Die Familie für die neue Zeit

Mittwoch, 10.Dezember 2003  04.00 Uhr

Margret: Also gut, liebe Irisina und lieber Tobias,
dann lege ich halt eine Nachtschicht ein.
Worüber wollt Ihr sprechen...

Irisina und Tobias: Ja liebe Margret,
Du bist noch wach,
weil Du noch eine Durchgabe von uns erwartest.
So ist das...
Also unser Thema jetzt
ist ein sehr irdisches Thema,
eines, das viele betrifft...

Die Familie für die neue Zeit

Bevor wir auf die Familie der neuen Zeit zu sprechen kommen,
wollen wir einmal kurz die Familie der alten Zeit ein wenig genauer betrachten.
Familien sind alt in Eurer Erdengeschichte.
Ihre Strukturen haben jedoch verschiedene Wandel erfahren und sie sind auch
heute nicht überall gleich.
Doch wollen wir hier die Familien ansprechen,
die bei Euch die Regel sind.
Also Vater, Mutter und ein bis mehrere Kinder.
Es gibt interessanter Weise in den letzten Jahren wieder mehr junge Familien,
also Eltern, die sich schon früh für Kinder entscheiden.
Dies löst die Zeit ab,
in der die Frauen sich zuerst selbst ein wenig entfalten wollten.
Daneben gibt es heute dann noch
besondere Familien,
nämlich die, die erst sehr spät Eltern werden,
also in einem Alter,
wo andere Eltern schon erwachsene Kinder haben.
Diese älteren Eltern gehen mit ihrem Kindern und mit ihren
Familienstrukturen anders um, als  gewohnt  in Eurer Gesellschaft.

Sie haben sich bewusst entschieden,
sich noch einen Kinderwunsch zu erfüllen und geniessen diese Neue
Lebenssituation sehr.
Dies kommt auch der Entwicklung
dieser Kinder zugute.
In jungen Familien gibt es oft nach den ersten Jahren mit Kindern grosse
Schwierigkeiten und dann Trennung.
Wir wollen einmal beleuchten,
worin die Hauptschwierigkeiten bestehen,
wenn Ihr eine Familie gründet,
also das erste Kind bekommt,
und dann noch mindestens eines.
Ihr habt da je nach Land in Europa unterschiedliche Vorlieben.
Da gibt es die unterschiedlichen Schwerpunkte von Vater und Mutter.
Es können beide berufstätig sein,
oder nur einer,
wobei dies heute nicht immer der Mann ist.
Und es gibt viele alleinerziehende Mütter,
Väter findet man hier seltener.
Noch...
Bei alleinerziehenden Müttern spüren die Kinder oft,
dass ihre Mutter nicht frei ist von Schuldzuweisungen an ihren Vater,
weil sie eben alleine erziehen muss,
selbst wenn es ihre ganz eigene
Entscheidung war.

Wir möchten grundsätzlich eines mal klarstellen in den vorhandenen Vorurteilen.
Es ist natürlich schön,
wenn beide da sind für die Kinder.
Jedoch ist es nicht lebensnotwendig für die Entwicklung der Kinder in Liebe
und Selbständigkeit.
Denn die fehlende Bezugsperson
wird von aussen
im Laufe der Jahre hinzugeführt,
sei es ein Lehrer, oder im Sport.
Was macht es nun oft so schwer.
Mit Kindern eine Familie zu haben,
in der Ehe,
also wo die Beziehung zwischen Mann und Frau UND
die Kinder sich wohl,
erfüllt und geborgen fühlen?
Es ist einmal wieder die Erwartungshaltung
an den jeweiligen Partner.
Also, das was Mann und Frau voneinander an Zuwendung erwarten
und in welcher Form.

Als Paar ohne Kinder gelingt diese Erfüllung
der Erwartungshaltung noch ganz gut.
Aber wenn das erste Kind da ist,
dann müssen die Erwartungen zurückgeschraubt werden.
So empfinden es die Eltern sehr oft.
Doch muss dies nicht so sein.
Denn es ist allein eine Frage des sich Befreiens von jeglichen
Erwartungshaltungen
an den Partner.
Das heisst,
das Zulassen der Freiheit des Anderen.
Und dies fällt doch schwer.
Wenn Kinder ins Leben treten und es eine Familie wird,
dann stehen sie erst mal im Mittelpunkt.
Und dieses ist auch gut so.

 


Der Raum für die Wahrnehmung des Kindes,
seiner Person,
seiner Wesenszüge,
der ist entscheidend.
Mit Raum meinen wir nicht die Zeit,
die zur Verfügung dafür steht,
oder gestellt wird,
wir meinen das Sich Einlassen auf dieses neue Wesen auf Erden.
Hier gibt es in der Praxis viele Unsicherheiten. Mal nimmt man sich die
Zeit für die Wahrnehmung der Bedürfnisse des Kindes,
und ein andermal passt es gerade nicht in den Stundenplan
und das Kind wird zurückgedrängt.
Und wenn dieser Wechsel die Regel wird,
kommt ein schlechtes Gewissen hinzu,
meist bei den Müttern.
Dieses ist so wirklich nicht notwendig.
Was Kinder hier brauchen ist in der Tat eine gewisse Zuverlässigkeit,
eine gewisse Berechenbarkeit in dem,
was die Eltern ihm geben.
Mit Berechenbarkeit meinen wir
die sich wiederholende Erfahrung,
dass bei einem bestimmten Verhalten eine bestimmte Reaktion zu erwarten ist.
Wechselbäder verunsichern die Kinder.
Und sie strapazieren auch die Eltern,
die selbst diese Wechselbäder herbeiführen.
Hier wird Achtung nicht durchgehend gleich gegeben.
Doch die Achtung des Anderen,
auch eben des Kindes ist ein wichtiger Schlüssel
für die Kinder in der
Neuen Zeit.
Ich sage in,
weil dies für alle Kinder notwendig ist,
nicht nur für die Neuen Kinder,
Indigos,
Sternekinder,
   Kristallkinder...

Das Kind achten
in seinen Bedürfnissen und seinem Wesen...
Ja...
Aber dazu gehört auch,
dass die Eltern sich selbst achten,
dass das Kind auch diese Achtung der Eltern untereinander erlebt.


Eine Familie ist eine Gemeinschaft,
nicht nur eine Zweckgemeinschaft,
Nein, es ist eine Liebesgemeinschaft.
Und meist sind es Seelen,
mit denen man schon in einem anderen Leben als Familie verbunden war.
Das Ungleichgewicht,
dass das Kind als Säugling
sehr viel Zuwendung erfährt,
und diese je älter es wird,
dann geringer wird,
das verunsichert Kinder sehr.
Hier ist es notwendig, die Masstäbe,
die für einen selbst als Vater und Mutter wichtig sind,
frühzeitig zu klären,
um Klarheit im Umgang mit den Kindern leben zu können.

Ein weiterer Punkt ist die offene und ehrliche Kommunikation miteinander.
Kinder haben sehr feine Antennen,
sie spüren genau,
wenn das gesagte Wort nicht mit der Schwingung der Person übereinstimmt.
Und sie beziehen dies dann auf sich.
Denn Ihr Gefühl der Eigenidentität ist noch nicht so ausgeprägt.

Ein weiterer Punkt,
den wir schon in einem anderen Zusammenhang erörtert haben
ist die Bereitschaft zu Phantasie,
dazu, die Kreativität zu entfalten.
Hier genügt es nicht,
einfach das Kinderzimmer mit Spielzeug vollzustopfen.
Nein...
Es fordert lebendiges Leben mit dem Kind.
Es ist sehr verführerisch, dem Kind all die schönen bunten Sachen zu schenken,
und es ist sehr bequem.
Aber es ist auch langweilig,
nicht phantasievoll.
Daran leiden viele Kinder,
an der Phantasielosigkeit ihrer Möglichkeiten im Spiel, im Leben.
Das Leben der Kinder wurde meist abgetrennt vom Erwachsenenleben.
Was da heisst,
dass sie eine eigene Welt bekamen
von den Eltern,
einen eigenen Raum,
eigenes Spielzeug,
und eigene Beschäftigung.
Dann aber auch spezielle Zeiten,
in denen ein Elternteil sich dem Kind
intensiv widmet.
Wir sagen Euch,
diese Abtrennung ist nicht nur nicht nötig,
sie ist sogar hinderlich für die Entfaltung des Wesens,
das hier auf der Erde sich inkarniert hat.
Die Kinder,
die Morgen das Jetzt bei Euch gestalten werden...
Sie brauchen Erfahrungen
des realen Lebens.
Also auch sämtliche Alltagserfahrungen,
die in einer Familie anfallen,
im Haushalt,
und in den Arbeitsbereichen,
soweit sie vom Beruf mit nachhause gebracht werden.
Die Kinder hier ausgrenzen
und ihnen nur ihren
den ihnen zugewiesenen Raum zu lassen,
das macht diese Kinder leicht widerspenstig,
oder auch wütend,
aber auch zurückgezogen,
sich nicht mehr einbringend.

Es geht hier also darum,
diese künstliche Familienwelt wieder in ihrem natürlichen Fluss zu leben.
Lasst sie ruhig bei der Arbeit dabei sein,
egal ob im Keller oder beim bügeln
oder sonst einer anderen Arbeit.
Macht hierfür kein
Kinder-Weg-Gestaltungsprogramm.

Es ist so verbreitet in der Gesellschaft,
dass jede Gruppe ihren eigenen Raum zugewiesen bekommt.
Die Kinder ins Kinderzimmer
und die Alten ins Altersheim.

Es gibt schon neue Arten von Lebensgemeinschaften,
wo sich mehrer Familien zusammentun,
und auch darauf achten,
dass alle Generationen vorhanden,
vertreten sind.
Dies ist eine Form, in der Leben natürlich ist.
Das Aufteilen sämtlicher Lebensabschnitte,
das ist nicht förderlich
für die Entwicklung der Kinder,
nicht für die Beziehung der Eltern,
und nicht für die Gesellschaft insgesamt.

Viele Probleme mit Jugendlichen heute wären nicht entstanden,
wenn die Strukturen hier lebensnaher
gewesen wären.
Nicht genormt nach den Begriffen,
wie die Gesellschaft sie geschaffen hat,
sondern lebensnah im Sinne von
natürlichem Fluss in der Familiengemeinschaft
und in der Gesellschafts-Gemeinschaft.

 


Ich möchte Euch ein Beispiel geben,
in dem sehr klar wird,
was für Folgen diese Abtrennung vom natürlichen Lebensfluss bedeuten kann.
Die Chinesen haben als Familie eher eine Grossfamilie gehabt.
Das Geschäft war gleichzeitig auch mit dem Zuhause verbunden.
So konnten die Kinder dabei sein,
bei allen Arbeiten,
die verrichtet werden mussten
und die Eltern konnten ihre Arbeit tun,
ohne die Kinder alleine zu lassen.
Meistens waren auch noch
die Grosseltern dabei.
So etwas kennt Ihr auch,
wer älter ist noch aus seiner Kinderzeit vielleicht...
Dann hat man diese Familien
in Hochhäuser gesteckt.
Und die Trennung begann.
Einer musste zum Arbeitsplatz,
der andere, in der Regel die Mutter musste bei den Kindern bleiben.
So einfach lässt sich ein natürliches Leben
nicht verwirklichen
in der geschaffenen Gesellschaft.

Aber die Abschaffung der Ausgrenzung der Kinder von den gelebten
Alltagsarbeiten ist innerhalb einer Familie durchaus realisierbar.
Kinder lernen nicht nur durch sogenanntes pädagogisch wertvolles Spielzeug.
Sie lernen viel praxisorientierter,
wenn sie beim normalen Geschehen dabei sind.
In vielen Naturvölkern wird dies
noch immer so gelebt.
Es fehlt heute an der Harmonie des Lebens,
am natürlichen Lebensfluss in den Familien.
Dies sind Störfaktoren,
die zu Problemen führen im Umgang
mit Euren Kindern.
Und auch zu Konflikten führen
zwischen den Eltern.
Wenn die Kinder dann in die Schule kommen,
wird noch einmal ein natürlicher Fluss ausgeschlossen.
Sie müssen sich der Schulnorm beugen,
ganz entgegen ihrem natürlichen Körper und Ausdrucksbedürfnis.
Da gibt es dann Kinder,
bei denen kommt, wie Ihr sagt, Frust auf.
Oder aber es gibt Kinder,
die erkennen,
dass sie mit Leistung Anerkennung erhalten.
Und damit entwickeln sie nicht mehr
ihr ganzes Potential.
Es ist und bleibt einfach ein Ungleichgewicht.
Viele von Euch werden sagen,
ja wir wissen das,
ja, wir versuchen,
was möglich ist.
Ich aber möchte,
dass Ihr es nicht nur wisst,
dass Ihr es nicht nur versucht
es möglich zu machen.
Sondern das Ihr das auch ganz Praktisch tut.

Werdet ganz wach und gestaltet Euer Leben so, dass ein natürlicher Fluss
wirklich möglich ist.
Die Werte werden hier oft noch in ihrem Schwerpunkt
zu Lasten einer "gesunden" Situation Lebenssituation gesetzt.
Ein Auto,
ein Haus,
eine Reise,
es muss finanziert werden.
Muss es das wirklich in dieser Form.
Schaut einmal, was Ihr dafür einbüsst.
Lebendigkeit im Alltag.
Spontanität im Alltag,
Lebensfreude,
die nicht mit Geld bezahlt werden kann,
und eben oft auch Kinder,
die in sich selbst unausgeglichen sind,
weil sie diesen Mangel am intensivsten spüren.
Werdet hierin einfach wach.
Schaut Euren Familienalltag an.
Wieviel wirkliche Freude gibt es darin.
Ist sie nur für den Sonntag aufgehoben,
wenn sie dann überhaupt noch empfunden werden kann.

Durch Eure Gesellschaftsnormen entsteht auch leicht eine Unzufriedenheit
bei den Eltern.
Und dies muss dann auch noch kompensiert werden in der Freizeit.
Wundert es Euch da,
wenn es Konflikte in der Familie gibt?

 


Wir wollen nicht das Rad zurückdrehen
in allen Dingen,
eine solche Empfehlung ist nicht hilfreich.
Aber wir wollen,
dass Ihr bewusster werdet
im Umgang mit Eurem täglichen Leben
in der Familie.
Normen, die Ihr nicht so einfach
übergehen könnt,
gibt es im Aussen in der Gesellschaft
mehr als genug.
Doch innerhalb Eurer Familie seid Ihr frei.
Und diese Freiheit solltet Ihr nutzen.
Damit wirkliches Leben
gefreut gelebt werden kann.
Aufrichtigkeit ist gefordert,
im Wahrnehmen
im Umgang mit der Situation und miteinander.
Und der Wille,
das Leben lebendig,
freudvoll zu gestalten
für alle in der Familie.

Soviele Spannungen sind entstanden
durch diese Normen der Einengung,
der mangelnden Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit für Familien,
für die Eltern und auch für die Kinder.
Wieviel können sie denn entscheiden?
Wisst Ihr, dass Kinder nicht so kindisch sind,
wie Ihr sie oft behandelt.
Sie können viel mehr,
sie sind viel verantwortungsbereiter,
wenn sie dazu durch Euch und die Lebensbedingungen,
den Rahmen dazu ermutigt werden.
Ihre Fähigkeit,
selbständig zu entscheiden.
Sie ist da,
viel stärker, als Ihr es glaubt oder zulasst.
In all den Zwängen,
in denen die Familien stehen,
fehlt auch die Freiheit,
seine Gefühle offen auszudrücken.
Auch für die Kinder.
Doch Gefühle ausdrücken
ist ein wichtiges Ventil.
Und eine wichtige Hilfe im Erkennen,
was in dem Kind vorgeht.
Diese Gefühle dann auch annehmen
und nicht anzweifeln,
oder wegreden,
oder begründen,
warum dieses Gefühl so nicht sein kann,
oder auch falsch ist.

Es ist immer von einem Grundsatz auszugehen.
Jeder Mensch,
jedes Kind will zuerst einmal nur gut sein,
nur Gutes tun.
Nie etwas anderes.
Und wenn es eben mal nicht Gutes tut,
dann hat es etwas nicht verstanden.
Bezieht die Kinder mit ein in Euren Alltag,
Lasst ihnen den Raum für sich,
ja, aber nicht so,
nicht mit dem Ergebnis,
dass sie im Alltag nicht mehr eingebunden sind.
Leben ist Freude.
Vermittelt Ihr das den Kindern?



Natürliches Leben ist ein sich wiederholender Wechsel,
aber eben ein kreativer lebendiger Wechsel,
der die Kinder nicht ausgrenzt und zu kleinen unfähigen Kindern macht.
Sie wollen gefordert sein,
aber nicht ausgegrenzt aus den schönsten Anforderungen,
die es für Kinder gibt.
Nämlich wirkliches Leben von klein an
mit zu gestalten.
Die heutigen Kinder brauchen ein anderes,
brauchen ein natürlicheres Rüstzeug
für Morgen,
wenn sie dann erwachsen sind.
Denn die Erde und die Gesellschaft
wird sich wandeln,
kräftig, jetzt in der Neuen Zeit,
in der Neuen Energie.
Leben soll Freude machen,
soll Entfaltung bieten,
soll lebendig sein voller Phantasie
und Lust daran,
das Leben auch freudvoll zu gestalten.
Frustrierte Kinder gibt es schon genug.
Also fühlt, wie viel Lebendigkeit Ihr bisher in Eurem Alltag habt
und ändert, was Ihr verändern könnt.
Die Zeit, in der Leben Mühsal war und Arbeit,
und Unzufriedenheit,
dieses ist ALTE Zeit,
gestaltet jetzt alles für die NEUE Zeit
mit Euren Kindern,
in der Familie.
Ihr habt soviel Wissen,
Ihr seid soweit gegangen,
Nachhause kommt zu Euch.
Aber leben müsst Ihr es schon selbst.
Ihr DÜRFT es,
wenn Ihr selbst es zulasst und gestaltet.
Liebe,
die Liebe fliesst
in einer freudigen Familie leichter
und harmonischer
für alle
im natürlichen Lebensfluss.
So ist es...
Tobias und Irisina

Andreas und Margret


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