst wie ich Dir helfen kann. Du denkst, was nützt all das Wissen, wenn es Theorie bleibt, Du willst sehen, erleben - ich verstehe das gut. Nahezu alles, was Dich früher aufgebaute, hat keinen Wert mehr für Dich, ist sinnlos geworden. Vieles ist es nicht, aber wenn Du es noch nicht sehen kannst, bleibt Leere. Ich möchte Dir nochmals ans Herz legen, höre auf zu warten, denn dieses Warten zerrt an Deinen Nerven. Dieses Warten lässt Dich nur ruhelos werden. Manifestieren aus Mangel geht eben nicht, Du musst diesen Mangel in Dir ausgleichen. Werfe bitte jetzt nicht alles fort, es wäre zu schade, denn wir verlassen uns auf Dich, Liebster. Diese tiefe Einsamkeit hat aber auch soviel Gutes, es macht Dich weicher, durchlässiger und letztlich stärker. Ich warte... Merkst Du, wie Du umarmt wirst, Andreas, Du bist geliebt und geachtet, ich gehe ein wenig zur Seite, denn Evide hat Dich in der Werkstatt begrüsst und möchte ihr Gespräch mit Dir fortsetzten. Andreas, ich liebe Dich und danke Dir für Dein Ausharren
und Deine Geduld.

Evide: So Andreas, bei dem Tempo das Du vorlegst, gerätst Du arg an Deine Grenzen - kein Wunder. Dein gut geschulter Verstand folgt da nicht nach, er streikt. Er will in seinen alten Bahnen mit dem alten Andreas weiterfahren. Andreas, Dein Verstand hat sich Deinem Willen unterzuordnen. Du willst den göttlichen Weg gehen, wie Deine Worte in der Werkstatt zeigen, also hat Dein Verstand und Gewohnheitsträger zu schweigen. Du beschreitest den Weg der Seele und wenn wieder so ein Unmut auftaucht, so überlasse Dich Deiner Seele, die soll das Zepter übernehmen, schalte einfach ab. Du siehst, es funktioniert, denn Dein Anfall ist vorbei. Übrigens die Geister, die Du weggeschickt hast, waren gar nicht in Deiner Nähe, das waren alte Bilder und Erfahrungen von früher, die noch teilweise lebendig sind. Dein Verstand holt diese Bilder hervor, um Dir zu zeigen, so geht das nicht, so kann ich nicht funktionieren. Das Dichterwort: Ach es wohnen zwei Seelen in meiner Brust, bekommt so eine gewisse Gültigkeit. Es sind nicht zwei Seelen, es ist der alte und neue Andreas, der sich im Wiederstreit befindet. Wenn Du Dich weiterhin so offen und frei zulässt, wird der alte Andreas bald zur Ruhe gebettet werden, Du kannst ihm ja symbolisch ein Loch in der Erde schaufeln und ihn offiziell begraben. Er hat ausgedient. Andreas, was willst Du, dass ich jetzt manifestiere für Dich?

Andreas: Ich wünsche mir das Gefühl einer tiefen Ruhe und einer tragenden Liebe, die mich strahlen lässt und Blumengedanken hat - nicht Nachtgedanken! So sei es!

Evide: Gehe nach draussen in den Garten und schaue. Du siehst, wie schön Deine Umgebung ist, voller Farben und Formen und Du weisst dass diese düsteren Gedanken es nicht wert sind, dieser Schönheit den Platz zu stehlen. Gib? Dich mit diesen dunklen Gedanken nicht mehr ab, es lohnt den Aufwand nicht. So klar wie der Abendhimmel jetzt ist, so klar und rein bist Du. Ich nehme Dich heute Nacht auf eine Reise und Du sollst es am Morgen nicht vergessen haben, damit Du es aufschreiben und jederzeit lesen kannst, wenn der alte Andreas sich nochmals bemerkbar macht. Andreas, wisse, der Stufen sind viele und das Ende auch für uns nicht absehbar, aber Du hast bald diese Stufe erreicht, wo das alte verblasst und winzig wird, bis es nicht mehr zu sehen ist - das ist der Weg Deiner Freiheit. Und bist Du erst einmal völlig frei wo gibt es da noch Einsamkeit. Sicher stellt das Deine Geduld auf eine harte Probe, denn nicht wir sind es, die etwas von Dir verlangen - Du bist es selber. Lasse ruhig Deine Abendgedanken stehen und schäme Dich ihrer nicht, sie sind ehrlich. Gewöhne Dich daran, das Du Dich ernst nimmst in allen Dingen. Äussere alles, was Dir auf der Seele liegt, das schafft Luft und Platz für die Blumen, die Du Dir wünschst. Andreas, ich gehe nicht weg, ich bleibe, um Dich mitzunehmen auf unseren Ausflug, also bis bald.


17. April 97 - 6.20 Uhr

Andreas: Guten Morgen schöner Tag, mein Ausflug verlief anders, als ich erwartet habe, aber ich weisst jetzt wenigstens um was es ging und immer noch geht. Ich habe mich für vier Nachmittage im Gesprächskreis für Verwitwete angemeldet. Ich wollte zuerst nicht, weil ich ja einen guten Weg gefunden habe, mit dem Ableben von Kerstin umzugehen. Aber das macht mich ja nicht besser als die anderen und genau da liegt noch mein Problem. Und darum ging es auch bei dem Ausflug heute Nacht. Sicher, ich habe einen optimalen Weg für mich gefunden. Aber vielleicht können auch andere daran teilhaben und Begegnungen, auch wenn es lauter ältere Leute sein sollten, sind immer gut. Ich weisst, dass ich etwas besonderes bin, aber das sind alle anderen auch.

Evide: So, hat Dir der Ausflug gefallen? Ich weisst, dass Du etwas anderes erwartet hast. Deine Erwartungen wurden aber ebenso erfüllt, nur der Schleier des Vergessens ist darüber gebreitet. Es würde im Moment sonst unaushaltbar für Dich auf dieser Erde, wenn der Schleier nicht wäre, d.h. Deine Seele schützt Dich damit. Aber an das, was wichtig ist, erinnerst Du Dich heute morgen noch, wie ich es versprochen hatte. Andreas, Du bist wohl etwas besonderes, wie es viele Menschen ebenfalls sind. Aber der Unterschied ist, dass Du dies voll und ganz lebst. Ich wünsche Dir einen gesegneten Tag mit allerlei Überraschungen gewürzt.

Kerstin: Liebster, auch ich umarme Dich, und wünsche Dir alles Liebe, ich war mit von der Partie heute Nacht und es war für mich etwas Gewaltiges, in diese tiefe meines Seins Einblick haben zu dürfen und das zusammen mit Dir. Ich bin so glücklich und meine Nachdenklichkeit soll Dich nicht irritieren, auch ich verstehe so vieles besser und sehe immer klarer. Andreas ich bleibe in Deiner Nähe, ich habe so eine Art Urlaub bekommen, um die nächste Zeit ganz in Deiner Nähe zu verbringen, damit unsere gemeinsame Schulung Praxis bekommt. Ich liebe Dich. Wenn ich das immer wieder betone, so deshalb, weil es so ist und weil ich tief in mir spüre, dass es Dir gut tut und Deine Seele beschwingt.


Abend 21.05 Uhr

Andreas: Ich will Euch danken für den wahrlich ereignisreichen Tag!

Kerstin: Liebster, es ist schön, wie Du den Tag gestaltet hast. Und nun zu Deiner Frage bezüglich Danielle: Eure Beziehung zueinander ist sehr innig, das steht fest. Du kannst Danielle weiterbringen, sie hört sehr auf Dich. Und Deine Ahnung, dass ihr in nächster Zeit vermehrt miteinander zu tun habt, stimmt. Ich wünsche Dir eine sehr erbauliche Nacht, wir sehen uns und jetzt geniesse den Abend, ich leiste Dir Gesellschaft,...... ich tue das, weil auch Du es wünschst. Ich Liebe Dich.


18. April 97 - 6.00 Uhr

Andreas: Guten Morgen, ich begrüsse alles, was lebt und was zum Lichte hin strebt!

Kerstin, sage mir, kommunizieren wir mehr auf der inneren Ebene, von Seele zu Seele? Heute Nacht hatte ich eine Begegnung mit Conny - besteht da auch ein Band zu ihm?

Kerstin: Auch Dir einen feinen Morgen. Es ist richtig, dass wir auf der Seelenebene unseren Dialog abhalten, das ist der Weg ohne Umwege und ohne Filterung durch das Gehirn und seiner Verarbeitungsweise. Die Seele hat eine Sprache, die allumfassend ist. Es ist diese Sprache, die Du immer liebtest. Wolltest Du nicht einmal Sanskrit lernen? Bei der Art und Weise, wie wir unsere Zwiesprache führen, handelt es sich jedoch auch um eine sehr reine Form, mit der Einschränkung, dass unsere gesprochene und geschriebene Sprache sehr viel weniger Ausdrucksmöglichkeiten bietet als die Seelensprache. Jedoch stimmt Deine Aussage:? Keine Sprache hat mehr als Worte? nicht ganz. Zwischen den Zeilen ist viel Platz für zusätzliche Informationen.

Mit Conny verbindet Dich etwas, das weit zurückreicht. Ich kann den Ursprung nicht erkennen, weisst aber, dass er im Zusammenhang mit dieser Zwiesprache noch eine Rolle, eine Funktion hat. Mehr kann ich nicht darüber sagen. Andreas, es liegt so viel in der Luft und es ist für mich unmöglich, Dir Einblick zu geben. Es wurde mir zudem gesagt, dass das gar nicht nötig sei, denn Du bist offen genug, es zu fühlen und Deine Schlüsse daraus zu ziehen. Andreas, Liebster, einen gesegneten Tag!


Abend 21.00 Uhr

Andreas: Kerstin, ich nehme Dich sehr gut wahr und denke, dass Du mir etwas zu sagen hast?

Kerstin: Ja Lieber, aber nur kurz, denn Evide möchte mit Dir reden. Deine Gedanken - und auf die wird Evide gleich eingehen, denn sie kann das treffender als ich - sind richtig. Was Gabriele betrifft, so hast Du richtig erkannt, dass sie ganz anders ist als Du es beispielsweise von mir gewohnt warst. Doch ich ziehe mich jetzt zurück, wir haben noch sehr viel Zeit, um uns auszutauschen.

Evide: Mein lieber Andreas, Du machst Dich mit Deinem Warten ja selber zum Clown. Ich empfehle Dir dringend diese ungeduldige Art abzulegen und wieder zur Freiheit Deines eigenen Seins zu gelangen. Du wirst noch früh genug mit Gabriele konfrontiert, aber ob Dir das bekommt ist eine andere Frage... Nichts gegen sie, nein, aber da ist ein Wesen im Anflug, dass es in sich hat. Ich wage es nicht, sie als Engel zu bezeichnen - ich meine irdisch - aber Ähnlichkeiten sind da schon vorhanden. Deshalb habe ich Dich ja gefragt, ob Du einen Engel erkennen würdest? Von allem, was Du bis jetzt über Frauen weisst, solltest Du Abstand nehmen. Sie ist wahrlich eine Überraschung. Ich habe keine Angst um Dich, aber kommst Du jetzt schon mit einem solchen Gegenüber zurecht, ohne Dich wieder ins Abseits gestellt zu fühlen? Ohne dass Du wieder bereit bist, Kompromisse zu schliessen, die Dir nicht passen? Denn wenn Du nicht Du selber bleiben kannst, dann lasse es lieber und wachse weiter.

Der Vorschlag kam von Dir, Du Schneller, und ich darf da nicht ein-greifen. Mensch Andreas, alles ist offen um Dich, decke das bitte nicht wieder zu. Deine Entwicklung in die volle Manifestation ist wichtiger als jede Zweisamkeit. Nun, wenn Gabriele tatsächlich kommt, es wäre ja nur für ein paar Tage, versuche es, ich traue Dir fast alles zu - der berühmte ?Andreas-Hupfer?. Die kompliziertesten Dinge schaffst Du spielend und an den einfachsten beisst Du Dir die Zähne aus. Ich jedenfalls wünsche Dir Glück und den Mut, zu Dir zu stehen. Heute Nacht gehen wir wieder auf Reisen. Die Kerstin bleibt in der nächsten Zeit sowieso bei Dir. Für sie gibt es viel zu staunen und zu lernen ob Dir.
Allen Segen und der Kuss der Liebe begleite Dich.


19. April 97

Andreas: Kerstin, kannst Du mir etwas über Gabriele sagen?


21.00 Uhr

Kerstin: Geliebter Andreas, ich bin so froh und glücklich. Willst Du wissen weshalb? Ja, es ist wegen Gabriele. Ich habe mich nicht getäuscht in ihr. Lass? Dich überraschen. Wie ihr aufeinander reagieren werdet, weisst ich nicht, aber das sehe ich dann am Montag, wenn nichts dazwischen kommt. Ja, Du hast recht, ich sehe in ihr, eine Art Ebenbild. Sie ist eine zärtliche Frau und das ist ja auch etwas das Du jetzt gerne leben möchtest. Mit ihr kannst Du es, vorausgesetzt, der Funke springt über.

Es stimmt im übrigen nicht ganz was Du über unseren Grössenunterschied denkst: Du hattest offensichtlich keine Probleme damit, ich manchmal schon. Aber das ist nicht wichtig. Ich möchte Dir wegen Gabriele nichts vorwegnehmen, lasse sie kommen und schaue sie an, und fühle sie, sie ist ein feiner Mensch. Aber denke daran, ich bin nicht die einzige, die da etwas zu sagen hat und mitmischt. Du hattest doch schon vor Jahren gesagt, dass Du etwas mit Deutschland zu tun bekommen wirst ? nun sie ist aus diesem Land. Allerdings hattest Du Dir das damals anders vorgestellt, mehr in Richtung Kunst und Bildhauerei gehend. Aber der Überraschungen sind noch lange nicht genug. Wenn Gabriele sich auf Dich einstellt, dürfte einer Begegnung nichts im Wege stehen, schwinge Dich auf sie ein und lasse sie auf Dich wirken. Was Du dann am Morgen noch weisst, hängt von Dir ab, Dir ist alles offen, also auch der Weg nach Stuttgart und umgekehrt. Unser gemeinsamer Weg geht auch weiter. Und denke daran, ich bin nicht eifersüchtig, im Gegenteil: ich freue mich, wie ich anfangs schon erwähnt habe. Meine Liebe zu Dir ist so stark, dass es das grösste Glück für mich ist, Dich glücklich zu wissen. Wir zwei wachsen weiter aneinander und Gabriele weisst das auch und kann es gutheissen und unterstützen. Diese Bedingung erfüllt sie bestens.

Dein Heft geht zu Ende und ich habe Dir noch so vieles mitzuteilen. Doch sind es nicht Worte, sondern Seelenbilder und Berührungen, die ich Dir auf meine Art vermittle, da ich einen so grossen Zugang zu Deiner Seele habe, was mich froh und frei macht. Ich darf Deine Seele umarmen und mich so eins mit ihr fühlen. Das wirst Du in dem Augenblick erkennen, wenn die Schranken zwischen den Ebenen fallen. Ich muss jetzt schweigen, weil sonst mein Herz überfliessen würde und das, was da hervorkäme, jemand anderer Dir sagen will. Aber einiges davon weisst Du ja schon, ich sehe es Dir an... Liebster für heute Abend gebe ich Dir nichts mehr zum Aufschreiben, aber ganz viel zum Fühlen und Dir zur Freude. Ich umarme Dich mit meinem ganzen SEIN. Liebster, Du bist gesegnet und vom Licht umflossen.


20. April 97 - 6.35 Uhr

Andreas: Guten Morgen, wer hat mich so liebevoll begrüsst, das war nicht Kerstin allein? Die Traum-Begegnungs-Nacht hat Spuren, Ahnungen hinterlassen. Ich hoffe, diese Bilder zeigen sich noch etwas deutlicher in meinem Tagesbewusstsein. Oder gibt es gewisse Anleitungen dafür?

Evide: Meine Wenigkeit hat Dich heute morgen in ihre Arme genommen, ich bin keine Konkurrenz zu Kerstin, wir lieben Dich am selben Ort unseres Daseins - versteh es wie Du willst.

Gabriele wird zur Zeit mit Machtstrukturen konfrontiert. Sie hat jetzt Kontakt zu Dir. Das könnte ihr einiges ersparen und vieles klarer machen für sie. Du kannst es auch karmisches Echo nennen, das ihr Leben jetzt eingeholt hat. Mir ist vieles bekannt und ich habe über all die Jahr-tausende so manche Seele begleitet. Du, Andreas, bist längst nicht der Einzige, aber mir sehr, sehr nahe. Im Laufe dieses Tages werden Deine Traum-Begegnungs-Bilder klarer und im Zusammenhang deutlicher. Du wolltest keinen Problemhaufen mehr. Hoffen wir, dass Dein Wunsch auch realisierbar wird, denn es kommt sehr auf die Aufnahme-fähigkeit von Gabriele an. Wenn sie von Deiner direkten Art an die Probleme des Lebens heranzugehen, lernen kann, dann bleibt es bei einigen Intermezzi, die aber friedlich verlaufen. Wenn nicht, wird sie sich wieder verlaufen. Denke an das Ephides Gedicht: Ein einzig Herz, das dürstend aufgetan, aus Deinen Händen nimmt den Becher an... Das ist Deine Aufgabe, ihr diesen Becher zu reichen, annehmen muss sie ihn selber.

Du merkst, ich bin immer noch skeptisch, doch das war ich bei Kerstin auch. Andreas, denke an meine Vollmacht, wenn Du Dich im Vagen verlieren solltest, werde ich manifestieren - und zwar unübersehbar. Das ist keine Warnung, sondern meine Liebe die sich da zu Dir ausdrückt. Andreas, Du bist nicht mein Besitz, obwohl ich an Deiner Entstehung beteiligt war. Schmunzle nur, doch Du weisst längst nicht alles. Ich kenne die Seele dieser Gabriele sehr genau. Deine Bereitschaft, unbesehen mit ihr zu teilen, sollte mich eigentlich erstaunen, aber Du hast mir soviel Erstaunliches aufgezeigt, dass ich es spannend finde, wie das weiter seine Kreise zieht, den Zirkel dazu hast Du selber angesetzt. Wie Du inzwischen gemerkt hast, bin ich nicht mehr nur Schutzgeist oder Lehrerin für Dich, zwischen uns entsteht ein Dialog, bei dem die Gegenseitigkeit des Austausches immer mehr Raum gewinnt. Du wirst vom ermatteten Erdenbewohner zum erwachenden Gegenüber.

Andreas, ich möchte Dir dafür danken!

Kerstin lässt Dich Grüssen durch mich, denn irgend etwas hat ihre Aufmerksamkeit gefesselt. Da sie aber bei Dir bleibt, wird sie sich bestimmt bald bei Dir melden. Der Segen der Wahrheit und des Verstehens erfülle Dich ganz. Was ich Dir wirklich sagen will, geht nicht mit Worten sondern nur von Seele zu Seele.


Abend 20.50 Uhr

Andreas: Mir gehen viele Gedanken durch den Kopf. Wer ist diese Gabriele? Wenn ich alles vergessen soll, was ich bis jetzt von Frauen kenne, dann muss sie wirklich eine Überraschung sein. Ich weisst, dass meine Vorstellungen manchmal festgefahren sind. Aber mein Schönheitsideal besteht trotzdem - Schönheit, die von innen kommt. Kerstin, Du hast sie gesehen, wie sieht sie aus?

Kerstin: Liebster Andreas, zuerst guten Abend. Ich verstehe Dich so gut, mir ginge es ähnlich als Erdenfrau. Wie soll ich Dir Gabriele beschreiben, eine Schönheit im üblichen Sinne ist sie nicht, aber das hat Dich ja sowieso nie interessiert. Du sagst richtig, Schönheit muss von innen kommen. Ich war ja alles andere als eine Schönheit, aber Dir habe ich gefallen, trotz meiner Art mich anzuziehen. Heute verstehe ich, warum Du so gerne lange, feine Kleider an mir sehen wolltest. Würdest Du mich jetzt sehen, ich bin überzeugt, Du wärst sehr verliebt in mich.

Ich kann Gabriele mehr von innen wahrnehmen und da sieht sie sehr fein aus, vielleicht etwas unbeholfen, weil sie neue Wege beschreitet, aber das bist Du auch. Von ihrer Struktur her gleicht sie mir, mit einem grossen Unterschied: sie hat mehr Mut als ich, das Leben anzugehen und das hinterlässt nun mal Spuren. Dazu kommt ihre Unsicherheit. Sie steht vor den selben Fragen wie Du, vergiss das nicht. Auch sie frägt sich: Wer ist dieser Andreas? Schaue ihr in die Augen und wenn Du darin ihre Seele erkennen kannst, dann wirst Du sie glücklich empfangen und ihr den nötigen Halt geben, denn das kannst Du gut.

Sie hat das Rauchen erwähnt, aber Du hast ja schon beschlossen, Rücksicht darauf zu nehmen, das reicht ihr. Du hast Angst vor Vorwürfen oder gar Vorschriften, aber die kommen nicht von ihr, da bin ich sicher. Diese Frau hat viel zu geben. Andreas, was soll ich Dir noch sagen über sie, lasse es doch einfach auf Dich zukommen und handle spontan, das ist das Beste für euch beide.

Die vielen kleinen Splitter, die sich zusammenfügen zu einem Ganzen, haben Dich ja den ganzen Tag begleitet. Es werden auch diese Nacht neue dazu kommen, Dein Horizont erweitert sich ständig. Andreas, es ist schön, um Dich zu sein und Deinem Wachstum zuzuschauen. Ich wünsche Dir, dass Du dies bald selber ?live? verfolgen kannst. Du wirst dann so erstaunt und auch erfreut sein, dass Deine Arbeit davon sehr stark geprägt werden wird.

Ob wohl der Schmetterling noch fertig wird? Ich meine für die Eröffnung der neuen Ausstellung. Liebster, ich ziehe mich wieder ein wenig zurück und überlasse Dich Deinen eigenen Gedanken. Ich liebe Dich und umarme Dich tief und innig!


21. April 97 - 9.05 Uhr

Andreas: Ich bitte Euch, Gabriele diese Reise in Freude und Schönheit und ohne Beschwerden antreten zu lassen. Meine Liebesstrahlen habe ich ausgesandt.

Evide: Du meinst, es wird langsam lebendig, so wie es Deiner Vorstellung entspricht. Ja, das stimmt, das wird es bzw. ist es bereits. Für euch beide werden neue Welten lebendig und alte verschwinden. Eure Zeit war von lang zurückliegenden Erlebnissen überschattet. dass sie jetzt zu Dir stösst, hat wieder mit der Beschleunigung eurer Zeit, eurer Schwingung zu tun. Andreas, Du merkst, ich muss die Worte fast zusammensuchen, um Dich das Wichtigste wissen zu lassen. Es hat keinen Sinn mehr, Dir die Vergangenheit als Film vorzuführen, Du weisst schon alles und Du findest wohl die treffenden Bilder um es ihr klar zu machen.

Das Wissen darüber ist sehr wichtig für sie. Sie darf sich vor nichts mehr fürchten. Jetzt muss alles offengelegt und bereinigt werden, dann wird Ruhe eintreten und dann kann Neues, Liebevolles entstehen. Freue Dich Seele, etwas grosses ist geschehen. Dein Karma ihr gegenüber ist aufgelöst, das wisse... ihres ist auf dem Weg dazu. Aber sie sollte endlich aufhören, sich an Worten festzuhalten, sie soll erleben, erfahren, um wissend zu werden. Deine Aufgabe ist es, ihr den Becher zu reichen, nimmt sie ihn an, dann wird es Licht und farbig um sie und die Seele kann im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen. Ihr ist jetzt noch bange, weil sie solange unterdrückt wurde und sich solange nicht melden konnte. Diese Gabriele kostet auch alles aus bis zum Ende, wie Du. Nur bist Du inzwischen viel stärker geworden, sie wäre es auch, wenn....

Aber das ist jetzt müssig, sie kommt heute, also geschieht es heute. Du brauchst keine Angst zu haben, etwas falsches zu tun. Alles was sie zulässt, tue an ihr und mit ihr. Lasse sie Deine Umgebung in sich aufnehmen, das alleine wirkt befreiend auf sie. Andreas, der Mannhafte ist jetzt gefragt, aber Du bist nicht alleine. Ich bin da und beobachte alles. Eingreifen werde ich nicht, ausser Du weisst nicht weiter. Du bist den Kinderschuhen entwachsen und Mut muss man Dir nicht zusprechen, den hast Du im Überfluss. Also, mein lieber gesegneter Kämpfer, schlage Dich gut und die Lichtwelt freut sich, einen neuen Geist begrüssen zu dürfen. Über eure Zukunft habt ihr selber zu entscheiden. Du bist in der Liebe geborgen und alle Kraft und alle Freude fliessen Dir unaufhörlich zu.

Andreas: Habt ihr mir heute Abend etwas Wichtiges mitzuteilen? Ich schöpfe aus meinen Erinnerungen und Erfahrungen mit Kerstin. Und noch besten Dank, ich lese mir nochmals durch, was Evide mit "Frau brauchen" meinte.


21.20 Uhr

Kerstin: Liebster ich bin da, ich habe den Gruss von Karin vernommen, Grüsse sie auch von mir. Was da alles so geredet wird, tut mir leid für Dich. Aber es kümmert Dich ja nicht mehr, was auch gut so ist. Jetzt weisst Du, was ich mit ähnlich meinte in Bezug auf Gabriele und mich. Für Dich ist Deine Aufgabe an ihr ja jetzt wohl klar. Du erfüllst sie und das hilft ihr weiter. Den Becher hat sie angenommen. Du wirst mit ihr keine Mühe haben. Du merkst, wir dürfen nicht vorgreifen, denn Du musst Deine Entscheidungen alleine treffen können ohne unseren direkten Einfluss. Aber es ist gut so. Ich möchte mich nicht mehr weiter dazu äussern. Eine feine Nacht, wir sehen uns ja bald. Liebster, ich bin ganz fest bei Dir.


22. April 97 - 6.55 Uhr

Andreas: Schöner Tag, sei gegrüsst. Der Frühling beginnt, das Fehlen eines Du, verliert sein Gewicht, weil ich den Austausch mit Euch habe. Ich resigniere nicht, aber etwas traurig bin ich schon. Wie schön wäre es jetzt, so übermütig durch die Natur zu streifen, Hand in Hand.

Evide: Hand in Hand wie Kinder, frei und glücklich und verliebt, im stillen Wissen um den Ursprung. Das wirst Du erleben, Andreas, denn es ist von Dir manifestiert und auf dem Weg zu Dir.

Mein Kompliment, wie Du Gabriele aufgenommen hast. Ihr werdet noch wichtige Stunden haben und einen fruchtbaren Austausch. dass sie es nicht ist, um Hand in Hand mit ihr zu streifen, ist Dir wohl bewusst. Wenn dieser Mensch zum vollen Sein erblüht ist, wird der Engel sichtbar sein. Dich mit ihr jetzt näher zu verbinden, wäre ?alten Kuchen essen? und das willst Du ja nicht mehr. Aber sie wird als verändertes Wesen weiter ihren Weg gehen, das sei Dir bewusst. Den Becher hat sie angenommen und dies wird sie genesen lassen. Für Dich, mein Lieber, geht es neuen Horizonten entgegen. Dein Inserat wird Dir noch Interessantes bescheren, lass? Dich weiter überraschen. Ich bin zu wenig bewandert in solchen Erdendingen, mit einer Partnersuche wurde ich nie konfrontiert, da ich ja nie bei Euch gelebt habe. Aber ich verstehe es. Du bist gesegnet und alle Liebe und Schönheit sollen Dir zufliessen. Ich Grüsse und umarme Dich!

Kerstin: Liebster, ich komme mit Dir Hand in Hand, um Deine Seele zu erfreuen, ich liebe Dich!


Abend 20. 25 Uhr

Andreas: Diese Frau geht mir auf den Nerv, obwohl sie nichts anderes tut, als da zu sein. Sie ist zudem auch sehr hilfsbereit. Ich weisst nicht, ob da noch stille Forderungen sind, die mich nichts angehen. Ich frage mich jedenfalls, was das soll?

Kerstin: Lieber Andreas, es ist schade, dass Deine Offenheit ausgenutzt wird. Ich sagte Dir ja, dass Frauen raffiniert sein können. Es liegt in ihrem Wesen und braucht Gabriele gar nicht bewusst zu sein. Eine Frau, die so sehr nach einem Partner sucht, ist zu vielem rein instinktmäßig fähig.

Du hast gut daran getan, Dich zurückzuziehen. Du möchtest, dass sie geht. Mit Gabriele ist auch das Thema, „alte Kerstin“ für Dich abgeschlossen. weisst Du, sie lässt Dich im eigenen Haus nicht leben und Du bist zu rücksichtsvoll, das ihr direkt zu sagen und das nutzt sie aus. Das ist nicht fair. Ihre Probleme gehen Dich nichts mehr an. Du hast getan was Du konntest, aber jetzt ist es zu Ende. Erzähle auch nichts mehr von Dir, das wird nur falsch verstanden. Dein Interesse an ihr oder an einer gemeinsamen Basis hast Du ihr deutlich genug zu verstehen gegeben. Als Mensch willst Du helfen, aber als Frau kommt sie für Dich nicht in Frage, das sagtest Du ihr sehr klar. Du bist ihr nichts schuldig. So, damit will auch ich dieses Thema abschliessen und zu Erfreulicherem übergehen.
Ja, sage es ihr wegen Morgen, ich warte.

Andreas, wie gut ich Dich heute verstehen kann. Ich wünsche Dir so sehr, dass Du einer Frau begegnest, mit der Du Dich auch ohne Worte verstehst. Ich weisst heute, was ich wirklich für Dich war als Frau und Partnerin - viel mehr, als ich je wahrgenommen habe. Ich hatte so sehr Angst, Dir kein guter Kumpel zu sein, doch wenn ich jetzt sehe, was Dir alles im Zusammenhang mit mir durch den Kopf und durch das Herz geht, so war ich es doch. Ich möchte so gerne diesen Vorhang zur Seite schieben, der noch hauchdünn zwischen uns steht, doch ich übe mich in Geduld, bis er weg ist. Ich liebe Dich so aus tiefster Seele heraus. Doch wir werden noch vieles zusammen erleben dürfen. Andreas, ich mache Dich traurig und das will ich nicht, aber es ist die Wahrheit. Heute Nacht werde ich wieder ganz nah bei Dir sein. Irgend etwas erwartet uns, aber ich weisst nicht genau was. Morgen gibt?s den Andreas 49 Jahre auf Erden, ich achte Dich sehr darum - Deinen Mut, Deine Ausdauer und was Du alles daraus gemacht hast. Liebster, bis später, ich freue mich.


23. April 97 - 6.55 Uhr

Evide: Guten Morgen Geburtstagskind des Lichts und Verabschieder der Schatten. Nur noch kurz zu Gabriele: Andreas, zwei Tage mit dieser Frau, würden unter anderen Umständen zehn Jahre Beziehungsstress bedeutet haben. Bist Du nun geheilt? Ich denke ja. Ich wünsche Dir für die nächste Zeit, von der Du jetzt 49 Jahre zum Teil in der Zelle deines irdischen Daseins abgesessen hast, nur noch Freiheit. Deine Aggressionen richte gegen niemanden, sondern lasse sie einfach ins Licht fliessen, wo sie sich auflösen werden. Es ist das, was Kerstin Dir gesagt hat: die Auflösung der alten Beziehungsstruktur. Sie wird Dir nie mehr in dieser Form begegnen. Du bist ihr entwachsen. Andreas, Du hoher geachteter Wissender, der Frühling beginnt für Dich, all die Samen, die Du gesät hast, keimen zu einem wunderschönen, bunten, farbigen Blumenparadies. Die wenigen Fröste, die diesen Frühling noch begleiten, halten das Wachstum nicht mehr auf. Die Sonne Deines Lebens lässt mit ihrer Wärme diese kleinen Kälteeinbrüche verschwinden. Gibt es für Dich ein grösseres Geburtstagsgeschenk als Leben, Liebe, Licht, Wärme und Freiheit. Die Freiheit deines Seins.

Du bist von neuem geboren zu neuen Ufern, zu neuem Dasein ohne Grenzen, ohne Schranken, ohne Begrenztheiten, ohne Schatten, ohne Tod. Ja ohne Tod, das ist Dir gewiss.

Ich liebe Dich, und Andreas - es wird Dir Neues zufliessen schon jetzt. Neues, das Dich uns entgegenfliegen lässt, schwerelos im Sonnenwind. Alle Deine Chakren werden sich öffnen und Du wirst sehen, wissen und erwachen zu Deinem ICH BIN.... Ich und viele andere begleiten Dich durch diesen Tag Deiner Geburt. Der Ursprung allen Seins, segne Dich mit dem erwachenden Kuss des Lebens!

Kerstin: Liebster, ich schliesse mich diesem Segen an und werde einfach bei Dir sein, zum grossen Fest deines Daseins!


Abend

Andreas: Was ist eigentlich Schlafwandeln? Kerstin, hast Du zu Silvia noch etwas zu sagen? Was steht als nächstes auf dem Begegnungsprogramm? Diese letzte Frage ist nicht zynisch gemeint, sondern eher als Vorbereitung.


20.35 Uhr

Kerstin: Guten Abend, Dein Gast ist im Aufbruch begriffen und ab Morgen hast Du das Haus wieder für Dich. Ich schaffe es einfach nicht, Dich nicht mit "Liebster" zu begrüssen. Ich wollte einmal anders beginnen, aber es geht nicht. Nun zu Deiner Frage wegen dem Schlafwandeln, es ist wie Du es Gabriele erklärt hast. Ein Teil des schlafenden Menschen, quasi sein Innenleben, sucht sich einen Weg sich bemerkbar zu machen und tut dies in Form des Schlafwandelns. Mir wurde das von denen, die das miterlebten dann anderntags erzählt. So hätte ich die Möglichkeit gehabt, mich damit auseinanderzusetzen, dies habe ich aber viel zu wenig wahrgenommen. Ich regte mich im Gegenteil darüber auf und wollte nicht als anormal gelten. Schlafwandeln ist aber keine Krankheit, als die ich sie ansah, sondern eben ein Weg der Seele sich zu melden. Beim Schlafwandelnden werden Kräfte frei, die sie im Wachzustand nicht hat, oder sich nie zutrauen würde. Diese Kräfte oder Möglichkeiten schlummern aber in jedem Menschen, sie sind also Realität. Da ich viel mehr ein Mensch der Tat war, als ich das je zugeben wollte bzw. zuliess, äusserte sich dies auf diese Weise.

Was mein Weggehen von der Erde anbelangt, so spielte auch das, was Dir Silvia am Telefon gesagt hat, eine Rolle. Denn als ich erkannte, wie es um mich stand, war die Silberschnur zu meinem irdischen Körper schon zerrissen. Ich konnte meinen Körper nicht mehr finden, ohne das Silberband war das ja nicht mehr möglich. Ich irrte also umher und erst am Nachmittag, als alle Leute weg waren, fand ich den Weg zurück zu Deinem Haus, weil Dein Schmerz und Deine Ohnmacht solch starke Strahlen aussandten, dass ich ihnen nachgehen konnte, wie an einer Schnur, wie sie z.B. Höhlenforscher einsetzen, um den Rückweg zu finden. Es war ja Dämmerung um mich, ich konnte fast nichts sehen. Reicht Dir diese Aussage zum Thema Nachtwandeln? Ja, dann will ich nicht weiter darüber sprechen.

Silvia und ich wir begegnen uns oft. Wir haben einen Faden, eine Verbindung zueinander. Ich möchte mich aber nicht weiter dazu äussern, weil keine bestimmten Fragen dazu anstehen. Der liebe Gruss geht zurück an sie. Sie wird Dir sicher noch mehr erzählen, wenn sie das Bedürfnis dazu hat.

Was weitere Begegnungen anbelangt, so werden sie sich sicher von der letzten unterscheiden. Obwohl Gabriele es ja gut aufgenommen hat und Du jetzt akzeptiert wirst, wie Du bist. Sie brauchte einfach Zeit, um ihre Enttäuschung zu verkraften. Die Reaktionen auf Dein Inserat lassen ja noch auf sich warten. Aber ich denke, dass Du die Signale, die ausgesandt werden - gerade wenn es solche sind, die Deinen Traum berühren - dass Du diese empfangen wirst. Lass? es doch einfach auf Dich zukommen und wirken. Diese wache „Spring-ins-Feld-Frau“ - ein schönes Bild - findet schon den Weg.

Liebster Andreas, der Abend geht dem Ende zu und bis zu unserem Treffen ist es nicht mehr lange. Ich bin da. Schreibe jetzt nicht mehr weiter, das gehört nur uns allein. Ich liebe Dich!


24. April 97

Andreas: Nehme ich Dinge wie das Verhalten von Kerstins Schwester Cora und ihren Eltern noch zu wichtig? Ich würde gerne die Hand reichen, aber in den Wind rufen und nicht gehört zu werden bringt doch auch nichts.

Evide: Zuerst möchte ich Dir einen wundervollen Tag und alles Edle und Feine wünschen. Andreas, willst Du Dich wieder von solchen Banalitäten einholen lassen? Es ist eine gewisse Ohnmacht der Sache gegenüber, aber auch eine gewisse Unehrlichkeit. Den Kontakt zu Dir haben sie gezwungenermassen aufrechterhalten, weil sie Kerstin nicht ganz verlieren wollten. Der Kontakt zu Dir war aber nie wirklich aufrecht. Sie hatten nie ein ganzes Ja zu Dir, alle drei nicht. Jetzt gibt es keinen Grund mehr dazu, also lassen sie es. Das ist ehrlich, deshalb unternimm nichts. Eines Tages werden sie es einsehen, doch was soll Dich das noch kümmern. Deine Bereitschaft besteht ja, das ist genug des Entgegenkommens. Mit der alten Kerstinstruktur ist auch ihr Umfeld abgeschlossen. Orientiere Dich nicht mehr daran und richte Dich nach vorne aus. Du wirst deshalb nicht hart werden. Das Thema lohnt einfach nicht, es weiter zu verfolgen, weil es liebloses Verhalten manifestiert. Sie übertragen Dir die Schuld für etwas, für das sie ganz alleine die Verantwortung tragen. Gerade Kerstin`s Eltern haben diese Verantwortung viel zu wenig wahrgenommen, nicht im materiellen Bereich, nein, aber in der Seelenbegleitung ihrer Tochter. Nur, sie wussten es nicht besser. Andreas glaube mir, es schmerzt uns auch, so etwas immer wieder erleben zu müssen. Doch wenn diese Menschen erst verstehen, ändert sich ihre Haltung sehr schnell. Darum halte Deine Türe in dieser Richtung offen, aber das tust Du ja sowieso.

Wenn Dir Dein Traum begegnet, wird auch das Umfeld traumhaft sein, so gut das eben auf Erden möglich ist. Lebe Deine eigene Mitte, denn die kann Dich nicht täuschen, höchstens Umwege beschreiten lassen. Andreas, Du bist gesegnet und das Licht des Verstehens leuchte über Dir.


Abend

Andreas: Heute kam so einiges zusammen in Bezug auf Deine Person und die Zwiesprache, Kerstin. Da war die Absage von Birgit und das Gerede der Leute wegen Deinem vermeintlichen Selbstmord. Ich merke, dass mir solche Dinge noch zu schaffen machen und meine noch nicht verarbeiteten Zweifel nähren. Ich weisst um das Gedicht von Ephides. Ich fühle mich noch verunsichert, was die Zwiesprache mit Dir betrifft und die Reaktionen der Mitmenschen, mit wenigen Ausnahmen. Ich stehe zu dieser Situation und will weiterwachsen, um stark und ruhig zu werden. Ich will die Zwiesprache weiterführen, aber niemandem mehr davon Kenntnis geben.


25. April 97 - 7.10 Uhr

Andreas: Im Moment herrscht Funkstille, weil ich mir die Antworten auf meine Fragen, selber geben kann. Ich fühle auch, dass diese Zwiesprache an einem Wendepunkt angekommen ist. Mit meinen Zweifeln muss ich selber zurechtkommen. Ich fühle mich keineswegs verlassen, aber etwas Neues ist am entstehen. Ich hätte eigentlich wissen müssen, dass Birgit mit solchen geistigen Dingen, wie sie in der Zwiesprache Niederschlag finden noch Mühe hat und Widerstände aufbaut. Auch das Gerede wegen Kerstins Ableben wird im Sande verlaufen. Ich werde nur noch Auskunft geben, wenn ich persönlich darauf angesprochen werde.

Ramtha: Du bist das Produkt deines Wunsches. Du wirst für immer leben. Die Art wie Du wünschst, ist das, was Dein Leben glücklich machen wird. Wenn Du es wünschst, ist Einfachheit der direkte Weg zu Gott.

Andreas: Ich wünsche mir, den einfachen direkten Weg zu Gott!


7.40 Uhr

Kerstin: Mein Liebster, Dein Wunsch geht in Erfüllung. Wir verlassen Dich nicht und unsere Unterstützung ist Dir immer gewiss. Mir tut das unsinnige Gerede der Leute weh, aber jeder wird selber erfahren, wie er mit seinen unüberlegten Worten sich am Schluss selber Schmerzen bereitet. Du bist stark genug, um damit fertig zu werden und ich vermag es nicht zu ändern. Ich und viele andere lieben Dich und stehen zu Dir. Diese Zwiesprache wird bestimmt weitergehen. Es sind neue Dinge in Vorbereitung, das wirst Du bald erfahren. Andreas, meine Liebe zu Dir ist unendlich gross und weit. Aller Segen fliesse Dir zu!


26. April 97

Ramtha: Der vereinte Gott-Mensch, Christus, die Liebe zu Gott, liegt nicht in der Verrücktheit, irgend jemand anderem nachzufolgen, sondern es bedeutet, das Aufbauen der eigenen Individualität. Es bedeutet das innere Ausrichten nach Deiner eigenen göttlichen Zweckbestimmung.

Jenseits all Deiner Probleme, Deiner Begrenzungen, Deiner Wünsche, Deiner Bedürfnisse, Deiner Sehnsucht danach, liebkost, geliebt und berührt zu werden, jenseits all dessen liegt die Antwort zu Individualismus, zu dem Selbsterhaltenden dessen, was Du bist, das Heranziehen all der Antworten hinein in die Manifestation und auch die Freiheit des Selbst, um im Fluss Gottes zu existieren, um sich weiter zu dem zu entwickeln, was Du individuell bist, Gott, seiner unbändigsten, schönsten, fortwährendsten, ewigen Form.

Andreas: Es ist nicht einfach für mich, das anzunehmen, obwohl ich weisst, dass es der Weg ist. Zu sehen, dass meine Wünsche nach Berührung und Liebkosung eine Begrenzung darstellen, tut weh.
Ramtha: Die einzige Essenz, die alles besitzt und alles IST, ist Gedanke/Licht, der/das in dieses Bewusstsein hineinmanifestiert ist. Wer dieses Licht berührt, entwickelt sich zu dem Verstehen, dass er das Alles-in-ALLEM ist, das der Atem jeder Existenz IST. Inneres Wissen ist das Bekannte von allem Bekannten, doch hier auf Erden muss dieses Licht, Dein Erbe, durch Deinen Traum gehen: den Traum des Ungläubigen; den Traum des harten Realisten; den Traum von Mangel an Selbstwert; die Träume von Zweifel, Zeit und Ungeduld.

Wenn Du bereit dazu bist, existiert keine Zeit. Du wirst ein grosses Licht zusammenfassen - diese Ur-Essenz Deiner Selbst - und im selben Augenblick wirst Du Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenbringen. Diese Manifestation wird absolut sein, da Zweifel nicht mehr existieren.

Gott hat keine Vorurteile. Dein Licht hat keine Vorurteile. Es ist ohne Urteil. Es ist ewig. Und es liebt Dich.

"Wollen" ist ein heiliges Wort, denn wenn es aufrichtig genug ist, transzendiert es alle Begrenzungen. Aus dem Wollen heraus wird Genius geboren. Wenn Du Dir im klaren bist, was Du willst, gibt es keinen Platz mehr für Zweifel. Für die unter euch, die bereit dazu sind, ist das nicht schwer, denn sehnsüchtiger Wunsch, der aus sich selbst geboren wird, stellt ein Bedürfnis dar, und Bedürfnis, das aus sich selbst geboren wird, kommt vom Wollen. Es ist eine absolute innere Ausrichtung.

Andreas: Ich will diesen Weg gehen, daran habe ich keinen Zweifel, nur das "wie" - ist mir noch ein Rätsel. Ich bitte darum, dass sich mein Buch öffnen und das Gefühl der Göttlichkeit hervorfliessen möge.

Ramtha: Es ist, als könntest Du "die Hand ausstrecken" und den Saum Gottes berühren - so nah ist es. Dieser Fluss ist Dein Erbe. Dieses Licht ist das Christuslicht. Es ist das, was - Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft - ins JETZT zusammenkommt.


20.35 Uhr

Kerstin: Liebster Andreas, es finden in Deinem Umfeld grosse Veränderungen statt und es ist möglich, dass ich mich eine gewisse Zeit lang nicht melden werde - aber ich bleibe in Deiner Nähe. Wie Du Deine Abende gestaltest, gefällt mir nicht so sehr. Das Fernsehen lenkt Dich ab, aber ich kann Dich verstehen. Deine Geduld ist gefordert und davon hast Du nicht sehr viel. Doch Du wirst auch dieser Filme überdrüssig werden. Es ist sehr vieles in Bewegung um Dich. Du ahnst es wohl, weisst es aber nicht - das macht Dich unsicher. Du willst Deine Zeit sinnvoll nutzen, aber fragst Dich womit. Es ist wirklich nicht einfach, doch diese Stunden werden auch vorbeigehen und Du wirst klarer sehen. Ich wünsche es Dir ganz fest!

Der Text vom Ramtha, bereitet Dir Mühe, weil Du nicht ganz verstehst, wie er gemeint ist. Es ist Dir keinesfalls verboten, dem Wunsch auf Berührung und Liebkosungen nachzugehen. Sie sind einfach nicht das Wichtigste, denn würdest Du sie als solche betrachten, gingst Du an der Freiheit alles zu manifestieren vorbei. Doch der Weg, den Ramtha beschreibt, lässt Dich alles erfahren, auch Deine Wünsche. Darum ist dieser Weg der "Totale" im Sinne von: Alles oder nichts. Aber Du wirst alles haben dürfen, denn Deinen Willen, diesen Weg zu beschreiten, hast Du klar zum Ausdruck gebracht. Andreas, ich wünsche Dir alle Kraft für diesen Weg und die Liebe wird Dich begleiten. Ich liebe Dich aus tiefster Seele!


27. April 97

Ramtha: Du bist alles, was es gibt. Es liegt an Deiner Wahl, dass Du Dich änderst.

Andreas: Solange ich etwas von aussen erwarte, kommt nichts von aussen. Wenn ich hingegen nichts mehr erwarte, wird das aussen mir die Türe einrennen. Was jetzt versagt bleibt, wird dann im Überfluss eintreten. Aber ob ich es dann noch will? Wenn ich den Mangel durchschaut habe, bin ich auch in der Lage, ihn zu beheben. Wenn ich alles bin, was es gibt, warum habe ich dann noch Mangel? Welche Töne sollen mir die Zeit versüssen, wenn ich diese Musik nicht selbst zu spielen vermag? Ob das wieder eine meiner Selbstüberlistungen ist?

Ramtha: Warum lernst Du, wie man das macht? Wenn Du zu manifestieren anfängst, dann wirst Du Dein Vermögen in vielerlei Hinsicht drastisch verändern. Reich zu sein ist nicht unbedingt das, was Du brauchst. Du kannst nur soundsoviel Gold haben. Du kannst nur soundsoviele Dinge kaufen. Wann wirst Du dessen überdrüssig? Wann hörst Du auf, Dich damit zu identifizieren? Hinter was bist Du wirklich her?

Das Gold und die Dinge sind Berührungspunkte bei Deinen Manifestationen. Die Manifestation in der Materie existiert, um denselben emotionalen Reiz wieder an Dich zurückzugeben, den Du durch das innere Umarmen jenes Berührungspunktes gefühlt hast. Du konntest sie anfassen. Sie war etwas Vertrautes. Sie befähigte Dich, Deinen dreidimensionalen Geist in Fokus zu bringen. Der Berührungspunkt war dazu da, Dir ein bestimmtes Gefühl zu vermitteln. Er, an und für sich, macht Dich nicht glücklich. DIE ART, WIE DU DICH IHM GEGENÜBER FÜHLST, ist es, was Dich glücklich macht.
Der Gewinn einer jeden Manifestation ist der Reichtum an Weisheit und Freude, den sie Dir gibt. Es ist nicht wichtig, welcher Wert der Manifestation in der materiellen Welt zugeschrieben wird. Das, was sich in der Seele ereignet, ist es, was Du in die Ewigkeit mitnimmst.

Wenn Du Dir einen Topf voll Gold am Ende des Regenbogens wünschst, dann musst Du in der Lage sein, den Topf vor Dich hinzustellen und Dir vorzustellen, wie Du Dich fühlen würdest, wenn Du das Gold berühren, in die Sonne werfen und beobachten würdest, wie es schimmert und Strahlen von sich schiesst, die im glühenden Licht tanzen und glitzern. So lebhaft muss Deine Vorstellung sein. Und sie muss Dich glücklich machen, denn durch dieses Gefühl entsteht die Manifestation. Es wird das Gold mit dieser inneren Freude zusammenbringen, damit Du es besitzen kannst.

Dein wahrer Reichtum ist, was Du davon lernst. Jedes Gefühl, das Du Dir zu eigen machst, wird zu einer Perle der Weisheit in Deiner Seele. Diese Weisheit steht als eine Anerkennung für Dich. Du besitzt diesen Teil des Lebens, und es wird mehr kommen. Du kannst alles besitzen, indem Du den Vorwärtsschritt in die Veränderung machst.

Du kannst so reich sein, wie Du es sein willst. Wenn Dich Deine Veränderung vom Marktplatz wegführt und Dich auf Deinen eigenen Weg bringt, dann kannst Du alles haben, was Du willst. Es ist keine Sünde. Es ist nicht falsch, Geld zu haben. Geld ist aus derselben Essenz gemacht wie auch alles andere. Es ist lediglich Deine Wahrnehmung davon, die den Unterschied macht. Du musst die Wahrnehmung meistern und als Weisheit besitzen, was es Dir bringt. Dann wirst Du frei davon sein.

Oder Du kannst so arm sein, wie Du es sein willst. Oder so durchschnitt-lich wie Du willst. Es ist alles Leben, und es ist alles gleichwertig. Wichtig ist das, was Du brauchst, um Dir Deine individuelle Göttlichkeit zu beweisen. Das ist der Grund, weshalb es sich um ein Spiel handelt. Je mehr Du in jedem Moment über dieses Spiel lernst, umso erweiterter wirst Du. Und wenn Du alles als Weisheit besitzt, wenn Du zu mächtig bist, um versklavt zu werden, dann fährst Du in den Himmel auf.

Wenn Du alles an Leben, alles an Bewusstsein, das es gibt, gelebt hast, dann gehörst Du zur Ewigkeit. Und was ist Ewigkeit?

Ewigkeit ist das Alles-in-Allem. Es ist die Ebene von einer Million Villen, was bedeutet, dass Alles-in-Allem für immer und ewig ist.


Abend

Andreas: Ich sitze da und vertue meine Zeit. Ich weisst um vieles, doch ich vermag noch nicht meine ursprüngliche Kreativität zu manifestieren.

Ramtha: Was geschah mit dem ursprünglichen Manifestieren von Schicksal, den Lichtgöttern, die die Rose und die Fische des Meeres erschufen, die das Ökosystem ins Gleichgewicht setzten? Was geschah mit euch?

Ihr seid in einem Traum gefangen, den ihr für Wirklichkeit haltet. Ihr seid in Schlaf gesunken und aufzuwachen ist ein Kampf bergauf.

Ruft euch den Rang eurer ursprünglichen Schöpferkraft zurück: IHR, die vergessenen Götter. IHR seid dieser Geist. Du warst einst ein grosser Gott. Das Licht um Dich herum ist das verbliebene Partikel deines Ursprungs. Die Masse, in der Du bist, ist das Transportmittel, durch das Dir das Abenteuer des Lebens gestattet ist, welches Du vor Äonen in Gang gesetzt hast.

DU BIST DIE URSPRÜNGLICHE MANIFESTATION DEINER EIGENEN MACHT.

Andreas: Ich könnte wahnsinnig werden, wenn ich solche Texte lese und nichts tun kann, weil mir das ABC fehlt. Keine Worte mehr, sondern Taten, keine Theorien mehr, sondern Praxis. Ich war mächtig genug um abzuschalten. Ich bin auch mächtig genug um aufzuwachen, SO SEI ES!

ICH BIN, ICH weisst und ich dringe in die Zukunft dieser Manifestation des Wissens vor. ICH weisst ICH KANN !!!


19.40 Uhr

Evide: Mein lieber Andreas, diese Wellen, die Dich jetzt überrollen, das ist der Anfang Deiner ursprünglichen Macht und Stärke. Du entwickelst eine gewisse Wut auf Dein Unvermögen, doch das legt sich, weil Dir die Resultate solchen Eindruck machen werden, dass die Freude und die Dankbarkeit die Oberhand gewinnen werden. Nur eines will ich Dir ans Herz legen, werte nicht alles ab, was Du bis jetzt vollbracht hast. Es ist mehr als die meisten Erdbewohner fertigbringen. Ich weisst, die sind für Dich kein Massstab, aber Du hast so viele Erkenntnisse aus Deiner Vergangenheit gewonnen und die wirst Du verlieren, wenn Du nun einfach alles übergehst, was gewesen ist.

Diese Erkenntnisse sind ein wichtiges Fundament, um Deine Mitgeschwister zu verstehen und um nicht wieder ins selbe Fahrwasser zu geraten, wie schon häufig. Das Fahrwasser der Überheblichkeit. Benutze Deine Macht, manifestiere Dir was Du willst, aber vergiss das Gesetz DER LIEBE nicht mehr. Ich verstehe Deine Ungeduld, aber sie bringt in dieser Form nichts Gutes hervor. Ich will Dich keineswegs bremsen, aber nach wie vor begleiten.... Gehe nach draussen und schaue...!

Genau so, wie Du die Sonne durch den Schleier der Wolken siehst und doch weisst, dass sie scheint und die Wolken nur davor sind, genau so steht es mit Deiner Vollmacht. Diese Schleier oder Wolken stehen noch davor, aber nur davor und nicht die Macht selber ist ein Schleier - nur der Weg dahin wird durch sie noch behindert. Du weisst, wer diese Schleier erschaffen hat, das brauche ich nicht zu sagen. Dein Wille, den Du jetzt bekundest, wird alle Nebel beseitigen, restlos. Erkenne aber ganz klar, woraus diese Schleier bestehen. Ich werde sie Dir einzeln aufzählen: Da sind Deine Existenzängste, die einen Mangel an Vertrauen in Deine Allmacht erkennen lassen. Da ist Deine Angst, alleine bleiben zu müssen, obwohl der Ursprung allen Seins LIEBE ist. Da ist Dein geringes Selbstvertrauen. Da ist Deine übermässige Vorsicht gewissen Menschen gegenüber. Statt klar zu sagen, was Du willst, nimmst Du zu oft falsche Rücksicht, die der Sache weder dient noch nützt. Beispiele dafür gibt es viele. Da ist Deine Ungeduld, die Dich zum Clown werden lässt. Da ist Deine Menschenscheu, die Dich isoliert. Du weisst genau, was ich Dir damit sagen will, wenn ich all diese Dinge aufzähle. Ich will Dich weder verletzen noch anklagen, nur dazu beitragen Deine Scheuklappen zu entfernen, damit Du siehst - und zwar alles.... Ich liebe Dich so sehr aus meinem Innersten Sein heraus, dass ich fast alles für Dich tun würde. Aber Du willst aus eigener Kraft vorankommen und das erleichtert es mir, weil ich Dich so viel offener und ehrlicher begleiten kann und Dir alles sagen darf, ohne auf Ablehnung zu stossen. Andreas, Du weisst wer ich bin und um meine Liebe zu Dir. Deine Augen und Sinne sind für die Wahrheit geöffnet worden, nun benutze sie. Das Resultat wird Dir bestätigen, dass Du auf dem rechten Weg bist. Deine Gedanken um Kerstin kannst Du beruhigt zur Seite legen, sie ist da und hört und fühlt mit und lernt. Aber sie ist noch nicht in der Lage, Dir dasselbe mitzuteilen wie ich. Vieles was ich Dir sage, gilt auch für sie und sie weisst das. Ich teile längst nicht alle Sorgen um Dich mit ihr. Sie erkennt noch nicht so ganz, wie der Andreas wirklich beschaffen ist. Dir lässt sich nichts mehr verheimlichen, dafür bist Du zu wach.

So lieber Andreas, diese Nacht machen wir weiter und der morgige Tag wird Dir zeigen, um was es geht. Das jetzige Gespräch ist eine Vorbereitung dafür. Es werden noch andere "Lehrer" anwesend sein, unter anderem auch Ramtha. Jetzt werden einige Menschen in eine besondere Schulung genommen, um vorbereitet zu sein, wenn es ? um es mit Deinen Worten zu sagen - lustig wird auf dieser Erde. Viele Menschen werden das keinesfalls als lustig empfinden, doch ich weisst, wie Du es meinst. Der Segen der Erkenntnis und der allumfassenden Liebe sei um Dich. Der Geist Christi leuchte über und in Dir, und führe Dich zum vollen Verstehen.


28. April 97 - 23.20 Uhr

Andreas: Liebe Kerstin, ich weisst, dass Du mir etwas sagen willst, doch lass? mich zuerst meine Gedanken aufschreiben. Gleichgültig, was für Gedanken ich über Dich hege, meine Liebe zu Dir besteht unveränderlich, doch jetzt auf einer Seelen- und Geistesebene. Sie geht dahin zurück, wo diese Liebe ihren wahren Ursprung hat und begegnet Dir dort, wo Du sie besser und klarer erfassen und fühlen kannst. Da Deine Zeit als Frau hier auf der Erde zu Ende ist, verblassen auch die Bilder von Deinem Körper, den ich geliebt habe und in dem sich Deine Seele und Dein Geist versuchten auszudrücken. Dein irdischer Körper war nur ein Abglanz von Dir. Es ist für mich sinnlos geworden, diesen Deinen Abglanz noch weiter zu pflegen, denn er existiert nicht mehr in dieser Form. Ich will keinem Phantom meine Liebe weiter zufliessen lassen, sondern der Kerstin, wie sie sich jetzt darstellt. Wenn ich eines Tages einen anderen Frauenkörper in meinen Armen halte, soll er kein Abbild von Dir sein, das wäre ungerecht dieser anderen Frau gegenüber. Meine Liebe gilt der wahren Kerstin, d.h. Deinem wahren Sein, wobei nur der Name als solcher bleibt,
weil ich Deinen wahren Namen noch nicht kenne.

Kerstin: Mein Liebster, ich weisst was Du damit meinst und verstehe es sehr gut - und es macht mich so glücklich, weil Du es selber erkannt hast. Ich wollte es Dir schon lange sagen, aber ich sollte es nicht, bis Du selber dahinter kommst. Es ist wohl wahr, dass sich unsere Körper nie mehr in dieser irdischen Form begegnen können, weil meiner bereits transformiert ist und Deiner sich auf dem Weg dahin befindet. Wenn wir uns wieder begegnen, mit Haut und Haaren, dann in dieser einst ursprünglichen Form. Und diese Lust wird uns nicht mehr nur körperlich begegnen, nein, sie wird alles umschliessen was uns beide ausmacht, was wir als Einheit, als Ganzes sind.

Wenn Du wieder eine Frau bei Dir hast, soll sie sie selber sein dürfen. Alles andere wäre ungerecht euch beiden gegenüber. dass mein körperliches Bild in Dir verblasst, ist gut, denn diese Kerstin gibt es nicht mehr. Ich weisst, wir meinen dasselbe. Auch meine Liebe zu Dir umfasst jetzt viel mehr, als den Andreas, den ich kannte. Deine und meine Seele und Dein und mein Geist schwingen zusammen. Doch genug der Worte,
die das doch nicht auszudrücken vermögen.

Noch etwas anderes, die Konfirmation meines Sohnes steht ja bevor und die Gedanken, die Du von meinen Eltern empfängst, bestehen tatsächlich. Es ist das Fest von Tobias und er soll sagen, wie er die Gestaltung haben möchte und wen er dabei haben will. Es ist traurig, dass meine irdischen Eltern Dich nicht einladen wollen, doch es ist nun mal so und ändern kann ich es auch nicht. Wenn Du Dich unwohl dabei fühlst und lieber Dich zurückziehen willst, so verstehe ich es sehr gut, ich würde genauso handeln.

Sie sind es gewohnt, sich auf sogenannte Realitäten zu konzentrieren und danach zu handeln. Sie sind nicht in der Lage die Beziehung, die wir auf Erden hatten und jetzt pflegen zu verstehen, wie sie es auch schon nicht zu meinen Lebzeiten verstanden haben, was ich an Dir fand. Du bist für sie zu exotisch, damit können sie nicht umgehen. Eines Tages werden sie es vielleicht verstehen. Deine und ihre Welten sind zu unterschiedlich. Du hast das erfasst und kannst es bejahen, dabei soll es bleiben.

Du wirst künftig solchen Menschen begegnen, für die solche Spiele keine Bedeutung mehr haben. Auch mich betreffen sie nicht mehr, denn das Bild das meine Eltern von mir haben, entspricht keinesfalls den Tatsachen. So, wie sie mich sehen, war ich nie, nicht einmal als Kind. Die Hauptsache ist doch, dass wir weiter zusammenwachsen dürfen, fern von solchen Vorstellungen. Ich liebe Dich und das allein ist die Basis, um verstehen, annehmen und gedeihen zu können. Bis heute Nacht - Du bist gesegnet. Ach noch etwas, dass Du Dich heute mit den Witwern und Witwen ausgetauscht hast, war sehr gut. Du kannst dort sehr viel einbringen und zu ihrem Verstehen beitragen.

Andreas: Kerstin, Deine Gedichte haben es in sich, warum habe ich sie nicht mehr beachtet? Jetzt mit dem Wissen um Dein Gehen, ist es einfach das zu sagen. Ich dachte, dass ich Dir mehr bedeutete und geben konnte, als es in Wirklichkeit war. Hast Du wirklich den Eindruck oder das Gefühl, dass all Deine Fragen jetzt beantwortet sind? Deine Sehnsucht nach Liebe, Dein Wunsch sie leben zu können, ist das jetzt gestillt? Kerstin, ich schreibe Dir alle Fragen auf, die beim Lesen der Gedichte auftauchen. Bis jetzt habe ich noch kein Gedicht von Dir gelesen, das nur der Freude, nur dem Leben gewidmet ist. Sie sind Sprachrohr einer zutiefst einsamen verwundeten Seele.

dass eine Seele so verwundet wird, dafür braucht es manches Erdenleben, in nahezu völliger Nichtbeachtung ihrer Bedürfnisse. Nur so lässt sich ein solcher Fatalismus erklären. Wenn die Seele immer wieder zum Schweigen gebracht wird, mit dem Hintergedanken, sie letztlich umzubringen, bleibt ihr nur ein Ausweg, den Verursacher zum Schweigen zu bringen.

In Deinen Gedichten ist das Wissen um Schmerz und Trauer, aber nur ein Ahnen vom Glück. War es diese grundsätzliche Oppositionshaltung dem Leben gegenüber, die Dich ins buchstäbliche Nichts fallen liess? Du gabst den Menschen zu verstehen, dass sie schuld sind, dass Du lebst und das Leben in seiner ganzen Unerfülltheit zu spüren bekamst. Auch all die Menschen, die Dich liebten, kamen letztlich nicht an Dich heran, nicht weil Du nicht wolltest, nein, weil Du Dich verloren hattest. Ein Mensch, der nur fragt und noch stolz darauf ist, immer weitere Fragen zu haben, auch wenn die Antworten schon längst gegeben wurden, ein solcher Mensch muss untergehen. Ich denke, es ist auch jetzt sehr schwer für Dich, diese eingebrannten Strukturen zu ändern, sie loszulassen und Dich zu lieben. Auch ich habe immer wieder vieles in Frage gestellt, doch ich konnte eine Antwort als solche erkennen, sie annehmen und es dabei bewenden lassen.

Kerstin: Lieber Andreas, ich finde es sehr mutig, dass Du Dich mit meinen niedergeschriebenen Gedanken beschäftigst. Sie müssen Dich eigentlich frustrieren. Doch ich sehe, dass dem nicht so ist. Du lernst daraus. Du hast in vielen Dingen recht, auch wie Du Deine Fragen formuliert hast, aber eben nicht in allem. Die feine Stimme in mir habe ich wohl oft überhört und übertönt. Meine Schulung hier ist intensiv, aber ich habe einen grossen Vorteil, weil ich meine Fragen, nicht mehr einfach in den Raum stellen oder in den Wind schreien muss. Ich kann zu den Dingen, die für mich noch unklar sind, Bilder, Filme abrufen, die Licht ins Dunkel bringen und mir die Zusammenhänge aufzeigen, damit ich sie wirklich verstehen und annehmen kann. Ein Glück ist, dass ich mir kein neues Karma geschaffen habe, die einzige Ausnahme wärest Du und Deine Situation gewesen, aber das ist ja vergeben. Ich habe mich selber zugrunde gerichtet und das muss ich nun selber wieder aufbauen. Hier wird sehr wohl auch Deine Wut gesehen, die Du dieser Haltung gegenüber hegst. Doch sie richtet sich nicht gegen mich. Und ich kann Dir frohen Herzens sagen, dass sich meine Haltung grundsätzlich gewandelt hat.

Andreas, es stimmt, ich kann Dir nichts vermitteln, was Du nicht schon weisst. Doch meine Begleitung und unser Lernprozess gehen weiter. Für Dich ist es äusserst wichtig, all diese Zusammenhänge zu vertiefen, um sie sofort in ihren Ansätzen erkennen zu können. Dazu dienen Dir ja auch die Auseinandersetzungen mit meinen Texten. Du wirst Dich bestimmt nicht mehr täuschen lassen, obwohl ich das nie bewusst gewollt oder getan habe. Liebster, ich wünsche Dir von Herzen menschliche Wärme und Liebe. Es Grüssen Dich von hier viele Freunde mit tausendfachen Wünschen für Dein Wohlergehen - es wird Dir alles zufliessen, ich weisst das. Eine gute Nacht, wir sehen uns!


1. Mai 97

Andreas: Ich sehe Kerstin immer klarer. Wenn es zu einer neuen Beziehung kam, ging es aufwärts. Die Gedanken wurden farbiger und die Fragen seltener, aber sie waren immer da. Daraus schliesse ich, dass auch sie dabei war, mit den alten Strukturen Schluss zu machen. Und die vielen Fragen resultierten aus dem Ruf der Seele, doch von den Ausflügen zurückzukommen, die nicht zu ihr gehörten und diese unkontrollierbaren Belastungen hervorriefen, an denen sie letztlich zerbrach. Kerstin wusste um dieses Erdenleben und was sie alles erwartete und davor fürchtete sie sich so sehr, dass es nicht möglich war, dieses „Aufräumleben“ zu bejahen. Die Angst zu versagen war zu stark. Letztlich hat sie aber nicht versagt. Es blieb nur einiges an mir hängen, weil ich der letzte war und daher konnte sie diesem Wunsch, zu gehen, nachgeben. Ich weisst, dass wir bis zum Schluss zusammen geblieben wären. Mir wurden durch ihr Weggehen einige Kämpfe erspart, das stimmt. Soll ich deswegen froh sein? Vielleicht schon. Aus diesem Grund kommt für mich nur noch eine Beziehung mit einer Frau in Frage, die ebenfalls abgeschlossen hat und jetzt alle Erkenntnisse einsetzen will, um Menschen zu begleiten, so wie es auch mein Wunsch ist.


20.50 Uhr

Evide: Ja, mein lieber Erforscher der Seelen, Du liegst richtig. Ich muss Deinen Mut bewundern, Dich mit den Texten von Kerstin auseinanderzusetzen. Sie haben Dir die Augen vollständig geöffnet. Deine letzten Worte, kommen der Beschreibung eines Engels sehr nahe, d.h. jetzt würdest Du einen solchen erkennen können. Eine solche gemeinsame Aufgabe wartet nämlich auf Dich. Die nächsten Tage werden Dir einiges an Arbeit bringen im Zusammenhang mit Deinem Haus und der Ausstellung. Wenn Du Fragen hast, schreibe sie auf. Von Kerstin.... nein, sie will es selber sagen. Ich umarme Dich. Dein Weg ist, wie Du merkst, klarer und übersichtlicher geworden und das wird sich auch weiter so entwickeln. All Deine Erkenntnisse führen zum Licht, freue Dich Seele, Du bist bald Zuhause, auch wenn Dein Bleiben auf Erden noch nicht zu Ende ist. Andreas, Du bist gesegnet. Alles, was Du brauchst, fliesst Dir zu.

Kerstin: Mein Liebster, Du kennst mich besser, als ich das vermag. Ich lerne aus den Worten, die Du aufschreibst. Du siehst wirklich erstaunlich klar, was meine Aufgabe hätte sein sollen - wenn ich ausgehalten hätte. Nämlich diese Frau zu werden, die begriffen hätte, dass sie abgeschlossen hat und diese Erkenntnisse nun hätte einsetzen können, zusammen mit Dir. Das wollte ich Dir sagen, weil es eine Tatsache ist. Nun darf jemand anderer diese Aufgabe mit Dir wahrnehmen, das tut sehr weh. Aber ich trage die Schuld dafür, nicht direkt dabei zu sein. Unser Kampf wäre wirklich fast zu Ende gewesen und wir hätten ernten können. Ich habe mich jedoch durch meine Kurzsichtigkeit davon ausgeschlossen Es ist nicht mehr zu ändern. Ja, ich bin zutiefst traurig, doch damit umgehen kann ich ja gut, ich habe es auf Erden gelernt. Andreas, ich muss mich zurückziehen, ich kann nicht mehr weiterreden, weil ich das ganze Ausmass erkenne und mir bleiben da keine Worte mehr. Ich liebe Dich und danke Dir, dass ich nicht im Dunkeln verharren muss. Liebster, ich bleibe in Deiner Nähe, weil Du mir so gut tust und ich auf diese Art teilhaben darf an der Ernte.


2. Mai 97

Andreas: Es wurde bestätigt, was ich ohnehin ahnte und Du Kerstin bereits wusstest: die Konfirmation von Tobias findet ohne mich statt. Meinen Weg werde ich weitergehen, jedoch die Konsequenzen daraus ziehen und mich nicht mehr um Menschen bemühen, die es nicht wollen. Ob es mich trifft - ich glaube nur am Rande, es ist nicht mehr wichtig. Ich will meine Gedankengänge zu diesem Thema abschliessen.


21.30 Uhr

Kerstin: Mein Liebster, ich fühle mit Dir. Auch mich trifft es, dass meine Eltern Tobias zu etwas zwingen womit er sich nicht wohlfühlt. Ich werde Tobias im Stillen begleiten, um mich dann zurückzuziehen, bzw. wieder zu Dir zu kommen, denn ich fühle mich unter ehrlichen und offenen Menschen bedeutend wohler. Es ist ein Spiel, das Du durchschaust und das ist gut.

Du bist für mich der einzige Bezugspunkt auf Erden. Mit Silvia findet noch ein Austausch statt, aber nicht so intensiv wie mit Dir. Es ist schon traurig, wie sich gewisse Menschen von Dir zurückziehen. Du wirst aber anderen Menschen begegnen, an denen Du wirklich Freude hast und die klar und aufrecht Dir begegnen wollen, weil sie erkennen, wer Du bist und was Du leben willst. Der Trauermarsch der alten Strukturen soll erklingen wo er will, Du spielst die Musik des Lebens, heiter, froh und frei. Auf solche Leute, die sich nicht aus den alten Geschichten lösen können, werden noch bedenkliche Zeiten zukommen.

Auch ich habe zu Lebzeiten zu viele Kompromisse geschlossen, die ich nie mehr eingehen würde. Diese „frohen Runden und Vereine“, wenn Du mit der Wahrheit draussen bleibst, bist Du willkommen, nein Andreas, Du tust recht daran, darauf nicht mehr einzugehen. Es hat kein Gewicht mehr, in dieses Elternhaus hineingeboren worden zu sein und ich erkenne auch keine Verpflichtungen mehr. Das ist auch der Grund, warum ich immer Mühe hatte, mit den sogenannten Christen, die das erste und letzte Gebot der Liebe wohl predigen, aber im Leben und mit ihren Mitmenschen völlig anders handeln. Es sind gefährliche Schwätzer. Gefährlich deshalb, weil sie im Kleide eines Schafes wie Wölfe reagieren. Ich hatte immer eine grosse Abneigung gegen ein solch wortfrommes Tun und liebloses Handeln.

Doch Du durchschaust sie und schweigst noch dazu. Denn eines Tages werden Deine Worte sie wie Pfeile in ihre Mitte treffen und dann gibt es kein Ausweichen mehr. Liebster, ich bin es ebenso leid, darüber weitere Worte zu verlieren. Ich freue mich, dass es Dich gibt und das ich mit Dir sein darf. Ich liebe Dich so tief, was gibt es Schöneres! Bis bald.


3. Mai 97

Andreas: Heute Nacht hatte ich eine Begegnung mit einer Frau. Es waren aber auch noch andere Menschen da. Wir waren bei einer Art Kurs, der über mehrere Tage ging, so schien es. Und diese Frau habe ich spontan umarmt und geküsst, um mich danach bei ihr zu entschuldigen, weil ich meinen Gefühlen einfach freien Lauf liess. Sie hat diese aber erwidert. Wer war das? Ich hoffe kein Illusionsbild. Es schien zuerst so, als ob sie kurze Haare hätte, aber sie hatte sie nur sehr geschickt so zusammengesteckt, dass es danach aussah.


7.30 Uhr

Evide: Nicht alles ist auf den ersten Blick erkennbar, es sei denn der Blick ist scharf und vermag hinter die Dinge zu sehen. Nach der Vorstellung der meisten Menschen muss etwas so oder so sein, aussehen, riechen, klingen oder sich verhalten, dadurch gehen sie so oft an Begebenheiten vorbei, statt sich davon verzaubern zu lassen.

Lieber Andreas, das soll Dir die nicht sofort erkennbare Haartracht aufzeigen. Diese Frau gibt es auf der Erde, sie ist also kein Phantombild. Diese Frau hat mit einer feinen Geste zu verstehen gegeben, dass sie keiner bestimmten Vorstellung - die Du noch pflegst - entspricht und es auch nicht will. Ihr habt gestern diese schönen Platten an der Wand befestigt und Du hast Deinem Freund erklärt, dass Perfektionismus jegliche Kreativität verhindert. Diese Frau wird sich Dir zu erkennen geben, indem sie anders ist und Du Dir kein Bild von ihr machen sollst. Das Äussere von ihr entspricht dem, was Du liebst, darum hast Du sie geküsst. Deine Entschuldigung danach entsprang nur Deinem Erschrecken, sie berührt zu haben. Es machte ihr aber nichts aus, im Gegenteil, sie fühlte sich dadurch angenommen von Dir. Mit so einem Wesen hattest Du es noch nie in diesem Leben zu tun. Was heisst das für Dich? Neuland betreten, kommen lassen, denn dafür ist sie bestens eingerichtet, spontan und voller Rätselhaftigkeiten, die einfach ihre Vielfalt darstellen und Dir das bringen, was tief in Deiner Seele ebenso vorhanden ist. Auch Du birgst viel mehr in Dir, als Du erahnst. Deine schillernde Persönlichkeit übertrifft, wenn restlos erwacht, alles bisher Dagewesene. Du bist für Dich die Überraschung selbst. Mit dieser Frau an Deiner Seite.....

Euer Miteinander wird sehr interessant, nicht nur für Euch, auch für euer ganzes Umfeld. Sie vermag Dich und Deine verborgenen Fähigkeiten ins Licht zu führen bzw. ans Licht zu bringen auf diese unnachahmliche weibliche intuitive Art. Und Du, der Du für jegliche Ueberraschungskreationen zu haben bist, wirst sie erfreuen. Eure Sprache, wird in erster Linie die der Seele und des Geistes sein. Andreas, ich mache keine leeren Worte, sondern lasse Taten sprechen. Falle jetzt bitte nicht in eine Erwartungshaltung zurück, das wäre schade und würde eure Begegnung in die Ferne rücken. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen, Du weisst es...

Wenn man nichts bestimmtes erhofft, nichts erwartet, nichts will, steht es da und lächelt Dich an, einfach so. Ich wünsche Dir einen feinen Tag mit all der Ruhe, die Du brauchst. Ich habe grosse Freude an Dir und das tut meiner Seele sehr gut, glaube es mir. Also lebe...!


3. Mai 97 - Brief an Kerstin`s Eltern

Guten Tag, Maggy und Roul

Ein paar Gedanken über die Geschehnisse der letzten Zeit aus meiner Sicht. dass ich nach dem Ableben von meiner Frau und Eurer Tochter Kerstin nichts mehr von Euch höre, berührt mich seltsam und ich frage mich: was der wirkliche Grund dafür ist?

dass ich von Euch eher geduldet war, weil Ihr den Kontakt zu Kerstin nicht verlieren wolltet, kann ich verstehen. dass aber auf absolute Funkstille geschaltet wird, verstehe ich weniger. Mich trifft der Verlust tief in der Seele - und dann von Kerstin?s Angehörigen wie nicht mehr existent behandelt zu werden, hinterlässt seine Spuren.

dass die Beisetzung nicht in Eurem Sinne war, ist mir klar, aber sie war in Kerstin?s Sinne, und ihr Wunsch ist mir in erster Linie wichtig gewesen!

Was das Leben von Tobias betrifft, den ich doch einige Jahre begleitet habe, dazu nur ein Gedanke: Tobias wurde in eine Zwickmühle gebracht, was die Konfirmation betrifft. Das finde ich nicht in Ordnung, denn mit einem Gespräch wäre das zu lösen gewesen und ich hätte mich bestimmt nicht vorgedrängt, sondern Eure Wünsche respektiert. Ich wusste, das es so kommen würde, aber eine Mitteilung wäre es wohl wert gewesen.

Ich möchte mit einem Gedicht, das uns beiden immer viel bedeutet hat, schliessen:

Ein wundes Herz braucht nichts als Liebe,
wie eine Blume Sonnenlicht.
Wo jedes Wort vergeblich bliebe,
auch jenes, das die Klugheit spricht,

da wirkt sein Wunder ohne Mühe
ein lieber Blick, dass aus dem Weh
das arme Herz aufs neu erblühe,
wie eine Rose aus dem Schnee.

Ist das so schwer? - Ihr Menschen saget,
warum erfriert so manches Glück?
Ihr alle gleiche Bürde traget...
Euch allen schwindet Stück für Stück
die Illusion im Windewehen -
ein Rosenblatt im Lüftespiel.
Ihr könnt nicht helfen, nur verstehn.
Verstehen heilt! Ist das so viel???

Ephides

Mit den besten Grüssen! Andreas


4. Mai 97

Andreas: Liebste Kerstin, Du hast den Brief an Deine Eltern gesehen. Ich werde Zuhause bleiben, also nicht in die Kirche gehen, ich käme mir da fehl am Platz vor. Ich habe auch den Eindruck, dass mit diesem Brief das Thema abgeschlossen ist.


8.00 Uhr

Kerstin: Liebster, ich finde es grossartig, wie Du diesen Brief geschrieben hast. Ob er verstanden wird, das sehen wir noch. Du hast aus Menschenliebe geschrieben, klar, einfach und ohne Groll, zu dem Du Grund genug hättest. Bezüglich meiner Schwester Gisela und ihrem Freund Benno hast Du recht mit Deiner Einschätzung, sie werden sich bestimmt wieder melden. Doch auch bei den anderen, bin ich mir nicht mehr so sicher, dass sie diese Funkstille, wie Du es nennst, aufrecht erhalten werden. Doch wenn es zu einer erneuten Begegnung kommen sollte wird es völlig anders sein als je zuvor. Du hast ja keinerlei Verpflichtungen ihnen gegenüber. Andreas, ich gehe jetzt zu Tobias, um ein wenig bei ihm zu sein und um ihn zu spüren und werde versuchen, den Segen des Himmels fliessen zu lassen. Ich komme aber wieder, um bei Dir zu sein, wenn die irdischen Festlichkeiten beginnen, da habe ich nichts dabei verloren. Ja, ich nehme Deine Wünsche mit, um Tobias etwas von unserer Einheit zu übermitteln. weisst Du, meine Eltern sind alles andere als ruhig. Das schlechte Gewissen plagt sie schon seit Tagen, aber im Verdrängen waren sie immer gut. Auch bei meiner Schwester Cora bewegt sich so einiges. Du hast mehr getan als nötig gewesen wäre, Du hast für Deinen Teil klare Verhältnisse geschaffen und das ist wichtig.

Ich liebe Dich tief und rein und voller Freude!

Ramtha: Wenn der Meister ein Gebet spricht, "Vater, oh Vater", dann ruft er sein ursprüngliches Licht an, das nämlich, was sein Anfang war... Ur-Licht.

Wenn Du sagst "Vater, oh Vater, komme hervor in das, was ich bin", dann drückst Du damit auf den Auslöser für das Ur-Licht, das Du bist, das von der Seele in Deinen Fokus kommt und den Befehl erwartet.

Was Du sagst, wird! Wenn Du willst, dass die Urquelle zu Dir spricht, dann sprich zu ihr. Wenn Du wissen willst, wie mächtig Du bist, dann frage Dich. Wenn sich das Wort manifestiert, dann drückt dies den Auslöser... der Urgrund kommt hervor und erlaubt und erwartet die grosse Energie.
Wenn Du diese Kraft anrufst, das, was das Licht ist und das, was die Macht ist - wenn Du sie mit Befehl hervorrufst, dann kommt sie und der gesamte Zyklus deines Körpers beginnt die Zeitströmung zu wechseln. Du wirst Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Fokus bringen und sie werden zum ewigen Jetzt.

Dies ist es, was der Meister sagt, wenn er sich zu seinem Platz begibt und beginnt, seine dimensionale Phantasie zu umarmen, um das Manifestieren zu lernen: GELIEBTER VATER

GELIEBTER VATER
DER ICH BIN, DER ICH BIN, DER ICH BIN,
KOMME HERVOR, KOMME HERVOR, KOMME HERVOR,
IN DIE MACHT, IN DIE MACHT, IN DIE MACHT.
ICH BIN ERHOBEN, ICH BIN ERHOBEN, ICH BIN ERHOBEN.
GELIEBTER VATER
ICH KREIERE
ZU DIESER STUNDE
AUF DAS, WAS ICH BIN
ZUM RUHME GOTTES
AUF DEN VATER IN MIR
AUF DAS SCHICKSAL DES MOMENTS.
UND SO IST ES.

Nimm den Wunsch und umarme ihn, indem Du in ihn hineingehst und ihn so lange lebst, bis alles in Dir in dem Gefühl aufgeht und Zeit und Raum zu einem Nichts werden - nur der Moment. Nur der Moment. Und wenn die Befreiung kommt, sagst Du "So sei es", denn damit ist der Wunsch manifestiert.

Wenn die Befreiung kommt und das Manifestierte hervorgebracht wurde:
GELIEBTER VATER
GELIEBTER VATER
ZUM RUHME GOTTES
ICH BIN DAS ICH BIN DAS ICH BIN.
SO SEI ES.
ES IST VOLLBRACHT.

Was ist das Wunder? ICH BIN. Das ist das Wunder, nicht "vielleicht bin ich..."

ICH BIN
SO SEI ES
ES IST GESETZ.


Abend

Andreas: Wie war der Tag für Dich Kerstin?


21.00 Uhr

Kerstin: Mein Lieber, ja wie war der Tag für mich.....etwas traurig, weil soviel Unverständnis da ist und nur wenige Menschen wirklich begreifen, dass unsere Welt genau so real ist wie das Leben auf der Erde. Ich habe mich jetzt wirklich sanft ausgedrückt, denn unsere Welt ist um einiges realer als das irdische Spiegelkabinett. Da wird von Gott geredet und vom Heil, vom Himmel usw. Aber was das wirklich ist, davon haben sie nur wenig Ahnung. So viele Worte und so wenig Kraft und Liebe dahinter. Das ist traurig. Die, die mehr wissen und Auskunft geben könnten, werden ausgeschlossen aus der Gemeinschaft. Was soll das bedeuten, Tobias in die Gemeinschaft aufzunehmen damit er ein Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft werde....was glauben sie denn? Ein ewiges Leben nach dem Tode, ein Himmel mit fliegenden Engeln und Posaunenchören. Der Himmel ist nicht irgendwo da oben und die Menschen da unten. Der Himmel ist kein fixer Ort, sondern ein Zustand, etwa der Verzückung, der Harmonie, der Liebe, gelebte nicht gesprochene Liebe. Aber Du weisst es ja. Die Stimmung war eher gedrückt, nicht froh und heiter. All? die leeren Worte. Und da ist der Andreas, der dem Tobias etwas Reales erzählen könnte von diesen Himmeln, aber er gehört nicht dazu, man erträgt ihn nicht, man will Abstand halten. Was soll das alles, das ist in meinen Augen diese Sünde wider den Geist, die laut der Bibel nicht vergeben wird. Ja, sie wird tatsächlich nicht vergeben, wieso auch, jeder muss da selber durch, sonst begreift er es sowieso nicht. Was ist denn diese Kirchengemeinschaft wirklich? Da wird Rücksicht genommen, um ja niemandem auf die Füsse zu treten. Da schaut der eine, wie der andere gekleidet ist und wie tief er das Haupt neigt beim Beten. Da geht es um die Geschenke, die die Konfirmanten erhalten oder besser gesagt um den Geschenkbasar. Diese Jungen wollen sich orientieren können, aber woran denn? Dieses fromme Theater birgt sehr wenig echte Liebe, doch es gibt sie, das ist ein kleiner Lichtblick. Wenn diese Veränderungen nicht kämen, das würde noch tausende von Jahren so weitergehen. Zwischen Dir und meinen Eltern oder auch Cora sind Welten.

So genug der Dinge, es nützt nichts wenn ich das alles aufzähle. Wie einfach und klar ist doch Dein Brief und dieses Gedicht. Aber das wird bestimmt wieder zerpflückt und Sachen hineingelesen, die gar nicht dastehen. Wenn meine Eltern mich so reden hörten und wenn sie um unsere Zwiesprache wüssten, dann wäre wahrscheinlich Feuer unterm Dach und Du müsstest eine Teufelaustreibung über Dich ergehen lassen oder sonst etwas in dieser Richtung. Andreas, Du bist für diese Leute sehr gefährlich, denn Du würdest ihr Weltbild auf den Kopf stellen. Zum Glück ist dieses Gesetz der Liebe so unfehlbar. Nur wer den Weg ins Licht geht, wird mit Wahrheit und mit Erkenntnissen konfrontiert. Für alle anderen ist das etwas, womit man nichts zu tun haben darf, um nicht in der Hölle zu Landen. Die Hölle und den Himmel und auch alles dazwischen schaffen sich die Menschen selber - ich weisst ein Lied davon zu singen.

Du bist einsam und es wird nicht besser. Und mit diesen Leuten schon gar nicht. Gemeinschaft pflegt man nur mit Gleichgesinnten. ?Ihr alle gleiche Bürde traget, euch allen schwindet Stück für Stück die Illusion im Windeswehen,.......? Deine Einsamkeit kannst Du nur in Dir selber beheben, in dem Du eins wirst mit Dir. Aber Liebster, Du stehst Deinem Glück so nahe wie selten zuvor, doch diesmal bewusst und das schafft Freude und tiefes wunschloses Dasein, das Du ja suchst und Dein Weg führt Dich geradewegs hinein. Du brauchst keine Anweisungen mehr für Dein Glück, denn es entsteht aus deinem ureigenen Sein heraus. Wie Du siehst, hatte ich einen sehr intensiven Tag, obwohl ich die Zeit nicht mehr so erlebe wie früher, als ich noch darin eingebunden war. Für mich ist es hell oder weniger hell, je nachdem, wie die Gefühle und Gedanken sind, von denen, die ich beobachte. Um Dein Haus ist es jetzt z.B. Nacht, also dunkel, aber ich sehe es als eine leuchtend strahlende Sonne, also hell. Die Menschen, die darauf achten, werden den Weg zu Dir finden, weil es ganz einfach ist, nur auf das Licht zuzugehen. Das soll Dir Trost sein, denn Du bist nicht alleine. Ich sehe Deine Gedanken sehr klar.
Du willst das Licht wahrnehmen können, so sei es!

Liebster, Du willst schlafen gehen. Ich warte auf Dich und dann gehen wir gemeinsam ins Licht!


5. Mai 97 - Abend

Andreas: Beim Witwentreffen ist einiges im Gange und ich denke, dass dies eine Möglichkeit ist, Kontakte zu pflegen. Aber ich überlasse es den anderen, ob sie dies wollen. Ich bringe einfach meine Ideen ein.


22.55 Uhr

Evide: Du willst den Kontakt mit uns nicht missen und freust Dich darauf. Es gibt Dir eine gewisse Ruhe und Sicherheit. Wenn sich ein Mensch so auf uns verlässt und von sich alles gibt, was er aufgrund seines Wachstums und seiner Fähigkeiten imstande ist, wird immer ein Echo zurückkommen, d.h. er wird nie verlassen sein. Die Bescheidenheit ist grossartig, da erzählst und gibst Du Menschen Wissen weiter, was früher als geheim galt und das so nebenbei. Du lehnst jedes Gurudenken und Handeln ab sowie auch jedes Prophetentum. Aber Du bist beides in einem. Du prahlst nicht damit, sondern sprichst ganz normal darüber, als wenn es das Selbstverständlichste wäre. Diese bescheidene Selbstverständ-lichkeit lässt die Menschen aufhorchen, weil sie spüren, da hat jemand etwas zu sagen. Das ist der Weg des Lehrers, der Erfolg haben wird. Erfolg im Sinne von den Becher weiter-reichen, der auch angenommen werden und viele genesen lassen wird von der Erde Wahn. Andreas, Dein Weg ist kostbar und er ist Wahrheit, das sollst Du wissen. Du musst nichts mehr demonstrieren, Du wirst selber zur Demonstration. Du bist müde, denn Du hast viel geleistet. Sei gesegnet mit allem, was Du Dir tief ersehnst, Du wirst es erhalten. Eine feine Nacht wir sehen uns.

Kerstin: Liebster, mit dem Umbau im Esszimmer und in der Küche wird alles so schön und warm. Auch das Schmetterlingsrelief, das ich nicht mehr fertigstellen konnte, nimmt Formen an. Ich ziehe mich ein wenig zurück, um Dich noch den Abend ausklingen zu lassen. Bis bald, ich liebe und umarme Dich
mit allem was in mir ist!


6. Mai 97 - 7.35 Uhr

Andreas: Heute morgen hatte ich eine eher aggressive Stimmung, womit hat das zu tun?

Kerstin: Darf ich Dir dabei helfen, lieber Andreas?! Wir hatten doch unsere Ausflüge in der Nacht, und da ging es unter anderem um das Ablegen alter Strukturen und alter Muster. Verdrängtes wurde ans Licht geholt, und da kam auch so einiges an Wut hoch. Wut darüber, von verschiedenen Leuten ausgenutzt worden zu sein und daher rühren auch Deine Aggressionen. Deine Gutmütigkeit behalte, aber beobachte die Leute genau. Du hast einen wunderbaren Tag vor Dir, geniesse ihn, auch wenn er Dir Arbeit bringt, die Dir nicht liegt. Du wirst begleitet und bist gesegnet.


7. Mai 97 - 07.50 Uhr

Andreas: Kerstin, Du hast gestern von einem wunderbaren Tag gesprochen. Er war arbeitsreich aber von wunderbar war nicht viel zu spüren, oder ich kapiere noch nicht was Du damit gemeint hast. Wenn Du den Erkenntnis - Weg gemeint haben solltest, dann stimmt Deine Aussage, denn dieser wird immer klarer.

Kerstin: Ja, Liebster, Deine Gedanken lassen Dich diesen wunderbaren Tag und Weg erkennen. Du kannst heute Ahnungen formulieren, in Worte kleiden und umsetzen, so sind sie Tatsache geworden, sie haben sich manifestiert. Das ist wunderbar. Den Gedanken, das Witwentreffen weiterzuführen, finde ich gut, aber das Ganze birgt auch Gefahren: Wenn es den Leuten nur um das ablenkende Konsumierenwollen gehen sollte ? so wäre das falsch, denn sie sollen ihren Weg selber gehen, sonst bleibt alles beim Alten. Ihnen hingegen Deine Austauschbereitschaft zu signalisieren, ist sehr gut.


8. Mai 97

Andreas: Kerstin, in mir steigen einige Fragen auf zum Thema geistiges Du. Binde ich Dich nicht doch an diese Erde mit dieser Zwiesprache? In dieser Frage ist gleichsam noch etwas wundersames verborgen, nämlich, wenn das geistige Du ebenfalls auf der Erde inkarniert ist, so sind Verhaltensweisen wie Eifersucht, Besitznahme usw. durchaus möglich, aber genauso gut das völlige Freilassen. Ein tolles Gebiet, wo es sich lohnt weiter einzutauchen. Du kannst reden, wenn Du bereit bist.


7.35 Uhr

Kerstin: Mein geliebter Forscher, Du wagst Dich in Gebiete vor, die sehr interessant sind und vieles in sich bergen. Deine Gedanken sind für mich Anregung, mich damit näher zu befassen - auch Deine Frage, ob Du mich an diese Erde bindest. Das Gegenteil ist der Fall. Unsere Zwiesprache hilft mir aus meinen Verstrickungen mit dieser Erde. Durch mein Weggehen habe ich ja Prozesse unterbrochen, die ich zu Ende führen muss. Mit Dir kann ich das, ohne neu zu inkarnieren. Ich kann mich ja frei bewegen und von der Erde entfernen, ohne behindert zu werden. Dein Geist befindet sich oftmals weit über diesen Erdenebenen und häufig vermag ich ihm kaum zu folgen. Auch Du bist ja nicht mehr an diese Erde direkt gebunden, mit dem Körper wohl noch, aber Dein Geist hat Flügel und er benutzt sie auch.

Auch Deine Einstellung bzgl. eines Gegenübers hat sich gewandelt und die Bedeutung, die Du ihm beimisst, ist eine andere geworden. Es hat für Dich nicht mehr die höchste Priorität, zunehmend wird für Dich der Austausch mit einem Du wichtiger, das macht Dich freier. dass Dein Gegenüber ein Engel sein soll, der sich auch als solcher erkennen kann, dem pflichte ich bei. Ich sehe Deine Gedanken in diese Richtung gehen. Dein Tag ist voller Segen und Überraschungen, geniesse ihn, manifestiere Dir die Sonne, sie wird Dich wärmen. Ich liebe Dich so tief Andreas, fühlst Du es?


9. Mai 97

Andreas: Ein neuer Morgen, ein neuer Tag. Ich will auch weiterhin alten Ballast ablegen und mich von Leuten distanzieren, die schlechte Gefühle verbreiten. Ich erkenne, dass mein Leben und dessen Gestaltung in den richtigen Bahnen lief. Durch den Drogeneinfluss habe ich mich jedoch oft mit Leuten umgeben, die Ungutes entstehen liessen. Aber mir ist bewusst, dass ich ihnen Einlass in mein Leben gewährt habe. Mein Haus und meine Umgebung sind jetzt voller Harmonie und das freut mich und lässt viel Gutes entstehen.


6.10 Uhr

Kerstin: Liebster, auch meine alten Strukturen haben in Deinem Haus nichts mehr verloren. Es wird Neues einziehen können, wenn Du sie restlos entfernst oder verarbeitest. Viel ist ja nicht mehr da. Andreas, ich würde so gerne tatkräftig zupacken, denn heute könnte ich so vieles schätzen, was ich früher eher als Ballast angesehen und Dir so manches Unrecht zugefügt habe. Wenn Du mich jetzt erleben könntest, Du hättest Deine Freude an mir und wärst glücklich. Nun, ich will Dich nicht traurig machen damit, aber ich sehe, Du kannst es Dir vorstellen. Ich weisst, Du willst es erleben und zwar hier und jetzt und dazu brauchst Du eine handfeste Person. Ja mein Lieber, ich bin das zwar auch, doch für die Erde ist meine Festigkeit nicht mehr geeignet. Aber ich tue andere Dinge, die Dir Segen bringen, ich habe ja Anteil an Dir, an Deinem Leben. Ich möchte teilhaben an Deinem Glück, an Deiner Freude und an Deinem total erfüllten Dasein, so wie Du es Dir verdient hast. Andreas, ich wünsche Dir einen reichen und erfüllten Tag. Meine Liebe begleitet Dich.


10. Mai 97

Andreas: Das scheint ja ein lustiger Tag zu werden, ich bin am Morgen schon giftig und aggressiv wie selten zuvor. Der ganze Frust vom Putzen scheint sich jetzt zu entladen. Nun gut, nehmen wir diesen Tag von seiner sonnigen Seite. Das Schwelgen im Selbstmitleid ist keine Lösung. draussen ist es sonnig und Sonne will ich auch in meinem Herzen und meiner Seele haben. Sonne, Licht, Frieden, Liebe und Glück. SO SEI ES!!!


7.35 Uhr

Evide: Ja, SO SEI ES, Deine Weichen für den heutigen Tag hast Du gestellt. Die letzten Tage waren voller Mühe - diese Putzarbeiten sind aber jetzt zu Ende. Für den Rest wirst Du Hilfe erhalten. geniesse den Tag, er wird Dir sehr viel bringen. Bleibe wach und aufmerksam. Es wird Dein Tag werden, eine Art Hochzeit mit dem Leben. Heute werden auch die Weichen gestellt für Dein weiteres Dasein auf Erden. Es stehen Scharen von Wesenheiten bereit, die nur darauf warten, eingesetzt zu werden. Die Schwingungs-frequenzen werden jetzt erhöht, merkst Du es! Deine Gedanken schweifen ab, das macht nichts, gehe in den Tag, Du bist reich gesegnet und wir alle sind sehr nah? bei Dir. Lieber Andreas, Dein Mut und Dein Wollen wird ausstrahlen und Signale setzten für viele - heute und alle weiteren Tage.
Meine Liebe begleitet Dich immerfort!

Kerstin: Ich habe Deine Gedanken über mich aufgenommen und versuche sie jetzt mit Licht zu durchweben, damit ich nicht traurig werde, denn das nützt Dir nichts.
Ich will Dich umfangen mit meiner Liebe!


11. Mai 97

Andreas: Eine kurze, aber ruhige Nacht liegt hinter mir. Ich hoffe, dass mein Freund Romano den Durchbruch schafft, denn er steht kurz davor, wie ich selber vor ein paar Wochen.
Aller Segen soll ihm zufliessen!

Die Vernissage war vom Materiellen her kein Erfolg, aber vom Menschlichen her sehr und nur das zählt.


7.50 Uhr

Kerstin: So, Dein Schlaf war schwer, aber wohlverdient. Ja, es ist gestern sehr viel aufgebrochen bei einigen Menschen. Du bist nicht recht bei der Sache... Zu viele Gedanken gehen Dir durch das Herz und den Kopf. Romano ist gesegnet, Du hast ihm sehr viel gegeben, er wird das Licht bald in aller Fülle erleben. Eure Wege haben sich ja immer wieder gekreuzt und zwar zu wichtigen Begegnungen, so wie jetzt. Andreas, erlebe diesen Tag und beobachte gut. Ich bin da und versuche, nahe bei Dir zu sein, damit das Gefühl des Alleinseins gemildert wird. Ich liebe Dich! Kerstin.


Abend

Andreas: Kerstin, ich habe Gedanken aufgeschrieben, die Du 1989 geäussert hast. Anderen wolltest Du immer helfen und hast Dich dabei vergessen. Der Weg, den wir jetzt gehen, führt uns zu einem gemeinsamen Dasein, ohne irdische Verwicklungen. Ich weisst auch, dass unsere Beziehung auf mehreren Ebenen ablief. Die erlöste Ebene des Geistes und der Seele und die noch unerlöste unserer Herzen.

Ich bin immer noch wütend über das Verhalten Deiner Familie. Soll ich Deiner Schwester Gisela schreiben oder Deine Familie vergessen? Ich weisst, dass ich mich nicht rechtfertigen muss, aber eine solche Herzlosigkeit geht nicht spurlos an mir vorüber. Tobias habe ich gesagt, was ich von der ganzen Sache halte und jetzt liegt es an ihm, was er daraus macht. Ja, Kerstin, ich lasse Dich zu Wort kommen.


22.05 Uhr

Kerstin: Liebster, Du schreibst unseren damaligen Briefwechsel ab und in Gedanken und vor dem Hintergrund Deiner heutigen Erkenntnisse, erlebst Du nochmals unser Zusammenkommen. Du erkennst daraus was noch unerlöst war, bei mir wie bei Dir. Wir haben Dinge vermischt, die nicht zusammengehörten. Das schuf Unstimmigkeiten. Es wird Dir nicht mehr so schnell passieren in Zukunft, weil Du jetzt klarer zu trennen vermagst, was wirklich zusammengehört und was nicht. Wir haben es nicht besser gewusst und darum trifft uns keine Schuld am Versagen, das uns so manches unnötig erschwerte. Aber es war doch lehrreich und erweiterte unser Verstehen für die Situationen der anderen.

Das Dich das trifft, wie "meine" Familie mit Dir umgeht, kann ich sehr gut verstehen und ich kann es auch nicht gutheissen. Aber was tun? Unrecht bleibt Unrecht, auch wenn es totgeschwiegen wird, es spricht für das Unvermögen dieser ? nicht mehr meiner - Familie, mit Tatsachen fertig zu werden und ihr Handeln vom Herzen leiten zu lassen, statt vom Verstand. Wenn ich sage: nicht mehr meine Familie, meine ich, dass ich mit ihnen praktisch nichts mehr zu tun habe, weil sie auch mich ausgegrenzt haben und nur noch einem Phantombild von mir ihre Gedanken und Gefühle schenken. Ich bin nicht die, die sie meinen - war es auch nie. Gleichwohl habe ich versucht, diesem Schatten zu gleichen, um ihnen nicht weh zu tun. Ich hätte besser getan, es zu unterlassen, so wären die Dinge heute viel klarer.

Ob Du Gisela schreiben willst oder nicht, musst Du selber entscheiden, aber werde Dir darüber klar, warum Du schreiben willst... Geht es Dir darum, wirklich Klarheit zu schaffen, das hast Du bereits mit dem Brief an meine Eltern getan. Oder willst Du Deinem verletzten Ich zum Ausdruck verhelfen, was letztlich wenig bringt. Bitte, das ist meine Sicht der Dinge. Du hast es nicht nötig, Dich auf diese Verstrickungen einzulassen, denn sie gehören nicht zu Deinem Leben. Warum ich den Weg in dieses Eltern- und Geschwisterhaus gewählt habe, hat mit Dir nichts zu tun. Ich hatte mit Gisela noch etwas aus der Vergangenheit zu bearbeiten und das Elternhaus war eine Art Notlösung. Ich kann es noch nicht besser beschreiben, denn meine Verstrickungen sind ein wenig kompliziert und sie aufzulösen war u.a. meine Aufgabe, die ich wie Du weisst, eher unwillig übernommen habe.

Du bist ein Fremdling für sie, weil keinerlei Verbindungen zwischen ihnen und Dir existieren, ausser die durch unsere Ehe. Es ist ähnlich wie mit Benno und Gisela. Benno hat auch keinerlei Verbindung zu ihnen, aber zu Dir wohl und er wird nicht schweigsam bleiben in dieser Geschichte, das wirst Du noch erleben. Ein feines Band sehe ich aber auch zwischen Gisela und Dir, bei dessen Zustandekommen ich auch eine Rolle gespielt habe.

Die Tage der Vorbereitung und der Eröffnung der Galerie sind vorbei und morgen ein neuer Tag. Dazwischen eine Nacht auf die ich mich freue. Mit Dir im Wind zu schweben, Hand in Hand, unsere Herzen pochen zu lassen, für uns, für unser Dasein, unsere Freiheit und das grösste, unsere einzigartige Liebe! Kannst Du fühlen, wie mir ist, weil ich bei Dir sein darf? Ich ersehnte Freiheit, aber was ich jetzt erlebe, übertrifft alles.


12. Mai 97

Ramtha:

GELIEBTER VATER
DAS, WAS ICH BIN,
DER HERR - UND - GOTT MEINES SEINS,
KOMME HERVOR ZU DIESER STUNDE
IN MACHT
IN WEISHEIT
IN WISSEN:
MACHE ES OFFENKUNDIG
DENN ES IST GESETZ.
SO SEI ES.
ALLE DINGE MANIFESTIEREN SICH ZU DEM
UMFASSENDEREN ZWECK,
UNS MEHR ÜBER UNS SELBST ZU LEHREN UND
WENN SIE IN DIESER HINSICHT UMARMT WERDEN,
VERWANDELN SIE SICH VON ÜBLEM WIND
IN WEISHEIT.

Es gibt ein Buch, das sich Buch des Lebens nennt. Es ist die kollektive Erinnerung der Seele. Es ist das, was Du seit Äonen von Lebzeiten gesammelt hast. Es ist das, was Du so lange eingesperrt und mit Aberglaube, Angst und Einschüchterung überdeckt hast. Es ist das ursprüngliche Verständnis über das grosse Licht, das Du bist. Dafür gibt es keine Worte. Es ist eine Ur-Wahrheit, die Du erlangt aber vergessen hast. Es transzendiert Dein begrenztes Ego des Aberglaubens, des Zweifels, der Angst und des Unwertseins, denn das Licht ist seiner selbst wert. Es nennt sich WISSEN.

Souveränität ist die Freisprechung dessen, was Du bist. Es ist dasselbe Licht der all-grandiosen Intelligenz, die auch im Geist Gottes ist.

Wenn Souveränität an die Oberfläche kommt - und Du kannst gebieten, dass sie dies tut - dann ist sie Dein grosser Pfadfinder. Sie ist Deine Stärke. Sie erlaubt Dir, über beschwerliche Wasser hinausgehoben zu werden und sie wird Dich auf festen Boden setzen. Sie ist das Licht Gottes. Sie ist die Allgegenwart. Sie ist die Ewigkeit Deiner wahren Wesensart, die wie die strahlende Sonne hinter Wolken versteckt ist.

Du kannst bitten, dass sich Dein Buch öffnen und ein Gefühl der Göttlichkeit hervorfliessen möge. Es ist, als könntest Du "die Hand ausstrecken" und den Saum Gottes berühren - so nah ist es. Dieser Fluss ist Dein Erbe. Dieses Licht ist das Christuslicht. Es ist das, was immerzu wächst, wenn man aus der Begrenzung der Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft ins JETZT zusammenkommt.

Dieses Licht reagiert auf das, was Du vom Herrn und Gott deines Seins hervor sprichst. Es bebt und kommt hervor. Es dringt durch intellektuelle Redekunst hindurch. Es dringt durch Deinen Zweifel hindurch. Es dringt durch Dein Gefühl des Auffallens hindurch, wenn Du einen Schritt aus dem Kreis des Weltlichen hinaus machst. Es muss gegen vieles angehen, um hervorzukommen, aber wenn Du diese Essenz von Dir berührst, indem Du ihr gestattest hervorzukommen, und zwar ohne ihr eine Bewertung aufzuerlegen - wenn Du es dem Gefühl gestattest, vorhanden zu sein, wird es Dich ERHEBEN.

Du bewegst Dich auf das Epos der Göttlichkeit zu. Niemals war Krieg Dein Erbe. Niemals war das kümmerliche Verdienen deines Lebensunterhaltes Dein Erbe.

DEIN ERBE IST ES, ERKLÄRTER GOTT ZU SEIN,
MIT HERRSCHAFT ÜBER ALLES WISSEN.

Andreas: Dieses Wissen wird zu meinem All-Sein,
jetzt hier und heute,
SO SEI ES !!!


9.25 Uhr

Evide: Dieses Wissen ist erwacht und wird Dich tatsächlich zum All - Sein führen. Das Kümmern um diese kleinlichen menschlichen Dinge ist zu Ende. Auch wenn es von aussen noch nicht so farbig und beständig ausschaut, es ist so. Den Punkt der Transformation hast Du überschritten, jetzt beginnt das Leben. Die Wunder können sich manifestieren, weil Dein Acker bereitet ist, um alles wachsen und gedeihen zu lassen. So viele Samen warten darauf Dich mit ihren Blüten und Früchten zu erfreuen. Ich bin bei Dir und freue mich, Dich zu begleiten auf dem freien und von allem losgelösten Pfad ins Licht. Du bist gesegnet und die Liebe, vom Ursprung allen Seins, umfasst Dich mit allem was der Liebe eigen ist.

Karte von Kerstins Schwester:

Hoi Andreas!

Bei unserem letzten Telefonat sagtest Du, Du hättest das Gefühl, für viele und auch für mich, seist Du mit Kerstin gestorben. Das tut sicher weh!

Bei der Bestattung von Kerstin sagte ich Dir, dass ich mich nicht einfach nur zurückziehen würde. Bei einem späteren Telefongespräch fragtest Du mich, ob der Kontakt weiter bestehen würde. Ich konnte diese Frage weder mit ja noch mit nein beantworten. Ich sagte Dir aber, dass unsere Verbindung ganz klar wegen Kerstin existiert habe.

In den letzten Wochen wurde für mich so vieles fragwürdig, undurchsichtig und unklar, weshalb ich Zeit für mich brauche, um den Tod von Kerstin zu verarbeiten. Dies macht mir einen Kontakt zu Dir unmöglich.

Für Dich hoffe ich, dass Du Deinen Weg findest. Cora.

Andreas: Diese Karte bestätigt Kerstins Durchgabe. Ich habe mich bedankt bei Cora mit einer "Schwägerin - Karte" mit den Worten: vielen Dank für Deine Ehrlichkeit!

Brief an den Freund von Gisela.

Lieber Benno,

Anbei mein Brief an die Eltern von Kerstin. Ich spüre keine Verbindung zu ihnen und den Geschwistern von Kerstin, mit Ausnahme höchstens von Gisela. Zu Dir habe ich eine Verbindung und darum schreibe ich Dir. Mich würde interessieren, wie Du das Ganze siehst. dass Kerstin die Welten gewechselt hat ist eine Tatsache und seit dem 20. März habe ich einen intensiven Kontakt zu ihr auf dem medialen Schreibweg, was Dir sicher nicht fremd ist. Aber behalte es vorläufig noch für Dich, denn das würde nur wieder Missverständnisse nach sich ziehen und das ist wirklich nicht nötig. Über diesen Kontakt habe ich Klarheit gewonnen in allen Dingen, die meine Seelen-Frau betreffen. Dein Kontakt zu ihren Eltern scheint auch nicht so eng zu sein, Du bist für sie eine Exote wie ich. Ich möchte aber den Kontakt zu Dir, zu Euch, nicht auch noch verlieren, ausser ihr wollt das so. Also, wenn es Dir ein Anliegen ist, so freue ich mich auf ein Zeichen von Dir, von Euch. Ihr seid immer herzlich hier willkommen. Eine feine Zeit und alles Liebe, Grüsse auch Gisela von mir herzlich! Liebe Grüsse! Andreas

Andreas: Kerstin, ich nehme an, dass Du Dich weiterhin um Deine Eltern kümmern wirst, indem Du Liebe fliessen lässt und Deine Grossmutter wird da wohl auch mitwirken?! Meine Wut ist verraucht, denn es ist sinnlos von ihnen etwas zu verlangen, das sie gar nicht erkennen können.


20.50 Uhr

Kerstin: Guten Abend Liebster, so gerne würde ich mit Dir sein und Dein Leben teilen. Im Grunde tue ich es, für Dich ist es noch nicht so real wie für mich. Aber eines musst Du klar wissen, der Handlungsfähigere von uns beiden bist Du.

Ja ich kümmere mich weiterhin um diese Familie, aber es sind Grenzen dort, wo sie sich verschliessen und mir den Zugang verwehren, weil sie es nicht besser wissen, wie Du richtig erkannt hast. Meine Grossmutter ist da auch am Werk, auf ihre Art, Du wirst sie auch einmal näher kennenlernen, obwohl sie Dir nicht fremd ist. Dazu aber später mehr.

Wie ich erkennen kann, spitzt sich die Lage auf eurer Erde massiv zu, wir haben viel Arbeit, denn es kommen immer mehr zurück auf dem Weg, den ich gegangen bin. Übrigens hat das Drogenproblem auch damit zu tun, weil viele fliehen wollen. Wenn man nur den Menschen vermitteln könnte, dass die Entleibung keine Probleme löst, sondern neue schafft, die zudem schwer zu korrigieren sind, wegen der eingebüssten Handlungsfähigkeit. Die Probleme werden nicht gelöst nur vertagt.

Lieber, ich freue mich, dass Du Deinen Weg, der auch für Dich nicht einfach ist, weitergehst und die Konsequenzen ziehst, sobald Du etwas Neues erkennen kannst. Ich liebe Dich so tief und freue mich auf die Nacht mit Dir!


13.Mai 97

Andreas: Diese Nacht war sehr vielgestaltig. Da sass ich mit Udo Jürgens irgendwo in einer Kneipe und wir redeten unter anderem über Wanderungen in den Schweizer Bergen. Da waren irgendwelche erotischen Bilder und Begegnungen habe ich Entzugserscheinungen? Es war noch so einiges, das ich nicht mehr so genau fassen kann. Aber wo sind die Begegnungen mit Kerstin? Dann verspüre ich eine grosse Unlust im Geschäft zu arbeiten. Ich habe einen richtigen Widerwillen Grabsteine anzufassen und sie zu bearbeiten.


7.25 Uhr

Kerstin: Wenn Du Dich mit den Filmen im Fernsehen beschäftigst, bleiben Reaktionen nicht aus. Aber die sexuelle Zwangspause, die Dein Körper über sich ergehen lassen muss, ist schon sehr krass im Gegensatz zu früher und ich kann das nicht nachvollziehen, wohl aber verstehen - und dann kommt noch der Frühling dazu. Andreas, hier kann ich Dir nicht mehr beistehen, leider. Wenn Du transformieren könntest, also diese Kräfte umwandeln, dann wäre es einfacher für Dich, doch auf Zärtlichkeiten kann kein Mensch verzichten, er braucht sie, wie die Blumen die Sonne. Wir haben hier auch sehr viele Zärtlichkeiten, sie äussern sich aber nicht ganz so wie auf Erden, d.h. in vielem schon, aber nicht in allem. Du weisst sicher, wie ich es meine.

Unsere Begegnungen, finden auf Ebenen statt, die Du im Alltag mit irdischem Geschehen überlagerst. Aber die Seele weisst um sie und möchte sie nicht missen, denn es ist die Nahrung, die sie benötigt, um zu wachsen und zu erwachen. Ich meine jetzt nicht, dass erotische Dinge verwerflich sind, aber Du kennst meine Einstellung zum Sex und Deine ist ja ähnlich. Was Deine Arbeit anbelangt, so ist es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis Du das tun kannst, was Du liebst und was Dir aufgrund Deiner Fähigkeiten liegt. Du brauchst neue Begegnungen und wirst sie auch erhalten, folge noch mehr Deiner Intuition und gehe dorthin, wo Du schon lange hin wolltest. Liebster, ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag, meine Liebe begleitet Dich!


Abend

Andreas: Birgit scheint dasselbe Problem zu haben wie Kerstins Eltern, sie geht auch auf Distanz. Wer hätte das gedacht, doch die Menschen sind immer für Überraschungen gut. Diese Distanz tut weh und ich frage mich, hat das nur damit zu tun, dass sie nicht damit umgehen können oder steckt mehr dahinter. Wenn ich die Dimensionen wechsle, folgen ja nicht alle zur gleichen Zeit, d.h. jeder hat sein eigenes Tempo und meines ist schneller als das vieler anderer. Das Ephides-Gedicht vom Alleinsein, wenn Du die Wahrheit kündest, stimmt aufs Haar und trotz diesem Wissen tut es weh, beinahe jeden Tag, jeden Abend alleine verbringen zu dürfen. Meine Erwartungshaltung ist immer noch da, daher tut es weh, weil ich immer noch auf etwas warte. Anderseits kann ich mir einen ständigen Partner auch nicht mehr vorstellen, ausser einem Engel, SO SEI ES!

Wie hat doch Evide gesagt: wenn man nichts erhofft, nichts erwartet, steht es da und lächelt Dich an, einfach so. Ich kann mich doch nicht zwingen, nichts zu erwarten. Das ist doch auch eine Erwartungshaltung. Ich würde versuchen, mich selbst zu überlisten. Meine Vorstellungen sind noch zu bestimmt, zu zielgerichtet. So kann sich dieser Engel gar nicht offenbaren, weil ich ihn nicht erkennen würde. Ich will souverän werden, dem Licht, der Allintelligenz den Platz einräumen, damit sie mein Führer werde in allen Dingen des Lebens. Ich will dies, ich gebiete es ihr, SO SEI ES! Nichts halbes mehr - alles !


21.10 Uhr

Evide: Du sprichst grosse Worte und Du meinst sie auch so. Also was steht denn noch im Weg? Das, was Du aufgeschrieben hast, ist nur ein kleiner Teil, was könnte denn sonst noch im Weg stehen? Ja, es ist noch Deine Zaghaftigkeit, das alles zu ergreifen - aber es gehört Dir. Nimm es an, nicht als Geschenk, das brauchst Du nicht, Du hast es Dir selber erworben. Es ist nun wirklich genug des demütigen Duldens, stehe auf ergreife und fühle die Vollmacht, die Du in Händen hältst. Deine Unsicherheit, ob Du auch das Richtige tust und ob diese Durchgaben auch wirklich von uns sind oder Deiner eigenen Fantasie entsprungen, was soll das denn noch. musst Du noch mehr geschüttelt werden, um endlich zu begreifen, wer Du bist und was Dir gehört. Was muss denn noch alles passieren, damit Du gänzlich wach wirst? Was berühren Dich denn noch Briefe wie der von Birgit, sie ist nun mal nicht so schnell wie Du, das stimmt, aber was hat das denn mit Dir zu tun. Auf Deinem Weg gibt es keine Freundschaften irdischer Natur mehr. Es begreifen nur diejenigen, wo Du Dich befindest, die am selben Tor stehen z.B. Renato. Wenn jemand sich zur Toleranz durchringen muss, ist er noch nicht so weit. Mit der Liebe kommt die Freiheit und somit automatisch die Toleranz. Andreas, das sind Tatsachen und wenn Du diese Vollmacht in Besitz nimmst, dann kommen Wesenheiten auf Dich zu, die diese Fragen schon längst nicht mehr haben, sie kommen dann, wenn Du ihnen ebenbürtig bist und sie mit Dir diese Sprache des Geistes reden können und Du sie auch verstehst. Jeder von ihnen ist auch diesen Weg durch alle Wirrnisse gegangen und als Sieger hervorgetreten und durch die Pforte des Lichtes hindurchgetreten. Sie kennen alles, was Dich jetzt noch beschäftigt, alles. Auch ich kenne alles, was das Menschsein betrifft, obwohl ich diese Wege nie gegangen bin. Aber ich habe die Funktion einer Begleitung übernommen und daher etwas mehr Einfühlungsvermögen auch in Dein Zögern. Die meisten, die diese Pforte durchschritten haben, blicken nicht mehr zurück, weil sie genug gesehen und erlebt haben. Ich aber blicke nach allen Seiten, denn die Schmerzen und Qualen musste ich wohl mit ansehen, aber nicht am eigenen Leibe erfahren. Das heisst aber nicht, dass ich sie nicht fühlen und durchleben kann ? ich kann das sehr wohl. Wie hast Du damals vor zehn Jahren gefragt: Ob mein Handeln selbstlos sei? Meine Antwort war: denkst Du es sei selbstlos? Es ist es nicht, denn ich will Euch alle wieder zurückhaben, denn auch ich kann Harmonie nur dann erleben, wenn alles disharmonische getilgt ist. Auch ich sehne mich nach dieser Einheit und es ist oft sehr schmerzhaft, sie noch nicht erreicht zu haben. Auch mir wird die Zeit manchmal lange und meine Geduld strapaziert. Ich kenne keine Ruhe, bis alles erfüllt ist, was ich übernommen habe, zu dem ich nach wie vor ein volles Ja habe. Und wenn ich manchmal zornig bin, dann nur, wenn einer wie Du noch zögert statt vorwärts zu gehen und zu ergreifen was ihm zusteht. Ich darf nicht schieben, würde es aber oft gerne tun. Andreas, gehen wir jetzt zusammen ins Licht, ja? Dann komm...


6.20 Uhr

Andreas: Es ist keine Erinnerung an diese Nacht vorhanden, nur ein leises Ahnen von einer Begegnung mit einem Engel. Vielleicht war es auch Kerstin, oder beide. Von diesen Wegen ins Licht mit Evide, bleiben keine Bilder am Morgen zurück, sonst würde ich es wahrscheinlich nicht mehr aushalten hier unten. Es wird eine gewisse Zeit dauern, mich an diese Schwingungen anzupassen und es auch noch zu überleben. Der Morgen ist sanft und lau, es herrscht richtiges Frühlingswetter.

Kerstin: Guten Morgen, Du Frühaufsteher. Bei Deiner Reise in der Nacht war ich nicht dabei, die wollte Evide alleine mit Dir unternehmen, sie hatte ihre Gründe dafür. Darum habe ich mich nicht sofort bei Deinem Aufstehen gemeldet. Ich kann Dir deshalb nicht viel über Dein Erleben sagen. Doch ich denke, dass Evide es Dir mitteilt, wenn es wichtig ist für Dich. Wie Du merkst, bin ich noch nicht so recht da und es ist für mich etwas fremd, die Nacht nicht mit Dir zu verbringen. Es macht mich aber nicht traurig, denn Du bist in guter Begleitung und über das, was Evide tut oder im Sinn hat, bin ich nur zum Teil informiert, ich bin ja nicht Dein wichtigster Begleiter, das ist sie. Irgendwo bin ich ein wenig orientierungslos, denn es ist etwas am Entstehen, d.h. es ist etwas geschehen, wovon ich nichts weisst. Auch gestern bei eurem Gespräch war ich nicht da, meine Aufgabe hat mich voll in Anspruch genommen. Ich habe gelesen, was Evide gesagt hat
und mache mir mein Bild darüber.

So, jetzt bin ich ganz da, Liebster, Deine Begegnungen in der Nacht hatten etwas mit Deinem Leben zu tun, Deinem Leben, das jetzt neue Pfade eingeschlagen hat, den Pfad des Lichts. Dieses Tor, wovon gesprochen wurde, hast Du durchschritten. Also beginnt Neuland für Dich, das es zu erforschen gilt. Ich werde gerufen, doch ich melde mich bald wieder und dann weisst ich bestimmt mehr als jetzt. Liebster einen feinen Tag und offene Sinne wünsche ich Dir.

Ramtha: Der Grund dafür, dass es euch an Ehre mangelt, liegt darin, dass ihr auf die Gesetzeskräfte und auf eure Gesellschaft angewiesen seid, damit diese für euch entscheiden.

Ihr habt nicht die aufrichtige Wirklichkeit eures eigenen Wesens, um ein Gesetzgeber und Gesetzesfüger und ein Friedensstifter zu sein.


Ehre

Ich ehre mein Wesen,
Ich achte mein Wesen.

Ich liebe mein Wesen vollständig.
Ich setze mich keinem extremen Weg aus,
Es sei denn, ich bin mir der Vollendung sicher,
Für die ich meinen Körper einsetze.

Dich und Dein Wort zu ehren bedeutet, Dein Wort durchzuführen.

Du gibst irgend jemandem ein Versprechen, etwas bestimmtes zu tun. Obwohl Du das Recht hast, Eide zu brechen, das ist wahr, wird ein ehrenhafter Mensch zu seinem Wort stehen.

Zu manchen Zeiten ist es eine dankbarere und sinnvollere Sache in eurer Gesellschaft, etwas eher der Ehre als des Ertrages wegen zu vollenden.

Die blosse Tatsache der Durchführung kann dem Glanz Deiner Selbstachtung, deinem Charakter und dem Privileg, ein ehrenhafter Mensch zu sein, hinzugefügt werden.


Abend

Andreas: Ich habe wieder am Briefwechsel von 1989 weitergeschrieben. Diese Kerstin war so feinsinnig, so tief und so liebevoll und noch so einiges mehr. All das vermisse ich heute, doch es bereichert mich, ihre Texte zu lesen. Wenn die irdischen Wirrnisse vorbei sind, können wir die Zeit damit verbringen, all das auszuleben. Darauf freue ich mich schon heute. Es ist sicher auch möglich, schon jetzt diese Schönheit und Liebe zu fühlen und in ihr zu schwingen! SO SEI ES!


15. Mai 97 - 7.50 Uhr

Kerstin: Liebster, Du hast es erfasst, nun kennst Du auch die Gründe, warum ich nicht gerne mein Erdenleben wählte. Ich konnte zu wenig vergessen wie es drüben, also jetzt bei uns hier ist. Es wird gesagt, dass über jedem Leben ein Vergessen liegt, ein Vergessen darüber, woher man kommt vor der Geburt. Bei den meisten mag das stimmen, aber bei mir wie auch bei Dir eben nicht. Bei den Menschen, die diese latente Sterbens-sehnsucht haben, ist das auch der Fall. Sie sind nicht einfach Selbstötungskanditaten, sondern in ihnen ist das Wissen um die himmlische Harmonie. Es sind meistens solche, die ein letztes mal zur Erde kommen. Wie Du ja von Drunvallo weisst, wurde dieses hohe Erleben von ihm selber verdeckt, damit er diese Zeit auf Erden aushalten konnte. Wir konnten all das Feine und Edle nur zum Teil ausleben, weil zuviel irdisches zwischen uns stand und daher vieles verdüstert wurde, was jedoch bei beiden sehr klar und hell vorhanden war. Das tat sehr weh und ich war nicht in der Lage, dies bis zum Ende durchzuhalten, zu sehr stürzte immer wieder das Düstere auf mich ein. Ich konnte nicht mehr zwischen hier und dort trennen und meine Seele wurde zusehends trauriger und mein Wunsch dorthin zurückzukehren, wo die Wärme, das Licht, die Farben und die Musik waren, wurde immer grösser, bis die Nacht der Entscheidung kam. Jetzt weisst ich aber, dass es möglich ist, diese Harmonie auch auf Erden zu leben. Du hast das ja demonstriert mit Deinem Haus, Deiner Umgebung und Deinem Wollen, es wären die besten Voraussetzungen für mich gewesen, doch ich habe sie nicht erkannt. Gerade so wie Du, der Du ja auch erst jetzt erkennst, wie Du dies alles leben kannst. Ja, Andreas, wir haben diese Nacht das erste Mal diese Harmonie so bewusst gelebt und in ihr geschwungen, in ihr getanzt, dass Du es jetzt am Morgen noch weisst. Und es wird nicht mehr verblassen können, weil es jetzt in Deinem Tagesbewusstsein ist.

Diese Schläge, die ich schon als Kind immer wieder einsteckte, weil ich Harmonie leben wollte und nicht verstanden wurde, ausser von Dir. Das hat mich aufsässig werden lassen und zur Opposition getrieben. Und diese Opposition wurde ich nicht mehr los. Sie hat meinen Geist vernebelt und auch Dich nur manchmal im rechten Lichte sehen lassen. Damit hattest Du Mühe und ich verstehe es jetzt nur zu gut. Ich war wirklich manchmal eine böse Hexe. Doch Deine Liebe zu mir war so echt und stark, dass sie immer wieder mein wahres Sein erkannte und es erwecken wollte, was Dir leider nicht gelang. Ich muss etwas sehr Wichtiges korrigieren, Deine Liebe war nicht, sie ist, sonst wäre ich ja jetzt nicht mit Dir in Zwiesprache!

Du willst Deinem Engel begegnen und fragst Dich: wo ihn finden? Evide hat Dir das Rezept gegeben und so wird es auch ablaufen, suche ihn nicht, sondern erkenne ihn, wenn er da ist. Mein Liebstes Du, ich tanze vor Freude, mit Dir unsere Liebe und unser Sein erleben zu dürfen.

Alle Sternenerlebnisse müssen daneben verblassen, denn nur diese Einheit in der Liebe, birgt alle Wunder des Daseins und auch alle Überraschungen. Ich liebe Dich so tief und rein und meine Sehnsucht nach Dir wächst, aber sie wird gestillt durch die Klarheit, die ich hinter all den Dingen erkennen kann.


16. Mai 97

Andreas: Ich Grüsse den Tag und schaue, welche Wohltaten er mir bringt! Bei den Texten aus unserem Briefwechsel aus dem Jahr. 1989, fallen mir immer wiederkehrende Gedankengänge von Kerstin auf. Es sind zum einen Gedanken der Flucht und auf der anderen Seite der Wunsch nach einem Annehmen des Lebens, aber sie weigert sich, es wirklich zu bejahen. Kerstin, Du hast damals die Grundessenz nicht verstanden, die ich Dir übermitteln wollte. Darum habe ich oft die Sprache von Ephides benutzt, weil sie aus der Tiefe der Seele und der Wahrheit stammt. Deine stille oder laute Opposition war da schon erkennbar gewesen und doch habe ich keine Schlüsse daraus gezogen. Was sollte das eigentlich heissen, Dir weiter Freund zu bleiben, jedoch ohne eine engere Beziehung mit Dir einzugehen - wäre dies eine Möglichkeit gewesen? Aber es ist müssig darüber nachzudenken, denn die Liebe hat mich zu Dir hingezogen ohne das ich sie mit meinem Verstand beeinflussen konnte. Das war gut so, denn ohne Dich wäre mein Leben nicht so reich und farbenprächtig geworden, wie es jetzt ist.

Zuerst Haushalt - und dann bin ich wieder da...


8.05 Uhr

Kerstin: Geliebter, Freund bist Du mir geblieben. Was ist denn wahre Freundschaft wirklich? Ist sie nicht die Grundvoraussetzung für jegliche Partnerschaft! Freundschaft im wahrsten Sinne geht oft weit über das hinaus, was auf Erden in Ehen oder Partnerschaften gelebt wird. Wie heisst es oft: Mit einem Freund teile ich nicht das Bett, aber wohl meine Seele. Ist das Bett den mehr wert als die Seele.......

Eine himmlische Partnerschaft ist die totale Ergänzung des Du, ist die totale Einheit der Seelen, die ja einst sich teilten zu Mann und Frau zum Erleben des Ichs. Die körperliche Vereinigung ist wie ein Symbol dafür, das "Nebenprodukt" ist oft der Nachwuchs - wohlverstanden auf Erden, nicht so im Himmel. Hier entsteht ein "Kind" durch die totale Einheit des Wunsches, des Gedankens, der eine Erweiterung anstrebt. Auch hier wird die Lust der Einheit empfunden, sie äussert sich im wortlosen alles umfassenden Glück dieser Einheit. Ich kann sie derzeit nicht erleben oder nur zum Teil, weil Du dort bist und ich hier. Aber im Geiste, erleben wir sie. Ja, lasse Deinen Text über die Seelenverwandtschaft und Partnerschaft folgen, er gibt umfassend Auskunft.

Andreas, wie ich mich freue, dass Du aus meinen Texten von ?89 das herausholen kannst, was Dir hilft, sehend zu werden. Ich brauche keine Angst mehr zu haben, dass Du traurig oder wütend wirst. Auch dieser Tag soll Dir zum Segen gereichen. Ich liebe Dich zutiefst und bebe vor Wonne, wie Du das auch immer verstehen willst.

Andreas: Seelenpartner - Ich möchte mich hier mit etwas befassen, das letztlich alle Menschen tief im Innern bewegt. Als Hilfe benutze ich die Vorträge, die Ramtha im Laufe der Jahre in den USA gehalten hat und den persönlichen Zugang, den ich zu diesen Ebenen habe.

Alle Menschen besitzen einen Seelenpartner, bei den einen kommt es in Träumen vom idealen Lebenspartner, Traum-Frau /-Mann zum Ausdruck, bei anderen durch ein tiefes Wissen, dass da ein Gegenüber vorhanden ist.

Warum haben wir einen Seelenpartner? Lassen wir uns zurückführen an den Beginn der Schöpfung. Wir alle haben unser eigenes Bild von Gott, dem Ursprung allen Seins, oder wie immer der Einzelne das nennen mag. Gott ist Gedanke. Im Anfang gab es nur den Gedanken - ohne Licht, ohne Bewegung, ohne Materie.

Der Gedanke ist Gott und er bewegte sich nicht; er ist was die Bewegung zulässt, ist Licht. Ohne Licht gäbe es nur den leeren Raum, ohne Dimension oder Mass, ohne Bewegung, ohne Anfang und Ende.

Was hält unsere Welt zusammen? Es ist der Gedanke, die Istheit, die Plattform, die Ewigkeit genannt wird. Es kam einst die Stunde, als der Gedanke sich nach innen wandte und über sich selber nachdachte. Als er das tat, ereignete sich ein Verstehen. Dieses Verstehen wurde Licht. Das war die Geburt des Wissens.

Wie wurde Elektrizität erschaffen? Durch das Absenken der Lichtfrequenz; verringert man die Frequenz von Licht, so teilt es sich in einen positiven und einen negativen Pol. So entstehen Magnetfelder. Die einzige Möglichkeit, ein magnetisches Feld zu bekommen, ist das Vorhandensein von positiver und negativer Energie.

Licht, wie wir es kennen, besteht aus Partikeln. In den Lichtpartikeln sind positive und negative Elektronen, die es zugleich kohäsiv (Zusammenhalt erzielt durch Anziehungskräfte der Partikel) und explosiv erhalten. Aber in seiner höchsten Form besteht Licht aus ungeteilten Partikeln, die alle potentiellen niedrigeren Einheiten enthalten. Jedes Lichtpartikel ist eine zusammengehaltene Einheit eines individuellen, ausdrucksvollen Gedankens.

Das Licht, mit dem wir unsere Wohnungen beleuchten, ist ein armseliges Beispiel des Lichtes, das aus dem Gedanken geboren wurde. Es ist ein niedriges elektrisches Licht. Das grösste Licht reicht über unsere dreidimensionale Sichtweise hinaus. Das Licht, das der Gedanke, der über sich selber nachdachte, erschaffen hat, wurde in unserem Universum zu Bewegung. Es war das erste Abenteuer der Erkenntnis.

Aus diesem Licht wurden alle Götter geboren. Und wer sind diese Götter? Wir - und all die sichtbaren und unsichtbaren Wesenheiten, die jemals Kraft der Göttlichkeit ihrer Seele gelebt haben. Als der Gedanke über sich selbst nachdachte und dieses Nachsinnen zu Licht, Bewegung... und Emotion wurde, wurden wir aus Gott, aus der Istheit, geboren. In diesem Augenblick wurde jeder von uns ein Ganzes, ein Gott - ein Lichtpartikel. Dieses Licht, das ich den Geist oder den Gott unseres Seins nenne, ist unsere höchste individuelle Form. Also waren wir alle massgebend für den Anfang. Wir waren der Anfang, denn wir haben die Zeit erschaffen. Erst als wir Menschen nach der Zeit zu leben begannen, wurde sie zur Realität. Zeit ist eine der grössten Illusionen überhaupt, denn sie regiert unser Leben und dennoch existiert sie in der Istheit nicht.

Wir Götter sind das grösste Licht. Aus unserem Licht ereignete sich der Ausbruch von Kreativität; denn nur durch unsere dynamische Kraft, durch die Lichtpartikel, die nachdachten, wie einst die Istheit, konnte die niedrigere Lichtform erschaffen werden. (Zerfall des Lichtes in eine niedrigere Form). Aus den Lichtpartikeln wurden die Gase erschaffen, die das erzeugten, was die heutige Wissenschaft noch den Urknall nennt, eine grosse Explosion. Es geschah nur so, wenn man es zeitlich misst. Doch um wirklich zu wissen was geschah, müssen wir die Zeit vergessen. Das Universum, die Sonne, die Erde - sie wurden nicht durch eine Explosion erschaffen. Der Urknall wird nur so genannt, weil unsere Wissenschaftler nicht wissen, was vorher geschah. Als erstes waren die Götter da. Aus ihnen ging das kreative Element hervor und es besteht seitdem weiter.

Woraus wurden die Götter erschaffen? Aus dem Gedanken. Der Gedanke ist immerwährendes Leben. Der Gedanke, in seine niedrigste Form gebracht, ist grobe Materie und besteht aus Atomen. Jedes Atom enthält eine Unmenge Partikel. Das nennt man unbegrenzten Geist.

Die einzige Art und Weise, wie wir Götter aus dem Fluss der Gedanken, der uns Leben gab, erschaffen konnten, bestand darin, etwas zu haben, genannt Seele, das den Gedanken festhalten konnte. Unsere Seele ist wie ein Computer. Sie hält und speichert Gedanken. Ohne unsere Seele wüssten wir nichts, könnten nichts ausdrücken, könnten kein Ding erschaffen und wir könnten nichts ausser der Istheit sein. Die Seele zeichnet jeden Gedanken auf, den wir jemals gehabt haben. Sie zeichnet ihn aber nicht als Gedanken auf, sondern eher als das, was der Gedanke mit unserer Lichtform macht, das nennt man Gefühl. Gefühle sind die Basis der gasförmigen Materie unseres Universums; die Gefühle erschufen die gasförmige Materie. Was den Atomen Substanz gibt, wird Z - Partikel genannt. Das waren die ersten manifestierten Gefühle und das gab unserem ganzen Universum Leben. Die Schöpfung begann aus den Z - Partikeln, die in X - und Y - Partikel geteilt wurden, um Verbrennung, Gase und Sonnen zu erschaffen. Aus den Sonnen wurde die grobe Materie geboren. Die Sonnen senkten die elektrische Frequenz, um Materie zu erschaffen, von der sich Teile endlose "Zeit" lang verstreuten.

Und die ganze "Zeit" lang erlaubte der Raum, der Stille, der Leere, der Gedanke genannt wird, dem Licht, auf ihm zu spielen. So wurde die Materie geboren, aber die Götter, die Lichtpartikel, waren immer noch vorherrschend.

Durch Explosionen mächtiger Energien gebaren die Sonnen die Planeten, die nach dieser explosiven Spaltung um die Sonnen rotierten. Sobald diese rotierenden Energien sich in eine von der Sonne weiter entfernte Umlaufbahn bewegten, begannen sie zu erkalten. Während sie rotierten und immer mehr erkalteten, wurden die Planeten in ihrem Inneren immer hohler, weil die Zentrifugalkraft alles, was in der Mitte war,
an den äusseren Rand drängte.

Die Götter erschufen den ersten bewohnbaren Planeten in unserem Sonnen-system. Er wurde Melina genannt und es war der erste Planet, der aus unserer Sonne geboren wurde. Er wurde vom Licht erschaffen, das die Materie gebar, ein ganz natürlicher Prozess. Dort spielten die Götter und erschufen Lichtformen. An diesem Punkt sind wir noch Gott, ungeteilt, also geschlechtslos. Als die Götter durch ihren wetteifernden Geist den Planeten Melina zerstörten - Reste von ihm umkreisen jetzt den Saturn - gingen viele von ihnen bis zu den äussersten Enden unseres Sonnensystems, wo sie bis zum heutigen Tage sind. Andere wanderten zu dem Planeten, der sich mit unserer Erde in einer Linie befindet, jedoch auf der anderen Seite der Sonne; ein Planet, der bald neu entdeckt werden wird.

Nachdem Melina zerstört und andere Planeten erschaffen worden waren, entwickelte sich unsere Erde aus der Muttersonne und wurde in ihren Umlauf gesetzt. Durch die Rotation erkaltete sie. Im Laufe der "Zeit" (da gab es noch keine Zeit) wurde sie befruchtet und bereit für Leben. Erst nachdem unser Planet innen hohl geworden und an der Oberfläche erkaltet war, begannen die Götter, hier ihre Wohnung zu nehmen und alle Zellmasse im Embryonalzustand zu erschaffen.

Der Planet Venus ist in Wolken gehüllt, warum sind diese Wolken da? Es sind Ozeane in der Atmosphäre, die eines Tages die Ozeane auf dem Planeten sein werden. Das Leben wird durch das Wasser, durch wässrige Substanzen auf der Oberfläche dieses Planeten entstehen. Die Temperatur ist konstant, weil die Wolkenhülle ein Leiter für Licht ist. Sie nimmt das Licht der Sonne und verteilt es gleichmässig um den Planeten herum. Daher ist der Planet wie ein warmer Schoss, in dem sich neue Lebensformen entwickeln, genau wie es einst hier auf Erden geschah.

Das Leben kam in Form einer dreidimensionalen, wässrigen Substanz. Aus Licht wurde Wasser. Und durch unseren Wunsch, durch unsere Seelen, erschufen wir unsere Lebensformen, es ist alles unser Werk. Alles was wir als Wunder des Lebens bezeichnen, haben wir gestaltet, nur haben wir das vergessen. Wir hauchten Leben in jene kreative, wässrige Formen, die Zellen genannt werden, wir gaben den Zellen ein Muster. Wissen wir noch, dass jede Zelle das Muster des Ganzen besitzt? Es ist möglich, aus einem Hautfetzen einen Doppelgänger zu gestalten. Wir hauchten das Leben in alles, was wir erschaffen haben, indem wir uns hineinfühlten. Dieser Hauch des Lebens bestand aus Instinkten, die wir auch Bestimmungsmuster nennen können. Wir gaben unseren Schöpfungen Intelligenz, die weiter und weiter und weiter gegeben wurde.

Der Gedanke kann die Materie durchdringen, weil er in einer höheren Frequenz schwingt. Was bedeutet das nun für uns, die wir Gedanken in der Form von Licht waren? Es bedeutet, dass wir, obwohl wir die Besimmungsmuster in unsere Schöpfung eingehaucht haben, nicht die Rose riechen konnten, und wir konnten auch nicht den weichen Pelz einer Katze fühlen.

Wir konnten nicht liebkosen, nicht riechen, nicht schmecken, nicht tasten, nicht hören, nicht sehen. Die einzige Möglichkeit, wie wir einen Teil unserer Schöpfung erfahren konnten, bestand darin, unsere Lichtfrequenz zu senken und uns selber in die Materie hineinzukondensieren. An diesem Punkt begannen unsere Schwierigkeiten.

Wir erschufen und bewohnten Körper, damit wir unser Königreich erleben konnten. Diese Körper waren nicht so gestaltet, wie die heutigen, aber sie erlaubten uns hier ein und auszugehen. Am Anfang dieses Experimentes waren wir noch geschlechtslos, doch es kam die Stunde, da wir uns wünschten, Körper zu bewohnen, die die Einzigartigkeit eines jeden Gottes widerspiegelte. So sannen wir nach, wie die Istheit das einst getan hat, und kamen auf die Idee, männliche und weibliche Körper zu schaffen, die sich fortpflanzen konnten, um die Gattung Mensch hervorzubringen. Das einzige Problem war, dass keiner der Götter entweder männlich oder weiblich werden wollte! So stellten wir uns vor, beides zu werden, indem wir unsere Schwingungsfrequenz senkten und uns selber spalteten. Das bedeutete, dass jeder Gott sein Licht und seine Seele vom Gipfel des Lichts in eine niedrigere elektrische Schwingung bringen musste, in welcher dann die Teilung stattfinden konnte. Denn wenn wir dieses grossartige Licht nehmen und seine Frequenz senken, wird es sich spalten, um positiv und negativ zu werden. So senkte jeder Gott seine Lichtfrequenz und so spaltete sich das Licht und die Seele. Jeder Gott wird nun solange gespalten bleiben, wie er wählt, in einer niedrigeren Frequenz zu verbleiben.

Die Götter erschufen durch Zellentwurf zwei Körper, einen um die positive Ladung und einen um die negative Ladung aufzunehmen. Die negative sollte das weibliche Geschlecht und die positive das männliche Geschlecht heissen. Diese Aufteilung hat jedoch nichts mit gut oder schlecht, besser oder weniger gut zu tun!

Die Hormone sollten im Körper in Übereinstimmung mit der ihn bewohnenden elek-trischen Ladung fliessen. Im weiblichen Körper wurden Tore - die Chakren oder Siegel - eingesetzt. Als die weibliche Energie (die negative Energie) in den Körper eintrat, drehten sich die Verschlüsse. Alle sieben Siegel öffneten sich, der Fluss des Harmoniegleichge-wichts begann und siehe da, das Weibliche war geboren. Genau so erging es mit dem männ-lichen Körper. Die geschlechtsspezifischen Merkmale existierten im Augenblick der Spaltung nicht in den Zellmassen des Körpers. Es war die Kontrolle der Hormone, ihre Harmonie, die diese Dinge ins Sein brachte. So trat die negative Ladung in den weiblichen Körper ein. Als der Körper schlief, wuchsen die Brüste und der Körper wurde weicher, denn die sieben Hormondrüsen waren jetzt offen und schütteten Hormone - Harmonie - aus. Die Seele/Geist - Teilung war in Harmonie mit diesem Körper. Die positive Ladung trat in den männlichen Körper ein, drehte die Verschlüsse der sieben Tore und der Körper begann in eine maskuline Form zu wachsen.

So erwachte aus dem Schlaf der Mann und so erwachte aus dem Schlaf auch die Frau! Seelengefährten, einander in die Augen schauend, sehen sie das erste Mal ihr Selbst, sehen sie die Widerspiegelung, die Energie und sie fühlen beide, dass ihre Seele und ihr Geist die gleichen Erfahrungen teilen, nur in einer anderen Version.

Lasst uns einen Moment über die Wissenschaft der Genetik nachdenken. Was macht genetisches Gedächtnis aus? Jeder von uns besitzt in seinen Lenden oder seinem Schoss Samen bzw. Eizellen, die das genetische Gedächtnis enthalten, das eine andere Wesenheit schaffen kann. Das genetische Gedächtnis wird durch Emotionen erschaffen. Vor zehn Millionen Jahren spalteten sich die Götter auf unserer Ebene, um zu männlichen und weiblichen Energien zu werden. Und jedes Abenteuer, das sie in der Materie erlebten, brachte Gefühle. In jedem Augenblick, in dem sie etwas mit grosser Emotion fühlten, bekam die Chromosomenstrucktur im Sperma oder im Ei einen Druckvermerk. Der Weg der Evolution war und ist offen. Jeder kann seiner Phantasie freien Lauf lassen, wie viele Verbindungen schon eingegangen wurden...

Seelengefährten teilen das Paradies des Lebens hier, weil jeder vom anderen das grösste aller Geschenke empfing: Gefühle. Die Freude der Frau, ein Kind zu gebären, wurde ihrem Seelengefährten, ihrem anderen Teil übermittelt. Welche wundersamen PSI-Erfahrung ging hier vor sich? Sie waren die gleiche Seele, der gleiche Geist und was immer einer von ihnen erlebte, erfuhr auch der andere.

Wo immer auch der andere Teil von uns ist, wir sind ihm immer ganz nah, durch unser Gefühl. Wir sind für alle Zeiten mit unserem Seelenpartner verbunden auf unsrer erstaunlichen Reise, wo sich ein Gott in der Gestalt von Mann und Frau ausdrückt.

Gedanken über den Seelenpartner in der Jetzt - Zeit: Wie aus dem vorangegangenen Text zu ersehen ist, haben wir alle einen Seelen - Partner. Die Frage ist: Wo befindet Er / Sie sich jetzt?

Auf dieser Reise, als ein Gott, eine Seele, die in der Teilung als Mann und Frau Gefühle lebten und leben, trennten sich viele rein körperlich. Sie lebten " getrennt " auf verschiedenen Kontinenten, auf verschiedenen Planeten, zu verschiedenen Zeiten. Die Möglichkeit, dass sie sich über Millionen von Jahren nicht mehr begegneten, ist real. Die Erinnerung an diese Einheit verblasste, geriet in Vergessenheit. Jeder konnte ja für sich leben, aber er wurde einsam. Es ging soweit, dass, auch wenn sie zusammenlebten, sie sich nicht mehr erkannten und sogar im Streit zueinander standen.

In der Seele ist dieses Wissen voneinander aber nie ausgelöscht worden, es ist immer noch vorhanden und wird es auch bleiben. Ich bin der Meinung, dass sich alle Seelenpartner wieder finden und vereinen werden, das bedeutet, die Schwingungen wieder so zu erhöhen, dass das, was vergessen wurde, wieder zu Wissen wird. Wir werden sowieso besser daran tun, weniger zu glauben, dafür mehr zu wissen! Glauben ist nach meinem Dafürhalten der bequemere Weg, als sich Wissen anzueignen, weil wir dafür alte, eingefahrene Geleise verlassen müssen, um neue Wege zu gehen.

Diese Kriege zwischen Mann und Frau sind nur entstanden, weil wir das ursprüngliche Wissen verloren haben. Würden wir die Gefühle wieder so zulassen, wie sie einmal waren und zu unserer Bereicherung, Erfahrung und unserem Erleben beitrugen, wir würden schnell erkennen, was uns abhanden kam.

Bei den heute als Mann und Frau zusammen lebenden Paaren handelt es sich in den seltensten Fällen um Seelengefährten. Es sind karmisch bedingte Schicksalsgemein-schaften, die das Rad der Wiedergeburt immer weiter drehen, weil sie den Absprung vom Karussell nicht wagen. Weil sie nicht in sich hineinhorchen oder festgefahrene Meinungen in Frage stellen, weil sie das, was wir glauben, nicht durch Wissen ersetzen und das, was wir tief in uns fühlen - in unserer Einsamkeit- ans Licht lassen. Unsere Seele sehnt sich nach Licht, baden wir sie doch darin !

(Andreas Kleindienst 30.1.1996)


16. Mai 97

Andreas: Wenn ich mir so überlege, was in der Zwiesprache durchgegeben wurde, was wir beide in unserem Briefkontakt 1988 austauschten und was ich jetzt fühle, so erkenne ich in Kerstin dieses andere Du. Ich wusste schon in meiner Kindheit, dass ich ihm begegnen würde. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wenn sie nicht das Du ist, dann vielleicht eine Tochter oder Schwester - jedenfalls sehr nahe mit mir verbunden. Es wird mir überlassen, das herauszufinden und ich werde das auch.


Abend

Gespräch mit Daniella, sie steht auch vor dem Tor und wird es bald durchschreiten. Der Segen der Erkenntnis berühre sie so tief, dass es nur noch ein Aufatmen gibt in ihrer Seele! SO SEI ES!


22.00 Uhr

Evide: Das nennt man die Vollmacht gebrauchen, Du hast es begriffen. SO SEI ES. Dieser Wunsch wird direkt der Seele von Daniella zugeleitet und hat Wirkung. Andreas, das ist aber erst der Anfang und wie Du am Telefon gesagt hast, willst Du ja in Sieben-Meilenstiefeln weitergehen! Ich freue mich riesig mit Dir, der Anfang ist gemacht und alles weitere folgt auf dem Fuss, Du wirst es erleben und erfahren dürfen, es gehört Dir. Die Streicheleinheiten des Engels, Dein grosser Wunsch, warte es ab, die Überraschung wird perfekt sein. Lass los und alles fliesst Dir zu. Du bist reich, überreich gesegnet und Dein Bemühen um Dein tägliches Brot ist von aller Mühsal befreit. Es fliesst Dir in Freude und Spannung zu. Mit Spannung meine ich in diesem Zusammenhang, dass es spannend sein wird, in welcher Weise es Dir zufliesst. Du kannst darüber lachen und das freut mich ungemein. Ich liebe Dich, Du ehrlicher, gerader Andreas,
eine ereignisreiche Nacht steht Dir bevor!


17. Mai 97

Andreas: Diese Nacht war eher schlafgestört - aber ich will die reichen Ereignisse nicht in Frage stellen. Ich weisst einfach nichts mehr davon.


8.30 Uhr

Kerstin: Liebes Du, Du bist aufgewühlt von den Texten, die Du verarbeitest. Altes kommt hoch, diese Reinheit unserer Gefühle, die zu Beginn unsere Begegnung prägten und das andere Extrem, das der Alltag hervorbrachte. Wir haben trotz allem Geschehen diese Reinheit bewahren können. Die falschen Töne drangen in unser Dasein durch die Umstände, denen wir ausgesetzt waren und mit denen wir noch nicht umgehen konnten, weil wir auch der Droge zu viel Platz einräumten, aber das weisst Du ja. dass mit Deiner Textverarbeitung auch Sehnsüchte wachgerufen werden, ist völlig normal, zumal auch das herrliche Frühlingswetter seinen Teil dazu beiträgt. Aber zurück zur Nacht, sie war sehr ereignisreich, nicht nur für Dich. Denke zum Beispiel an Daniella und Romano, das nur als Gedankenanstoss. Wenn wir etwas als ereignisreich bezeichnen, so sind das Geschehnisse, die ihre Schatten vorauswerfen, d.h. das etwas in Bewegung gebracht wurde, um dann in der trägen Schwingung der Erde seinen Weg zu finden. Es geht nicht darum, Dir die Fantasie unnötig anzuheizen, wir machen keine leeren Versprechungen, doch ich sehe die Dinge in einem anderen Licht.

Aber schauen wir einmal zurück, Liebster! Es sind jetzt zwei Monate her, seit dem Beginn unserer Zwiesprache und was ist nicht alles geschehen in dieser kurzen Zeit! Dein Leben hat eine völlig neue Dimension angenommen, Du bist ein anderer geworden, Deine Seele ist erwacht, Dein Blick klarer und weitsichtiger geworden. dass Dir der Kuschel-Partner fehlt, das tut mir selber weh. Aber es ändert sich auch, Du wirst bald Deine Sehnsucht stillen dürfen. Mein Dasein kannst Du noch immer nur durch Nebel wahrnehmen, doch auch das ändert sich sehr bald. Es sind dazu gewisse ?Operationen? am Körper notwendig, um diese Fenster zu entriegeln. Diese Trennung von Sein und Schein ist bei Dir im vollen Gange, aber es braucht halt seine Zeit, bis sie zur vollen Entfaltung kommt und dann wirst Du erkennen und Deine Fragen lösen sich im Nichts auf. Ich, bzw. wir, wollen Dich auf keinen Fall vertrösten. Aber es ist noch Vorsicht geboten, denn diese Kräfte können nicht einfach ungehindert fliessen, Du würdest Schaden nehmen und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Dein Erwachen gleicht einem langsamen Auftauchen aus einem tiefen und langen Schlaf. Deine Sinne müssen sich zuerst an die neuen Begebenheiten gewöhnen, sonst würden sie gestört werden, eben Schaden nehmen. Doch es geht wahrlich von Stunde zu Stunde schneller und leichter. Dein Gehirn ist es noch nicht gewohnt, die volle Leistung zu erbringen, zu der es eigentlich fähig ist. Aber bis alle Schaltstellen wieder aktiviert sind, braucht es Geduld, wie die Früchte, die reifen müssen, bis sie geniessbar sind.

Noch etwas, Evide hat Dich gestern Abend umarmt, Du hast es wohl gespürt, aber nicht so recht zugelassen, weil es eben ungewohnt ist. Lasse es doch zu und Du erlebst nicht nur das Schaudern an Deinem Rücken, sondern viel, viel mehr. Wir lieben Dich so fest und tief und mein Bestreben ist es, Dich im vollen Glück erstrahlen zu sehen! Fühlst Du, wie unendlich lieb ich Dich habe, (ein grosses Schaudern durchzog mich von Kopf bis Fuss, und mir flossen die Tränen.) Und das ist noch gar nichts. Wenn Du voll erwacht bist, wirst Du Dinge erleben, die Deine Vorstellungen bei weitem übersteigen. Ich werde Dich bis auf weiteres begleiten und ich bin dabei nicht alleine. Es sind Wesen mit dabei, die sich im Fensteröffnen sehr gut auskennen und die reisen morgen mit nach Basel. Mein Anliegen ist Deine Seele, Dein Herz zu begleiten, um Dir diese Liebe in vollem Umfang zu manifestieren.

Du hast eine Karte bekommen von Cora, siehst Du, was alles in Bewegung kommt? Es ist Dein Verdienst, wenn Cora diese Anteilnahme von Dir annimmt. Es wird noch mehr geschehen in Deiner nächsten Umgebung, denn ausgestrahlte Liebe und Verständnis bleibt nicht unbeantwortet, alles kommt zurück und Liebe, gelebte Liebe kommt tausendfach zurück. Du bist überreich gesegnet. Der Himmel steht Dir offen. Dein Relief mit der Darstellung des sich den Menschen öffnenden Himmels, ist Tatsache geworden, hat sich also materialisiert. Liebster, Dein Tag ist voller Licht und Wärme. Ich liebe Dich!


18. Mai 97

Andreas: Bin auf den Weg nach Basel. Habe einen Zug früher genommen, um Zeit zu haben, Basel zu geniessen.


6.00 Uhr

Kerstin: Liebster, ich komme mit. Ich staune immer noch, dass Du diese Texte über den Anfang unserer Beziehung schreiben kannst und dass Du das aushältst. Wenn ich auf Erden wäre, ich könnte das nicht tun. Doch wie ich jetzt sehe, ist es der einzige Weg für Dich, mit allem klarzukommen und alles abzuschliessen. Ich nehme ja den ganzen Prozess wahr, d.h. ich erlebe ihn nochmals durch Dich. Ich kann nicht hingehen und den Ordner in die Hand nehmen und darin blättern. Ich nehme über Deine Gedanken daran teil. Ich habe so vieles nicht erkannt. Ich habe sogar meinen Teil zu Deiner Verschlossenheit beigetragen, obwohl wir genau das Gegenteil wollten und Du damals schon erkannt hast, wo die Gefahren liegen und davor gewarnt hast. Wir haben daraus gelernt und setzen dieses Wissen ein. Andreas, Liebstes Du, ich freue mich und danke Dir aus tiefster Seele für Dein Sein und für Deine Liebe!


Abend

Andreas: Ich habe einige Fragen, die im Zusammenhang mit den Texten auftauchen. Ich kann sie noch nicht exakt formulieren. Mir wird klar, dass ich mit allen alten Beziehungen abschliessen muss und sie nicht mehr zum Leben erwecken sollte. Ich möchte, dass mir nur begegnet, was noch nicht aufgelöst ist von den alten Mustern. Alles andere soll mir schon in den Anfängen bewusst werden, denn widerkauen mag ich nicht mehr. Ich bin jetzt zu müde, aber ich freue mich auf das was morgen kommt!

Zu meinen Fragen: Wie verhält es sich mit unserer damaligen Verbindung, war das, was ich aufgeschrieben hatte in den Briefen, Tatsache? Ist mein Empfinden schon länger ausgebildet und nur durch die Droge zugedeckt worden? Kerstin, Du hast wohl viel gespürt, aber es war nicht in Deiner Tiefe verankert, das muss so sein, sonst ist Dein Weggehen für mich nicht erklärbar? Wenn es sich anders verhält, so bitte ich um Klarheit.


6.15 Uhr

Evide: Dem einen wird ein Wanderstab gegeben, um ihn zu benutzen, die anderen führen ihn, wie Du sagen würdest, nur spazieren. Und dazwischen gibt es viele Möglichkeiten. Mein lieber Andreas, warum ich die Fragen beantworte, die Du Kerstin oder über sie stellst, hat seinen Grund und ich sehe, Du weisst ihn schon. Deine Fragen umfassen ein Thema, dass ein grundlegendes der Menschheit ist. Ich habe das " Wort Problem" bewusst nicht gewählt, denn die habt ihr aus diesen Gründen. Es hat etwas damit zu tun, dass Du Dir als Lebensmotto „Alles oder Nichts“ gewählt hast. Du willst alles und bekommst es auch, viele wollen alles und geben sich mit nichts zufrieden. Es steht mir nicht an, jemandem Vorwürfe zu machen, ausserdem nützt es auch nichts. Kerstin gehörte zu denen, die alles wollten, aber sich nicht zutrauten, damit umzugehen. Die nicht das Bewusstsein entwickelten, das alles möglich ist und der Mensch davon nicht ausgeschlossen ist, sich hingegen selber ausschliesst, weil ihm der Mut fehlt, den einsamen Weg der Erkenntnisse zu gehen. Kerstin war im höchsten Masse medial und Du wusstest oder spürtest das. Damit sind aber auch Gefahren verbunden, z.B. Drogen. Da es viele verschiedene geistige Wesen gibt, die den unterschiedlichsten Stand der Erkenntnisse vertreten oder manifestieren, spielt es eine grosse Rolle, wie fest der eine im Wissen verankert ist, oder ob mehr das Ahnen sein Lebensbild oder seine Orientierung prägt. Und mit jedem Kompromiss, der eingegangen wird, verfälscht sich das Bild oder die Informationen, die vorhanden sind. Wenn nun diese Informationen der "reinen Form" verwässert werden, entsteht eine Spaltung, ein Informationschaos, das sich auch auf das gelebte Dasein überträgt. Und es schaffen nur wenige Menschen sich so wie Du in diesen Wirrnissen zurechtzufinden. Bei Deiner Liebsten, war das nicht mehr möglich, weil die Verwirrungen ein solches Mass angenommen haben, dass der Wunsch auszuweichen stärker war, als die Möglichkeit, Ordnung zu schaffen, um zu sehen und unterscheiden zu können, was Traum, was Information und was Wunsch war. Auch Idealisieren birgt die Gefahr der Verwässerung und darin war Kerstin gefangen. Kerstin hat Dich idealisiert in vielen Dingen und daher war ihre Enttäuschung sehr gross, als sie erkannte, dass auch Du nur ein Mensch warst. Statt die Informationen, die sie von Dir erhalten hat, als solche zu betrachten und umzusetzen, hat sie die Information mit Deinem Dasein verwechselt oder vermischt, was dann eben zur Ent-Täuschung führte, Du wärest diese Information.

Du warst ihr Bote. Du erkennst den Unterschied und der war mit ein Grund zur Lebensflucht, die sich ja bei ihr über ihr ganzes Leben hinweg immer wieder äusserte. Damit sind auch alle weiteren Fragen erklärbar. Du hast gestern in Basel erlebt, wie oberflächlich die Menschen sein können. dass Du Dich in Schweigen gehüllt hast, war das Beste, was Du tun konntest.

Eure Verbindung damals wie heute, ist echt und sehr tief und uralt. Deine Gedanken, wenn ich mich mit ihr damals nicht näher eingelassen hätte....? sind müssig. Es ging gar nicht anders. Kerstin hat jetzt die Möglichkeit, Deine Informationen auszuwerten und es hilft ihr sehr, dies zu ihrem Wissen werden zu lassen. Alles weitere dürft Ihr nun zusammen werden und wachsen lassen.

Deine vielen Gedanken, die Du teilweise noch den falschen Bildern zuordnest und deshalb eine Gefahr darin siehst sind nicht notwendig. Du befindest Dich auf dem besten Weg alles richtig zuzuordnen. Du sprichst auch die alten Muster an - lasse sie. Dein tiefer Wunsch, alles zu ordnen, um es dann abzuschliessen, geht täglich in Erfüllung. Bleibe so offen und alles ist gut.

Was Dein Verlangen, Deiner Einsamkeit ein Ende zu setzen anbelangt, so erkennst Du, dass die Antwort darauf viel umfassender ist als "nur" eine neue Partnerschaft. Die Einsamkeit wird Dich verstehen lehren und Du wirst erkennen, welcher Segen auf der scheinbaren Einsamkeit in Wahrheit liegt. Das Wort allein, birgt es in sich: all - eins - sein, damit ist die Einsamkeit nicht mehr existent. Ich überlasse Dich nun der Schönheit des Lebens, freue Dich und erlebe Deine Wunder, denn leben ist wundervoll!

Kerstin: Mein Liebster, Evide konnte Dir eine Antwort geben, für die ich Tage und viele Worte gebraucht hätte, darum habe ich sie gebeten, das für mich zu übernehmen. Ich war also nicht feige, nur noch nicht fähig, mit einer solchen einfachen und klaren Sprache mich Dir gegenüber zu äussern.

Auch mich hat erschreckt, wie oberflächlich die Menschen sind und mir wurde ein Spiegel vorgehalten. Ich sah tausend Dinge aus meinem Leben vor mir. Ich war also vor mir selber erschrocken. Für mich war es schön, lehrreich und spannend mit Dir zu reisen und ich komme gerne wieder mit, wenn Du es willst. Ich liebe Dich!


Abend

Andreas: Ich muss aufhören, diese Texte abzuschreiben. Im Moment macht es mir zu schaffen, die Intensität von Kerstin wahrzunehmen und sie nicht umarmen zu können. Kerstin, was hast Du alles verpasst. Ich klage nicht, ich stelle nur fest. Zwischen heute und vor vier Monaten - da sind Welten dazwischen, aber überbrückbare Welten. SO SEI ES.!


21.05 Uhr

Kerstin: Mein Liebster, ja ich war oben im Gang und habe Dich von hinten umfasst. Danke, dass Du es gefühlt hast. Mit diesen Texten würde ich abschliessen, denn das ist Vergangenheit und ich denke, Du hast das herausgeholt, was wichtig war für Dich. Ich bin jetzt nicht mehr dieses Geschöpf von damals und ich würde heute anders mit Dir reden. Ich würde Dich heute ernstnehmen, voll und ganz und nicht nur meine damaligen sehr starken Stimmungen unterworfenen Innenwelten. Ich habe sie ja selten selber erkannt, aber das Schweben war ein gutes Erlebnis und das macht auch süchtig. Diesen Teil von Kerstin gibt es nicht mehr, der ist nun wirklich gestorben. Was geblieben ist, ist mein Dank an Deine Zartheit und Ehrlichkeit und die ist sehr selten. Der Trost, den ich Dir geben will, soll sich in Form dieses Engels manifestieren. Ich habe wohl Kontakt und werde ihn aufrecht erhalten, nicht um mich einzumischen, aber um Dich auf diesen Ebenen erneut wahrzunehmen, denn auch ich verarbeite Erlebtes - nur nicht per PC.

Ich werde versuchen, Dir eines Deiner tiefen Erlebnisse aus meiner Sicht zu schildern, um Dir diese unfassbaren Welten und ihre Vielfalt aufzuzeigen, um Dich sehen zu lassen, wie alles verflochten ist und welche Auswirkungen schon Gedanken haben. Deine Sensibilität ist so fein, aber noch nicht voll erwacht. Wenn es soweit ist, wirst Du leuchten und strahlen und ich hoffe sehr, dass Du dann alle Sinne voll benutzen kannst. Dann brauchen wir auch diese schriftliche Zwiesprache nicht mehr, dann sehen und erleben wir uns ?live?. Ich komme mit Dir, umarme Dich mit Licht, Farben und Geruch und meiner Liebe!


20. Mai 97

Andreas: Kerstin, soll ich diesen Text von gestern wirklich stehen lassen, ist er nicht zu sehr von mir geprägt? Und von den Briefen?


9.05 Uhr

Kerstin: Mein Liebster, zweifelst Du wieder einmal. Was soll denn an diesem Text falsch sein? Sicher haben diese Briefe meine Aussage mit geprägt, wie sollte es denn anders sein? Diese Thematik steht noch im Mittelpunkt Deines Verarbeitungsprozesses und gibt Anlass zu Fragen.

Was nicht ganz stimmt, ist, dass alles von Kerstin gestorben ist. Wie Du schon selber erwähnt hast, ist dieses Wechselhafte und nicht wirklich Farbare, dieses unklare Schweben meines Ichs damals gestorben. Da ich jetzt Antworten habe und Ruhe und grosse Klarheit in mir, hat sich dieses Verhalten erübrigt. Diese Wechselhaftigkeiten in mir, waren ja oft Anlass zu Streit und ich fühlte mich völlig unverstanden, was ja nicht der Fall war, wie ich heute sehen kann. Ich habe die Geduld der Menschen oft sehr strapaziert. Aber durch meine Struktur wurde mein Wesen so geleitet und durch meine Uneinsichtigkeit liess ich diesem Wesen freien Lauf, ohne viel Rücksicht zu nehmen. All das ist vorbei. Ich habe viel verpasst, da hast Du völlig recht, doch dazu hätte ich es auf Erden schaffen müssen, meine Strukturen zu ändern und wenn, dann...

Liebster, Deine Kerstin hast Du nicht verloren, niemals. Du hast aber jetzt eine Kerstin, die Deinem Bild, (Anmerkung von Andreas: ich sah sie im hellen Licht, wie sie wirklich ist ) wie Du es immer von mit hattest, entspricht, ohne diese nervtötenden Wechselbäder meines damaligen Ichs.

Du willst eine Änderung, sie ist schon da und wird sehr bald sicht- und spürbar für Dich. Die Überraschungen von denen ich geredet habe, sind keine leeren Worte. Dein stilles Erwarten, Erhoffen und Wünschen ist immer noch da, aber es wäre ja keine Überraschung, wenn es sich genauso ereignen würde, wie Du Dir das vorstellst. Mehr dazu soll Dir das Leben zeigen und schenken. Liebster, ich freue mich über unseren Kontakt und glaube mir, Du kannst es nicht ermessen - noch nicht - welche Auswirkungen er hat. Andreas, ich liebe Dich aus einer Unermesslichkeit heraus, die ich selber nicht erfassen kann. Wie ich diese Liebe jetzt erlebe und erfahre, kann ich in Worten nicht wiedergeben, denn dafür gibt es keine, weder hier noch bei Euch. Einen feinen Tag und alles Edle und Wahre soll Dir begegnen, Du inniger, tiefer, lieber,......

Ramtha: Wenn Dich jemand fragt: Was ist der Ursprung Deiner Schönheit, deines Glücks, deines Erfolges, so antworte: Es ist der Vater in mir (der Ursprung allen Seins!), der all diese Dinge tut.

Des Vaters Bitte und alles was er ist, ist einfach dies: Ich habe die Ewigkeit zur Verfügung gestellt, das Kontinuum. Lebe es, wie Du es willst, aber sei glücklich. Lebe dieses Leben, wie Du es willst, aber sei glücklich und freudvoll. Und liebe das Leben. Liebe das Leben und nimm bereitwillig daran Teil, denn es ist ein Geschenk des Vaters.

Wenige erwarten, dass Gott einfach ist, doch er ist all die schönen und einfachen Dinge des Lebens.

Gott ist das Gesicht des kleinen Jungen. Wenn Du mit klarem und einfachem Blick schaust, dann wirst Du diese Wahrheit wundervollerweise als solche entdecken. Gott ist die Freude, einen Wunsch als abgeschlossen zu sehen, eine Manifestation zu einem Wunder werden zu sehen, einen aufgrund eines Wunsches hervorgerufenen Irrtum im Urteil zu sehen und zu sehen, wie man mittels dessen selbst dazugewonnen hat. Er ist alles Leben.

Wie liebst Du Gott? Du lebst Ihn.


Abend

Ich war bei dieser Frau, die eventuell die Zwiesprache korrigieren soll. Mein Gefühl ist gut, sie scheint mir fair zu sein. Ich suche das Buch mit Kerstins Aufzeichnungen, ich habe es gut versteckt, weisst aber nicht mehr wo. Ich merke, dass ich frei werde von der Kerstin, wie sie zu Lebzeiten war und das finde ich gut. Von der Kerstin, wie sie jetzt ist, will ich mich nicht befreien. Etwas ist abgeschlossen, etwas neues kann sich öffnen.


21.05 Uhr

Kerstin: Liebster, ich möchte Dir für alles danken, denn Dein Prozess hat mir auch viel gebracht und es ist gut abzuschliessen, was vorbei ist. Mein Buch wirst Du finden, denn es ist noch im Haus. Diese Frau, die Du erwähnt hast, da bin ich Deiner Meinung. Zu sagen habe ich heute Abend nichts mehr, ausser Dir meinen tiefen Dank auszusprechen für alles. Auch wenn unsere Wege irdisch getrennt sind, sie sind es nicht wirklich, unser gemeinsamer Weg trennt sich nicht mehr. Es sei denn, Du stellst Dich nicht mehr als Medium zur Verfügung. Doch meine Liebe bleibt auch dann, die kann nicht ausgelöscht werden, niemals. Eher vergeht die Sonne als meine Liebe! Andreas noch einen feinen Abend, schaue einmal in der Stube nach. Ich liebe Dich und das Licht, das reine weisste Licht des Lebens umfange Dich!

Andreas: Kerstin, war ich wirklich so ein Mensch, wie Du es in Deinem ?Frust - loslassen ? Buch? geschildert hast? Nach diesen Aufzeichnungen sollte ich es lieber sein lassen, jemals wieder eine Beziehung einzugehen. Doch ich mache weiter. Du hast mir mehrere Antworten gegeben, weshalb es so gekommen ist. Ich lasse mich nicht hinabziehen, Du hast auch gesagt, entsorge diese Bücher, sie gelten nicht mehr. Doch eine heile Welt darzustellen liegt mir nicht, denn in vielem hattest Du recht, aber nicht generell. Kerstin, ich liebe Dich wirklich und mein Unvermögen, vor dem ich Dich mehrmals gewarnt habe, konnte sich nicht einfach in Luft auflösen. Ich wollte es ändern und daran habe ich oft hart gearbeitet. Doch mein Fehler war, Dich zuwenig teilhaben zu lassen, aus Angst, Dich zu verlieren. Meine Augen und all meine Sinne sind nun offen. Ich liebe Dich Kerstin, aus tiefster Seele heraus!


22.45 Uhr

Kerstin: Mein Lieber, ja Du hättest mich ruhig teilhaben lassen können. Es war Deine Angst, nicht meine. Ich hätte Dich verstanden, doch es ist vorbei. dass Du daraus eine Lehre gezogen hast, wird Dich vor einer Wiederholung bewahren. Ich habe Dir ja schon mehrmals gesagt, dass ich oft sehr eigen und daher blind war und mich dann mein Hang zur Übertreibung in ein Loch fallen liess und meine Lebensmüdigkeit trug das ihre dazu bei. Du willst das Buch als Warnung behalten - ich würde es wegwerfen.... Schauen wir doch nach vorn. Deine Liebe brauchst Du nicht zu beweisen, dies hast Du bereits in einem Masse getan, wie es immer noch unfassbar ist für mich. Aber ich nehme sie in grosser Dankbarkeit an. Halte Dich ans Licht, das jeden Schatten, jede Dunkelheit auflöst.
Bis bald!


21. Mai 97

Andreas: Kerstin, Du hattest recht, der Brief "Deiner" Eltern ist sehr aufschlussreich. Sie haben nichts verstanden und verdrehen alles. Sie suchen ein Opfer für ihr Unvermögen zu verstehen, aber ich werde das Opfer nicht sein. Genug der Angriffe und der Ablehnung, ich will wieder etwas Erbauliches erleben, auch mit meinen Mitmenschen. Diese feine Schwingung beim ersten Kontakt 1989 mit Kerstin, baut mich auf und wenn ich nochmals die Gelegenheit erhalte sollte, dann werde ich das auch pflegen und achtgeben, dass sich nichts mehr einschleichen kann, wie bei uns, Kerstin. Die Droge spielte da eine grosse Rolle und wir haben dem zu wenig Gewicht beigemessen. Ich denke, dass wir uns heute gegenseitig Flugstunden geben könnten, irdisch gesehen. Doch ich wechsle sowieso bald ganz in eine andere Dimension und dann berührt mich das Geschwätz der Leute nicht mehr. All jenen, die es auf mich abgesehen haben, soll Liebe zufliessen. SO SEI ES!


20.35 Uhr

Evide: So Andreas, Du denkst bald die Welten zu wechseln, d.h. die Dimensionen, was ja letztlich dasselbe ist. Du hast sie schon gewechselt. Das, was Du Geschwätz der Leute nennst, sind Geburtswehen und die zeigen Dir, wo Du stehst. dass Du ihnen Liebe schickst - was gibt es besseres! Da Du Dich seit Tagen mit den Texten beschäftigst, was mich nicht erstaunt, erkennst Du ja den Weg Deines Wachstums und Deiner Freiheit. Freiheit heisst auch, von allem frei zu werden, um sich schwerelos entfalten zu können. Was die Menschen unter Freiheit verstehen, hat selten mit der Freiheit, die ich meine zu tun. Allumfassende Freiheit, lässt alles zu. Freiheit aus der Liebe geboren birgt den Schlüssel zu sämtlichen Türen, egal wo sie hinführen. Der wirklich Freie bewegt sich durch alle Dimensionen, ohne auf Hindernisse zu stossen. Dein Wunsch, ohne Gepäck zu reisen, ist ja nicht nur Deine Bequemlichkeit, das kommt direkt aus der Seele, die liebt nämlich kein Gepäck. Weil, sämtliches Gepäck nur hinderlich ist.

Wie ich sehe, fühlst Du noch Deine Einsamkeit. Nehme sie ruhig und gelassen wahr, bis auch sie sich aufgelöst hat. Das heisst nicht das, was Du jetzt denkst. Wir machen keine leeren Versprechungen. Doch darüber will ich nicht reden. Du merkst ja, wie alles in Dir ruhiger wird und eine grosse Gelassenheit über Dich kommt, das ist der Weg ins Licht. Lieber tapferer Andreas, ein wenig Lob gehört dazu, Du bist auf dem Weg so weit fortgeschritten, ob Du es merkst oder nicht, es ist so. All ? Eins-Sein ist vor und in Dir. Du bist gesegnet und Du wirst geliebt in grossem Masse, denke daran, wenn die kleinen Schatten Dich berühren.

Kerstin: Es ist schön, wie Evide das gesagt hat und ich sehe ihre wunderschöne Schwingung. Der Brief ?meiner? Eltern verrät Dir ihre Gesinnung, er ist wirklich sehr aufschlussreich. Dein Wunsch nach Harmonie ist so tief, dass Du sie in ihrer ganzen Fülle erfahren wirst, das wünsche ich Dir aus tiefstem Herzen. Gelitten hast Du genug. Und die Freiheit, die Evide erwähnte, die habe ich mein Leben lang gesucht. Jetzt stehst Du ihr näher und wirst sie erleben dürfen. Aus dem Leben fliehen oder davonlaufen bringt keine Freiheit. Das sage laut, allen die es hören wollen. Wenn Du diese Freiheit erlebst, vergiss nicht, mich zu besuchen, wenn Du magst. Ich liebe Dich!


22. Mai 97 - 7.00 Uhr

Andreas: Kerstin, ich habe über Deine letzten Worte nachgedacht. Wenn ich diese Freiheit erlebe, sollte ich nicht vergessen, Dich zu besuchen. Hast Du Dich noch immer nicht von Deinem Erdendenken befreit, Opfer spielen zu wollen, um dann auch noch stolz darauf zu sein? Dein Selbstmitleid nützt niemandem, schon gar nicht Dir. Du verstehst nicht? Gut Kerstin, ich werde Dir jetzt etwas erläutern, das Du anscheinend noch nicht verstanden hast. Warum solltest Du diese Möglichkeit der totalen Freiheit nicht haben? Sie steht doch allen offen - allen. Das würde heissen, dass Du immer noch an Schuld und Sühne festhältst. Also, Du lebst aus meiner Sicht jetzt in grösserer Freiheit als ich, weil keine Ahnungen oder Schatten Deine Sicht beschränken, wie hier auf Erden. Du kannst Dir natürlich die Augen verbinden mit Gedanken von Schuld und Strafe, aber dann tust Du das und das ist deshalb nicht einfach so. Sicher ist das Gefühl von Freiheit auf dieser Erde gewaltiger, weil der Wechsel von gefangen und frei hier viel stärker empfunden wird, in dieser dualen Welt. Nur weil Du auf Deiner Suche nach Freiheit, diese Erde verlassen hast als Mensch, wird das doch nicht bestraft. Du strafst Dich selber durch die Einschränkungen, die Du Dir auferlegst. Du suchtest die Freiheit, irgendwo, darum wurde Dein Suchen auch nicht erfüllt, wie Du jetzt siehst. Flucht wird nicht mit Freiheit belohnt, sondern mit der Erkenntnis, oder der Möglichkeit herauszufinden, was die Ursache dieser Flucht war oder ist. Wenn Du dies also erkennst und annimmst, dann hast Du doch dieselbe Vorstellung einer Freiheit wie auf Erden. Die Geistigen Gesetze, sind nicht verschieden, sie kommen überall zur Anwendung. Kerstin, was ich hier auf Erden tue, ist nichts anderes als diese Freiheit zu erkennen, nach der ich mich genauso sehne wie Du und alles abzulegen, was mich von ihr trennt. Aber mein Leben behalte ich, weil ich diese Früchte geniessen will. Gekämpft und in die Irre gegangen, gelitten und geweint habe ich genug. Also will ich diese Früchte jetzt mit den selben Sinnen erfahren, die mich auch den Schutt erleben liessen. Wenn gesagt wird, dass in der jenseitigen Welt nicht mehr dieselben Möglichkeiten bestehen wie auf Erden, ist damit doch nur gemeint, dass die Versuchungen - was man darunter auch immer verstehen mag - hier grösser sind als drüben, wo es diese Angriffe von aussen nicht mehr im selben Masse gibt. Die Angriffe von innen bleiben dieselben. So besteht doch die Gefahr, dass die dahin Gekommenen diesen Zustand der Ruhe, des Friedens, äusserlich als Paradies betrachten und sich nicht mehr weiter bemühen, die Stufenleiter weiter zu erklimmen. Sie fühlen sich wohl und Zuhause, weil alles Kämpfen und alle Enttäuschungen scheinbar ein Ende gefunden haben. Dort, wo Du lebst, ist nicht das Paradies. Sicher ist es paradiesischer als hier auf Erden, rein äusserlich gesehen. Willst Du Dich denn von dieser Äusserlichkeit blenden lassen und kümmerst Du Dich nicht wie es in Dir aussieht? Dein Ringen geht doch weiter, weil es mit der Umgebung, in der Du lebst, nichts zu tun hat. Das Paradies ist in Dir, es kann nur in Dir selbst gefunden werden, unabhängig von äusseren Umständen. Wohlig gebettet sein, heisst noch lange nicht, sich auch wohl zu fühlen. Du tust es nicht, sonst wäre Deine Sehnsucht nach Freiheit nicht vorhanden. Du wirst diese Freiheit erkennen und wir werden uns gemeinsam besuchen. Ich habe keine Lust, Dich als Patientin im Seelenspital besuchen zu kommen. Ich werde Dir in dieser Freiheit begegnen. Es ist wie zu Beginn unserer Beziehung auf Erden. Am Anfang war das Verstehen, dieselben Gefühle, die als Reflektion zurückkamen, Dein Wunsch nach Befreiung, usw. Bis dann der Alltag kam und der Reiz des Neuen, Unbekannten abgeklungen war. Dein grosser Irrtum war nicht, in Dir diese Harmonie erzeugen zu wollen, sondern sie von den äusseren Umständen abhängig zu machen. War das Wetter schön und warm, fühltest Du Dich frühlingshaft, war es kalt und regnerisch, sehntest Du Dich nach dem Süden - statt anzunehmen was ist und die Ruhe und den Frieden in Dir zu nähren. Diese Ent - Täuschung musste ja zur Frustration führen. Doch das weisst Du inzwischen sicher besser. Ich war nämlich nicht verantwortlich für Dein Wohlergehen oder Deinen Frieden und genauso wenig für das Wetter.

Du bist, was Du sein willst im mächtigen Reich Deiner Seele. Ein Bettler, ein König...

Nimm endlich die Scheuklappen von Deiner Seele und erwache zur Freiheit, zum Licht, ich liebe Dich und zwar als das Wesen das Du bist, nicht als das was Du scheinst. So habe ich Dich immer geliebt, Du Traumtänzerin....

Kerstin: Liebster, Du hast recht, wir werden uns in Freiheit begegnen. Ich danke Dir, dass Du mir restlos die Augen geöffnet hast. Ich liebe Dich!


Abend

Andreas: Es bewegt sich einiges: Der Brief von Helena, das Telefonat und ihr Besuch nächste Woche. Ich lasse alles in Ruhe auf mich zukommen und finde es gut so. Die Parallelen zu Kerstin sehe ich wohl: Stier und Krebs. Kerstin, ich hoffe, ich war nicht zu heftig heute morgen mit meinen Aussagen, aber sie sind mir ernst.


21.00 Uhr

Evide: Sei gegrüsst Du Aufdecker der Rätsel, die keine mehr sind, wenn sie erst sichtbar gemacht werden. Kerstin ist in Klausur und denkt sich frei, spürt den Geruch der Freiheit und es bewegt sich einiges, nicht nur bei Dir. Andreas, Deine Aussagen waren gut und nötig und sie hat es verstanden. Die Lichter sind angezündet, sie kann sehen.

Deine Erwägungen, uns nicht über Helena zu befragen, lasse ich Dir - nur stimmt es nicht, dass ich Dich deswegen auslachen würde. Aber gehe und lass? alles auf Dich zukommen, das ist richtig so. Du hast diese Frau wahrgenommen und ihre Lebenslinie erkannt. Ich wünsche Dir eine schöne Begegnung. Du merkst ja selbst, dass Du immer mehr Fragen selber beantworten kannst. Der Weg der Freiheit ist auch der Weg der Selbstän-digkeit. Sei gesegnet mit allem was edel und fein ist und den Frühling in Deine Seele einziehen lässt. Mögen die Blumen, die daraus erwachsen, vielen Weggefährten zur Freude gereichen, Du bist ein guter Gärtner. Ich habe grosse Freude und umarme Dich mit meiner Liebe!


23. Mai 97

Andreas: Guten Morgen schöner Tag! Ich habe wieder etwas wichtiges gelernt: wenn ich bei einem anderen Menschen etwas intuitiv wahrnehme, behalte ich es in Zukunft für mich. Nur wenn nötig oder erwünscht, gebe ich es auch nach aussen. Die Leute erschrecken nur und ich werde ihnen unheimlich. Ramtha sagte: wenn es wird, behalte es für Dich, rede mit niemandem darüber. Ja das stimmt - und ich halte mich daran. Ich brauche mich den Leuten nicht interessant zu machen, ich bin es, doch die Menschen sollen das selber erkennen. Kerstin, wie geht es Dir?


7.05 Uhr

Kerstin: Liebster, mir geht es besser denn je. Ich habe tatsächlich meine Scheuklappen abgelegt und mein Leben ist mehr als nur farbig. Du hast mir die Tore geöffnet bzw. zeigtest mir, wo die Schlüssel dazu sind. Ich habe sie wirklich immer aussen gesucht und deshalb nicht gefunden. Sie sind in mir. Auch Du erkennst Dich immer besser und klarer und es stimmt schon, behalte diese wertvollen Juwelen bei Dir, die Menschen, denen Du nicht egal bist, werden den Glanz schon wahrnehmen. Aber sie können hinschauen, wann sie wollen und bleiben so frei. Du hast es nicht nötig, Dich zu präsentieren, denn Du bist so wertvoll - das liegt in Dir, lasse es einfach leuchten.

Du bist nicht bei der Sache, Deine Gedanken gehen spazieren und Dein Geist probiert seine Flügel aus. Es ist gut so. weisst Du, ich erkenne, dass diese Liebe viel umfassender ist, als ich sie je geahnt oder gespürt habe. Sie ist wirklich das grösste! Liebes Du, einen feinen Tag!

Andreas: Eine neue Phase hat begonnen. Grundlegendes hat sich geändert. Ich kann es noch nicht im Detail benennen, aber ich spüre es. Wie die Sonne am Morgen, bevor sie sichtbar wird am Horizont. Neue Horizonte, neue Begegnungen, andere Werte, mehr Freiheit, mehr Durchblick. Ich habe erkannt, dass alle Fragen nach dem Warum nicht irgendwo sondern in mir sind.

Heute Abend feiert Nathan seine Verlobung und ich bin eingeladen. Ich freue mich auf alles, was noch wird. Vielen Dank für alle Hilfe, alle Liebe und Begleitung, die ich erleben und erfahren durfte!

Im Erdendasein klingt ein Lied
ein neues, das in Wiederkehr
einzuschwingen, was uns Lieb
was uns Heimat immer schon.
Hörst du, der Lichter feinen Ton?


9.00 Uhr

Evide: Denkst Du, es war selbstlos ... Du hast Dir das alles selber erworben. Früchte ernten ist nicht an die Jahreszeiten gebunden, sondern eine Frage der Reife. Ich Grüsse Dich, suchende Seele, mit dem Kuss der Antwort. Evide.

Ich Grüsse Dich suchende Seele!
Ich spüre Dein Drängen
ich weisst um Dein Wachstum.
Du aber fühlst nur
die brennende Sehnsucht
und streckst Deine Hände
nach Wunder und Zeichen,
wie Bäume im Frühling
die grünenden Zweige.
Doch Wunder und Zeichen
sie gleichen den Blüten,
sie sind nur Entfaltung
und letzte Vollendung
der heiligen Kräfte
des inneren Werdens.
Ich weisst um Dein Wachstum,
ich sehe Dich blühen
und weisst, wem die Früchte
gereicht werden sollen.
Ich Grüsse Dich, suchende Seele!

Kerstin: Auch ich schliesse mich an und will Dir etwas schildern: Dein Aufblühen gleicht einem Feuerwerk, Du kannst auch das Bild von einem blühenden Apfelbaum nehmen, es sprühen Farbreflexe in alle Richtungen, und alles ist umflammt von einem hellen weissten Licht, das über diese Ebene hinausleuchtet, wo ich mich befinde. Aber und das ist das unfassbar grosse, es zieht mich mit, es lässt mich über diese Ebene hinauswachsen. Es wird Liebe genannt! Liebster, ich schweige jetzt und schwinge mit Dir in die Unendlichkeit!


25. Mai 97

Andreas: Der Abend mit der eigenen Familie war schön. Mit der Familie von Stefanie kann ich nichts anfangen, zu eng, zu fromm und zu fixiert auf?s Missionieren. Mein Eindruck ist, dass ich dem Bild, das wahrscheinlich Nathan von mir gemalt hat, überhaupt nicht entsprochen habe. Sie waren immer auf Streitgespräche, über den Kreuz-Christus-Sünden-Vertilger gefasst, die kamen aber nicht, weil ich es zusehends sinnlos fand, die Zeit damit zu vergeuden. Wir, d.h. die Kinder und Veronika, hatten immer sehr anregende Gespräche, die anderen schwiegen die meiste Zeit. Obwohl ich nicht generell der Ansicht bin, dass ein Gespräch nicht möglich gewesen wäre, denn es lag zu viel unausgesprochen in der Luft, so haben sie sich selber verboten, es zum Ausdruck zu bringen. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis Nathan aus dieser engen Sicht erwacht, die er sich selber aufgebürdet hat.

Der Besuch von Kerstin um 21.10 Uhr war prima, besten Dank dafür.


10.20 Uhr

Kerstin: Mein Liebster, das war ein Abend - aber sehr wichtig für viele. Du wurdest sehr genau beobachtet, aber Dein Handeln und Dein Sein waren auch prima. Da brodeln selbstinszenierte Vulkane und wehe, wenn die einen Weg zum Ausbruch finden. Da sind viele Fragen, auf die die Antworten der Bibel nicht mehr von allen akzeptiert werden. Du kannst die Kerkermauern spüren, sie fühlen sich unwohl und wissen nicht, weshalb. Obwohl es doch auf der Hand liegt. Der Gesprächsstoff, auf den sie vorbereitet waren, kam nicht zustande. Und was bleibt da noch? Über das Leben reden - das haben sie ja aus den Händen gegeben und ans Kreuz genagelt. Die armen Sünder kommen ja in den Himmel und empfangen die Glückseligkeit, nach der es ihnen gelüstet, um danach wiederzu-kommen, nur damit sie dann das Leben leben. Ich habe so einen Kreuz-Himmel erlebt und gesehen. Dieser eitle Sonnenschein, scheint eher einer Stallaterne zu gleichen statt dem Sonnenlicht. Da wurden Predigten gehalten, jeder für sich selber, das war eher traurig als komisch. Neben dem Lebensstrom in frommer Eintracht zu verdursten und es nicht zu merken, ist ein trauriges Los. Viele von ihnen waren früher wüste Barbaren und die selbst auferlegte Disziplin ihres Glaubens ist ein Ausschlagen des Pendels auf die andere Seite. Aber lassen wir das, Du kennst das ja, Andreas. Dein Tag wird wunderbar und das Hören und Wahrnehmen Deiner selbst schafft Dir Frei- und Gestaltungsspielräume. Du erkennst sie wohl. Allen Glanz der Sonne und des Geistes für Dich. Ich freue mich und umarme Dich, weil ich so gerne mit Dir bin!


26. Mai 97

Andreas: Diese Woche beginnt ja grossartig, wenn ich weiter solche guten Einfälle habe, wird es schön werden. Habe den Witwer Albert Klauser angerufen, weil er am Montag immer seinen Problemtag hat. Ich habe ihn eingeladen, hierher zu kommen und er kommt. Ich habe Helena einen schönen Wochenanfang gewünscht und sie freute sich. Die einen bekriegen sich und ich möchte die Menschen ?belieben?. Ja, ich wünsche mir eine neue Zeit mit Liebe, Freude, Glück und Frieden. SO SEI ES!

Evide: Keine neue Zeit, keine Zeit, zeitlose Liebe, zeitloses Glück, allen Frieden und alles Reine, Helle und Klare, wünsche ich Dir, mein lieber heimgekommener Andreas! Du kannst den Menschen wirklich Freude bereiten und sie in ihrer Seele berühren. Aber das konntest Du schon immer gut. Das Resultat war nicht immer nur Freude, aber Berührung der Seele ist wichtig. Du bist zu einem Dimensionen-Surfer - neues Wort und sehr „in“ - geworden. Siehst Du, ich halte mich auf dem Laufenden. Dimensionen-Gleiter - doch das ist ein wahres Wort, weil es dem nahekommt, was jetzt bei Dir stattfindet. Du willst Dir Helena als Bild vorstellen - mit Esther als Vergleich liegst Du nicht schlecht. Aber lasse Dich überraschen. Mein Lieber, aller Segen des Lichtes ruhe auf Dir und umfasse Dich mit der Liebe, die Antwort auf alles und jedes!

Kerstin: Ich schliesse mich allem an, was Evide Dir wünscht. Mit dem Vergleich Esther-Helena kann ich mich nicht ganz einverstanden erklären, aber ich kannte Esther ja früher nicht. So, wie sie heute ist, finde ich wenig Übereinstimmung. Aber das meinte Evide wahrscheinlich nicht. Du wirst es ja bald selber sehen. Ihr versteht euch ja gut und fein sieht sie ja aus. Ob Du es auch so empfindest? Deinen Geschmack kenne ich zu wenig. Was die Ehrlichkeit betrifft, da weisst ich Bescheid und da stimmt es sehr gut. Einen feinen und liebevollen Tag. Ich liebe Dich mit allen Poren meines Seins. Liebe die Menschen und gebe so Dein Licht weiter,
damit es hell wird auf Erden!


27. Mai 97

Andreas: Guten Morgen, schöner Tag. Ein etwas eigenartiges Gefühl ist in mir. Was es mir sagen will, weisst ich nicht so genau. Änderung, Abschluss, Abschied, Neues, Ungewohntes - alles ist darin enthalten. Ich glaube, ich fahre heute schon in den Jura - ja, ich fahre in ein anderes Blau...


6.40 Uhr

Kerstin: Mein Lieber, geniesse Deine Freiheit! Ich verstehe Dich so gut, und Du fährst ja nicht alleine! Es sind Veränderungen, die Dir gut tun, und neue Horizonte anbrechen lassen. Freue Dich und feiere Dein Leben als ein Fest. Umarme alles in liebevoller Verbundenheit!


30. Mai 97

Andreas: In meinem Leben ist eine Wende eingetreten, für die das Wort wunderbar nur ein schwacher Ausdruck ist. Diese an Liebe reich erfüllten Tage bei Helena, dem Sonnenschein, berühren meine Seele auf eine Weise, für die es keine Worte mehr gibt. Alles in mir schwingt. Mein Herz ist ein weiter Weltenraum geworden mit unendlicher Ausdehnung. Diese Liebe strahlt auf alles aus und verbindet sich mit dem Ursprung allen Seins! Diese Fülle ist so rein und tief und so unendlich. Wenn Seelen sich auf diese Weise in dieser Melodie berühren, steigt eine Ahnung auf, woher ich komme und wohin ich gehe. Diese Worte von Drüben sind alle wahr und diese Überraschungen, von denen gesprochen wurde, sind wahrlich nur ein Teil dessen, was am Entstehen ist. Das, was den ganzen Kosmos durchflutet und alles am Leben und Schwingen erhält, ist bei mir angekommen und zieht mich mit ins Unendliche hinein, lässt mich eins werden mit allem. Es ist an keinen Menschen gebunden, obwohl durch einen solchen ausgelöst. Es ist frei, unendlich frei! Diese wunderbare Frau, die sich ihrer Tiefen, ihres Wesens, erst bewusst wird, dieser Frau bin ich über alle Zeiten hinweg durch die Liebe verbunden. Ob unsere Wege auf Erden zusammenführen, spielt letztlich keine Rolle. Die Veränderungen sind geschehen und bleiben, die gelebte Liebe bleibt, mein zartes Fühlen bleibt. Ich habe diese Helena wohl als Engel erkannt und irre mich nicht. Euch, liebe Begleiter meines Lebens, aus tiefster Seele meinen Dank!


12.50 Uhr

Kerstin: Mein liebes Du! Das, was Dir widerfahren ist und was noch alles kommen wird, ist erst der bescheidene Anfang in Deiner neuen Dimension. dass solch eine Zartheit in Dir ist, wusste ich nicht, wie so vieles andere auch nicht. Doch sie ist da und beginnt sich zu entfalten, wie die Blätter einer Rose! Das, was Helena, die wahrlich ein Engel ist, in ihrer Umgebung anders empfindet, wurde durch euere Liebe so umgestaltet. In dieser Frau sind Saiten angeschlagen worden, die all ihre Wünsche und Träume als ein Schatten verblassen lassen. Diese Seele ist so reich, so frei und so unendlich gross!

dass mein Weggehen von dieser Erde solch einen Segen auslösen würde, wusste ich nicht. Ich wusste nicht einmal, dass es sowas gibt. dass dieser wahre Himmel auf Erden möglich ist, das weisst ich jetzt. Euer Frieden, Eure Freiheit hat sich auch auf mich übertragen, in einem Masse, das für mich unfassbar ist.

Du bist und bleibst für mich der Auslöser dieser tätigen Liebe. Meine Schwermut ist fort, ich bin befreit davon. Andreas, Liebster, ich bedanke mich bei Dir. Worte können das nur schwer ausdrücken, aber die Taten werden folgen. Du wolltest Glücksgefühle, Du wolltest Liebe erfahren, Du wolltest tiefen Frieden, der Dich in Deinem ganzen Sein erfüllen und durchströmen sollte, Andreas, alles ist wahr geworden. Und Du wirst es zum Segen der Menschen verwandeln. Dein Ort der Begegnung wird wahr werden mit allem, was der Himmel, der sich Dir öffnet, zu geben hat. Ich liebe Dich über alle Zeiten hinweg.


31. Mai 97 - 21.40 Uhr

Andreas: Besuch von Helena. Ich wollte eigentlich nicht fragen, aber tue es nun doch. Ist Helena mir deshalb so nahe, weil unsere Seelen sich berühren, oder weil sie diese Stier-Ähnlichkeit hat?

Evide: Du liebst sie doch, kannst Du diese Frage somit nicht selber beantworten? Andreas, ich weisst, was Du meinst. Diese Frau birgt die selbe Tiefe in sich wie Du und sie ist auf dem ähnlichen Weg, wenn sie sich auch anders ausdrückt. Wenn sie alles zulässt, ohne zu sehr einzugreifen mit ihren noch vorhandenen Wünschen, wird sie erwachen und ihre Seele wird zu fliessen beginnen, das waren ihre Worte am Telefon. Sie muss selber spüren, dass ihre Angst, die Freiheit, die sie glaubt zu haben, durch Dich nicht eingeschränkt wird, sondern dass eher das Gegenteil der Fall ist. Es soll nun alles von ihr selber ausgehen, du hast das Deine getan.

Erweckt hast Du Deinen Engel.
Verharrt sie im Alten, so bleibe bei Dir.

Es gibt nichts wovor ich Dich warnen müsste, weil Du selber beobachten kannst und dies auch tust. Es ist das Los der Menschen, dass sie nicht alles sehen oder wahrnehmen wollen, in der Meinung, vorsichtig zu sein. Vielmals gehen sie so an den wertvollen Dingen, die ihnen Antwort sein könnten, vorbei. Ich werde hier nicht eingreifen, das ist nicht meine Aufgabe. Dich zu begleiten, ist das, was ich tue und davon weiche ich nicht ab. Du bist genug erwacht, um selber das Richtige zu tun. Den Segen, den Du ausbreiten willst, wirst Du weitergeben. Eine Gemeinsamkeit der Wünsche und des Wollens ist vorhanden, es reicht aus, um ein Team zu bilden und dem Wachsen sind ja keine Grenzen gesetzt, ausser die, die ihr selber zieht. Du hast eine tiefe, echte Liebe erfahren. Du bist gesegnet und somit Helena auch - nimmt sie ihn an, Andreas, dann.
Ich Grüsse Dich und verstehe Dich innig!


1. Juni 97

Andreas: Ein tiefes Gefühl der Einsamkeit hatte mich kurz im Griff. Diese Einsamkeit, die mich mein Leben lang begleitete, trotz Beziehungen und Menschen um mich. Es machte mir bewusst, dass ich diese Einsamkeit gewollt habe, um mich zu finden. Aber es wird mir auch bewusst, dass, solange ich etwas will, ich meinem Erwachen im Wege stehe. Alles zuzulassen und es nicht verändern oder verdrängen zu wollen, bringt mein wahres Sein ans Licht. Ich merke, dass ich mich auf Neuland bewegen lernen darf... Kein Mensch kann meine Einsamkeit stillen, das kann nur ich selber. Ich finde es wertvoll und bereichernd, wenn ich mich mit Helena austauschen kann. Auch wird mir immer klarer, dass ich als letzte grosse Übung diese Gemeinschaft, dieses Miteinander von Mann und Frau leben will. Diese Erfahrungen fehlen mir noch. Ich bin zu lange ausgewichen, aber jetzt steht es an und ich freue mich auf die letzten Meilen meines Wegs auf Erden. Meilen mit einem Du...!

Kerstin: Liebster Andreas, Dein Du versteht Dich und wünscht Dir alles, was für den Abschluss Deines Weges Dir zum Segen gereicht, Dich segnend begleitet. Die Kerstin von der Erde hätte das nicht geschafft, es wäre mir nicht möglich gewesen, das zu verstehen. Heute weisst ich das sehr genau. Doch ich konnte Dich darauf vorbereiten, obwohl mir das nicht bewusst war. Es war meine Seele, die da durchkam, da sie wissend ist. Liebster, ich Grüsse Dich und trete jetzt zur Seite, um Evide das Wort an Dich zu überlassen. Ich freue mich an Deinem Finden und Annehmen dieses Wegs, der Dir noch so viel unfassbar heiliges Geschehen bringen wird. Ich liebe Dich!

Evide: Andreas, Du hast den wichtigsten Punkt Deines Problems mit der Gemeinschaft, des Wunsches nach einem Miteinander, erreicht. Dieser Punkt heisst: im vollen Vertrauen alles loszulassen. Deine Seele kann dann ungehindert die Führung Deines Lebens übernehmen. Das getrennte Gehen Deiner Leben, unterteilt in Kopf, Herz und Seele wird somit beendet. Es gibt nur noch die Einheit der Seele und des Geistes. Der Geist als Träger des Lebens, die Seele als Vermittler auf der Erdenebene. Dieses einheitliche Leben erfordert kein Wollen mehr im Sinne von Planung. Dein Wunsch nach Einheit, half Dir bis jetzt, diesen Weg nicht zu weit zu verlassen. Dein Sehnen nach Harmonie führte Dich durch alle Traurigkeit und Verlassenheit unfehlbar an diesen Punkt, an dem Du Dich jetzt befindest.

Du hast gerade über das Mandala gelesen: Mandala heisst Kreis. Jeder Kreis hat eine Mitte und diese Mitte ist das Ziel. Die Mitte eines Kreises ist ein Punkt. Ein Punkt hat weder Dimension noch Ort. Er gehört einer anderen Seinsebene an. Darum wird das Mandala auch Seelenbild genannt.

Diesen Punkt, der weder Ort noch Dimensionen kennt, meine ich. Der Wechsel in diese andere Seinsebene ist dann vollzogen, wenn das Wissen, das aus Erfahrungen schöpft, das ?nur Glauben? ersetzt hat. Was Dir jetzt noch unverständlich ist, wird zur völligen Klarheit in den nächsten Tagen. Kümmere Dich nicht mehr darum, es ist geschehen im Sinne von: SO SEI ES!

Noch ein kleiner Hinweis zur Freude Deines Herzens. Die Zugfahrende, Zurückkehrende befindet sich am selben Punkt. Du wirst es erleben, und von ihr hören. Der Segen wurde von Dir aufgenommen und deine Seele weisst genau, wie damit umzugehen ist. Überlasse Dich ganz ihr. Andreas, so offen wie Dir nun alle Wege sind, die ins Licht führen, so bereitwillig wird auch Dein Wunsch nach Harmonie in Erfüllung gehen. Ich freue mich und liebe mit Dir diesen wunderbaren Menschen auf Deinem Weg!


2. Juni 97

Andreas: Ich habe den Gruss und Dank von Helena an Evide ausgerichtet. Wenn es etwas an sie mitzuteilen gibt, so bitte ich darum. Ihr seht mein Herz und wisst, wie ich es meine. Kerstin, Dir möchte ich noch sagen, dass die Sache mit Deiner Familie für mich abgeschlossen ist. Ich werde mich nicht mehr darum kümmern. Unser gemeinsames Wachsen geht ja ungeachtet dessen weiter und ich denke, wir haben grosse Schritte zusammen gemacht. dass Du mich auf das Nachher vorbereitet hast, sehe ich auch so. Ich denke nicht, dass alles unbewusst geschehen ist, vielleicht konntest Du es nicht so formulieren, dass ich es begreifen konnte, aber das lag nicht an Dir allein. Wenn ich Dir keine Liebeserklärungen mehr mache, heisst das nicht, dass ich nicht mehr so für Dich empfinde, nur ist dieses Gefühl unaussprechlicher, tiefer - eben transformiert. Liebeserklärungen sind für diese Erde bestimmt und nicht für die Ebenen, in denen Du Dich befindest. Dort drückt sich das Fühlen, Sehen und Erkennen anders aus. Doch wem sage ich das... Was mich wundert, ist: Was geschieht in den Nächten, in denen ich schlafe, zwischen uns? Unsere Kontakte sind ja nicht durch Helena eingeschränkt, das hat ja nichts miteinander zu tun ? nehme ich wenigstens an. Oder täusche ich mich? Ich gäbe einiges darum, Dich von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Würde ich Dich wohl noch erkennen? Mit meinen geistigen Augen sicher, aber mit meinen irdischen? Ich hatte in den letzten Tagen ein Bild von Dir gesehen und das war wunderschön. Siehst Du, die Liebeserklärung ist doch noch nicht gestorben.

Kerstin: Liebster - wenn ich Dich so anrede, ist das keine Liebes-erklärung, sondern eine Tatsache. dass ich Dich liebe, brauche ich Dir nicht zu erklären. Zum Thema Liebe ist soviel Sprachsalat im Umlauf auf der Erde, dass es besser wäre, weniger über sie zu reden und stattdessen mehr zu leben. Gelebte Liebe wird spürbar, fühlbar und dazu braucht es keine schmachtenden Worte, die doch das Wesentliche nicht ausdrücken können. Das Wesen der Liebe ist zu unfassbar. Du bist mein Liebster und ich rede Dich gerne so an. Wenn es Dich störte, würde ich es unterlassen, aber wie ich erkennen kann tut es das nicht.

Gruss und Dank von Helena sind angekommen, doch dazu äussere ich mich nicht. Was Dein Bild von mir betrifft, so hast Du das schon richtig wahrgenommen, ich bin schön geworden und bestimmt liebenswert. Von Drüben zu reden, von den Ebenen, wo ich mich aufhalte, fällt mir nicht schwer, aber besuche uns doch einfach, Du kannst es. Helena steht uns nicht im Wege, warum auch, sie ist ein Wesen, das in ihrer Entwicklung weit fortge-schritten ist und oft auf diesen Ebenen weilt. Sie ist auch sehr medial veranlagt, doch hat sie eine ähnliche Angst davor wie ich damals. Du kannst da einiges bewirken und Du weisst das.

Übrigens der Text, den Du aufzuschreiben begonnen hast über die heute inkarnierten Kinder, ist sehr aktuell und Du liegst richtig in Deinen Aussagen. Deine Ansichten und Erkenntnisse über die Gemeinschaft und Partnerschaft, finde ich grossartig und der Weg ist richtig. So lernt man mit den Erfahrungswerten im täglichen Dasein umzugehen, um keine Missver-ständnisse mehr aufkommen zu lassen. Einen ähnlichen Weg beschreiten auch wir, die noch nicht lange drüben sind. So lassen sich Illusionen am effektivsten abbauen und neue vermeiden. Denn auch wir sind noch nicht frei von Illusionen, weil uns das Wissen fehlt oder noch mangelhaft ist. Wissen ist der Schlüssel, um jeglicher Illusion die Nahrung zu entziehen. Dein Wissen nimmt stetig zu und das ist ein grosser Segen. Andreas, ich habe die Frage, die Du bezüglich Helena gestellt hast schon mal beantwortet, sie steht unseren Begegnungen und unserem Wachstumsprozess auf keinen Fall im Wege.

Evide deutet mir an, dass sie sich heute nicht bei Dir melden wird, weil Du Informationen von anderer Seite bekommst. Sie hat Dir Antworten versprochen und die erhältst Du damit. Sicher ist Helena ihr nicht unbekannt, aber mache Dir selber Deine Gedanken über sie. Ich ziehe mich wieder ein wenig zurück, um Dir den Abend frei zu lassen. Ja, Ruth ist noch da und lässt Dich Grüssen. (Anmerkung Andreas: Ich hatte kurz an Ruth gedacht und mich gefragt, wie es ihr wohl ergeht). Sie findet es nach wie vor sehr spannend bei Dir zu weilen. Liebster, einen feinen Abend und alle Schönheit des Seins für Dich, als ein Blumenmeer der Freude!


3. Juni 97

Andreas: Kerstin, wusstest Du, dass Helena mein geistiges Du ist, oder hast Du es auch erst gestern erfahren?


7.45 Uhr

Kerstin: Mein Liebster, ich wusste es nicht, aber ich ahnte es. Ich habe oft Evide beobachtet und daraus abgeleitet, dass etwas vor dem Abschluss stand, im Zusammenhang mit Dir. Doch das ändert ja nichts zwischen uns, ob Bruder oder Partner, verbunden sind und bleiben wir. Ich war ja nicht auf der Suche nach meinem anderen Teil, so wie Du und daher steht das bei mir noch nicht an. Mein anderer Teil hat mit der Erde schon lange nichts mehr zu tun, so vermute ich wenigstens. Meine Aufgaben, die ich auf der Erde hatte werden mir jetzt klarer und ich kann meine Unlust dort zu leben jetzt besser verstehen. Aber das ist ja vorbei, Du hast den Weg zurück gefunden und mit Dir werden noch einige mitziehen, nicht nur Helena. Wir reden ein andermal weiter, wenn ich klarer sehe. Ich liebe dich - und alles erdenklich Edle fliesse Dir zu.


Abend

Andreas: Ich war bei Heinz und möchte gerne wissen, ob ich Euch Fragen zu seinem Leben stellen kann? Habt Ihr Kontakt zu Elisabeth? Wie steht es mit der Frau mit dem Kind - die auch Helena heisst - und Heinz?
Ich vermute etwas ähnliches wie mit Helena und mir ...


20.35 Uhr

Kerstin: Liebster Andreas, Elisabeth ist in der Nähe, will sich aber nicht mehr mit der Erde und ihren Bewohnern befassen. Sie hat genug davon und freut sich jetzt am Frieden und der Schönheit hier. Sie ist im Moment noch der Ansicht: Die da unten sollen sich selber helfen, aber meint es nicht böse. Vielleicht ist da noch eine gewisse Verbitterung vorhanden. Doch mit Dir würde sie sich gerne unterhalten, aber das später. Sie schickt Dir liebe Grüsse und freut sich an dem, was ich ihr über Dich und Deinen Weg erzählt habe. Heinz kann seine Fragen gerne stellen, aber sie müssen von ihm selber kommen. Zu der Partnerin von Heinz kann ich nur sagen, es ist nur in einer gewissen Weise ähnlich, aber nicht dasselbe wie mit Euch beiden... Denn das ist selten, dass es zu so einem gemein-samen Abschliessen kommt und es kommt dazu, warte es ab.

Die Zeit ist noch nicht reif für mediale Durchgaben für die Öffentlichkeit, mit Dir als Medium. So etwas wächst heran und Du wirst laufend unterrichtet, wie, was und wo es weitergeht. Ich möchte in diesem Zusammenhang Helena nicht vergessen, denn sie trägt das ihre dazu bei - Du wirst es schon sehen und erkennen. Bei ihr ist sehr viel in Bewegung, was bei Dir schon abgeschlossen ist. Für sie ist es nicht so einfach, weil ihr Dein Wissen fehlt. Und dann kommt noch dazu, dass Helena keine halben Sachen macht. Ich lasse dich jetzt, damit Du mit ihr zusammen weitere Erfahrungen machen kannst. Du wirst noch staunen, was da aus der Tiefe aufsteigen und Euch bewusst werden wird, freue Dich! Einen feinen aufmerksamen Abend wünsche ich Dir!

Andreas: Evide, stimmt das alles, was Du mir gesagt hast? Ich werde Dich nie mehr so etwas fragen, aber ich zweifle zutiefst in mir, das ist meine Not.

Evide: Andreas, schreibe: Was ich Dir je gesagt habe, was ich für Dich bin, was meine Aufgabe ist, ist in allem die reine Wahrheit. Der Ursprung allen Seins ist mein Zeuge. Andreas, ich liebe Dich und verstehe Dich zutiefst. Ich verstehe Deine Zweifel an mir, an uns. Doch Du musst selber diese Zweifel ausräumen - ich kann es nicht. Deine Verzweiflung wegen der Seele, die ebenso die Deine ist, ist grundlos. Ich bleibe dabei, ich werde nicht eingreifen, nicht weil ich es nicht darf, nein, weil ich es nicht kann. Nicht einmal Gott kann das.

Mit dem Segen der Erkenntnis, des Wissens um die Wahrheit, soll sich der Fluch des Unwissens, der Täuschungen, der Illusionen auflösen, jetzt und hier. SO SEI ES! Evide, die Mutter, die Dich über alles liebt - über alle Zeiten hinweg. ES IST SO!


4. Juni 97 - 8.15 Uhr

Andreas: In dieser Nacht war ich in einer Schulung, die teilweise recht komisch war. So befand ich mich zum Beispiel in einer Therapie, in der ich massiert wurde und ich mich gleichzeitig unterhalten sollte. Die Frau, die mich behandelte, stockte jedoch immer wieder in ihrer Arbeit, bis ich sie fragte, was los sei. Ihre Antwort war, Ich stünde unter Alkoholeinfluss - ich hatte zuvor einen Besoffenen umarmt und seine Fahne auf mich übertragen - und sei daher nicht ich selber, so wolle sie nicht mit mir reden. Ich klärte den Sachverhalt auf. Wie es dann weiterging, weisst ich nicht mehr.

Ich fühle mich heute morgen irgendwie erschöpft. Das hat bestimmt mit dem Auflösen meiner Illusionen zu tun. Liege ich richtig?

Evide: Ja, lieber Andreas, Du liegst richtig. Es ist gar nicht so einfach, diese alten Strukturen bei Dir aufzulösen. Welche Steine liebst Du am wenigsten bei Deiner Arbeit? Diese Strukturen, um die es sich da handelt, sind noch um einiges widerspenstiger und härter. Doch Du bist nicht der Einzige, dem es so ergeht. Sie ist weise, weil sie es erkennt. Das Handeln fällt ihr schwer, im Herzen hat sie den Schritt längst vollzogen. Einen Tag voller Freude und Sonne im Herzen wünsche ich Dir! Und auch eine grosse Portion Geduld mit Dir selber! Evide.


Abend

Andreas: Ich habe einen friedlichen Tag Zuhause verbracht und wieder Gedichte geschrieben. Wer stand mir da wohl Pate, sie klingen anders als die anderen. Feierlich, befreiter und harmonischer.


20.40 Uhr

Kerstin: Mein Lieber, weisst Du denn nicht, dass Deine Dichtkunst und Musik eine wahre Freude ist für viele! Du hattest nur nicht die Gelegenheit, sie ungestört ausüben zu können in Deinem jetzigen Leben. Ich bin keine Dichterin, die Poesie liegt mir weniger, das Schreiben schon mehr. Ich habe viele Bücher verfasst in meinen Erdenleben, das habe ich nicht gewusst. Ich war sogar einmal sehr berühmt und gefragt, aber den Namen nenne ich nicht. Nur soviel, es war im englischen Sprachraum.

dass Deine Gedichte freier, harmonischer klingen, das ist doch klar. Du bist auf dem Heimweg und dabei nicht alleine, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Jetzt hast Du ja auch die Muse und die Ruhe zum Schreiben. Pflege es bitte weiter, mir ist das ein grosses Anliegen, weshalb, wirst Du schon sehen.

Ich habe Deine Zweifel an uns mitbekommen. Evide hat in ihrer grossartigen Weise und Gelassenheit dazu gestanden, was Wahrheit ist und so konntest Du es jetzt annehmen. Lese doch ihre und meine Durchgaben nochmals zum Thema: Sorgen machen über Deine Existenz. Auch das entspricht der Wahrheit!

Es ist schade, dass Eure Ausstellung nicht mehr Besucher angelockt hat, denn sie ist wirklich etwas besonderes. Es ist gut dass Du Dir deswegen keine Sorgen mehr machst. Eure Arbeiten werden schon noch wahrgenommen als das, was sie sind: edel und von grosser Schönheit.

Richte Danielle einen lieben Gruss aus von mir und von Evide. Ja, Du hast richtig gehört, von Evide auch. Das hat seinen Grund, den ich aber nicht nennen kann, weil mein Überblick nach wie vor etwas beschränkt ist. Andreas, es ist schön mit Dir zu reden und mich mit Dir auszutauschen. Es ist so segensreich, Deine Entwicklung mitzuverfolgen. Ich bin so froh, dass es diesen Weg genommen hat, über einen anderen mag ich gar nicht mehr nachdenken. Andreas, Lieber, einen feinen, stillen Abend, mich würde es nicht wundern, wenn nicht doch noch ein Telefonanruf aus der Nordwestschweiz käme. Ich besuche sie jetzt, um zu sehen, woran sie gerade malt.


5. Juni 97

Andreas: So, Kerstin, was hat sie gemalt? - Diese Nacht war wieder Steineklopfen angesagt ? ich meine damit „Strukturenklopfen“. Ich bin gerädert. Was sind denn das für Strukturen, die sich so schwer ändern lassen. Ich bin doch einsichtig und guten Willens.


5.45 Uhr

Evide: Denke ruhig weiter, du bist auf dem richtigen Weg. Was Du im Geiste aufzählst, sind harte Brocken. Deine Machtlust und der Wunsch zu dominieren und zu herrschen waren über Tausende von Jahren Dein Mittelpunkt. Denke an Deine Liebe für die Illuminatoren (irdische Weltenherrscher)- Du warst einer von ihnen, und das nicht nur einmal. Nimm einmal all das, was Du in diesem Leben auf die Beine gestellt hast, und das nicht oder nur zum Teil erfolgreich war. Nicht wir haben Dich am Erfolg gehindert, das warst Du selber - Deine Seele, die Du ja jetzt wahrnimmst und akzeptierst. Jetzt hast Du diese Machstrukturen umgewandelt und es geht auch da immer leichter. Wie sagst Du in Deinem Beruf so treffend: Die grossen Brocken sind weggespritzt und langsam schält sich die Figur heraus. Es war also nicht nur Dein Versagen, das Dir wenig gelingen liess, was mit der Öffentlichkeit im Zusammenhang stand. Deine Seele schützte sich so, um nicht wieder ins alte Fahrwasser gedrängt zu werden. dass Euerer Ausstellung so wenig Erfolg beschieden ist, hat mit der Endphase Deines Seelen-Streiks zu tun. Es wird sich aber wenden, denn die ursprüngliche Gefahr besteht nun ja nicht mehr und Deine Gefühle und Emotionen können wieder frei schwingen. Die letzten drei Jahre waren eine wertvolle Schulung für Dich, jetzt kann der Erfolg kommen, er wird Dich nicht mehr blenden. Du wirst nicht zum Bettler werden, denn das warst Du lange genug im Banne der Macht und des Mammons. Jetzt wirst Du zum König Deiner Seele und zum Diener Deiner Liebe im wahrsten Sinne des Wortes.

Hast Du heute morgen gemerkt, wie Du hinter die Anfänge von Machtstrukturen gekommen bist im Zusammenhang mit Helena, Frankreich, Deinem Sommer hier und den Folgen des Inserats. Es kommt nicht so, wie Du Dir das jetzt noch vorstellst, es kommt wie es längst fällig ist. Helena hat auch noch granitene Seiten an sich und etwas Steinklopfen schadet da nicht. Angst um ihre Handgelenke braucht sie nicht zu haben, der Abbauprozess geht über andere Wege als über ihre Hände. Diese sind zum Aufbauen, zum Kreieren geschaffen. Und so schwach sind die gar nicht, warte es ab. Ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke wie Ramtha ihre Figur bezeichnen würde - aber das gehört nicht hierher. Einen lustvollen Tag wünsche ich Dir und Grüsse den Besuch von mir. Ich weisst, Kerstin hat das schon gesagt, aber mir ist es wichtig, Du erfährst dann schon noch näheres. geniesse den feinen, stillen Morgen.


8. Juni 97

Andreas: Es ist so vieles passiert übers Wochenende. Helena war da, und es war gut und wertvoll. Es haben Verarbeitungsprozesse bei uns begonnen. Die letzten Schritte sind zu machen, die letzten Haken zu lösen. Es wird licht und hell in meinen Kammern. Die Ausstellung ist zu Ende und somit auch der Weg in Form dieser Galerie. Etwas Neues soll kommen, mehr Sonnenlicht, mehr Klarheit. Ich bin müde und doch freue ich mich darauf!

Kerstin: Ja, mein Liebster, ich bin da! Euer Wochenende hat wirklich so vieles in Bewegung gesetzt. Obwohl ich um die Zusammenhänge weisst, ist es kaum zu glauben, welche Offenheit und welches Vertrauen da zwischen Euch vorhanden ist. dass Du Dein Leben in einer so offenen Art vor ihr ausbreitest und Deine alten Muster so restlos zutage treten können, gesehen und dann weggelegt werden von Dir, das ist grossartig. Du beweist damit Dein grosses Vertrauen ins Leben. Das wiegt alle Zweifel auf. Dieses Vertrauen ist nur zwischen Seelengefährten möglich, weil sie dasselbe sind. Andreas, alles, was Du Dir je gewünscht und erhofft hast, wird sich erfüllen und darüber hinaus noch unendlich viel mehr.

Wunder sind geschehen und Wunder begleiten Deinen, Eueren Weg. Ich freue mich riesig mit Euch und sehe Euer Strahlen, es ist unbeschreiblich, ich bin sprachlos. Andreas, Du bist müde und möchtest alles verarbeiten - ich verstehe das und wünsche Dir eine starke Nacht, in Deinem hellen Geist.
Wir sehen uns noch, bestimmt!
Ich liebe Dich.


9.Juni 97

Andreas: Ich spüre, dass für die nächsten Schritte Ruhe und Beständigkeit vonnöten sind. Die Medialität wird zunehmen, ich spüre das! Wieder ist ein Lebensabschnitt abgeschlossen. Verlust, Trauer, Hoffnung, Liebe, Neubeginn. Der Verlust, die Trauer ist zu Ende. Die Hoffnung ist einem Erkennen, einem Wissen gewichen. Die Liebe wird zur Grundbasis für jeden weiteren Schritt. Etwas Neues entsteht. Daraus wird Beständigkeit werden, aus der dann meine, unsere Arbeit hervorgehen und klare Formen annehmen wird. Es stehen auch noch Begegnungen mit anderen Menschen bevor.

Wird Kerstin weiter mit mir reden und Evide auch? Wer wird dazukommen?
Ist Helena für Durchgaben empfänglich und wenn ja, in welcher Form?

Evide: Es wird Nacht - und das Licht des Morgens scheint nun über Deinem Leben. Ich denke, Du verstehst diese Deutung. Deine Aufzählung ist beinahe vollständig, es sind Kleinigkeiten, die noch fehlen - ich möchte nur die Geduld ansprechen. Und ich werde die Fragen in Bezug auf Helena in diesem Lichte betrachten, weil die Entscheidung bei ihr alleine liegt. Ich respektiere das und übe mich in Geduld, was die Antwort auf Deine Fragen anbelangt.

Kerstin wird weiter Begleiterin bleiben, weil das zu Eurer Aufgabe gehört. Änderungen gehen langsam vonstatten und Du erkennst ja sehr gut, wenn solche anstehen, so wie jetzt.

Meine Aufgabe gebe ich nicht aus den Händen, somit wirst Du weiterhin eine zuverlässige Begleiterin in mir haben. Du sprichst die Beständigkeit an: es ist für uns einfacher, wenn Du in einem ruhigen, klaren Licht Dein Leben baden kannst. Der bevorstehende Transformationsprozess wird ruhiger verlaufen. Damit meine ich, dass ein Wechsel bevorsteht, und dass danach eine gewisse Beständigkeit eintreten wird. Somit wird alles frei schwingen können, ohne störende Einflüsse von aussen. Der Frühling oder auch der Morgen sind Sinnbilder des Erwachens von starken Kräften und diese werden jetzt vermehrt auf Dich einwirken. Nach meiner Sicht der Dinge werden die grossen Veränderungen aufgrund der stetigen Entwicklung, die im Gange ist, nicht mehr so hart ausfallen und nicht so schnell auftreten, wie das noch vor ein paar Jahren zu erwarten war. Für Dich trifft das sowieso nicht mehr zu, weil Du Dich ja schon in höheren Schwingungen befindest. Aber es wird sicher lebendiger werden. Was du als abgeschlossen betrachtest, ist es auch. „SO SEI ES“ gilt als Wort, als Kraft, als Beweis. Du hast diese Vollmacht, Störendes von Dir zu weisen. Der Schutz ist stark. Eines möchte ich Dir jedoch ans Herz legen: rede weniger über uns, bringe vielmehr Deine Beispiele, die Menschen haben damit weniger Probleme und hören Dir auch besser zu. Das ist kein Tadel, sondern eine weise Art, es so zu tun, du wirst es selber merken.

Nochmals, Deine Aufgabe so auch das Schreiben - ist wichtig und wird Dir mehr Arbeit bringen, die aber immer mit Freude einhergehen wird. Kümmere Dich nicht um die materielle Seite, der heutige Tag ist ein gutes Beispiel dafür, wie es gehen kann. Dein Baum trägt viele Früchte und die werden süss. Ihre Ernte steht bevor.

Du bekommst einen Telefonanruf, ich werde mich deshalb zurückziehen, um Dich frei zu geben für etwas, das Dich sehr freuen wird - Du ahnst es schon. Bleibe im Licht der Wahrheit gesegnet und die Freude, der Frieden und alles Schöne sei Dein stetiger Begleiter.


10. Juni 97

Andreas: Kerstin, ich fühle dass Du mir etwas sagen möchtest - ich bin bereit.

Kerstin: Ja, Lieber, ich vermisse unsere Gespräche ein wenig, doch ich verstehe Dich gut. Du bist erfüllt von Arbeit, Helena und dem Leben. Mir geht es darum, diesen Anteil, der für mein Verstehen und Wachsen wichtig ist, weiter mit Dir zu pflegen. Und deshalb möchte ich Dir gerne etwas mitteilen. Du hast über die Freiheit und das Loslassen Deiner Seele geschrieben, die fühlt, dass es nur möglich ist, eine totale Beziehung nach eben diesen Werten zu leben. Wir haben das ja auch gewollt, aber diese Tiefe und diese Wahrheit, die darin liegt nicht begriffen. Als ich gestern Deine Worte las, die Du an Helena geschrieben hast, empfand ich Deine Bemerkungen über das Loslassen wie eine Drohung, sie zu verlassen. Inzwischen, nach einem langen Gespräch mit Evide, sehe ich aber, dass diese Gedanken wahr sind und dass der Ursprung allen Seins genau so handelt, indem er uns loslässt. Also nicht eingreift, auch wenn wir es uns noch so wünschen und darum innig beten. Ich dachte in solchen Situationen immer, Gott hört mich nicht, weil ich es nicht wert bin, gehört zu werden. Aber das war ein grosser Irrtum, der fatale Folgen haben kann. Es ist ja genau der Gott in uns, der solches zum Ausdruck bringen will. Die Angst, verlassen zu sein, lässt uns nach diesem Eingreifen schreien. Verlassen sind wir aber nie, ausser wir verlassen uns selber. dass wir immer durch das Band der Liebe verbunden sind mit allem, ist wahr. Wo wir diese Verbindung nicht mehr spüren, haben wir sie selber unterbrochen. Gott kann uns gar nicht verlassen, sonst müsste er der Liebe absagen und das wird nie geschehen! Er lässt auch niemanden zappeln, das ist Menschenart.

Ja, Lieber, Du handelst danach, obwohl es für Dich nicht einfach ist, das sehe ich. Du willst leben, Dich austauschen und zwar jetzt. Die Seele von Helena brennt hell und klar und wird sich manifestieren, auch wenn noch Vorstellungen von Freiheit in ihr spuken. Diese Frau erfährt ein Glück, um das ich sie beneide. In mir ist durch Dich und unsere Gespräche diese Sehnsucht nach der anderen Hälfte erwacht und das lässt mich auf die Suche gehen. Irgendwo im Sternenzelt ist er. Das Band, das uns verknüpft, lebt und pulsiert und auch mein Sehnen wird gestillt werden, das weisst ich ...

Auch ich muss mich noch von Vorstellungen loslösen, um bereit zu werden. Das, Andreas, wollte ich Dir sagen. Alles, was Dir Segen bringt und alles Liebe sei mit Dir!


11. Juni 97

Andreas: Ich gehe morgen zu Helena und bleibe bis Montag bei ihr. Die Freude ist mein Begleiter und Ihr werdet sicher auch nicht fern bleiben. Heute Abend werde ich bestimmt von Euch hören. Fragen habe ich keine. Das Leben nimmt seine Bahn ins Licht!

grossen Dank für alles!

Kerstin: Lieber Andreas, Du gehst auf Reisen - das finde ich gut. Lange genug bist Du ja im Haus geblieben. Du fragst Dich, wie das mit der Zwiesprache weitergehen wird wenn du bei Helena bist. In der gleichen Weise wie hier auch. Wir haben keine Mühe, Deinen Spuren zu folgen und Helena stört bestimmt nicht - im Gegenteil.

Du bist so erfüllt von ihr, dass mein Teil seinen Platz suchen darf. Das ist nicht als Vorwurf gemeint, sondern eben eine Umstellung für mich. Du schweifst mit Deinen Gedanken immer wieder ab und merkst es dann... Du möchtest jedoch weiter Sprachrohr bleiben. Beunruhige Dich nicht, dieser Zustand wird nur eine gewisse Zeit so bleiben und dann bist Du wieder voll da. Wir haben Zeit und Geduld. Das, was sich anbahnt mit Dir als Medium, ist noch nicht zur vollen Reife gediehen, es eilt also nicht. Und Evide wird immer einen Weg finden, um zu Dir zu gelangen.

Auch Du brauchst Zeit, bis sich das Neue - und damit meine ich Helena - gesetzt hat. Es ist ja noch so frisch und doch so alt. Doch Du bist ruhig und gelassen und das ist wertvoll. Ich erwache und erkenne immer mehr und habe mir schon einen grossen Überblick verschafft. Es verläuft alles so schnell. Was früher Jahre dauerte, geht heute innerhalb von Wochen oder gar Tagen über die Bühne.

Ja, Andreas, es ist ein Gewitter im Anzug, das es in sich hat. Aber Dein Schutz ist stärker denn je, auch für die Umgebung. Also bleibe ruhig, es geschieht nichts.

Früher hast Du so ein Feuerspiel mit Donnerschlag immer genossen. Heute weisst ich auch weshalb. Es ist ein gewaltiges Schauspiel und es wirkt ungemein reinigend auf die Erde. Entladungen nicht nur von Energien, auch von unschönen Gedanken der Menschen.

Andreas, ich wünsche Dir eine gute Zeit und all die Freude und das Glück, dass du so ersehnt hast, sei in Dir. Ich freue mich mit Dir. Dein Zustand, der sich harmonisch einzuschwingen beginnt, ist für mich etwas sehr grosses und ich bin dankbar dies zu erleben. Meine Sprache hat sich auch geändert, wie Du merkst. ich liebe Dich tief und wahr.


13. Juni 97

Andreas: Ihr seht meine Gedankengänge in Bezug auf Helena. Ich weisst genau, dass ich das Problem selber lösen kann und soll. Die Chancen, sich weiterzubewegen, sind doch bei beiden gegeben. Meine alten Muster werde ich immer noch nicht los, obwohl ich sie zurücklassen will. Übersehe ich etwas? Verrenne ich mich in irgend etwas? Oder messe ich dem Ganzen eine zu grosse Bedeutung bei?

Evide: Lass? Deine Fragen einfach stehen. Du sprichst die Chancengleich-heit an, doch die Chancen sind nicht gleich. Denn sonst solltet ihr euch in der Mitte treffen und wo ist das? Wenn ich Wollen und Wünschen abwäge, spricht Dein Ort für das gemeinsame Leben. Helena wünscht sich so einiges, was bei Dir und in Dir vorhanden ist. Hier geht es aber um Gewichte, die aus- oder angeglichen werden sollen. Es geht um die gemeinsame Aufgabe, die ihr euch einst gestellt habt und die jetzt zur Ausführung gelangen soll. Deine Zielsetzungen sind durch Dein Wissen vorgegeben und völlig klar für Dich. Für Helena ist das anders, da sie nicht über dasselbe Wissen verfügt. Als Frau hört sie sowieso auf ihr Herz. Somit ist es nicht gleich zu gewichten. Es erweist sich jetzt, ob ihr reif seid, diese Situation gemeinsam zu meistern, oder ob es eben noch seine Zeit braucht. Du gehst Deinen Weg weiter, das ist gut so. Jetzt habt ihr euch in vielem sehr klar in der Mitte getroffen. Das Leben geht aber seinen Gang und es zeigt sich erst nach einer gewissen Zeit, ob diese Gleichheit auch weiterhin Bestand hat, d.h. ob es zu einem Lebens-Miteinander führt, oder ob die Wege sich nochmals trennen. Das hängt allein von euch ab. Du bist jetzt dafür bereit, sie noch nicht. Die Gründe sind nicht das Wesentliche, es ist der Punkt, dass es überhaupt Gründe gibt. Du setzt andere Prioritäten als sie. Du willst jetzt, sie lässt sich Zeit und damit kommt der Hauptpunkt: Was Du siehst und erkennst, ist bei ihr nicht im selben Mass vorhanden. Du bist für sie ideal als Mann, doch das ist für sie nicht das wichtigste, weil da noch mehr gelebt werden will. Du verstehst mich?

Ihre Sehnsucht ist auf eine gewisse Art gestillt, weil sie jetzt um Dich weisst, nicht so wie Du um sie. In ihr werden Bedürfnisse frei, die auch noch ihren Ausdruck suchen. Sie erwartet eben doch einiges von Dir und dies in einer Phase, wo sie sich nicht - noch nicht festlegen will. Es ist eine Zwickmühle, wenn Du es nicht durchschauen kannst - sonst ist es einfach, dem zu begegnen. Überall dort, wo Du ihre Erwartungshaltung nicht reflektierst, muss sie bei sich anklopfen, um weiterzukommen, nicht Du tust das für sie, sondern sie muss sich darum kümmern, weil sonst das eintrifft, dass sie sich von Dir entfernt - zwangsweise. Ihr habt euch in der Seele verpflichtet, aber das Leben auf Erden kennt ja noch zu vieles, das eben auch seine Reize hat.

Erst wenn sich ihre Seele Zugang zur noch handelnden Helena verschafft hat, dann gibt es keine Fragen mehr. Eure Basis von uns aus sieht vor, fraglos und somit wissend diesen letzten Weg zu gehen.

Andreas, so lange aber noch Fragen auftauchen, ist die Sache noch nicht reif. Ich weisst, dass du mich verstehst, also mühe Dich nicht mehr, sondern lebe. Du liebst, also was beschäftigst Du Dich noch damit. Liebe Dein wunderbares Leben, es ändert sich doch nichts, ob mit oder ohne Helena. dass ihr zusammengehört ist eine Tatsache, ob ihr sie erkennt oder nicht. Die Liebe verpflichtet sich nur zur Liebe - also sich selbst und sonst zu nichts. Kein Weg ist der Liebe unbekannt. Also Andreas, lebe frohen Herzens Dein Glück, es gehört Dir und ich begleite Dich liebend gerne!

Andreas: Liebe Evide, ich danke Dir für deine einfache Wahrheit und dafür, dass Du mich liebend gerne begleiten willst!


14. Juni 97

Andreas: Helena steht an der Grenze zum Übergang ins Leben. Ich weisst, wie hart diese letzten Schritte sind und denke, dass ich jetzt schweigen sollte. Sehe ich das richtig?


22.20 Uhr

Evide: Ja, Andreas, Du verhältst Dich richtig. Was Du zu ihr gesagt hast, war gut und hilfreich, doch jetzt ist es alleine ihre Entscheidung, die zählt. Sie tut sich schwer, doch bei Dir war das nicht anders und doch wurde alles gut. Schweigen ist eine grosse Kraft und die wirkt jetzt. Auch zu fliehen ist sinnlos, das erkennt sie wohl. Da sie aber noch grossen Druck auf sich selber ausübt, ist Müdigkeit, ja Aggression die Folge. Der Kampf mit sich selber ist wohl der schwerste, dem sich Menschen aussetzen können. Dein Verhalten ist richtig, solange es von der Liebe getragen wird. Lasse Dein Licht leuchten dorthin, wo es Aufnahme findet! Ich Grüsse Dich, ich Grüsse euch und für morgen einen wachsamen, interessanten Tag! Verschenke Deine Blumen wie die Linden in der Sommernacht . . .

Wenn du froh bist,
bleib ein Weilchen stehn,
bleib für jene, die vorübergehn.
Breite deinen Blütenteppich aus
wie die Linden in der Sommernacht.
Viele Menschen gehn so müd nach Haus ...

Manchen hat der Tag noch nichts gebracht,
manche haben heut? noch nicht gelacht,
manche haben nicht an Gott gedacht ...
Lindenkrone sei vor ihrem Haus!
Schenke, was dich selbst so glücklich macht,
streue deine Goldsternblüten aus!


15. Juni 97

Andreas: Der Besuch bei Helenas Eltern anlässlich des 75.Geburtstags ihres Vaters ist vorbei und sicher bleibt er nicht ohne Echo. Ich weisst, er war gut und wertvoll. Auch unser Gespräch danach - ein weiterer Schritt zur Klarheit. Habe ich dabei etwas übersehen?


20.25 Uhr

Kerstin: Mein Lieber, ich Grüsse Dich. Ich habe eure Gespräche belauscht. Sie sind erbaulich und die rechte Art für diesen Weg. Ich will nicht mehr in unsere Vergangenheit eintauchen, das würde keinen Sinn mehr machen, weil die heutige Situation völlig anders ist als unsere damals. Es sind andere Menschen, andere Verbindungen. Bei Helenas Bruder Simon zum Beispiel, erkenne ich eine Brücke, die sehr alt und tragfähig ist. Auch zur Mutter von Helena gibt es ein altes Band. Und da ist noch so einiges, das Dir den Weg ebnen wird, den Du Dir immer gewünscht hast. Ich freue mich ehrlich für Dich, möchte aber jetzt nicht mehr weiter darauf eingehen. Was ich Dir sagen will, ist, dass ich durch Deine jetzige Verbindung so vieles erkenne, was mich allein betrifft und dass ich jetzt grosse Teile des Gesamtbildes zusammenfügen kann. Auch einiges, was in mir liegt, kann durch die Seele von Helena zu Dir gelangen, denn wir sind uns sehr nahe, soweit ich das erkennen kann. Nach der Logik müsste Helena ja auch meine Schwester sein. Ich fühle eine Seelennähe zu ihr, die sehr tief ist und mich in meinem Sein erkennen lässt. Das Ahnen wird Stück für Stück zur Gewissheit, zum Wissen. Ich bin ihr dankbar und versuche es ihr direkt zu vermitteln. Lese ihr die Texte von Evide und mir noch nicht vor, sie soll völlig unbelastet davon handeln können. Das fraglose Wissen soll zur gemeinsamen Basis werden. Ich finde den Weg, den ihr beide geht grossartig. Ihr wärt ein mustergültiges Vorbild für viele noch in Missverständnissen gefangene Menschen. Es wäre zu wünschen, dass dies auch noch andere erkennen, nicht aus einem Schriftwerk sondern von einem Lebensbeispiel, das sie direkt beobachten können. Aller Segen ruht auf solchem Wollen, denn es ist der Weg der Klarheit und der Weg, der Früchte bringt. Deine Selbstlosigkeit wird sich tausendfach auswirken, auch auf Ebenen, die Du noch nicht einsehen kannst, die Dich aber sowieso nicht hindern würden, so weiterzumachen. Du bist soweit ich das erkennen kann sehr nahe bei Deiner Mitte. Andreas, ich freue mich sehr mit Dir. Der Wege der kleinen Schritte ist doch gut, oder? Ich liebe und umarme Dich innig!

Andreas: Ich fahre morgen wieder nach Hause und freue mich darauf. Ich fühle mich wohl bei Helena und die Umgebung gefällt mir auch, aber das Haus strahlt nicht Heimat aus für mich. Ich glaube nicht, dass sich Helena hier wirklich zu Hause fühlt, auch wenn es manchmal den Anschein hat. Sie hat hier oft mein Heim erwähnt und dass sie sich dort zu Hause fühlt. Für mich ist das verständlich. Soll sie doch den freien Raum dort füllen, dann ist die Burg komplett.


Nacht

Dieses Zusammensein ist so erfüllend, so tief und unsagbar innig. Ihre wechselnden Gesichtszüge, manchmal jung manchmal alt. Diese tiefe Faszination, die von ihr ausgeht und das Licht ihrer Seele, das durch ihre Augen und ihre Hand leuchtet, ich habe keine Worte dafür. Helena, ich liebe Dich so unsagbar tief und rein . . .


18. Juni 97 - 19.50

Andreas: Ich spüre, dass mir Kerstin etwas sagen möchte und versuche zum ersten mal, dies gleich direkt in den PC zu schreiben, ob es mir wohl gelingt?

Kerstin: Liebster Andreas, versuche es nur, Du hast ja inzwischen Übung mit dem Schreiben, bei all den Briefen, die Du beantwortet hast. Mir gefällt das gut, wie Du auf die einzelnen Fragen eingehst und Deine Intuition fliessen lässt. Du verschaffst Dir damit eine gewisse Übung, um die Aufgaben, die auf Dich warten, zu bewältigen. Es sind Aufgaben, die Du liebst und die Dir liegen.

Dein Brief an Helena ist klar und deutlich. Sie muss wissen, dass Du nicht einfach warten wirst, bis es irgendwann einmal so weit ist. Sie hat dasselbe Problem wie ich vor Jahren. Wir haben uns über ein Jahr geschrieben, bis es so weit war und ich mich von meiner alten Heimat lösen konnte. Nur sind diese Abläufe nicht ganz vergleichbar, es war doch vieles anders als bei euch. dass du ihre Briefe beantwortest, finde ich gut, denn daraus wird noch einiges entstehen, was der ganzen Sache dienlich ist. Es wird wachsen und daraus darf viel Segen fliessen für viele Menschen. Eigentlich bin ich schon seit gestern bei Dir. Ich beobachte Dich und geniesse es, bei Dir zu sein. Deine Gedankengänge sind so viel klarer als früher. Deine Offenheit ist grösser und Du kannst Dich auch viel besser ausdrücken. Du merkst ja selbst, wie dieses Wissen Besitz von Dir nimmt und Dein Selbstvertrauen stärkt. Unsere Beziehung wird ein wenig lockerer werden, d.h. ich werde nicht mehr so oft zu Dir sprechen, weil bald jemand anderer Dich als Sprachrohr benutzen wird. Wer dies sein wird, wird Dir Evide verraten, wenn die Zeit dafür reif ist. Es werden Dinge geschehen, die das erfordern. Du kannst dem gelassen entgegensehen, es ist eine gute Sache und wird vieles in Bewegung bringen. Wie Du siehst, gelingt Dir das Schreiben direkt in den PC sehr gut. Ich habe so vieles in mir, das ich mit Dir teilen möchte, aber es sind private Sachen, die nicht hierher gehören. Die Nächte sind ja dazu da, mich mit Dir auszutauschen. Andreas, ich ziehe mich wieder zurück und wünsche Dir einen frohen und heiteren Abend. Bis bald!


20. Juni 97 - 8.00 Uhr

Andreas: Alles ist am Erwachen in mir, vielfältige Erkenntnisse tauchen auf und das Puzzle nimmt Gestalt an. Was mir noch nicht so recht gelingen will, ist das Manifestieren. Vielleicht verstehe ich es noch immer nicht so ganz. Meine Erwartungshaltung ist halt noch da - ich will sie restlos loslassen. SO SEI ES!

Ich komme mir vor wie ein Wüstendurchquerer, der am Horizont die ersten Palmen einer Oase erblickt, aber nicht genau weisst, sind sie echt oder eine Fata-Morgana.

Ramtha: Ein Baum weisst nicht, wie man stirbt. Er würde für immer leben. Er kennt den Tod nicht. Er streckt sich dem Licht entgegen.

Wenn du dich in deinem Leben in Verwirrung befindest, gehe in einen bunten Wald oder eine heisse Wüste oder unter einen grossen Baum und rufe den Wind zu dir. Er wird kommen und Wissen ohne Urteil manifestieren, denn er lässt dich in seine grosse Domäne hineinschreiten. Du wirst festhalten, dass dort deine Manifestationen gedeihen.

Was haben der grosse Wald und die Wüste und der Fluss alle gemeinsam? Sie sind zeitlos. Sie entwickeln sich weiter und weiter und weiter, und sie haben niemals gesagt: Ich mag dich nicht, ich mag nicht, wie du aussiehst, wie du riechst, wie du dich anziehst.

Sie lassen dich zu.

Die Natur, dieses mächtige, immerwährende Bewusstsein, ist in Bewegung. Wenn du hinaus in die Nacht gehst, dann sei am besten in Demut vor ihr. Sie ist dir ein Lehrer.

Sei wie jeder Meister, der jemals WURDE. Finde deine Überzeugung in der Wildnis. Finde einen Baum, der dir erlaubt, unter ihm zu manifestieren, und der es dir gewährt, dass er DICH in der Stille seines Verstehens lehrt.

AUF DAS LEBEN
AUF DIE ERDE
FÜR IMMER UND IMMER
SO SEI ES.

Es wird Momente geben, in denen du deinen gesunden Verstand anzweifeln wirst, weil Du feststellen wirst, dass du sehr anders geworden bist im Vergleich zu dem, was du sonst warst. Du weisst mehr.

Jedes Genie, das jemals eine Idee in die Manifestation kristallisierte, wurde ausgelacht. Es gibt einen Punkt des Umbruchs bei der Herausforderung des Weltlichen. Wenn du nämlich sagst: <HILF MIR>. Der Wind wird zu dir kommen und für dich ein Spiegel der Wahrheit sein, damit du in deiner eigenen Offenbarung vorwärtsgehst.


8.05 Uhr

Evide: Geliebter Andreas, das Bild von der Wüste ist voller Sinn und Gehalt. Versuche Dir vorzustellen, statt auf eine Oase zu warten oder sie zu suchen, Dir selber diese Oase zu manifestieren, gerade dort, wo Du jetzt bist. Deine Gefühle täuschen Dich nicht, es ist so, dass rings um Dich und in Dir alles lebendig und fassbar wird. Erwachen nennt man das und sehend werden. Es wurde Dir angekündigt und nun steckst Du mitten in diesem Prozess. Du brauchst nirgendwo hinzugehen, um zu finden, denn alles liegt in Dir. Doch der Weg zur Meisterschaft, geht durch Lernprozesse. Wenn ihr alte Bauten ausgrabt, so geht ihr auch nicht mit den grossen Maschinen ans Werk, sondern mit feinen Werkzeugen, um nicht zu zerstören, was in der Erde vergraben liegt. Nimm dies als Beispiel für Deine Seele, bzw. den Zugang dazu. Der Weg der kleinen Schritte. Du bist schon sehr weit vorgedrungen in Deine Seele und kannst die einzelnen Bilder, die ja wahre Begebenheiten darstellen, immer klarer zusammenfügen.

Schau, Andreas, Illusionen gehen unter, in dem Masse, wie die Wahrheit emportaucht. Du kennst doch Dein Atlantis-Lied, lese es gründlich, singe oder rezitiere es, gerade wie es Dir passt.

Dich, Atlantis, Land der Sage,
kennt mein Herz und sucht mein Sinn!
War ich Zeuge deiner Tage,
der ich heut ein andrer bin?

Hallen meine Schritte wider
von den Wänden aus Basalt
weit gewölbter Felsentempel,
alten Weistums Hort und Halt?

War ich kundig jener Künste
deren Macht so leicht verführt,
hab' ich, Unheilzeichen deutend,
schon das Nah'n der Flut verspürt?

Über dir und meinen Fragen
rollt und rauscht das grosse Meer,
Flut und Ebbe sind sein Atem
bis zu deiner Wiederkehr.

Trägt nicht jeder Mensch Atlantis,
das versunkne Land in sich?
Rollen nicht die wilden Wasser
rauschend über jedem Ich? -

Doch die Tiefe wird sich heben
bis die Flut an ihr zerbricht,
das versunkne Land der Sage
taucht dann auf - und spricht.


An den Tatsachen ändert sich dadurch nichts, sie werden Dir lediglich bewusst. Dein Weg glättet sich und bald kannst Du ihn tanzend gehen, ohne Deine Füsse irgendwo anzustossen. Meisterlehrling oder Zauberer, alles passt zu Dir und ich freue mich sehr über Dich und Deinen Weg ins Licht!

Sei gesegnet - es werden Boten kommen, die Dir weiterhelfen, auch die letzten Blockaden zu beseitigen, die nicht unbedingt dort versteckt sind, wo Du im Moment am Suchen bist.


24. Juni 97

Andreas: Wird die Zwiesprache abgeschlossen oder eine andere Form annehmen? Ich frage, weil ja das ?Nach aussen Gehen? eingetreten ist.

Kerstin: Lieber, ich begrüsse Dich voller Freude, denn es ist viel mit Dir geschehen, wie auch viel mit mir, mit uns geschehen ist! Dein ?Nach aussen Gehen? ist sehr wertvoll, das Echo hörst Du schon. Es wird sich in Deinem Umfeld einiges ändern, doch das ist ja was Du willst. Soviel zu uns bzw. zu Dir. Was die Zwiesprache anbelangt, so ist auch da etwas am Werden, das im Zusammenhang mit den Änderungen um Dich herum steht. In Dir sind ja schon einige Veränderungen vollzogen, der Weg, die Richtung ist eingeschlagen.

Die Zwiesprache wird weitergeführt werden, momentan allerdings in etwas loserer Form, weil es ja keinen wirklichen Grund gibt, ausser unserem Du-zu-Du-Gespräch, das wir aber gut anders führen können. Evide lässt Dich Grüssen, sie ist und bleibt in Deiner Nähe. Ich werde mich etwas zurücknehmen und nur noch wenig auf diese Art melden, aber ich gehe nicht weg. Andreas, Du bist gesegnet, und ich freue mich über alles, was am Werden ist und was schon geworden ist. Einen feinen Tag!


2. Juli 97

Andreas: Die Pause in unserer Zwiesprache war etwas länger, doch es haben sich viele Dinge geklärt, die diese Zeit brauchten. Kerstin, nun wollen Deine Eltern wieder alles aufrühren - was meinst Du dazu? Übersehe ich etwas wichtiges?


20.00 Uhr

Kerstin: Lieber Andreas, ich finde es wirklich bemerkenswert, wie Du Deine Entwicklung beschleunigst und die Hürden scheinbar mühelos nimmst. Was Du den Menschen schreibst und was Du ihnen damit gibst, ist wirklich gross und wertvoll. Vielen Dank, dass ich da auch meinen Teil dazu beitragen durfte. Zu dem Vorhaben meiner Eltern und Geschwister kann ich nur sagen, lasse sie machen, sie brauchen das noch. Wenn sie diese Protokolle lesen, werden sie nachher nicht viel mehr wissen und ihr Rätselraten geht weiter. Doch das soll Dich nicht mehr kümmern und mich auch nicht. Ich bin nicht dort, wo sie mich suchen wollen, denn die Wahrheit würden sie ja doch nicht annehmen, d.h. zumindest nicht alle. Für mich ist das längst abgeschlossen und ich werde das tun, was mir gegeben ist zu tun. Alles andere erscheint mir sinnlos. Meine Eltern werden nicht mehr auf Dich zukommen und ihre Rätsel sollen ihnen gehören, denn sie wollen es so. Ob die Schwestern das auch so sehen, das weisst ich nicht, doch Du wirst ihnen sicher sagen, was gut für sie ist, wenn sie es denn wissen wollen.

Zu Deiner zweiten Frage, ob Du etwas übersiehst: meiner Ansicht nach nicht, denn Du gehst einen sehr geraden Weg und würdest es bestimmt selber bemerken, wenn etwas nicht stimmen würde. Deine Offenheit gegenüber dem Leben lässt Dich diese Wunder erleben, gerade in der Beziehung mit Helena, die von Deinem Sonnenschein profitiert wie selten zuvor. Sie ist ja auch sehr offen für Dich und liebt Dich wirklich tief. Mach Dir keine Gedanken über die Zukunft mit ihr, das wird sich ergeben.

Die Sache mit Birgit ist unschön und ich erkenne jetzt, was Du früher mit dieser ihrer Machtstruktur meintest. Leider stimmt das. Doch was kümmert es Dich, sie geht ihren Weg und Du Deinen und das ist gut so. Da sind noch andere, die nicht mit Deiner Entwicklung mithalten können. Aber das soll nicht Deine Sorge sein, denn es sind ihre Entscheidungen, die sie treffen. Für Dich ist gesorgt - und Dein Weg geht ins Licht, nur noch ins Licht! Es ist so ein tiefes Erleben, dem zuschauen zu können. Die Fragen, die von verschiedenen Leuten noch kommen werden, kannst Du Evide stellen, sie wird Dir antworten. Ich gehe meinen Entwicklungsweg weiter und werde Dich nicht verlassen, weil ich von Dir so manches lernen kann, auf das ich nicht verzichten möchte. Aber der wichtigste Antrieb für mich ist nach wie vor Deine gelebte Liebe und Dein Mut den Dingen gerade in die Augen zu schauen und alle Änderungen sofort zu vollziehen. Ich bin in vielen Dingen gewachsen und es fehlt mir nicht an Einsicht. Auch erlebe ich vieles bei meiner Arbeit, die ich inzwischen mit vollem Einsatz und gerne tue. sie ist wertvoll für mich und viele andere. weisst Du, so ohne Maske alles betrachten zu können, daran musste ich mich zuerst gewöhnen, aber inzwischen fällt es mir nicht mehr schwer. Auch unsere nächtlichen Zusammenkünfte sind wertvoll für mich. Es geschieht da so manches, was mir hilft, auch meine zurückliegenden Vergangenheiten bzw. Leben besser zu verstehen. Ich bekomme langsam ein Gesamtbild von meinem Werdegang und von den Hintergründen, die bewirkt haben, dass sich vieles in meinem Erdenleben eben so entwickelt hat, wie es gewesen ist. Der Schatten ist ganz von mir gewichen und ich ertrage das Licht immer besser. Und so lerne ich, mich ganz zu lieben. Andreas, ich danke Dir aus tiefster Seele für alles, was Du für mich und an mir getan hast. Ich danke Dir für Deine Liebe und umarme Dich innig!


6. Juli 97

Andreas: Liebe Evide, ich habe das Bedürfnis, mich wieder einmal mit Dir auszutauschen, wenn Du das auch willst.


8.10 Uhr

Evide: Austauschen ist immer wertvoll und wir tun das eigentlich immer, auch wenn Du vieles davon nicht vor Augen hast. Sei gegrüsst, Lieber, auf Erden könnte man sagen: Gipfelstürmer. Andreas, ich verstehe, dass Du mich wieder einmal ?live? hören und fühlen willst, so für Deine Augen und Ohren, für Dein Bewusstsein. Wie ich schon gesagt habe, pflegen wir regen Austausch von Geist zu Geist, es prägt Dein Handeln, lässt Dich Geborgenheit spüren und gibt Dir die Gewissheit, auf dem rechten Weg zu sein und das bist Du. Das Manifestieren gelingt Dir in immer grösserem Masse, so wie Dein Erleben damit reale Gestalt annimmt. Wenn die Illusionen wegfallen, tritt klares Wissen hervor und wird zur Selbstverständlichkeit. Die vielen Erlebnisse bestätigen Dir das jeden Tag. Ich freue mich auch, wie Ihr mit Euch umgeht, mit welcher Behutsamkeit und Achtung Ihr Euch begegnet. Dieser Spiegel, den Du in ihr hast, ist Dir, bzw. Euch bewusst und Ihr erkennt das als euren Vorteil und nicht als Belastung. Was die Geschichte mit Kerstins Familie angeht, so lasse es seinen Lauf nehmen. Es wird Dich nicht mehr belasten, wenn Du gelassen allem begegnest. Sie können sich nicht anders verhalten, weil ihre Sichtweisen eben noch von ihren eigenen Vorstellungen geprägt sind. Tatsache und eigene Sichtweise stimmen ja in den seltensten Fällen überein. Ob sie der Wahrheit in die Augen schauen könnten? Das würde ja bedeuten, Verfehlungen, wie sie von ihrer Seite her aus Unkenntnis der Dinge begangen wurden, anzunehmen, um daran zu wachsen. Wollen sie das? Zu wünschen wäre es. Doch es ist nicht Deine Aufgabe, ihnen ihren Spiegel vorzuhalten, dem begegnen sie jeden Tag und es belastet sie mehr, als sie sich selber zuzugeben bereit sind. Auch ihre Stunde wird kommen.

Schenke der Sache, die im Zusammenhang mit Brigitte am Entstehen ist, Deine grösste Aufmerksamkeit - sie ist es wert, denn ein Teil Deiner Aufgaben sind damit verbunden. Deine Unsicherheit ist fehl am Platz. Dein Gedankengut spiegelt ein tiefes Erleben, das vieles in sich birgt, das von grossem Nutzen sein wird und es schon ist. Es wird auf Dich gehört werden und du wirst in manchem als Massstab dienen, doch das sollte Dich nicht weiter beschäftigen. Die Menschen brauchen solche Vorreiter, an denen sie sich orientieren können. Ich weisst sehr gut, dass Dir das nicht liegt, aber es geht um die Sache und nicht um den Personenkult. All? das was kommt steht unter guten Sternen. Es ist Erntezeit und Du wirst staunen, was für Früchte Dir erwachsen sind. Unser Kontakt wird auch immer stärker sichtbar für dich. Du hast vielleicht bemerkt, dass diese hellen Lichtflecken, immer deutlicher für Dich werden. Auf diesen Flecken, ich kann sie auch als eine Art Bildschirme bezeichnen, werden sich zunehmend deutlicher Bilder und Geschehnisse abzeichnen - der Beginn der wahren Hellsichtigkeit. Du solltest nicht erschrecken, wenn sich hier Ungewöhnliches zeigen sollte. Doch zum Glück neigst Du ja nicht zur Schreckhaftigkeit.

Auf was ich Dich noch aufmerksam machen will: benutze die Worte: SO SEI ES noch bewusster, denn es sind Machtworte und du erlebst ja sehr klar, wie sie wirken. Achte noch mehr darauf und du wirst Wunder - eure Bezeichnung für Dinge, die für uns normal sind - erleben. Freue Dich an Euch, Ihr geht einen wunderbaren Weg, der immer heller und lichter wird. Gelassenheit und scharfes Beobachten, das sind die Eigenschaften, die Dir Antworten bringen. Du bist reich gesegnet. Und was Kerstin gesagt hat, benutze es, ich stelle mich für Fragen gerne zur Verfügung. Es gibt keine Unmöglichkeiten mehr für Dich, denn alles, was Du im Lichte der Liebe Dir wünschst, wird zu Dir kommen!


7. Juli 97

Andreas: Helena scheint an einem Punkt angekommen zu sein, der alles entscheidet. Evide, ich erinnere mich an Deine Worte, jetzt wird es sich zeigen, ob die Zeit reif ist oder nicht.


22.35 Uhr

Evide: Ja, Andreas, Du hast recht, denn es ist tatsächlich so. Wenn ihr der Sinn des Lebens nicht klar ist, geht sie einen eigenen Weg. Du wirst Dich nicht mehr darauf einlassen wollen und das zu Recht. Ihre Seele ruft sie. Sie weigert sich nicht direkt, ihr zu folgen, aber es sind da Hindernisse, die sie noch nicht als solche erkennt. Sie sucht immer noch im aussen, aber da ist das, was sie braucht, nicht zu finden. Deine Worte sind klar, entscheiden muss sie selbst. Du weisst darum und kannst nichts tun ausser sie loszulassen. Dies als Bestätigung von meiner Seite.
Ich Grüsse Dich, es wird...


9. Juli 97

Andreas: Liebe Evide, was gibt es zu diesem Besuch bei Gaya zu sagen?


8.10 Uhr

Evide: Wie der helle Tag heute morgen - so sehe ich Dein Umfeld. Die Begegnung mit dieser Frau, hat bei Dir verschiedene Saiten zum Klingen gebracht. Die Idee eines kontinuierlichen, begleitenden Gedankenaustauschs, zeigt euere Entwicklungsstufe und die der meisten Menschen auf.

Viele Menschen stehen mehr, als dass sie sich bewegen. Stehenbleiben bedeutet auch Stillstand in der Entwicklung. Wenn es bei den Menschen um geschäftliche Dinge geht, sind sie eher bereit, zuzuhören und aufzunehmen und etwas zu ihrem Vorteil zu verändern. Sie sollten dies besser auch im Seelen-Geistbereich zulassen, dann würde sich ihr ganzes Umfeld ändern. Doch dies bringt vordergründig keinen Gewinn, kein Geld ein.

Gaya will selbständig für ihr Brot sorgen, ist bereit, eigene Verantwortung zu übernehmen und wirkt zur Aufhellung der Geist-Seelen-Wege mit, das ist gut. Sie will das aber nicht alleine, sondern ihre Sehnsucht ruft nach einem Partner. Wie Du ihr bereits gesagt hast, muss sie verstehen lernen, dass, wenn sie das alleine tut und auch verantwortet, sie sich auf dem wunderbaren Weg in die Freiheit befindet. Das schliesst aber nicht aus, dass sie offen bleiben soll für eine Partnerschaft. Sie soll jedoch ihre Idee nicht davon abhängig machen, sonst würde diese Idee an Schwung und Kraft verlieren. Deine Mitwirkung als Berater, als Schwächen-Aufdecker zeigt ja schon ihre ersten Auswirkungen. Dies ist ganz klar Deine Aufgabe und diese erfülle zum Segen vieler! Ihr habt euch auf einer Ebene getroffen, wo gegenseitiges Verstehen und Achten gut gedeihen kann. Solche Arbeiten macht ihr ja nicht das erste Mal zusammen, also habt ihr Übung darin und diese wird zum Vorschein kommen und Früchte bringen, lasst Euch überraschen, welche ...! Im Moment gibt es nichts mehr dazu zu sagen denn du bist wach und aufmerksam, so erkennt Du alles weitere. Ich begleite Dich ja auch auf diesen Wegen und unterstütze sie. Ich Grüsse Dich, bzw. Euch, mit dem Gruss der aufblühenden Blumen im hellen Sonnenlicht!


10. Juli 97 - 4.15 Uhr

Andreas: Ich erkenne, dass es wichtig für mich ist, die Vollmacht wiederzuerlangen. Mir wird klar, dass in der Einfachheit der Gedanken der Schlüssel liegt. Ich hab? mir die Zeit genommen - und tue dies auch weiterhin - um meiner kostbaren Seele auf den Grund zu schauen, um sie zur vollen Entfaltung zu bringen. dass ich noch nicht das volle Vertrauen bzgl. meines finanziellen Auskommens habe, schmerzt mich. Ich will das endgültig ablegen, loslassen, SO SEI ES!

dass der eigene Wachstumsprozess mitunter schmerzhaft sein kann, hat mit meiner Mühe, restlos loszulassen, zu tun. Obwohl mir bewusst ist, dass ein Festhalten mit der Gefangenschaft in der Illusion gleichzusetzen ist. Ich will die Genialität, alles, das göttliche Erbe im vollen Umfang antreten, jetzt! SO SEI ES!

VOM HERRN UND GOTT MEINES SEINS AUS, AUF DEN URSPRUNG ALLEN SEINS IN MIR. AUF EWIG IN DIESEM MOMENT, ICH BIN! ICH BIN GOTT, DAS WISSEN, DAS LEBT, DIE MANIFESTATION. ES WIRD VOLLBRACHT ZUM RUHME GOTTES, DEM URSPRUNG ALLEN SEINS IM INNERN. SO SEI ES! TRETE HERVOR, JETZT. SO SEI ES!


Evide: Der liebend Geliebte tritt aus seinem eigenen Schatten ins Licht der Wahrheit, ins Erkennen seines Erbes, seines Seins! Geachteter Andreas, der Durchbruch steht bevor, Du wirst Licht, Wahrheit und Vollmacht erlangen! Der Himmel steht Dir offen und somit alles, was Deine Sehnsucht in allen Dingen restlos erfüllt. Was das Zögern im Annehmen bzgl. Deines Auskommens betrifft, lasse es los, es ist vollbracht, SO SEI ES! Das Leben in seiner ganzen Fülle steht Dir zur Verfügung. Ergreife es mit vollen Händen und streue Deine Goldstern-Blüten aus, in die Herzen der noch Schlafenden. Ich, Evide, reiche Dir die Hand, zum gemeinsamen Tanz durchs Dasein. Ich begrüsse Dich zu Hause, Segensströme fliessen von Dir als Wellen hinaus in die Welt. Dies ist Deine Aufgabe!


8.00 Uhr

Andreas: Ich fühle, dass die Zwiesprache in dieser Form abgeschlossen ist. Sie wird auf anderer Ebene fortgesetzt. Liebe Kerstin, mit Dir hat sie begonnen, mit Dir soll sie enden. Danke für alles, was ausgesprochen wurde - und Dank auch gerade für das Unaussprechliche. Ich überlasse Dir jetzt das Schlusswort!

Kerstin: Lieber Andreas, Du wirst Wunder erleben - mit diesen Worten hat alles begonnen. Es sind Dinge in Bewegung geraten, die Welten verändern werden und dies schon getan haben. Ich bin nach wie vor keine Rednerin, sondern eine Täterin. Andreas, auch ich danke Dir für alles aus meiner tiefsten Seele heraus! dass wir auf einer anderen Ebene in Kontakt bleiben, das ist gewiss und ich will mich dazu nicht weiter äussern. Von Abschluss kann nur in Form dieses Textes gesprochen werden. Das Leben geht unendlich weiter ... Andreas, ich liebe Dich und möchte den Segen der Naturwesen weitergeben

grosser Allgeist, schenke dieser Erde Wellen des Friedens!
grosser Allgeist, schenke dieser Erde Ströme der Liebe!
grosser Allgeist, schenke dieser Erde Strahlen des Lichts!

Andreas Kleindienst 1997

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