Selbst-Mitleid und Mitgefühl

Freitag, 23.Januar 2004, 16.58 Uhr
Margret: Ihr habt Euch angekündigt
liebe Irisina und lieber Tobias,
ich bin bereit.

Irisina und Tobias: Liebe Margret,
ja wir haben angekündigt für heute eine Durchgabe.

Selbst-Mitleid und Mitgefühl

Geliebte, ich leide mit...
mit Euch.
Ich fühle mit...
mit Euch.
Ich fühle Euren Schmerz...
mit Euch...
Ich leide Euren Schmerz...
mit Euch.
Lasst diese Worte einmal
auf Eurer Zunge zergehen,
schmeckt sie, fühlt sie.
Spürt einmal, ob es hier einen Unterschied gibt
zwischen Mitleiden...
und Mitfühlen...
Ich fühle Euer Selbstmitleid....
Ich fühle Euer Mitgefühl... für wen?
Atmet... lasst diese unterschiedlichen Gefühle
einmal durch Euch fliessen,
erfühlt den Unterschied zwischen Mitleid...
und Mitgefühl...
Wollen wir uns erst einmal diesen Gefühlen zuwenden,
wenn Ihr sie anderen gegenüber habt.
Eben Mitleid...
und Mitgefühl...
Woran könnt Ihr denn erkennen,
um welches der beiden Gefühle
es sich gerade handelt bei Euch?
Ich will es Euch sagen.
Denn es ist ganz einfach zu erkennen
ob Ihr mitleidet oder mitfühlt.


Wenn Ihr das Leid des Anderen
so sehr in Euch einfliessen lasst,
dass Ihr es selbst als Leid empfindet,
dass Ihr hier nicht mehr
Eurem normalen Alltag nachgehen könnt,
dass Ihr meint, alles tun zu müssen,
um dem Anderen zu helfen,
dass Ihr mitweint,
dass Ihr mit an Schlaflosigkeit leidet,
dass Ihr ständig daran denkt,
dass es Euch fast genauso schlecht geht
wie dem tatsächlich Leidenden.
Dass Ihr mit anderen Menschen
fast keine anderes Gesprächsthema mehr kennt
als über das Leid dieses Anderen zu erzählen,
und dabei auch dieses Leid wieder zu fühlen...
Geliebte, dann habt Ihr Mit-Leid.
Dann seid Ihr nicht mehr bei Euch selbst!
Wenn Ihr mitfühlt,
dann fühlt Ihr das Leid des Anderen,
könnt es ganz nachfühlen,
könnt Anteil nehmen in Euren Worten,
die Euer Mitfühlen ausdrücken,
könnt vielleicht auch Hilfestellungen geben
aus Eurem Überblick heraus.
Aber Ihr fühlt es nicht körperlich,
Ihr habt Euren gewohnten Schlaf,
Ihr habt Euer gewohntes Leben,
Ihr geht Euren Weg für Euch wie bisher,
Ihr erzählt wohl von diesem Leid des Anderen,
aber Ihr spürt sehr klar,
dass es nichts mit Euch zu tun hat.
Das es nicht zu Euch gehört.



Im Mit-Gefühl seid Ihr bei Euch selbst.
Und trotzdem nicht herzlos.
Im Gegenteil,
Ihr seid in Eurer eigenen Kraft
und darin klar in Euch.
Und könnt somit sogar dem Anderen
eine wirkliche Stütze sein,
weil Ihr nicht, eben nicht mit-leidet.
Mitleid bewirkt energetisch
ein Schwächung Eures Kraftfeldes.
Weil Ihr eben die Leidens-Energie des Anderen
aufnehmt und behaltet,
sie in Euch selbst sogar noch kreiert
in der ein oder anderen Weise.

Mitgefühl dagegen lässt Euer Energiefeld
in seinem eigenen Gleichgewicht,
bringt es nicht durcheinander.
Ihr seid dabei Ihr selbst
und eben nicht vermischt
mit dem Anderen.
So ist das.
Viele Menschen leiden mit,
auch noch unter Euch,
geliebte Shaumbra.
Doch dieses Geliebte ist nur möglich,
weil in Euch selbst noch ein Mitleid ist,
also Euer Selbst-Mitleid.
Selbstmitleid entsteht
durch die Abgabe von Verantwortung.
Dies erklärt auch viele Probleme
im Erwachsenenalter,
die in den Jahren der Kindheit
ihre Ursache haben.
Denn ein Kind kann ja noch nicht
alle Verantwortung für sich selbst tragen
und die Verantwortung  haben
somit die Eltern...
hm... So sieht es zumindest aus
in Eurer Bewertung,
in Eurer Gesellschaft.
Weil hier die Wirklichkeit
über Kindsein
noch nicht voll erkannt ist.
Aber das Thema lassen wir jetzt mal.
Es geht um Mitleid,
um Selbstmitleid.
Darum.
Es ist ein weites Gebiet,
mal sehen,
wie weit wir hier heute kommen.
Nehmen wir einfach mal eine Situation,
in der eine Frau immer wieder
den gleichen Typ Partner anzieht und heiratet.
Wo sie in dieser Beziehung immer wieder erniedrigt wird,
oder misshandelt wird,
oder herumgeschubst wird
mit Worten
oder auch Taten.
Das ist nicht wichtig.
Wichtig ist dieser Wiederholungsfaktor.
Und diese Frau leidet ein erstes Mal bewusst,
und sie entscheidet sich zu trennen.
Und dann leidet sie ein nächstes Mal wieder
mit einem neuen Mann.
Warum, warum ändert sich ihre Situation nicht.
Diese Frau leidet,
sie weint,
sie redet sich immer wieder alles von der Seele,

und doch ändert sich nichts.



Dann kommen so Sätze,
"warum muss das immer wieder mir passieren".
Und "Ich kann doch nichts dafür"
oder " ich tue doch alles für ihn"...
Und sie leidet still oder laut vor sich hin.
Ganz in ihrer Opferrolle.
Was ist denn ein Opfer.
Ein Opfer ist jemand,
der einem anderen
die Verantwortung
über einen selbst abgegeben hat.
Der selbst für sich
die Verantwortung
nicht mehr ganz trägt,
vielleicht nie getragen hat.
Dies muss nicht für
sämtliche Lebensbereiche gelten.
Oft sind es nur bestimmte Lebensbereiche,
die von einem solchen Rollenverhalten
geprägt sind.

Wir haben schon davon gesprochen,
dass es Euch oft schwer fällt
aus alten Mustern,
Gefühlsmustern,
Emotionen auszusteigen.
Weil Ihr quasi darauf programmiert seid,
auf diese vertrauten Reaktionen.
Und dann lasst Ihr sie wieder zu,
weil, darin kennt Ihr Euch ja aus,
darin seid Ihr sicher.
Ihr wisst , was Euch erwartet...
Es ist ein alt-vertrautes Spiel,
ein alt-vertrautes Muster.
Die Macht der Gewohnheit macht es schwer,
hier etwas zu verändern.
Und dabei wäre dies gar nicht so schwer.
Doch viele Selbst-Mitleid-Situationen
werden erst dann wirklich genauer betrachtet,
wirklich als Selbstverletzung erkannt,
wenn der Schmerz,
wenn das Leid zu gross wird.
Ihr habt in Eurer Gesellschaft hier ja einige
dieser heftigeren Formen schon verändert.
Ihr habt Systeme geschaffen,
die es manchen Menschen
dadurch leichter machen,
aus ihrem Selbstmitleid herauszugehen,
wie diese Frauenhäuser z.B.
Doch wir sprechen nicht nur
von diesen heftigen Leidenssituationen, nein...
Wir wollen hier
auf die alltäglichen kleinen
Selbstmitleid-Situatiönchen kommen.
Die so im Alltag vorhanden sind,
und in ihrer Wirkung erst gar nicht
erkannt werden.



Ihr habt so viele Sätze,
die in verschiedenen Formen
eine Art Selbstmitleid ausdrücken
wie ich habe nie Glück,
ich gewinne ja sowieso nicht,
da kann ich doch nichts ändern,
es ist halt so,
was soll ich denn machen,
früher war alles viel besser,
ich würde ja gern, aber..., und, und, und...
Auch wenn jemand physisch krank ist,
bei Asthma z.B. oder bei Herzbeschwerden
oder Magen und Darmproblemen
steckt oft auch Selbstmitleid dahinter,
oder es wird benutzt für die Krankheit,
dafür, dass andere sich einem annehmen,
weil es einem ja schlecht geht...

Ihr Lieben, wir wollen nicht werten,
wir wollen Euer Leid nicht kleinreden,
wir wollen es nicht schmälern... nein...
Ihr könnt leiden soviel Ihr wollt!!!
Aber IHR tragt auch die Verantwortung dafür.
Und wirklich nur Ihr und kein Anderer.
"Leben ist immer lebensgefährlich."
Ein Ausspruch von einer klugen Frau,
die es selbst in sich erlebt hat
mit ihrem eigenen inneren Leid.
Geliebte.
Leben ist Leben.
Leben ist Bewegung,
Entwicklung,
Entfaltung,
Schöpferisches Gestalten.
Und da gestalten viele mit.
Doch heisst dies nicht,
dass die Menschen aussen
Verantwortung tragen
für Eure eigene Lebensgestaltung.



Wie viele von Euch hadern noch
mit mindestens einem Elternteil.
Weil dieser Wunden geschlagen hat
in Eurem Leben als Kind. Geliebte,
ja, das mag sicher richtig sein,
dass sie das getan haben.
Aber es geschah noch im Gesetz
von Ursache und Wirkung,
im Karmagesetz.
Und somit gibt es hier
eine Verantwortung auch von Euch,
denn Ihr habt dazu JA gesagt,
bevor Ihr auf die Erde kamt.
Weil Ihr wusstet,
warum Ihr diese Erfahrung machen wolltet.
Deswegen werdet ihr nicht gleich
Eure Eltern einfach lieben können.
Denn solange da noch Selbstmitleid
in Euch wohnt,
seid Ihr nicht frei und unbeschwert
in Euch für die Liebe.

Es gilt zu erkennen,
anzunehmen,
dass auch dieser Teil Leben
seinen Grund hatte,
dass es Erfahrung war,
die ihr selbst Euch gewählt habt.
Bleibt bei EUCH.
Und geht nicht
mit Eurem Selbstmitleid
durch Eure Familienreihen,
um hier die Schuldigen zu finden.
Die gibt es nämlich nicht, nein...
Aber Ihr verhaltet Euch so,
denn die Schuldigen sind die Täter,
und der Leidende ist das Opfer...
hm... ja... stimmt's so?
Womit wir wieder beim Opfer sind,
und damit bei der Opferrolle.
Ich will hier noch ein Beispiel bringen,
weil dieses ist noch weit,
sehr weit verbreitet auf der Erde.
Das ist die Sucht,
hier die Alkoholsucht.
Des Einen und damit
die Abhängigkeit des Anderen,
wenn beide in einer Familie zusammenleben
oder eng befreundet sind.
Wer ist hier Opfer,
wer ist hier Täter?
Spätestens hier merkt Ihr,
dass diese Rollen nicht so eindeutig sind.
Denn es sind immer ganzer Beziehungsgeflechte
über mindestens zwei Generationen.
Da kann der Co-Abhängige
nun mitleiden mit dem Alkoholkranken,
mit sich selbst leiden
und mit dem anderen.
Da leben dann beide im Selbstmitleid,
haben es sich darin so richtig gemütlich eingerichtet.
Ich höre hier schon Widerspruch.
Ja,... widersprecht,
aber fühlt auch,
fühlt nach,
fühlt in Euch hinein.
Und stellt Euch einfach mal Fragen.
Was wäre wenn Ihr diese Rolle
des Selbstmitleids z.B. in einer solchen Beziehung
aufgeben wolltet.
Wie würde das aussehen,
ganz praktisch.
Stellt Euch Fragen,
und dann schaut,
wie Eure Antworten hier aussehen würden.



Wie sehen Eure Antworten aus,
wenn Ihr sie gebt
und dabei ganz die Verantwortung
nur für Euch selbst übernehmt,
für Euer Wohlergehen?
Und wenn Ihr dann das Gefühl habt,
dass die Antworten
von Euch doch etwas verlangen,
was viel verlangt ist,
was Euch selbst einiges abverlangt...
dann wisst Ihr,
dass Ihr Euch gut eingerichtet habt,
im Selbstmitleid.
Die Angst vor Veränderung,
der Wunsch,
bestimmte Dinge zu behalten,
die Gewohnheit,
die Verantwortung abgeben zu können,
an einen Anderen,
an eine Situation,
sie alle hindern daran,
wirklich Eure ganze Verantwortung
für Euch selbst zu übernehmen.

Wenn Ihr wirklich Verantwortung
für EUCH übernehmt,
dann seid Ihr auch in der Lage,
diese wahrzunehmen,
Eure Situation zu verändern.
Selbstmitleid hat so viele Gesichter,
so viele Bühnen,
viele Familienfrauen sitzen
in einem solchen Zimmer.
Und sie merken es oft nicht.
Sich darin einrichten kann auch heissen,
nicht mehr zu wissen,
wer man wirklich ist.
Was man wirklich will,
was man kann,
was man wirklich
in Selbstentfaltung leben will.
Aber natürlich sind
meine lieben Geschlechtsgenossen
nicht ausgenommen.
Auch Männer können oft
in Selbstmitleid aufgehen.
Wenn ihnen ihre Arbeit keine Freude macht.
Dann nehmen sie sich das Recht,
zuhause zu leiden,
keine Kraft mehr zu haben für irgend etwas,
und dann muss jemand da sein,
der sich um sie kümmert...
Ja dieses grosse Wort Selbst-Mitleid
ist in vielen kleinen Dingen,
noch in fast Jedem zuhause.
Manche Menschen verfallen ins Grübeln,
denken unablässig über eine Situation nach,
die sie schmerzt.
Und sitzen damit auch im Selbstmitleid.

Geliebte, wir haben anfangs erklärt,
worin Ihr den Unterschied erkennen könnt
zwischen Selbstmitleid,
Mitleid und Mitgefühl.
Wenn es Euch schwer fällt,
mitfühlend zu sein,
also mitzufühlen
ohne mitzuleiden,
heisst also bei sich selbst dabei bleiben können,
wenn Euch das schwer fällt,
dann habt Ihr in Euch selbst
noch etwas von Selbstmitleid.
Denn nur so könnt Ihr in Resonanz gehen
mit dem Leid des Anderen.



Geliebte Shaumbra,
wir wissen,
Ihr habt Mit-Gefühl.
Wir wissen,
Ihr wollt Verantwortung
für Euch selbst wieder ganz tragen,
keinem anderen mehr die Macht
über Euch geben,
auch in keiner Situation.
Wir wissen,
Auch Ihr seid Gott.
Und Ihr wisst das auch.
Gott leidet nicht,
Gott steigt aus aus dem Leid,
Gott lässt es sich gut gehen.
Gott lebt jetzt und nicht im Gestern.
Die Entwicklung von Selbstmitleid
war schlicht unvermeidlich
auf Eurem alten Erdenweg,
weil er verbunden war damit,
Macht abzugeben.
Es waren Erfahrungen,
die einzigartig waren im Leiden.
Doch geliebte Götter.
Diese Erfahrungen gehören
nicht mehr ins Jetzt.
Ihr könnt Eure Verantwortung für Euch selbst,
für Euer Wohlergehen,
für Eure Freude,
für Euer Sein,
für Eure Fülle ganz tragen,
nur für Euch,
jeder und jede.

Wenn ihr Euch ertappt bei Selbstmitleids-Verhalten,
dann geht in das Mitgefühl für Euch selbst.
Erlebt den Unterschied zwischen mitleiden
und mitfühlen bei Euch selbst.
Liebt Euch selbst,
liebt Euch göttlich
und ohne Begrenzung.
Selbstmitleid kann nur genährt werden
durch Abgabe der eigenen göttlichen Macht
für Euer eigenes Leben.
Es mag Situationen geben
bei dem ein oder anderen von Euch,
wo Ihr zwar erkennt,
dass Ihr hier Selbstmitleid übt,
jedoch noch keinen Weg  gehen wollt,
um hier heraus zu kommen.
Wenn das so ist,
dann seid wahr,
seid wahrhaftig und seid Euch bewusst,
dass es so ist,
dass Ihr darin noch seid.
Nehmt Euch auch damit voll und ganz an.
Und gebt Euren Willen
des sich Lösens
aus diesem Selbstmitleid
Eurem inneren Gott,
und lasst es dann los mit Atmen...
So führt Ihr Euch
dann langsam aber sicher
und Schritt für Schritt
aus diesem Selbstmitleid heraus.
Doch wenn Ihr erkennt
dieses Selbstmitleid
und Ihr wollt dieses beenden,
Geliebte,
dann übernehmt wieder Eure Verantwortung
holt sie Euch wieder zurück
und handelt...
für Euch selbst,
in aller Liebe
für Euch selbst.
Selbstmitleid ist eine Energie
der alten Polarität.
Löst es auf,
wir lieben Euch...
immer...
egal ob mit oder ohne Selbstmitleid...
Aber Ihr seid Shaumbra...
und wir wollen Euch begleiten
auf Eurem Weg...
in Eurem Sein...
in Eurem göttlichen Sein,
Geliebte.
Und so ist es
Tobias und Irisina

Andreas und Margret


 

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