Eure Seele im Alltag

Sonntag, 28. Dezember 2003, 15.03 Uhr
Margret: Geliebte Irisina und lieber Tobias,
Ihr wollt weitermachen, ich bin bereit.

Irisina und Tobias: Ja geliebte Margret,
wir wollen ein wenig konkreter werden in einzelnen Bereichen,
die Euch im Alltag beschäftigen oder eben auch nicht genug aufmerksam
beschäftigen.

Eure Seele im Alltag

Eure Seele, Geliebte,
sie hat es nicht gerade leicht,
sich im Alltag bemerkbar zu machen.
So bleibt ihr oft nur die Wahl,
sich zurückzuziehen,
oder sich durch Schmerz im Gefühl oder im Körper Euch mitzuteilen.
Und dabei ist der Weg,
der Weg der Achtsamkeit,
der Weg der Selbst-Be-Achtung
nicht so schwer,
wie es Euch in Eurem Alltag erscheint.
Oft wollt Ihr einen ganzen Berg versetzen
und seid doch erst am Fuss eines Berges.
Statt den Weg gleichmässig, achtsam und bewusst zu gehen,
wollt Ihr am Ziel, am Gipfel schon sein,
obwohl dieser noch weit entfernt oder in schwindelnder Höhe.
Hier, Ihr Geliebten,
hier macht Ihr es Euch unnötig schwer...
Euren Weg.
Ihr habt keine Siebenmeilenstiefel,
Ihr habt kein Flugzeug,
das Euch ohne Anstrengung sofort auf die höchsten Gipfel befördert.
Nein... Ihr habt nur Euch selbst.
Aber dieses Nur Euch Selbst ist ein unerschöpflicher Reichtum...
wenn Ihr Euch den Raum gebt,
wenn Ihr Euch die Achtsamkeit gebt,
die Ihr selbst braucht,
um Euch wirklich und ganz in allen Euren kleinen Eigenarten wahrzunehmen.
Selbst-Be-Achtung ist der Schlüssel,
der Eurer Türe zu Euch selbst,
zu Euren Schritten,
so wie Ihr sie geht,
zu Euren Pausen,
so wie Ihr sie einlegt,
zu Euren Ablenkungsmanövern,
so wie Ihr sie wählt
in der unbewussten Handlungsweise in Eurem Alltag.


Ihr kennt diese Seminare,
diese Kurse, in denen Ihr lernt mit Sprache umzugehen.
Wo Ihr lernt zuzuhören...
Wirklich zuzuhören,
denn das gesprochene Wort
geht wie Ihr ja wisst,
durch Eure Filter,
und Ihr bekommt Techniken der Kommunikation in solchen Kursen vermittelt.
Sogar in Kursen für Paare und im Umgang
mit Kindern.
Doch oft werden diese innerhalb
des Berufs angeboten.
Die Bereitschaft, dieses erlangte Wissen dann auch anzuwenden,
fällt leichter,
wenn es sich um Beziehungen handelt,
in denen Ihr persönlich Euch intim zurücknehmen könnt
und diese Beziehung nur reduziert auf den notwendigen Kontakt,
auf den notwendigen Austausch mit einem Gegenüber in Eurer beruflichen Arbeit.
Denn den Rest,
der in Euren Gefühlen mitschwingt,
der nicht so bewusst in Euch schlummert,
und sich manchmal durch ein Gefühl der Unbehaglichkeit äussert,
diesen Rest lasst Ihr bei solchen Anlässen zuhause.

Doch meine Geliebten Engelwesen,
genau um diesen Rest geht es.
Denn wenn Ihr Eure Gipfel erreichen wollt,
dann dürft Ihr Euch selbst dabei nicht zurücklassen.
Es fällt Euch viel leichter,
diesen Rest bei Eurem Gegenüber wahrzunehmen,
als bei Euch selbst.



Wenn ihr mit einem Anderen Euch in ein Gespräch begebt,
dann stellt Ihr Euch ein auf diese Person.
Ihr stellt Euch selbst dabei
sozusagen hinten an.
Ihr spürt zwar Eure eigene Befindlichkeit,
ob es Euch gerade gut geht oder ob Ihr Euch nicht so wohl fühlt
und dann die Selbstbeherrschung
für Euch wählt.
Dies geschieht noch bewusst,
jedoch oft in Sekundenschnelle.
Und dann seid Ihr ganz Ohr für Euer Gegenüber.
Doch seid Ihr das wirklich?
Geht dieses denn überhaupt...
ganz frei...
ganz unvoreingenommen...
ganz losgelöst von Eurer eigenen Befindlichkeit?

Wir wollen hier jetzt den Schwerpunkt legen auf Euch selbst,
nicht auf Euer Gegenüber,
das tut Ihr selbst in Eurem Alltag
schon mehr als genug.
Die Wahrnehmung von Euch selbst,
Eurem eigenen Verhalten,
Euren eigenen Mustern,
die Ihr ebenso wie die Wahrnehmung eines Anderen durch Eure eigenen Filter
seht.
Kennt Ihr das,
dass ein Anderes Euch ein Feedback gibt über Euch selbst,
so wie er Euch wahrnimmt,
durch seine Filter?
Und kennt Ihr dabei auch die Erfahrung,
dass die Wahrnehmung des Anderen von Euch
eine ganz andere ist,
als Eure eigene Wahrnehmung von Euch selbst.
So... genau hier wollen wir mehr Klarheit einbringen...
Euch aufmerksam machen in Eurer Wahrnehmung,
in Eurer Selbst-Be-Achtung.
Der Weg, Euer Weg auf den Gipfel der Freude,
auf den Gipfel der Freiheit,
Eurer eigenen Göttlichkeit geht über den Weg Eures Sich-Selbst-Kennenlernens..
So wie Ihr Euch wirklich im Umgang mit anderen gebt,
oder auch wie Ihr mit Euch selbst umgeht...



Eine sehr einfache Möglichkeit im Umgang mit einem Anderen
ist das bewusste Zuhören.
Das wirklich be-wusste Zuhören.
Wenn jemand von einer Reise erzählt,
wie hört Ihr zu?
Lasst Ihr seine Erzählung in Euch
zu Bildern werden,
oder stellt Ihr genauere Fragen...
Oder unterbrecht Ihr in der Weise,
dass Ihr Eure bereits selbst gemachten Erfahrungen
bei einer ähnlichen Reise einwerft?
Einfach nur Fragen...
damit Ihr Euch be-wusst werdet,
über Eure eigene Verhaltensweise.
Dabei geht es hier nicht um eine Wertung,
nein, sondern darum,
einmal bewusst und genau zu beleuchten,
WIE Ihr etwas aufnehmt,
und wie Ihr damit
in der konkreten Situation umgeht.
Ihr könnt es analysieren nennen.
Doch meinen wir nicht dieses Analysieren nur mit dem Kopf,
dem Verstand alleine... nein...
Be-wusstes Wahrnehmen,
Selbst-be-achtung
Eurer Empfindungen,
Eurer Emotionen und Eurer Worte und Gestik,
die Ihr dabei verwendet,
die dabei in Euch sich regen.
Das ist gemeint.



Denn es könnte ja auch eine Erzählung sein
von einer wundervollen Reise
in ein Land Eurer Träume,
die Ihr selbst jedoch nicht realisieren könnt,
weil Euch die Zeit oder das Geld oder der Mut dazu fehlt.
Und dann könnte es sein,
dass hier z.B. ein wenig Neid mit in den Gefühlen mischt,
und dieses Gefühl wiederum beeinflusst Eure Verhaltensweise
auf eine bestimmte Art.
So einfach ist das.
Aber Geliebte Engelwesen,
so einfach es klingt...
Ihr wisst aus eigener Erfahrung,
dieses ist in der praktischen Umsetzung nicht so einfach zu verwirklichen.
Also wir haben von Zuhören gesprochen.
Sich bewusst machen, wie Ihr zuhört.
Lasst Ihr dem Anderen hier dann wirklich den Raum des sich selbst
Entfaltens in seinem Ausdruck
und wie intensiv mischen sich Eure eigenen Gefühle und Gedanken und
Wunschvorstellungen ein.

Achtsamkeit im Umgang mit einem Anderen beginnt zuerst einmal bei jedem selbst,
bei jedem einzelnen und nicht bei meinem Gegenüber.
Wie nehme ich mich wahr,
wie verhalte ich mich,
was läuft da in mir selbst ab.
Alles Ansatzpunkte,
die Euch helfen können,
Euch Eures Selbst bewusster zu werden.
Für alles, es gibt für alles Gründe.
Doch Geliebte,
diese Gründe sind hier erst einmal zweitrangig.
Denn es geht um die Tatsache,
den einfachen Akt der Wahrnehmung
wie ich mich äussere und verhalte,
ganz ohne jegliche Wertung.



Wie wollt Ihr Euch wirklich kennenlernen,
wenn Ihr Euch diese Möglichkeit nicht gebt?
In der Regel lernt Ihr Euch dann erst darin kennen,
wenn Euer Gegenüber in einer bestimmten Weise auf Euch und Euer Verhalten
reagiert. Und das ist nicht immer angenehm,
oft zwar auch Freude,
aber eben oft auch als Kritik empfunden.
Diese Erfahrungen, diese könnt Ihr verhindern,
indem Ihr be-wusst wahrnehmt,
Euch selbst be-wusst wahrnehmt,
Euch selbst be-achtet.
Dies kann sehr still geschehen.
So als ob Ihr selbst hinter Eurer eigenen kleinen Mauer steht
und Euch dabei beobachtet in Eurem Verhalten.
Beobachtet, ob Ihr wirklich
offen und frei zuhört,
oder ob in Euch sich eine Unruhe breit macht,
ob Ihr dazwischenredet,
ob Ihr etwas korrigiert,
ob Ihr Vorschläge macht,
bewusstes Betrachten von Euch selbst
und Euren Gefühlen
und Eurem Verhalten...
nicht mehr...
Damit ist noch keine Änderung verbunden in Eurem Verhalten,
in Euren Gefühlen.
Doch Geliebte,
die Veränderungen können nie
erzwungen werden.
Sie können nur geschehen,
einfach geschehen im Erkennen dessen was wirklich ist .
Allein dadurch geschieht die Veränderung ohne Zwang und ohne Druck.
Wenn Ihr Euch selbst betrachtet,
beobachtet,
achtsam seid mit Euch selbst
in Eurer Wahrnehmung,
dann lernt Ihr Euch wirklich kennen.
Dann richtet Ihr Eure Aufmerksamkeit
ganz auf Euer Sein,
auf Eure Verhaltensmuster,
so wie sie Euch bis dahin gute oder auch nicht so gute Dienste geleistet haben.
Und erst damit habt Ihr das Wissen in Euch,
ob und wenn wie
und wo Ihr etwas verändern wollt,
etwas, womit Ihr selbst mehr Ihr selbst seid,
nicht mehr gesteuert durch all diese menschlichen Muster,
die manchmal doch noch sehr hinderlich sind.

Der Schlüssel zu Veränderung
Eurer Lebenssituationen in allen Bereichen,
der Schlüssel liegt nur in Euch selbst,
nie im Aussen!
Zuhören ist eine besondere Eigenschaft,
eine die viele andere Menschen sehr zu schätzen wissen.
Doch wie jeder von Euch wirklich zuhört,
dass solltet Ihr einfach ganz praktisch an Euch selbst erkennen
durch Selbst-Be-Achtung.
Soviel Unausgesprochenes liegt darin,
so viele Widersprüche in dem was Ihr angeblich meint zu tun,
nämlich den Anderen lassen und akzeptieren und gar nicht zu erkennen,
zu bemerken,
dass Ihr den Anderen noch nicht einmal darin akzeptiert,
dass dieser auch wirklich ausreden kann,
oder auch dass dieser
eine Entscheidung treffen kann
ganz aus seinem eigenen Willen heraus.
Sobald Ihr eine Entscheidung
des Anderen hinterfragt,
anzweifelt, oder sogar korrigiert,
habt Ihr den anderen nicht wirklich akzeptiert.
Dies ist einfach nur eine Feststellung,
eine Wahrnehmung Eures eigenen Verhaltensmusters.
Und mit dieser Wahrnehmung könnt Ihr für Euch selbst entscheiden,
ob Ihr dieses so wollt,
ob dieses Eurer wirklichen Intention,
Eurem Willen entspricht,
Eurem inneren Willen,
Eurem Seelenwillen.
Oder ob und inwieweit hier andere Bedürfnisse, Gefühle  und Vorstellungen
Euch beeinflussen in Eurem Verhalten
beim Zuhören.
Im Zuhören,
im Beobachten wie Ihr zuhört,
liegt eine Kraft der Selbsterkenntnis verborgen, die Ihr für Euch nutzen könnt.
Euer Gegenüber löst in Euch Reaktionen aus,
und damit wird Euch etwas geschenkt,
eine offene Tür der Selbsterkenntnis.
Und somit ein Stück Weg
auf Eurer Wanderung
zum Gipfel der Freiheit
in der Göttlichkeit,
das Ihr damit beleuchten könnt,
ins Licht holen könnt.

Gönnt Euch diese Zeit der Wahrnehmung,
gönnt Euch diese Selbstentdeckung,
die Selbstaufdeckung.
Damit lässt sich vieles in Eurem Alltag leichter geschehen lassen,
der Fluss kann leichter in die Veränderung,
in die Auflösung Eurer Hindernisse fliessen.
Die Spiegel im Aussen sind viel einfacher zu durchschauen,
wenn Ihr Euch dabei selbst beachtet
und wahrnehmt ohne Wertung.
Wir werten Euch nie...
wir sehen Euch mit all den vielen Lebensspiegeln,
denen Ihr ständig begegnet.
Und manchmal möchten wir Euch schon ein wenig ins Ohr flüstern,
wenn Ihr den Blick abwendet
von Eurem Spiegel.
Doch wir wissen auch,
dass dieses Sich Abwenden in Eurer Angst vor Kritik an Euch selbst,
sogar durch Euch selbst,
dass dies darin begründet ist.

Geliebte Shaumbra, es gibt nur Spiegel,
und es gibt hier keine guten und schlechten.
Es gibt Euch,
Ihr geliebten Götter,
und Ihr seid wundervoll...
Also schaut Euch an, Euch selbst
und schenkt Euch die Be-Achtung
die jedem Gott Eigen ist.
Wir beachten Euch,
wir lieben Euch...
Warum Ihr nicht auch...
So ist es
Tobias und Irisina

Andreas und Margret


 

 

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